Adrian lädt ein ...

Adrian lädt ein ...

By Adrian HoffmannSociety & Culture
Download on the App Store

Adrian lädt ein ... episodes

  • ... Petra Rinklin, Krone richten, weitergehen & Wortgeschenke für die Welt
    Petra Rinklin, WERTvoll Coaching

    In dieser Folge ist Petra Rinklin bei mir zu Gast und manchmal spielt das Leben eben wirklich anders, als wir es geplant haben.

    Denn Petra bringt einen Weg mit, der beeindruckt. Über 35 Jahre war sie im Vertrieb tätig, gestartet mit der Ausbildung zur Versicherungskauffrau bei der damaligen Victoria-Versicherung in Freiburg. Später ging es für sie in den Hochschwarzwald, in eine Agentur, in eigene berufliche Verantwortung, in den Key Account und immer wieder in neue Stationen. Menschen, Verkauf, Empathie, Zahlen, Erwartungen, Leistung und Veränderung – all das hat ihren beruflichen Weg geprägt.

    Petra beschreibt sich selbst rückblickend als „Weltmeisterin im Erfüllen der Erwartungen von anderen Menschen“. Sie war oft getrieben, suchte ihr Nest im Außen, zog insgesamt zehnmal um und entwickelte sich beruflich immer weiter. Doch irgendwann merkte sie: Da stimmt etwas nicht. Dieses Gefühl von Ankommen, Wert und Erfüllung findet sie nicht im Außen. Nicht in Jobs, nicht in Beziehungen, nicht in dem, was andere von ihr erwarten.

    Dann kam der Umzug in die Ortenau. Im Dezember 2023 zog Petra hierher, kurz darauf erhielt sie die Einladung zur Mammografie. Eine Untersuchung, auf die sie eigentlich schon gewartet hatte und die ihr, wie sie selbst sagt, vermutlich das Leben gerettet hat. Die Diagnose Brustkrebs wurde zu einem Einschnitt, der alles veränderte. Petra erzählt sehr offen von dem Moment, in dem sie den Anruf bekam, von ihrem ersten Gedanken: Ich weiß, ich bin stark genug, dass ich das schaffen kann.

    Was mich in diesem Gespräch besonders berührt: Petra spricht nicht von dieser Diagnose als etwas, das sie nur zerstört hat. Sie beschreibt sie auch als Stoppschild. Als Aufgabe. Als Moment, in dem das Leben gesagt hat: Jetzt darfst du etwas ändern. Und genau da beginnt für sie ein neuer Blick auf sich selbst. Sie erkennt, dass ihr Wert nicht im Außen liegt, sondern dass in ihr selbst eine Quelle der Kraft ist. Ihr eigenes Nest.

    Ein Satz, der sich durch diese Folge zieht, ist: „Einfach mal nicht kratzen.“ Für Petra bedeutet das, den Raum zwischen Reiz und Reaktion auszuhalten. Nicht jedem Impuls sofort folgen. Nicht jede Emotion direkt rausschreien. Nicht sofort reagieren, nur weil etwas in einem hochgeht. Sondern kurz innehalten, durchatmen und fragen: Was passiert da gerade wirklich in mir?

    Wir sprechen darüber, wie sehr wir alle heute reizüberflutet sind. Handy, Termine, Social Media, Netflix, ständige Ablenkung und wie oft wir dadurch gar nicht mehr wirklich bei uns selbst ankommen. Petra beschreibt, dass viele Menschen ihre eigenen Gefühle überdecken, statt sie wahrzunehmen. Und genau dort setzt auch ihr heutiger Weg an: Menschen wieder zu sich selbst zu führen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie nicht im Mitleid, in der Angst oder im Negativen stecken bleiben müssen.

    Aus dieser Erfahrung heraus hat Petra ihr Coaching-Unternehmen „WERTvoll“ gegründet. WERT großgeschrieben, weil es genau darum geht: den eigenen Wert zu erkennen und zu leben. Petra begleitet Menschen heute als Coachin für Resilienz, Gesundheit, Kommunikation und persönliche Entwicklung. Sie hat verschiedene Coaching-Ausbildungen gemacht, unter anderem im Bereich Gesundheits- und Resilienzcoaching, systemisches Coaching, Aufstellungsarbeit und Kommunikationstraining. Ihr Werkzeugkasten ist groß und sie schaut individuell, was der Mensch oder auch das Unternehmen gerade braucht.

    Ein zentrales Thema in Petras Arbeit ist Kommunikation. Und zwar nicht nur im Sinne von: Wie rede ich mit anderen? Sondern zuerst: Wie rede ich eigentlich mit mir selbst? Denn Kommunikation beginnt bei uns. Petra spricht über Wertschätzung, über aktives Zuhören, über Wahrnehmungskanäle, Metaprogramme und darüber, warum Menschen oft völlig aneinander vorbeireden.

    Auch in Unternehmen sieht Petra genau dort einen großen Hebel. Viele Mitarbeitende fühlen sich nicht gesehen oder nicht wertgeschätzt. Und manchmal braucht es gar nicht den riesigen Change-Prozess, sondern den ehrlichen Blick: Wie geht es dir? Kommst du klar? Brauchst du etwas? Sitzt du eigentlich an der richtigen Stelle? Petra spricht darüber, dass Menschen in Unternehmen manchmal Positionen ausfüllen, die gar nicht zu ihren Stärken passen. Ein Visionär in der Buchhaltung oder ein Detaillierer in der Projektleitung – das kann anstrengend werden. Deshalb schaut sie auch darauf, ob Menschen wirklich am passenden Platz sitzen.

    Wir sprechen darüber, wie sehr fehlende Kommunikation ganze Unternehmen belasten kann. Schlechte Stimmung, hoher Krankenstand, innere Kündigung, Fachkräftemangel – all das hängt für Petra auch mit Wertschätzung und Kommunikation zusammen. Wenn Menschen sich gesehen fühlen, wenn sie gerne zur Arbeit gehen, dann erzählen sie auch positiv über ihr Unternehmen. Und manchmal entsteht daraus mehr Arbeitgeberattraktivität als aus jeder Stellenanzeige.

    Natürlich geht es auch um Resilienz. Petra sagt klar: Man kann niemanden retten, der nicht gerettet werden möchte. Aber wenn eine Grundeinsicht da ist, wenn jemand bereit ist hinzuschauen, dann kann man Resilienz stärken. Ein Schlüssel ist für sie der eigene Wert. Sie beschreibt dazu eine Übung, bei der man zehn Werte aufschreibt und dann paarweise abfragt, welcher wichtiger ist. Oft kommt dabei etwas anderes heraus, als der Verstand vorher gedacht hätte. Und genau dann wird es spannend: Lebe ich diesen Wert eigentlich in meinem Beruf, in meiner Partnerschaft, in meinem Alltag?

    Warum reagiere ich manchmal so heftig auf eine Situation? Warum denke ich sofort, jemand mag mich nicht, nur weil er nicht auf meine Nachricht antwortet? Petra erklärt, dass wir Erinnerungen oft gemeinsam mit Gefühlen abspeichern. Wenn dann später eine ähnliche Situation kommt, reagiert der Körper wie auf einen alten Befehl. Genau da kann man ansetzen: innehalten, den Raum zwischen Reiz und Reaktion halten und neue Wege üben.

    Eine Folge über Veränderung, Brustkrebs, Mut, Kommunikation und Selbstwert. Über den schwarzen Punkt auf dem weißen Plakat und die große weiße Fläche, die wir manchmal wieder sehen dürfen. Über Urvertrauen, Dankbarkeit, Wortgeschenke und die Frage, wie viel Freiheit entsteht, wenn wir nicht sofort kratzen, sondern einen Moment bei uns bleiben.

    Mehr Informationen zu Petra und ihrer Arbeit findet ihr unter den folgenden Links:

    Webseite: www.wertvoll-coaching.com

    LinkedIn: Petra Rinklin
    Instagram: @petrarinklin

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 20 min
  • ... Joachim Poet Harms, Gespräch mit einem Dichter & der Reim aufs Leben
    Joachim Poet Harms, Poesie & Dichtkunst, Teil 2

    In dieser Folge ist Joachim Poet Harms wieder bei mir zu Gast und das ist tatsächlich etwas Besonderes. Denn Joachim war schon einmal in einer der allerersten Folgen von „Adrian lädt ein…“ dabei. Damals war mein Format noch ganz frisch, und trotzdem ist mir dieses Gespräch lange im Kopf geblieben. Seine Art, Sprache zu nutzen. Seine Art, die Welt zu betrachten. Und diese besondere Tiefe, die entsteht, wenn jemand nicht einfach nur redet, sondern Worte wirklich wirken lässt.

    Damals haben wir über seinen Weg gesprochen: von der Pharmaindustrie hinein in die Welt der Poesie, über Auftragspoesie, seine Schreibmaschine, Begegnungen, die verändern, und natürlich über die Kraft von Worten. Heute ist Joachim zurück und seit unserem ersten Gespräch hat sich einiges getan. Denn seine poetische Arbeit ist noch einmal auf eine neue Ebene gewachsen.

    Joachim verbindet Poesie inzwischen noch stärker mit der Unternehmenswelt. Nicht mehr nur im Sinne von besonderen Texten, Gedichten für Websites, Dankeskarten oder Pitches, sondern tiefer: als poetischer Begleiter, als strategischer Mentor, als jemand, der mit Menschen, Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften an das geht, was unter der Oberfläche liegt. An Haltung. An Selbstbild. An Sinn. An die Frage: Wer bin ich eigentlich – und wo will ich hin?

    Ein zentrales Bild in dieser Folge ist die „lebensverändernde Zeile“. Joachim erzählt noch einmal von einem Erlebnis auf einem Flohmarkt, das für seinen Weg prägend war. Er sitzt dort mit seiner Schreibmaschine, schreibt Gedichte für Passanten, und irgendwann kommt eine Frau mit einem klaren Auftrag zu ihm: Thema „Ich darf“.

    Genau da liegt für Joachim der Kern seiner Arbeit: Menschen eine Zeile, ein Wort, einen poetischen Impuls zu geben, der etwas in Bewegung bringt. Eine lebensverändernde Zeile muss dabei nicht immer wörtlich eine einzelne Zeile sein. Es kann ein Wort sein. Zwei, drei Zeilen. Ein Gedanke. Eine Metapher. Aber etwas, das so tief trifft, dass sich die eigene Sicht auf etwas verändert.

    Wir sprechen darüber, wie Joachim die Poesie in der Wirtschaft verankert hat – obwohl ihm früher viele wahrscheinlich gesagt hätten: Das geht nicht. Damit kann man kein Geld verdienen. Gedichte gehören nicht in Unternehmen. Und doch hat er genau das gemacht. Er schrieb Gedichte für Unternehmer, für Kommunikation, für Websites, für Dankeskarten, für Mitarbeiter, für Pitches. Er hat erlebt, wie Emotionen übertragen werden, wie Menschen auf diese Texte reagieren, und wie sich nach und nach ein Gedanke verankert: Poesie kann in der Wirtschaft etwas leisten, was klassische Sprache manchmal nicht schafft.

    Und trotzdem kam Ende letzten Jahres für Joachim der Punkt, an dem er gemerkt hat: Das allein erfüllt ihn nicht mehr. Er wollte stärker über die Wirkung von Gedichten auf Menschen sprechen. Nicht nur über Poesie als besondere Kommunikation, sondern über Poesie als Weg zu Selbsterkenntnis, Haltung und Veränderung. Daraus ist sein Format „Gespräch mit einem Dichter“ entstanden.

    Genau da wird deutlich, warum Wirtschaft aus seiner Sicht manchmal mehr Poesie braucht…

    Wir sprechen darüber, was Führungskräfte heute brauchen. Joachim sagt: Bewusstsein für sich selbst, über Ziele und Zielplanung hinaus. Und vor allem Mitgefühl mit sich selbst.

    Natürlich sprechen wir auch über Joachims neues Buchprojekt. Er arbeitet an einer „Poetik für ein gelingendes Leben“, besonders für Menschen aus der Wirtschaft. Der zentrale Gedanke: Machen Sie aus Ihrem Leben ein Gedicht. Dabei geht es nicht um starre Regeln oder Moral, sondern um poetische Prinzipien als Blick auf das eigene Leben.

    Eine Folge über Poesie, Wirtschaft und das Leben selbst. Über Worte, die nicht laut sein müssen, um viel zu sagen. Über Führung, Vertrauen, Vergänglichkeit, Selbstbegegnung und die Frage, worauf sich unser Leben eigentlich reimt.

    Mehr zu Joachim findet ihr auf seiner Webseite unter: www.joachim-poet-harms.de

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 10 min
  • ... Iris Yasmine Harms, Geld liebt ein gutes Zuhause & der innere Wohltäter in mir
    Iris Yasmine Harms, Money Coach

    In dieser Folge ist Iris Yasmine Harms bei mir zu Gast – und wir sprechen über ein Thema, über das viele Menschen nicht besonders gerne sprechen: Geld. Nicht im Sinne von Aktien, ETFs oder der perfekten Anlagestrategie, sondern viel tiefer. Es geht um die Frage, warum wir eigentlich so mit Geld umgehen, wie wir es tun. Warum Geld Stress auslösen kann, Sicherheit geben kann, Freiheit bedeuten kann und warum unser Verhältnis zu Geld manchmal viel weniger mit Zahlen zu tun hat, als wir denken.

    Iris ist Money Coach, vor allem für Unternehmerinnen, und sie bringt einen Blick mit, der auf den ersten Moment vielleicht ungewöhnlich klingt, aber im Gespräch ziemlich schnell Sinn ergibt. Denn bei ihr geht es um Geld, Selbstwert, Körperarbeit, Nervensystem, Prägungen, Bewegung – und um die sogenannten heiligen Geldarchetypen. Also nicht einfach: „Mach mal deine Kalkulation sauber“, sondern eher: Was passiert eigentlich in dir, wenn du auf dein Konto schaust? Was macht es mit dir, wenn Ebbe ist? Was macht es mit dir, wenn Fülle da ist? Und bist du Führungskraft deines Geldes – oder lässt du dich vom Geld bestimmen?

    Iris nimmt uns mit in ihren eigenen Weg, der alles andere als gerade war. Sie beschreibt sich selbst als Kriegsenkelin und erzählt von der Flucht ihrer Großeltern, davon, dass in ihrer Familie zwar nicht viel Reichtum da war, aber auch nie das Gefühl von Mangel. Liebe war wichtiger als Geld – und gleichzeitig führte ihr eigener Lebensweg sie irgendwann mitten hinein in die Härte des Lebens: als alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, mit Verantwortung, Selbstständigkeit, finanziellen Herausforderungen und der Frage, wie man trotzdem weitergeht.

    Ursprünglich kommt Iris aus der Pädagogik. Sie liebt es, Dinge erfahrbar zu machen. Später war sie selbstständig in der Imageberatung, Farbstilberatung, hatte ein eigenes Geschäft, eine Modekollektion, baute einen Vertrieb auf, gehörte in einem Kosmetikvertrieb zu den 40 Besten der Welt, machte Marketing, Unternehmensberatung und landete schließlich in der Versicherungsbranche. Dort beriet sie vor allem Unternehmer und Unternehmerinnen, arbeitete mit betrieblicher Altersversorgung, privater Krankenversicherung und später im Frauenfinanzservice. Und irgendwann wurde aus all diesen Stationen ein rundes Rad an Erfahrungen, wie sie es selbst beschreibt.

    Besonders spannend ist, dass Iris irgendwann auch einen alten Traum wieder ausgepackt hat: Sie wollte als Teenager eigentlich Tanzlehrerin werden. Dieser Traum wurde ihr damals ausgeredet, kam aber später wieder hoch. Heute unterrichtet sie seit vielen Jahren 5Rhythmen-Tanz und Bewegungsmeditationen – auf körperlicher und emotionaler Ebene. Und genau diese Verbindung aus Geldthema, Körperarbeit und Coaching ist für sie zu ihrem ganz eigenen Ansatz geworden. Denn Iris sagt klar: Allein über den Kopf und ein paar Affirmationen lassen sich tiefe Geldthemen aus ihrer Erfahrung nicht lösen. Dafür braucht es tiefere Schichten.

    Wir sprechen darüber, warum sich gerade Frauen oft schwer mit Geld tun. Iris nennt sich selbst Geldfeministin und macht deutlich: Geld gehört für sie zum Feminismus dazu. Denn viele Frauen stellen sich noch immer hinten an, sorgen erst für andere, kündigen vielleicht eigene Sparverträge, wenn Familie oder Kinder Geld brauchen, und haben oft eine Prägung in sich, die viel mit Fürsorge, Zurückhaltung und gesellschaftlichen Erwartungen zu tun hat. Da geht es um Sätze wie „Über Geld spricht man nicht“, um die Idee, man müsse hart arbeiten, um Geld verdient zu haben, oder um diese alte Abneigung gegenüber Reichtum: Wer viel Geld hat, muss irgendwie dubios drangekommen sein.

    Ein starkes Bild im Gespräch ist auch der Begriff „Rabenmutter“. Iris erzählt, dass es diesen Begriff nur im Deutschen gibt und dass andere Kulturen damit teilweise gar nichts anfangen können. Gleichzeitig ist der Rabe eigentlich ein fürsorglicher Vogel, der dafür sorgt, dass die Kleinen flügge werden. Und genau an solchen Stellen wird deutlich, wie sehr Sprache, Kultur und Gesellschaft unser Bild von Frauen, Geld, Selbstständigkeit und Erfolg prägen.

    Dann gehen wir in das Thema der heiligen Geldarchetypen. Iris erklärt, dass es acht Archetypen gibt, die unsere Haltung zu Geld mitsteuern können: wie wir Geld zu uns kommen lassen, wie wir es halten, wie wir es vermehren – oder eben auch, wie wir es ablehnen, weggeben oder ausgeben. Diese Archetypen sind kein starres Etikett, sondern eher ein inneres Team, das man verstehen darf. Manche Anteile unterstützen sich, andere reiben sich. Und genau dort wird es spannend.

    Live in der Folge schauen wir auf mein eigenes Money Reading. Ich hatte vorher den Test auf Iris’ Website gemacht – und dann durfte ich erfahren, welche Archetypen bei mir vorne stehen. An erster Stelle: der Heiler. Oder, wie Iris es nennt: der innere Wohltäter. Der Anteil, der gerne hilft, großzügig ist, Menschen unterstützt, loyal ist – und manchmal Gefahr läuft, zu viel zu geben, zu wenig Grenzen zu setzen und sich selbst hintenanzustellen. Ja, ich musste an der Stelle schon ziemlich schmunzeln. Meine Buchhalterin würde vermutlich sagen: „Adrian, jetzt hast du schon wieder Mutter Teresa gespielt.“

    Mein zweiter Archetyp ist der Optimist – der innere Beziehungsschöpfer. Also der Teil, der Vertrauen ausstrahlt, Beziehungen schafft, Menschen zusammenbringt und daran glaubt, dass Geld schon verfügbar sein wird. Das passt natürlich ziemlich gut zu einem Podcast, in dem Menschen und Geschichten zusammenfinden. Gleichzeitig zeigt Iris auch hier die Herausforderung: Der Optimist darf lernen, sich stärker mit finanziellen Details zu befassen und Wert darauf zu legen, angemessen entlohnt zu werden.

    Und dann kam noch der Rebell dazu. Der innere Revolutionär mit einer Mission. Einer, der Risiken eingeht, kreativ mit Geld umgehen kann und daraus gerne ein Spiel macht, das er gewinnen will. Auch da musste ich lachen, weil sich natürlich direkt Kreise geschlossen haben: Ich habe meine Agentur nach elf Jahren hinter mir gelassen und bin voll in die Moderation gegangen – für viele ein ziemliches Risiko. Für mich aber ein Weg, bei dem ich gespürt habe: Da will ich hin.

    Iris bringt diese drei Archetypen zusammen und zeigt mir ziemlich klar: Der innere Sponsor will, dass es Menschen gut geht. Der Optimist schafft Beziehungen. Der Rebell will mehr, will Risiko beleuchten und mutiger rausgehen. Und meine Aufgabe? Grenzen setzen, meinen Wert klarer definieren, Standards schaffen, Preise bewusster festlegen und nicht immer unter meinem Wert losgehen, nur weil der Heiler in mir gerne helfen möchte.

    Und Iris bringt es auf den Punkt: Wenn der eigene Wert nicht klar ist, kann ihn auch niemand im Außen klar kommunizieren.

    Ein weiterer großer Teil der Folge dreht sich um Bewegungsmeditation und das Nervensystem. Iris arbeitet mit fünf Grundgefühlen: Angst, Wut, Trauer, Freude und Mitgefühl. Sie beschreibt, wie Gefühle im Körper sitzen können, wie zum Beispiel Wut, die körperlich in den Eingeweiden spürbar sein kann, oder Trauer, die manchmal nie wirklich betrauert wurde. Bei ihr geht es darum, diese Gefühle nicht nur zu besprechen, sondern sie in Bewegung zu bringen – mit Tanz, Musik, Körperarbeit und bewusster Erfahrung.

    Gerade in finanziell oder gesellschaftlich unsicheren Zeiten, so sprechen wir es auch an, hängen viele Menschen im Mangeldenken fest. Wut, Enttäuschung, Hilflosigkeit und Angst sind spürbar. Iris beschreibt Tanz für sich als lustvollsten Weg, aus dem Kopf herauszukommen. Nicht nur Talking Head sein, sondern den ganzen Körper wieder mitnehmen. Und ich merke im Gespräch, wie sehr ich das aus meinem eigenen Training kenne: Wenn der Kopf voll ist, bringt mich Bewegung wieder zurück in den Körper.

    Eine Folge über Geld, aber eigentlich über viel mehr. Über Selbstwert, Prägungen, Frauen und Finanzen, Unternehmertum, Grenzen, Körper, Tanz und die Frage, wie wir unserem Geld ein gutes Zuhause geben können. Und über die Erkenntnis, dass Geld manchmal nicht zuerst auf dem Konto beginnt, sondern in uns selbst.

    Hier geht´s zum Test auf Iris Webseite rund um die eigenen heiligen Geld-Archetypen:

    www.iris-yasmine-harms.de/archetypen-test-sacred-money-archetypes

    Ihr Youtube-Kanal: www.youtube.com/@lris1

    Zu Ihrem Facebook-Profil: @iris.yasmine.9

    LinkedIn-Profil von Iris: www.linkedin.com/in/iris-yasmine-harms-589862b/

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 19 min
  • ... Nadja Kaufmann, eigentlich immer Vollgas, das Spieltags-Ritual & 120 km/h Richtung Tor
    Nadja Kaufmann, Handballerin, 3.Liga, TuS Schutterwald

    In dieser Folge ist Nadja Kaufmann bei mir zu Gast – und es wird sportlich. Sehr sportlich sogar.

    Denn Nadja spielt Handball beim TuS Schutterwald, steht auf der Position Rückraummitte und wurde mit der deutschen Polizeinationalmannschaft in Ungarn Europameisterin. Und genau darüber sprechen wir: über einen Sport, der schnell ist, körperlich, dynamisch und vielleicht immer noch mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

    Nadja erzählt, wie früh Handball bei ihr angefangen hat. Mit drei oder vier Jahren kam sie schon in die Halle, auch durch ihre Schwester, die selbst Handball gespielt hat. Während der Vater eher aus dem Fußball kam, war für Nadja schnell klar: Die Halle, die Bewegung, das Team, dieses ständige Vor und Zurück – das hat sie gepackt. Was am Anfang vor allem Spaß und Bewegung war, wurde Schritt für Schritt mehr. Erst Jugend, dann Auswahlturniere, südbadische Auswahl, höhere Ligen, mehr Training, größere Ziele und irgendwann der Wechsel aus dem Heimatverein Elgersweier nach Schutterwald.

    Wir sprechen darüber, wann aus Hobby eigentlich Leistungssport wird. Bei Nadja war das kein einzelner großer Moment, sondern eher ein schleichender Weg. Mehr Training, mehr Verantwortung, mehr Fahrten, mehr Verzicht. Drei Trainingseinheiten pro Woche, Spiele am Wochenende, Auswärtsfahrten Richtung Bayern, freie Abende in der Halle, Geburtstage, zu denen man später kommt – oder eben auch mal Dinge, die hinten runterfallen, weil der Sport einfach dazugehört. Und trotzdem sagt Nadja ganz klar: Man macht es, weil man dahintersteht. Weil das Team toll ist. Weil es einem etwas gibt.

    Besonders spannend wird es, wenn Nadja von ihrem Alltag zwischen Beruf und Sport erzählt. Sie arbeitet im Schichtdienst bei der Polizei und genau das macht die Organisation nicht immer einfach. Nachtdienste, Wochenenddienste, Training, Spiele und dann auch noch die Vorbereitung mit der Polizeinationalmannschaft: Das funktioniert nur mit viel Motivation, guter Absprache und einem Umfeld, das mitzieht. Nadja spricht sehr wertschätzend über ihre Dienstgruppe, die sie unterstützt, wenn es darum geht, mal früher ins Training zu kommen oder den Dienst entsprechend zu legen. Ohne diesen Rückhalt, sagt sie, würde es nicht funktionieren.

    Natürlich geht es auch um den Europameistertitel mit der Polizeinationalmannschaft. Für Nadja war das nicht einfach irgendein Turnier, sondern auch ein kleiner Kindheitstraum. Ihr Vater war früher bei der Polizei und selbst mit der Fußballnationalmannschaft der Polizei unterwegs. Schon als kleines Mädchen fand sie das beeindruckend und irgendwann war da dieser Gedanke: Wenn ich einmal zur Polizei gehe, wäre es schon ziemlich cool, so etwas mit dem Handball auch zu erleben. Dass es dann wirklich geklappt hat, beschreibt sie als etwas ganz Besonderes.

    Nadja nimmt uns mit hinter die Kulissen: Auswahlverfahren über Präsidien und Bundesländer, Sichtungen, Vorbereitungslehrgänge, Spielerinnen, die wieder ausscheiden – und am Ende die Europameisterschaft in Ungarn. Dort gewinnt die deutsche Polizeinationalmannschaft sehr deutlich, sogar im Finale gegen Norwegen. Ein Moment, der für Nadja viel bedeutet, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Denn über diesen Sport und den gemeinsamen Beruf lernt sie Menschen aus ganz Deutschland kennen, mit denen sie bis heute verbunden bleibt.

    Ein großes Thema in dieser Folge ist auch die Wahrnehmung von Handball und besonders von Frauen im Sport. Nadja spricht darüber, dass Handball lange nicht die mediale Präsenz hatte, die der Sport eigentlich verdient. Sie beschreibt, wie sehr öffentliche Übertragungen und große Turniere helfen können, Menschen überhaupt erst mit dem Sport in Berührung zu bringen. Gleichzeitig geht es um die Unterschiede zwischen Männer- und Frauensport, um Wertschätzung, Sponsoren, Geld, Sichtbarkeit und die Frage, warum Frauen sich im Spitzensport oft noch mehr beweisen müssen, bevor ihnen Aufmerksamkeit entgegengebracht wird.

    Wir sprechen auch über die Körperlichkeit des Handballs. Fouls, Grenzen, Verletzungsrisiko, Würfe mit richtig Karacho und die Frage, wie man damit umgeht, wenn man seinen Körper nicht nur im Sport, sondern auch im Beruf braucht. Nadjas Devise: am besten keine Angst. Denn gerade wenn man nur halb in eine Aktion geht, passieren oft die unnötigsten Verletzungen. Handball ist körperlich, ja. Aber für Nadja gehört genau das inzwischen ganz selbstverständlich dazu.

    Sehr schön ist auch der Blick auf das, was Sport ihr fürs Leben mitgegeben hat. Nadja nennt Disziplin, Durchsetzungsvermögen, Resilienz, Toleranz, Empathie und vor allem dieses Teamgefühl. Nicht nur auf sich selbst schauen, sondern alle mit ins Boot nehmen. Gemeinsam mit Niederlagen umgehen. Sich gegenseitig auffangen. Dranbleiben, auch wenn es mal nicht läuft. Und genau das zeigt sich auch in ihrer aktuellen Saison: Nach dem Aufstieg in die dritte Liga war der Klassenerhalt das große Ziel und auch das hat das Team geschafft.

    Und dann gibt es natürlich auch noch die kleinen, sehr menschlichen Details: Nadjas Spieltagsritual zum Beispiel. Vor jedem Spiel gibt es Tortellini mit Pesto. Immer. Selbst wenn irgendwo ein Geburtstag oder ein Mittagessen ist, dann kommen die Tortellini eben mit. Eine dieser Sportlerinnen-Routinen, die vielleicht komplett nach Kopfsache klingt, aber genau deshalb so schön ist.

    Eine Folge über Handball, Leistung, Teamgeist und Sichtbarkeit. Über Schichtdienst und Spieltag, über Frauensport und Wertschätzung, über kleine Mädchen mit großen Träumen und über eine Europameisterin, die am Ende gar nicht nur als Europameisterin in Erinnerung bleiben möchte, sondern als Mensch, mit dem es Spaß gemacht hat und der als guter Charakter in Erinnerung bleibt.

    Ihr wollt Nadja und ihr Team live in Action erleben?

    Hier geht´s zum Spielplan: www.tus-schutterwald.de/damen1/

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    59 min
  • ... Anne Müller, Aufhebungsvertrag in 4 Minuten & das Urweiblichkeits-Wochenende als Endgegner
    Anne Müller, Energy Mentoring, Suhr (CH)

    In dieser Folge ist Anne Müller bei mir zu Gast und ich sag’s direkt:

    Das ist eine Frau, die zwei Welten in sich trägt, die viele Menschen sonst wie Gegensätze behandeln.

    Auf der einen Seite: Unternehmerkind, „Schaffe, schaffe, Häusle bauen“, Karriere, Verantwortung, Druck.

    Auf der anderen Seite: Intuition, Energetik, Körper, Gefühl und die Fähigkeit, genau das in einen Alltag zu übersetzen, der sonst nur nach Zahlen, Meetings und Funktionieren riecht.

    Anne nimmt uns mit in ihren beruflichen Weg: Pharmatechnologie-Studium, Master in Fabrikplanung, Consulting mit Baustelle, Helm und Baucontainer – und dann der Wechsel in die Schweiz, in einen großen Pharmakonzern. Dort geht’s schnell nach oben, sehr schnell. Sie beschreibt es so, dass sie mit Anfang 30 an einem Punkt war, wo andere vielleicht mit Mitte 50 stehen: glänzend fürs Ego, aber brutal fürs Innenleben, weil Druck, Erwartung und Selbstanspruch sich gegenseitig füttern, bis aus Leben irgendwann nur noch Existenz wird.

    Der Wendepunkt kommt nicht als romantische „Ich kündige jetzt“-Geschichte, sondern als harte Keule: ein kurzer Call, ein Aufhebungsvertrag, die klare Ansage, dass sie gehen soll und dieses Gefühl, dass innerlich alles einmal zusammenklappt. Eine Woche später gibt sie ihr Badge ab, und plötzlich ist nicht nur der Job weg, sondern auch Struktur, Alltag, Kontakte, Identität. Und genau da passiert etwas, das sie damals selbst nicht greifen konnte: Sie muss hinfühlen, hinspüren, herausfinden, wer sie ohne dieses Hamsterrad überhaupt ist.

    Was dann folgt, klingt wie ein schlechter Witz und genau so erzählt Anne es auch: Sie scrollt völlig fertig durch Instagram, ruft eine Bekannte an, wird auf ein Wochenendretreat eingeladen und landet in einem „energetischen, hochspirituellen Urweiblichkeitswochenende“ mit Klangschalen und Räucherstäbchen – ihr persönlicher Horror, ihr Endgegner. Und trotzdem bleibt sie sitzen. Nicht, weil sie es „cool“ findet, sondern weil es den Tag füllt.

    Und dann passiert etwas, das sie nicht wegdiskutieren kann: Sie spürt energetische Arbeit körperlich und genau das triggert die Ingenieurin in ihr.

    Sie beginnt, über Quantenphysik, Bewusstsein und Metaphysik zu lesen und findet über die wissenschaftliche Brücke ihren Zugang zur Energetik.

    Heute arbeitet Anne als energetische Mentorin mit Menschen und Unternehmen, oft im beruflichen Kontext: Kündigung, Burnout, Erschöpfung, Veränderungswunsch, Selbstständigkeit, Blockaden, Gedankenschleifen – aber auch körperliche Symptome, bei denen viele spüren, dass da „unten drunter“ noch etwas wirkt.

    Ihr Ansatz ist nicht „noch mehr Wissen“, sondern zurück zum Kern: Wir wissen meistens längst, was uns gut tut – aber warum tun wir es nicht? Und genau dort setzt sie an.

    Nicht mit Schablone, nicht mit Schema-F-Programm, sondern individuell – mal auf der Liege, mal im Gespräch, mal in Bewegung draußen. Und ihr Ziel ist nicht, Menschen abhängig zu machen, sondern dass sie wieder eigenständig laufen können.

    Im Gespräch sprechen wir auch über das, was Anne in Unternehmen beobachtet: Fassade, Show, „New Work“-Etiketten – und gleichzeitig Angst, Status, Ego. Sie benennt das sehr direkt: „Survival of the Loudest“ – der Lauteste gewinnt, obwohl der Lauteste oft nicht der Beste ist. Und sie sagt auch, was ihr fehlt: echte Ehrlichkeit, echte Kommunikation, Streitkultur ohne Ego, und dieses Gefühl von Vertrauen, das man nicht mit Meeting-Ritualen simuliert, sondern nur über Haltung aufbaut. Und dann bleibt dieser eine Satz hängen, der bei mir sofort geklingelt hat: „Müssen ist wie wollen, aber nichts dafür tun wollen.“

    **Anne nimmt das „Ich muss“ auseinander bis runter auf die energetische Ebene und macht klar, wie sehr uns dieses Dauer-Müssen in Stress, Starre und Fremdsteuerung drückt. **

    Eine Folge über Karriere und Kippmomente, über Energetik ohne Guru-Gehabe und über eine Frage, die sich jeder mal ehrlich stellen darf: Wann habe ich mich eigentlich das letzte Mal wirklich glücklich gefühlt?

    Ihr habt Fragen an Anne oder wollt direkt mit ihr in Kontakt treten?

    Hier für euch alle Kontaktmöglichkeiten zu Anne Müller:

    Webseite: www.am-mentoring.com
    Instagram: @anne.spiritante
    LinkedIn-Profil: Anne Müller

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 11 min
  • ... Lena Maria Dutzi, die Spiri-Bubble, Münzenregen & "nein, danke, tschüss!"
    Lena Maria Dutzi, Lenas Kräuterküche | Workshops | Tarot Readings, Kaiserstuhl

    Ich habe Lena Maria Dutzi als Speakerin beim Event „Komm wie du bist“kennengelernt: spontan, direkt, humorvoll und herrlich „anders“.

    In dieser Folge sprechen wir über ihren Weg von der Lehrerin in Berlin hin zu Energiearbeit und Tarot, über Vorurteile in der Spiri-Welt und über Selbstverantwortung statt Abhängigkeit.

    Und ja: Wir machen auch eine echte Tarot-Session in der Folge.

    Manchmal begegnet man Menschen und merkt sofort: da ist etwas anders, nicht im Sinne von „besser“, sondern im Sinne von „ehrlicher“, direkter, wacher. Genau so ging es mir mit Lena Dutzi, die ich beim Event „Komm wie du bist“ im Hotel-Restaurant Schiff in Kappel im Frühjahr 2026 kennengelernt habe, als ich den Tag moderieren durfte und sie als Speakerin auf der Bühne stand. Technikversagen mitten im Vortrag, spontane Lösungen, klare Worte und ein Humor, der nicht geschniegelt daherkommt, sondern sitzt. Danach war mir klar: Wir müssen zusammen eine Folge aufnehmen.

    Lena spricht in unserem Gespräch sehr offen über dieses Gefühl, sich schon früh „anders“ gefühlt zu haben, fast wie ein Alien. Bei ihr hat das einerseits mit Spiritualität zu tun, weil es das zuhause immer gab, Engel­karten, Kräuter, Edelsteine und Bücher dazu, und andererseits mit ihrem Freiheitsdrang, der nie so richtig in die klassischen Schubladen passen wollte. Sie ist lange weg gewesen, hat viele Jahre außerhalb der Heimat gelebt, unter anderem in Berlin, Mainz und in Spanien, und ist seit etwa einem Jahr wieder zurück am Kaiserstuhl.

    Heute sagt sie ziemlich klar: Ich bin anders, ich ziehe mein Ding durch, und wer es komisch findet, findet es eben komisch.

    Spannend ist dabei, dass Lena nicht „schon immer“ in der Spiritualität gearbeitet hat. Ganz im Gegenteil: Sie ist Lehrerin gewesen, fünf Jahre lang, in Berlin, und sagt auch, dass sie ihren Unterricht mochte und gutes Feedback bekam. Aber sie kam mit dem System nicht klar, mit Vergleichen, Noten und dem, was Kinder und Jugendliche eher klein hält als groß macht. Während der Pandemie hatte sie Zeit, war in dieser Schockstarre-Phase kreativ, hat gemalt, ist wieder tiefer in Spiritualität eingestiegen und hat Ausbildungen gemacht, in Richtung Meditation, Energiearbeit und später Tarot. Das war kein Schnellschuss, sondern ein Prozess, bis sie am ersten Tag ihres letzten Schuljahres zum Rektor ist und klar gesagt hat: Dieses Jahr mache ich noch, dann bin ich weg. Das Sicherheitsbedürfnis war da, aber der Wunsch nach Freiheit wurde irgendwann größer.

    Wir steigen dann tiefer ein in die Themen, bei denen viele sofort mit den Augen rollen, weil sie das klassische Jahrmarktbild im Kopf haben. Lena begegnet dem über Aufklärung und über einen sehr klaren moralischen Rahmen. Sie sagt, sie macht keine „Ja/Nein“-Legungen, sie drückt niemandem etwas auf, und ein Reading ist immer so gut wie die Absicht der Person, die legt. Sie benutzt dafür ein Bild, das hängen bleibt: Spirituelle Tools sind wie ein Messer, du kannst damit Schaden anrichten oder etwas Gutes kochen, entscheidend ist die Intention. Und wenn jemand über eine dritte Person etwas wissen will, braucht sie dafür ein klares Go, sonst macht sie es nicht. Ihr Fokus ist Empowerment, also Selbstermächtigung, und sie sagt auch ganz deutlich: Keine Tarotkarte nimmt dir Entscheidungen ab, du musst entscheiden.

    Wir sprechen außerdem über diese Unterscheidung, die Lena wichtig ist: spirituell sein heißt nicht automatisch bewusst sein. Und sie erzählt, warum sie viel über Intuition geht, über Bauchgefühl und darüber, wie man Menschen eher daran erkennt, ob sie etwas verkörpern, statt nur darüber zu reden. Sogar die „beige Flatterhose“ bekommt ihren Auftritt, weil sie eben sagt: Optik sagt nichts, du spürst es eher in der Energie und im Gespräch.

    Und dann wird’s sehr praktisch, sehr „Kaiserstuhl meets Spiri“, weil Lena nicht nur Tarot macht, sondern auch mit Kräutern arbeitet, Räucherwerk herstellt, Badesalz, Workshops gibt und Retreats anbietet, die sie bewusst „Kräuterhexen-Retreat“ nennt. Ein bisschen provokant, ein bisschen als Filter, aber auch, weil sie daran glaubt, dass Kräuterarbeit etwas Magisches hat. Sie spricht darüber, warum sie Palo Santo aus Mexiko kritisch sieht, wenn wir hier vor Ort genauso räuchern können, und warnt vor stark chemischen Räucherstäbchen, die man dann einatmet. Ihr Ansatz ist sehr „Back to the roots“ und gleichzeitig sehr klar: Macht euch nicht abhängig, ihr könnt vieles selbst herstellen.

    Und ja, wir haben in dieser Folge auch eine Live-Tarot-Session, die viele von euch sicher besonders neugierig macht.

    Wir haben vorab ein Thema festgelegt, das viele interessiert: Beruf und berufliche Entwicklung.

    Lena legt mir die Karten, ohne dass wir das vorher „absprechen“ oder durchkauen, und wir sprechen über diesen Ist-Zustand zwischen stabil aufgebautem Fundament und dem Gefühl, dass da gerade viele Anfragen und Ideen reinprasseln. Es geht ums Abwägen, ums Selektieren, darum, was mich wirklich erfüllt und wie wichtig ein fairer Energieausgleich ist, damit am Ende eben nicht nur „tolle Kontakte“ rauskommen, sondern auch der Kühlschrank voll bleibt. Dann schauen wir auch auf Potenzial, Ideen, Umsetzung, und ja, auch auf den Gedanken einer „Adrian lädt ein Late-Night-Show“, der in der Session auftaucht, inklusive dem Impuls: anfangen, starten, notfalls auch auf eigener Plattform.

    Wenn du nach dieser Folge denkst: „Ich will das auch mal erleben“ oder du willst einen Workshop bei Lena machen, dann hör dir die Folge unbedingt bis zur Session durch, weil man da sehr gut versteht, wie sie arbeitet und wie sie Themen einordnet.

    Folge Lena auf ihren Kanälen oder schreibe sie direkt an:

    Webseite: www.lenamariadutzi.de

    Instagram: @lenamariadutzi

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 28 min
  • ... Florian Ertel, Podcast-Gesicht & 200 Folgen Neugier
    Florian Ertel, Berufsinsider Podcast

    Diese Folge hat für mich etwas sehr Kollegiales, weil ich Florian Ertel erst kurz vorher in seinem Format erlebt habe – und wir heute einfach mal die Rollen tauschen.

    Florian ist der Kopf hinter dem Berufsinsider Podcast, einem Format, das Berufe sichtbar macht, ohne sie aufzuhübschen: ehrlich, nahbar, ganz menschlich. Und gleich zu Beginn sagt er etwas, das ich so oft höre – und das so schade ist: Viele Menschen glauben, ihr Beruf sei „gar nicht so spannend“. Florian sieht das komplett anders und kontert sinngemäß: Du machst diesen Job acht, zehn, zwölf Stunden am Tag – dann wirst du darüber auch locker 20 bis 30 Minuten erzählen können.

    Spannend ist, wie der Berufsinsider überhaupt entstanden ist.

    Nicht mit einem Businessplan, sondern aus echter Neugier: Florian hat gemerkt, dass er bei seinen eigenen besten Freunden oft nur den Jobtitel kennt, aber nicht, was dahinter passiert.
    Und dann hat er am 5. März vor zwei Jahren gesagt: „Ich mach jetzt einfach mal einen Podcast.“

    Seine Eltern hätten ihm beigebracht, dass Fragen hilft, also hat er gefragt.

    In der allerersten Folge sitzt sein bester Kumpel, Produktingenieur für E-Lade-Mobilität, und plötzlich geht’s um ein Detail, das jeder schon mal gesehen hat: den Pfeiler an der E-Ladesäule. Florian dachte immer, der sei zum Schutz der Säule da – bis er lernt: Der Pfeiler ist eher dafür da, dass das Auto die Säule nicht umfährt.
    Genau diese kleinen Aha-Momente sind sein Motor.

    Wir sprechen auch über die Folge, die für Florian selbst ein persönlicher Gamechanger war.

    Und genau hier wird klar, was Florian antreibt: Vorurteile abbauen, indem man die Person fragt, die es wirklich weiß.

    Florian erzählt außerdem sehr offen, **warum er Podcast als Medium liebt ** und Video bewusst kritisch sieht.

    Er sagt sinngemäß: Im Podcast kann sich jeder frei entfalten, ohne dass Optik, Hintergrund oder ein unpassender Gegenstand im Bild plötzlich Stimmung macht. Ton ist für ihn Freiheit. Und ja, er nennt es selbst augenzwinkernd „Podcast-Gesicht“.

    Praktisch wird’s auch: Florian rechnet sehr klar vor, wie viel Zeit eine Folge wirklich frisst. Bei ihm sind es grob 90 Minuten pro Episode – Schnitt, Ton, Veröffentlichung, Vermarktung, die ganze Liste. In intensiven Phasen mit bis zu zwölf Folgen im Monat ist das richtig viel. Er schneidet häufig am Wochenende, manchmal geht dafür fast ein ganzer Samstag drauf – und genau da kommt auch dieser typische Moment, den viele Podcaster kennen: „Ich mach noch die nächsten zehn Folgen, und dann reicht’s.“

    Und dann hört er die Gespräche und merkt: Wenn ich nicht frage, fragt’s keiner.

    Zum Schluss blicken wir nach vorn: Florian wünscht sich, dass das Format größer wird und perspektivisch nicht nur an einer Person hängt, weil es tausende Berufe und nochmal tausende Blickwinkel gibt.

    Er sieht den Berufsinsider wie eine Bibliothek, in die man auch in Jahren noch reinhören kann: Wie war ein Beruf „damals“, wie hat er sich entwickelt? Und genau das ist ein Gedanke, den ich sehr fühle.

    Hört gerne bei Florian in den Berufsinsider Podcast rein und dort findet ihr auch die Folge mit mir zu Gast in seinem Format, überall wo es Podcasts gibt und hier der Link zu Spotify: https://open.spotify.com/show/6Y83cdtpFqwsQ4XOfXQH9i

    Folgt und schreibt Florian auch gerne auf seinen Kanälen:

    Instagram: @berufsinsider_
    Webseite: www.berufsinsider-podcast.de
    LinkedIn: www.linkedin.com/in/florian-der-berufsinsider-podcast
    Facebook: @BerufsInsider

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 7 min
  • ... Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V., Podcasthon 2026-Special: über 100.000 Kinder & viel zu wenig Sichtbarkeit
    Michael Cremann & Katrin Becker-Oligmüller, Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V.

    Willkommen zu einer Folge, die mir persönlich sehr am Herzen liegt, weil sie im Rahmen des Podcasthon 2026 entsteht und ich diese Bühne ganz bewusst nutzen wollte, um ein Thema sichtbarer zu machen, das viel zu oft weggeräumt wird. Denn in Deutschland leben über 100.000 Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen – eine Zahl, die mich selbst erschreckt hat – und trotzdem wird nur ein kleiner Teil der Familien tatsächlich durch Kinderhospizdienste begleitet.

    Mit meinen beiden Gästen Michael Cremann (Fundraising Manager) und Katrin Becker-Oligmüller (Leitung Fundraising Development, mit eigener intensiver Ehrenamts-Erfahrung), Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V., räumen wir erstmal mit dem größten Missverständnis auf: Hospiz ist nicht automatisch „am Bett sitzen und auf den Tod warten“. Michael erklärt sehr klar, warum Kinderhospizarbeit etwas komplett anderes meint als viele im Kopf haben: Im Kinderbereich wird ab Diagnose begleitet – solange das Kind lebt. Es geht darum, Leben zu begleiten, Erinnerungen zu schaffen, Stabilität zu geben – und ja, natürlich irgendwann auch um Trauer, aber eben nicht als „Dauerüberschrift“.

    Katrin nimmt dich dann mitten hinein in die Realität: in dramatische Erstkontakte, in denen ein Vater nach einer Diagnose anruft und erstmal nur eine Frage im Raum steht: „Können Sie uns helfen?“ – und wie wichtig es in dem Moment ist, nicht mit gut gemeinten Sprüchen zu kommen, sondern auszuhalten, zuzuhören und ganz praktisch zu schauen: Was braucht ihr jetzt? Sie erzählt auch, wie Entlastung in Familien manchmal so simpel klingt – aber überlebenswichtig ist: jemand kümmert sich top ausgebildet um das erkrankte Kind, damit Eltern mal wieder Pizza essen, Kaffee trinken, zum Friseur oder zum Zahnarzt können – oder, wie eine Mutter sagt: „Super, dass du da bist, jetzt kann ich mich endlich mal duschen.“

    Ein Fokus liegt in unserer Folge auf den Geschwisterkindern – weil sie fast automatisch zurückstecken, auch wenn Eltern alles geben. Und weil es einen Unterschied macht, ob ein Kind immer wieder hört „Sei leise, dein Geschwisterchen schläft“ – oder ob es feste, verlässliche Zeit bekommt: „Wunderbar, meine drei Stunden.“ Genau dafür gibt es Ehrenamtliche, die nicht belehren, nicht bewerten, nicht „erziehen“, sondern einfach da sind – zuverlässig, empathisch und ohne ungefragte Ratschläge.

    Wir sprechen außerdem darüber, warum so viele Familien die Hilfe gar nicht erreichen: Weil sie nach der Diagnose oft maximal mit sich beschäftigt sind, weil das Wort „Hospiz“ Angst macht und sich für viele wie „Aufgeben“ anfühlt – und weil es schlicht zu wenig Angebote gibt. Michael sagt es deutlich: In Deutschland begleiten die Dienste aktuell unter 5 % der Familien – viel zu wenig.

    Und dann kommt der Teil, den man genauso ehrlich benennen muss: Finanzierung.

    Katrin erklärt, dass 70 % der Arbeit über Spenden/Sponsoring (teils auch Stiftungsgelder) möglich gemacht werden, während nur 30 % überhaupt (und dann auch spät) teilweise über Krankenkassen refinanziert werden – und selbst das nur für einen Teil der Begleitung. Dazu kommt eine Zahl, die hängen bleibt: Allein in der ambulanten Arbeit braucht es ca. 6.200 € pro Familie, um die Begleitung aufrechtzuerhalten.

    Wir sprechen auch über das Zusammenspiel von ambulant und stationär: ambulant heißt oft wöchentlich, verlässlich, Struktur in den Alltag bringen. Stationär heißt nicht „hier sterbe ich“, sondern kann sich wie das anfühlen, was wir sonst „Urlaub“ nennen: vier Wochen Anspruch im Jahr, das erkrankte Kind ist rund um die Uhr versorgt (inkl. 1:1 Pflege), und die Familie kann durchatmen, Kraft tanken und Sicherheit gewinnen.

    Wenn du diese Folge hörst und danach denkst: Ich will helfen – dann nimm das bitte ernst.

    Ob ehrenamtlich, als Privatperson mit 5 Euro im Monat, als Unternehmen mit einer Aktion (Waffeln, Kuchen, Wunschbaum, Mitarbeiter-Event, Gehalts-Cent-Spende) – es geht nicht um Perfektion.

    Es geht darum, dass Familien in einer der schwierigsten Situationen ihres Lebens nicht alleine bleiben.

    Für weitere Informationen und die Möglichkeit direkt zu Spenden, hier für euch alle relevanten Informationen und Links im Überlick:

    YouTube-Kanal (eine Frage, eine Antwort, eine Minute):

    https://youtube.com/playlist?list=PLccEf7nkijIi1bfOKllssoshEp2e16M&si=VATHlO1gng5R9VRY

    Zur Website:

    https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/

    Podcast „Wir lassen kein Kind alleine“:

    https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/wir-lassen-kein-kind-alleine/

    Direkt zur Spende:

    https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/jetzt-spenden/

    Zahlen im Detail („Was sagt die Wissenschaft?“):

    https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/was-sagt-die-wissenschaft/

    LinkedIn Michael Cremann:

    https://www.linkedin.com/in/michael-cremann/

    Jahresbericht 2024:

    https://deutsche-kinderhospiz-dienste.de/jahresbericht-2024/

    Spendenkonto:

    Deutsche Kinderhospiz Dienste e.V.
    IBAN: DE87 4416 0014 6576 7958 04

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 12 min
  • ... Anne-Sophie Reißig, der Deckel-Stapel im Kopf & „Deine Grenzen sind nicht meine“
    Anne-Sophie Reißig, Essstörung überwinden | Begleitung Eltern & Betroffene, Radebeul

    Heute ist eine Folge, die Raum braucht – und genau den geben wir ihr auch.

    Ich spreche mit **Anne-Sophie Reissig **über ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt, aber viel mehr Menschen betrifft, als man denkt: Essstörungen und das, was sie mit unserem Selbstwert, unserer Körperwahrnehmung und auch mit dem Blick auf die eigene Identität machen können.

    Anne-Sophie kennt diesen Weg nicht aus einem Lehrbuch, sondern aus dem eigenen Leben.

    Sie erzählt, dass sie über viele Jahre mit Magersucht, Bulimie, Binge-Eating und einem extremen Sportzwang gekämpft hat – inklusive der Momente, in denen es nicht mehr nur um „Figur“ ging, sondern um Kontrolle, inneren Druck und die Frage: **Wer bin ich eigentlich ohne all das? **

    Spannend (und gleichzeitig hart ehrlich) ist, wie sie beschreibt, dass die Einsicht „ich habe ein Problem“ oft nicht plötzlich kommt, sondern sich langsam durchsetzt – bei ihr unter anderem durch Rückzug im Freundeskreis, die Sorge ihrer Familie und ein klares Ultimatum der Eltern, als es körperlich wirklich kritisch wurde.

    Und genauso ehrlich spricht sie darüber, wie tückisch Komplimente sein können: „Du bist so diszipliniert“, „so schlank“, „so durchtrainiert“ – Anerkennung von außen, die einen inneren Kreislauf noch stabilisieren kann, obwohl es längst wehtut.

    Anne-Sophie macht in unserem Gespräch aber auch deutlich, dass Heilung selten ein einziger Moment ist. Für sie waren Begegnungen mit Menschen wichtig, die Ähnliches erlebt und einen Weg heraus gefunden haben – und zugleich die Erfahrung, dass „Standard-Hilfen“ nicht immer passend sind. Sie erzählt zum Beispiel von Situationen, in denen sie sich nicht abgeholt fühlte, wenn es nur um Ernährungspläne ging, obwohl ihr innerlich längst klar war: **Es geht nicht ums Essen, sondern um den Druck dahinter. **

    Was ich besonders stark fand: Anne-Sophie nimmt den Satz auseinander, den viele in irgendeiner Form schon gehört haben – „das bleibt halt ein Teil von dir, gewöhn dich dran“– und setzt etwas dagegen, das hängen bleibt. Für sie gilt: Die Grenzen anderer Menschen müssen nicht deine Grenzen sein.

    Und genau daraus ist auch ihre heutige Arbeit entstanden. Sie geht in Grundschulen und weiterführende Schulen, arbeitet dort nicht nur mit Vorträgen, sondern mit Übungen, Gruppen- und Partneraufgaben, damit Kinder und Jugendliche nicht nur zuhören, sondern sich selbst erleben können: Körperwahrnehmung, Umgang mit Gedanken, Essen und Emotionen, Social Media als Lebensrealität – nicht verteufeln, sondern verstehen, reflektieren und gesünder einordnen.

    Außerdem spricht sie darüber, wie breit ihr Spektrum inzwischen ist: Sie arbeitet mit Eltern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, begleitet auch Erwachsene und bildet sogar Kinderärzte sowie medizinische Fachkräfte weiter.

    Und sie gibt sehr konkrete Hinweise, worauf man achten kann, wenn man im Umfeld merkt, dass jemand zunehmend in schwierige Muster rutscht – inklusive dem wichtigen Hinweis:

    Das sind Erfahrungen und Beobachtungen, keine Diagnose, und bei ernstem Verdacht sollte man sich professionelle Hilfe holen.

    Am Ende wird es nochmal richtig menschlich: Wir sprechen darüber, was sie heute unter körperlicher Selbstbestimmung versteht – als Verbundenheit mit sich selbst, als „zu Hause sein im eigenen Körper“. Und wir landen bei der Frage, welche Zeiten sie vermisst: diese kindliche Leichtigkeit, barfuß im Schnee, Schneeflocken fangen, einfach mal im Jetzt sein. Genau diese Mischung aus Klartext und Wärme macht diese Folge so besonders.

    Du willst Anne-Sophie folgen oder sie für deine Schule/Institution anfragen?

    Ihre Webseite: www.annereissig.de
    **Instagram: **@annesophie.reissig

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    54 min
  • ... Lina Renard, Klartext im Stall & das, was zwischen den Zeilen steht
    Lina Renard, Glücksbringer gGmbH – Therapie- & Erlebnishof, Eisenbach (Hochschwarzwald)

    Willkommen zu einer Folge, die Dich mitten reinführt in einen Ort, an dem Herz, Haltung und echte Begegnung wichtiger sind als perfekte Worte.

    Ich kann Dir jetzt schon sagen: Das ist kein „normaler“ Hof, sondern ein Platz, an dem Kinder, Familien und auch Fachkräfte spürbar aufatmen können.

    Mein Gast ist Lina Renard vom Therapie- & Erlebnishof Glücksbringer gGmbH – und ihr Weg ist genauso besonders wie ihre Arbeit: Sie kommt ursprünglich aus einem ganz anderen Umfeld, war Bankkauffrau und hat für sich irgendwann gemerkt, dass dieser Weg sie eher krank macht als erfüllt. Und dann kommt dieser Moment, den viele von uns kennen: Du spürst, da muss sich etwas ändern – nicht irgendwann, sondern jetzt. Bei Lina hat genau das dazu geführt, dass sie ihr Leben neu ausgerichtet hat und heute mit voller Überzeugung für etwas losgeht, das Familien im Alltag oft fehlt: echte, praktische Unterstützung, die nicht nur „auf dem Papier“ funktioniert.

    Wir sprechen darüber, warum Lina den Hof auch als gemeinnützige Struktur aufgebaut hat – weil viele Angebote sonst Selbstzahlerleistungen bleiben und genau die Familien, die es am dringendsten brauchen, zusätzlich finanziell kämpfen müssten. Und weil sie fest daran glaubt, dass es in unserer Gesellschaft genug Menschen gibt, die helfen wollen – die einen mit Zeit, die anderen vielleicht mit finanzieller Unterstützung – und dass daraus ein Netzwerk entstehen kann, das wirklich trägt.

    **Ganz spannend fand ich im Gespräch auch den Blick auf die eigentliche Arbeit: **

    Was ist der Unterschied zwischen Reittherapie, pferdegestützter Begleitung und Coaching?
    Lina nimmt Dich da total greifbar mit rein und macht deutlich, dass es nicht darum geht, „ob jemand reitet“ – sondern darum, wie Begegnung entsteht, wie Selbstbestimmung gefördert wird und wie Kinder sozial-emotional wieder in Balance kommen können. Einer meiner Lieblingssätze aus der Folge ist deshalb auch: „Es ist mir völlig egal, was wir tun – es kommt darauf an, wie wir es tun.“ Genau das zieht sich wie ein roter Faden durch alles, was sie erzählt.

    Und dann gibt’s diese Bilder, die einfach hängen bleiben: Ein Kind, das zur Ruhe kommt, nicht durch „Programm“, nicht durch Druck, sondern durch einen Moment am Pferd – durch den Atem, den Geruch, das Kauen, das Sortieren von Heuhalmen. Ich musste selbst schlucken, weil das so schlicht klingt und gleichzeitig so viel zeigt: Manchmal braucht es keine großen Konzepte, sondern einen sicheren Raum und echte Verbindung. Und als Lina dann erzählt, dass Pferde unseren Herzschlag auf mehrere Meter Entfernung spüren und sich sogar daran anpassen können, wird klar, warum Tiere in dieser Arbeit so eine besondere Rolle spielen.

    Natürlich reden wir auch über die Realität hinter so einem Herzensprojekt: über Bürokratie, über den „Paragraphen-Dschungel“, über den Wunsch nach Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe – und darüber, wie viel Kraft es kostet, wenn Du eigentlich helfen willst, aber erstmal Formulare, Beschlussfassungen und Strukturen meistern musst, die sich nicht wie „Hilfe“ anfühlen. Genau deshalb ist diese Folge auch ein ehrlicher Blick darauf, was es bedeutet, für eine Vision wirklich loszugehen – ohne Plan B, aber mit umso mehr Mut.

    Und ja: Wenn Du nach dieser Folge das Gefühl hast „Da möchte ich unterstützen“ – dann freue ich mich riesig, wenn Du Lina und ihr Team findest.

    Ob als Mensch mit Know-how im Fördermittel- oder Behördenbereich, ob als ehrenamtliche Unterstützung mit Zuverlässigkeit und Herz, oder ob durch eine Spende: Jeder Impuls kann hier etwas ins Rollen bringen.

    Und Lina sagt es selbst so schön: Sie liebt es, wenn Menschen mit ihnen ins Gespräch kommen – und dann schaut man gemeinsam weiter.

    Hier findest Du Lina & den Glücksbringer-Hof online (für Kontakt, Angebote, Einblicke & Unterstützung):

    Website: www.therapiehof.org

    Instagram: @therapie_erlebnishof

    Facebook: @TherapiehofGluecksbringer

    Kontakt (Mail): [email protected]

    Spenden & Unterstützung (inkl. PayPal + IBAN): www.therapiehof.org/unterstuetzen

    Viel Spaß beim Zuhören und Weitertragen!

    Für Tipps zu spannenden Personen, die ich unbedingt einladen sollte, gern eine Nachricht an mich an: [email protected]

    Folgt mir zudem, um nichts mehr zu verpassen, auf meinen Social Media Kanälen und seid bei allen Updates zu mir und wo und mit wem ich gerade unterwegs bin, dabei:

    Instagram: adrian_moderiert

    Facebook: [adrian.moderiert]
    (https://www.facebook.com/adrian.moderiert))

    1 hr 9 min

About Adrian lädt ein ...

From the publisher's feed

... spannende Menschen, mit interessanten Geschichten, besonderen Fähigkeiten, einer genialen Idee oder einfach nur so, weil sie es verdient haben gehört zu werden.