Willkommen zur neuen Ausgabe von Chip & Charge. Dieses Mal – nach der kürzeren regulären Sendung auf Grund der Pause auf der Herrentour – eine Bonusausgabe.
Wie schon während der Weihnachtszeit widmen sich Andreas und Philipp wieder einer Spielerin, die das Tennis in den letzten zwei Jahrzehnten mitgeprägt hat. Dieses Mal sprechen die beiden ausführlicher über Lindsay Davenport. Die Amerikanerin hat mehr als 50 Titel auf der Tour gewonnen, war aber nur drei Mal bei Grand Slam Turnieren erfolgreich. Daher stellt sich auch die Frage: Hätte Davenport mehr große Titel gewinnen sollen und woran lag es eigentlich, das sie nie über eine längere Zeit bei den ganz großen Turnieren dominieren konnte?
Ruhiger Karrierestart
Davenport legte einen regelrecht gemächlichen Karrierestart hin. Sie konnte zwar schon einigermaßen früh in die Top 10 einziehen, doch blieb ihr anfangs ein großer Titel verwehrt. Erst bei den US Open 1998 gewann Davenport erstmals ein Grand Slam. Diesem Finalerfolg gegen Martina Hingis war ein dominanter Sommer hervorgegangen. Kein Jahr später konnte Davenport den Wimbledon-Titel im Jahr 1999 nachlegen, dieses Mal im Endspiel gegen Steffi Graf. Ein weiterer Erfolg kam bei den Australian Open 2000 zustande. Danach war Davenport oftmals ganz knapp dran. Doch ein weiterer ganz großer Erfolg wollte sich nicht mehr einstellen. Trotzdem war Davenport in großen Matches involviert. Im Jahr 2004 verlor sie ein knappes Wimbledon-Halbfinale gegen Maria Sharapova, zwei Monate später folgte eine ähnlich enge Niederlage gegen Svetlana Kuznetsova bei den US Open 2004.
Wimbledon 2005 bleibt
Das Match, mit dem viele den Namen Davenport in Verbindung bringen, kam ein Jahr später in Wimbledon. Zwar dominierte Davenport damals eineinhalb Sätze gegen Venus Williams. Doch letztendlich unterlag sie mit 7-9 im dritten Satz. In den Folgejahren neigte sich die Karriere von Davenport langsam zu Ende. In dieser Zeit wurde die Amerikanerin auch zweifache Mutter und beendete im Jahr 2010 ihre aktive Zeit als Tennisspielerin.
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