Die Deutschen machen zu viel in Teilzeit, haben zu kurzeArbeitszeiten, gehen zu früh in Rente und sind neuerdings auch, wenn man dem Kanzler Glauben schenken möchte, zu oft krank und bekommen auch viel zu leichtKrankschreibungen. Während mangelnde Leistung der Unternehmen eher weniger thematisiert wird und es vielmehr zahlreiche Rufe nach Steuererleichterungen, Strompreishilfen, Schutzzöllen und Schutzschirmen gibt, bekommen die Beschäftigten ihr Fett öffentlich weg.
Gerade die Diskussion um die vermeintlich zu kranke oderblaumachende Arbeitnehmerschaft bringt Betriebsräte und Gewerkschafter auf und spaltet die Bevölkerung. Jenseits von reflexartigen Stellungnahmen stellt sich für den Beobachter die Frage: Ist da etwas dran? Sollte man die DeutschenBeschäftigten hinsichtlich Krankmeldungen an die kürzere Leine nehmen?
Ich wollte das genau wissen und bin diesen Diskussionen mit der Psychologin, Ivon Ames, Vizepräsidentin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen, auf den Grund gegangen. Sie leitet die Beratungsfirma EVAO, kurz für Evidenzbasierte Arbeitsgestaltung und Organisationsentwicklung und kann diese Debatte sowohl aus wissenschaftlicher als auch praktische Sicht qualitativ um einiges mehr anreichern als unser dampfplaudernder Kanzler.
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