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Wer sich traut, Unterstützung bei psychischen Problemen zu suchen, landet häufig auf einer von vielen endlosen Wartelisten. Einen Psychotherapieplatz zu bekommen ist aktuell und auch schon seit langer Zeit gar nicht so einfach. Auf diesen Listen landet aber ohnehin nur, wer die Möglichkeit kennt, eine Psychotherapie zu machen – und dann auch noch weiß, wie man an einen Behandlungsplatz kommt. Behandeln wir also möglicherweise die Falschen? Bekommen diejenigen gar keine Behandlung, die sie am dringendsten benötigen? Sicher ist: Das Behandlungssystem muss weiterentwickelt und verbessert werden.
Hier geht es zum Audiobeitrag mit Thomas Bock zum Thema Entstigmatisierung und Behandlung von Psychosen: https://ipuberlin.podigee.io/39-entstigmatisierung-psychose.
Hast du mit psychischen Problemen zu kämpfen oder geht es dir zurzeit sehr schlecht? Dann bitten wir dich, unbedingt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Weißt du nicht, an wen du dich wenden kannst, ist die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) immer eine gute erste Anlaufstelle. Ein psychotherapeutisches Erstgespräch bekommst du mit gesetzlicher Versicherung von der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung vermittelt, unter der deutschlandweit einheitlichen Telefonnummer 116117. Bist du unter 25 Jahren alt, kannst du dich auch an krisenchat.de wenden. Die Krisenberatung ist 24 Stunden per WhatsApp erreichbar.
Eine Psychotherapie dient nicht dazu, eine Erkrankung "wegzumachen". Mit Psychotherapeut:innen sprechen wir, lernen wir uns selbst und unsere Konflikte besser kennen – und treten in Beziehung. Gehen Menschen in Psychotherapie, ist das ein gutes Zeichen, denn es macht uns und damit die Gesellschaft psychisch kompetenter. Psychotherapie hilft uns, gut in Beziehungen und dadurch gesund zu leben. Wir sprechen darüber, was für uns so wichtig an Beziehungen ist und warum Psychotherapie am nachhaltigsten wirkt.
Wie oder wann wurden digitale Medien "sozial"? Eigentlich gar nicht, die Bezeichnung ist mehr Label als Beschreibung. Wir sprechen in dieser Folge darüber, was die Nutzung und das Aufwachsen mit digitalen Medien mit uns macht – auch, wenn das sehr nach Klischee klingt. Tatsächlich verändern die sogenannten Sozialen Medien, wie wir mit anderen Menschen in Kontakt treten und Beziehungen führen. Das hat nicht nur Nachteile, die medialen Möglichkeiten bieten auch einen Mehrwert. Aber: "Sozial" sind diese Medien nicht, kann kein Medium sein.
Weltweit für (mehr) psychische Gesundheit zu sorgen, ist keine kleine Aufgabe, aber dringend notwendig. Im World Mental Health Report der WHO stehen die Gründe dafür: Die Zahlen Betroffener von psychischen Erkrankungen ist groß, die Versorgungs- und Hilfsangebote oft kaum ausgebaut. In der Öffentlichkeit und in den Medien kommt angesichts dieser Zahlen das Thema erstaunlich wenig vor. Das muss sich ändern. Psychische Gesundheit betrifft jeden Menschen.
Warum eigentlich Fußball? Der Sport bewegt Massen auf der gesamten Welt. Wir hören, was die Masse mit dem Einzelnen macht. Und wir sprechen über das Psychoanalytische am Fußball und über einen psychodynamischen Coachingansatz für Fußballtrainer:innen und Spieler:innen. Zuletzt steht da die Frage nach der endlosen Begeisterung. Fußball verbindet, euphorisiert, aber es ist auch schon lange nicht mehr einfach ein Sport, sondern vor allem ein Geschäft.
Foto Dr. Alexander Drandarevski: © DRK Kliniken Berlin
Werden Beiträge in Medien veröffentlicht, die psychische Erkrankungen thematisieren, Interviews mit Betroffenen geführt oder sprechen Influencer über das Thema, können Außenstehende einen guten Einblick in die Thematik und Problematik bekommen. Das gilt vor allem für Depressionen. In dieser Folge werfen wir einen psychoanalytischen Blick auf solche Beiträge und besprechen, was man darin sehen und hören kann, was nicht sofort deutlich wird. Oft sind das vor allem Dinge, die unausgesprochen sind.
Mit diesem Podcast bewerben wir uns für den Fast Forward Science Award 2022/2023 in der Kategorie Audio Spezial: http://www.fastforwardscience.de. #FFSci #AudioSpezial
Übersicht zu den in der Folge zitierten Medienbeiträgen:
Dokumentation vom Y-Kollektiv: Depression - Von Selbstzweifel bis Suizidversuch (Ausschnitte im Podcast: 3:40 bis 3:44 und 4:04 bis 6:16).
Interview von Leeroy Matata: Wie ist das Depressionen zu haben? (Ausschnitt im Podcast: 11:33 bis 11:50).
Video von Jan Meyer (OHMEYGOD): Ich war 2 Jahre offline. (Ausschnitt im Podcast: 03:48 bis 5:15, leicht gekürzt).
NDR Dokumentation anlässlich des zehnten Todestages Robert Enkes: Depression kann jeden treffen: Der Tod von Robert Enke (Ausschnitt im Podcast: 15:53 bis 16:22).
Sexualität ist etwas, das uns als Menschen ausmacht. Nicht nur zur Fortpflanzung und auch nicht nur im eigentlichen Sexualakt. Der Begriff ist in der Psychoanalyse viel breiter angelegt und hilft besser zu verstehen, was uns Menschen antreibt. Aaron Lahl forscht zur Sexualität und erklärt uns, warum die Sexualität weder aus der Psychoanalyse noch aus unserem Leben wegzudenken ist. Sex ist vielleicht nicht alles, aber macht doch mehr aus, als wir alltäglich darunter verstehen.
Der Sommer ist für viele Menschen wie eine Verheißung. Bis in die späten Abendstunden ist es hell und warm, zugleich geht es in den Sommermonaten oft auf Reisen. Ob aktiv oder einfach am Strand: Es ist eine Phase der Erholung. Doch zum Sommer gehören inzwischen auch zunehmende Dürren, niedrige Pegelstände in Flüssen und sich häufende Waldbrände. Auch hierzulande wird deutlich, dass der Sommer krisenhafte Gleichzeitigkeiten bedeutet, die verschränkt sind mit unserer Art des Lebens und Wirtschaftens. Der Klimawandel ist das Stichwort. Können wir den Sommer überhaupt noch genießen? Wir sprechen in unserer Augustfolge über die Ambivalenz des Sommers.
Sprechen ist ein Hauptkanal menschlicher Kommunikation, wenn auch bei weitem nicht der einzige. Wie wir nicht nur Worte verwenden, sondern interagieren und kommunizieren, indem wir sprechen, klären wir in dieser Folge. Wenn man das Sprechen erforscht, geht es erstmal nicht so sehr um die Inhalte des Gesprochenen, sondern die Art und Weise. Diese variiert nach verschiedenen Regeln von Situation zu Situation. Marie-Luise Alder und Michael Franzen forschen zum psychotherapeutischen Sprechen.
Wissenschaftlernamen zum Mit- und Nachlesen:
Ein psychoanalytischer Podcast zu sein, ist ein Versuch. Denn womit sich die Psychoanalyse befasst, ist gerade dadurch charakterisiert, dass es immer wieder unscharf wird, wenn man versucht, es genauer zu greifen. Was kompliziert klingt, versuchen wir durch "psychoanalytische" Momente in dieser Folge zu veranschaulichen. Dadurch zeigt sich die sehr alltägliche Dimension des Psychoanalytischen. Wir hören in Ausschnitte aus Podcastfolgen herein, in denen die Perspektive psychoanalytisch wurde oder in denen man in psychoanalytischer Art und Weise etwas "erhören" kann.
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