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Nordmazedonien ist ein kleines, aber politisch hoch sensibles Land auf dem Westbalkan. Seit über 20 Jahren strebt es die EU-Mitgliedschaft an und hat dafür weitreichende Zugeständnisse gemacht – bei Staatsnamen, aber auch bei tiefgreifenden Verfassungsreformen wegen der albanischen Minderheit. Dennoch wird der Beitrittsprozess immer wieder durch Konflikte mit Nachbarstaaten und Blockaden innerhalb der EU verzögert.
Folge 11 des Podcasts 27plus beleuchtet die komplexe Lage Nordmazedoniens – zwischen europäischer Perspektive, wachsender Frustration im Land und innenpolitischen Spannungen.
Albanien galt einmal als das „Nordkorea Europas“, ein Land, dass sich für fast zwei Jahrzehnte völlig abgeschottet hatte. Nach der eher chaotischen Öffnung und einer sehr turbulenten Phase in den 1990ern hat das Land mit einer sehr jungen Bevölkerung inzwischen politisch und ökonomisch Tritt gefasst. Als gäbe es eine Sehnsucht, nun nie wieder auf sich allein gestellt zu sein, ist die Bevölkerung anhaltend so überzeugt von der Richtigkeit eines EU-Beitritt, wie niemand sonst in der Region.
Auch nach dem Zerfall Jugoslawiens blieb Montenegro lange an der Seite Serbiens, schlug aber schließlich dann doch einen ganz anderen Weg ein. Längst gehört das kleine Land der Nato an, die aktuelle Regierung strebt einen möglichst baldigen EU-Beitritt an.
Beim Zerfall Jugoslawiens versank die ehemals multi-ethnische und multi-religiöse Republik Bosnien-Hercegovina in einem brutalen Bürgerkrieg. Erst nach Eingreifen der USA konnte der Krieg beendet werden. Als Ergebnis im amerikanischen Dayton geführtre Verhandlungen entstand eine komplizierte Verfassung, in der sich unterschiedliche Landesteile in einem gemeinsamen Staat verwalten, wobei die internationale Gemeinschaft einen Rückfall in Nationalismen zu verhindern sucht.
Timestamps
Kosovo gilt als jüngster Staat Europas und war als autonome Region für Jahrzehnte Teil Serbiens und damit Jugoslawiens gewesen. Nach einem Krieg Ende der 1990er wurde daraus zunächst ein Protektorat der Vereinten Nationen, 2008 erklärte Kosovo sich zum unabhängigen Staat. Er wird allerdings von Serbien, Russland und einigen EU-Staaten nicht als eigenständiges Land anerkannt.
Serbien ist das größte Land auf dem Westbalkan und hat eine große Bedeutung für die gesamte Region. Das Land hat nach den Kriegen in den 1990ern eine Phase der EU-Euphorie durchlebt, arbeitet inzwischen aber nicht nur am EU-Beitritt, sondern auch an engen Beziehungen zu anderen Mächten.
Folge 5 des Podcasts 27plus beschäftigt sich mit der sehr spannenden und durchaus widersprüchlichen Debatten in der EU über Serbien – und mit den Perspektiven.
Seit bald 70 Jahren arbeiten die Europäische Union bzw. ihre Vorläuferorganisationen und die Türkei an engeren Beziehungen. Dabei ist mit der Zollunion ökonomisch eine besonders enge Verbindung entstanden, zu einer Vollmitgliedschaft ist es aber in all den Jahren nie gekommen.
Folge 5 des Podcasts 27plus beschäftigt sich mit dem Status der laufenden, aber eingefrorenen Verhandlungen – und wirft einen Blick auf die Zukunftsperspektiven des EU-Türkei-Verhältnisses.
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Moldau ist ein Land, in dem sich über Jahrhunderte Einflüsse aus West und Ost verwoben haben. Während in der benachbarten Ukraine der Krieg tobt, muss das arme Land besondere Herausforderungen bestehen.
Die vierte Folge beschäftigt sich mit der Situation Moldaus, mit der Sehnsucht nach Neutralität, enttäuschten Hoffnungen und dem Ringen des Landes um Stabilität.
Links:
Der EU-Beitritt Moldaus – Infoportal östliches Europa der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: https://osteuropa.lpb-bw.de/moldau-eu-beitritt
Für die meisten Menschen in der EU ist Georgien weit weg. In Georgien ist die EU-Mitgliedschaft hingegen ein breit geteiltes Ziel. Das kleine Land sucht Anschluss an Gleichgesinnte und möchte Teil der europäischen Familie sein.
Die dritte Folge beschäftigt sich mit der aktuellen Situation Georgiens, mit der derzeit sehr schwierigen innenpolitischen Lage und den besonderen Herausforderungen der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien.
Links:
Botschaft der Georgiens in Berlin: https://botschaftgeorgien.de/
Der EU-Beitritt Georgiens– Infoportal östliches Europa der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg: https://osteuropa.lpb-bw.de/georgien-eu-beitritt
Die Ukraine verfolgt seit ihrer Unabhängigkeit 1991 das Ziel, der EU beizutreten. Die EU strebte zwar lange eine enge Beziehung zur Ukraine an, ebnete aber erst nach dem russischen Großangriff den Weg zum EU-Beitritt, inzwischen wird darüber verhandelt.
Die zweite Folge beschäftigt sich mit der aktuellen Situation, mit dem großen Stellenwert eines EU-Beitritts für Ukrainerinnen und Ukrainer und mit der Bedeutung, die die Ukraine heute für die Zukunft Europas hat.
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