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Themen: Künstler*innen fordern Anerkennung des IAA-Ausweises im Kunsthistorischen Museum | Simon INOU im Interview zur 3. österreichischen Antirassismus.Messe | Protest gegen schlechte Versorgung Postakuter Infektionssyndrome wie ME/CFS | My Voice, My Choice: Abtreibungsrechte in der EU
Sendungskoordination: Stefan Resch
Künstler*innen fordern Anerkennung des IAA-Ausweises im Kunsthistorischen Museum
„Wir produzieren, ihr stellt aus“, sagt die IG Bildende Kunst zur Leitung des Kunsthistorischen Museums. Denn dort, in der größten Kunstsammlung Österreichs, wird der Ausweis der International Association of Art (IAA) nicht mehr anerkannt. Wollen Künstler*innen für ihre Arbeit im KHM recherchieren oder sich inspirieren lassen, müssen sie den vollen Eintrittspreis bezahlen, immerhin 24 Euro an der Museumskasse. Unzumutbar für die oft prekär arbeitenden und lebenden Künstler*innen, ohne deren Arbeit es nichts auszustellen gäbe, findet die IG Bildende Kunst.
Beitragsgestaltung: Franziska Knörr; Aufnahme: Stefan Resch
Simon INOU im Interview zur 3. österreichischen Antirassismus.Messe
Rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März finden die Österreichischen Antirassismus.Tage statt. Seit 2024 stellt die Antirassismus.Messe den Start in das Programm, dieses Jahr fand sie am 13. März in der CEU statt. Einer der Organisatoren ist unser Kollege Simon Inou. Wir haben mit ihm auf der dritte jährliche AntirassismusMesse über seine Bilanz gesprochen. Das weitere Programm der Antirassismus.Tage gibt es hier nachzulesen.
Beitragsgestaltung: Stefan Resch
Protest gegen schlechte Versorgung Postakuter Infektionssyndrome wie ME/CFS
Schikanen bei der ärztlichen Begutachtung, zu Unrecht verweigerte Ansprüche, kaum Kentnisse über die Krankheitsbilder im Gesundheitssystem – die Lsite ließe sich lange fortsetzen. Wer in Österreich ein einem Postakuten Infektionssyndrom wie ME/CFS, POTS oder Long Covid leidet, bekommt nur selten die besten Versorgung, Gegen diese Missstände im Gesundheits- und im Sozialsystem protestierten protestierten rund 1000 Menschen am 15. März anlässlich des Long-Covid-Awareness-Days vor dem Parlament.
Beitragsgestaltung: Alexandra Ganz und Michael Haderer
My Voice, My Choice: Abtreibungsrechte in der EU
Die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, My Choice“ hat mit über 1,12 Millionen Unterschriften die EU zum Handeln bewegt. Doch der Kampf für sichere Abtreibungen geht weiter. Flora Bachmann von der Organisation „Aufstehn“ und Kathi vom Verein Changes for Women erklären, warum Frauen in Österreich und Europa noch immer mit rechtlichen Hürden, hohen Kosten und gesellschaftlichem Stigma konfrontiert sind.
Beitragsgestaltung: Ines Stiermeier
Während globale Krisen, Polarisierung und Kriege unsere Demokratie erschüttern und das Vertrauen in Institutionen brüchig wird, breitet sich in uns vor allem eines aus: Ratlosigkeit – und zugleich wollen wir wirksam sein.
Genau diesem Nicht-Wissen wenden wir uns zu. Vielleicht liegt in ihm ein Potenzial – zwischen alten Gewissheiten und neuen Formen demokratischer Praxis.
An diesem Abend lädt Roman Huber, Vorstand von Mehr Demokratie, politisch engagierte Persönlichkeiten zu einer radikal ehrlichen Bestandsaufnahme ein:
mit Rebekka Dober, Marina Weisband, Hannah Göppert & Hemma Büchele
Witnessing: Demokratie
Die Onlinediskussion fand am Donnerstag, 19. März 2026, 19:30 Uhr statt.
Weiterführende Tipps von Hannah:
» Tag der Offenen Gesellschaft
» Initiative Offene Gesellschaft
» Instagram Initiative Offene Gesellschaft
Weiterführende Tipps von Rebekka:
Weiterführende Tipps von Roman:
Ein Abend zwischen nüchterner Klarheit und Zukunftsmut.
Geschäftsführer Mehr Demokratie e.V. & Mitbegründer der Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof
» Mehr zu Roman
Selbstständige Führungskräftetrainerin, Organisationsberaterin & Projektleitung Women Re.Member
Gründerin des Social Enterprise YEP, Ashoka Fellow
» Mehr zu Rebekka
» Mehr zu Hannah
Diplom-Psychologin und Beteiligungspädagogin, früher Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschlands
» Mehr zu Marina
„In Thomas Raabs neuem, an der Gothic Novel geschulten Roman treffen wir gleich zu Beginn auf einen unzuverlässigen Erzähler, der sich nicht nur mit einer geheimnisvollen Seuche, sondern auch der Suche nach der eigenen Identität herumschlägt.
„Das Alltägliche mag oft den Anschein von Monotonie erwecken, doch aufmerksam betrachtet/analysiert, fallen die darin verstreuten Edelsteinchen auf, die zu beachten wir oft keine Zeit finden. Von Banalität bis zu den großen Umbrüchen, die das Leben auf den Kopf stellen, von (fast) biblischer Tragik bis zu (oft unfreiwilliger) Komik ist auch hier alles enthalten, was uns täglich begegnet. Einzeln herausgehoben, ausgeleuchtet, eventuell vergrößert für bessere Sichtbarkeit. Hier begegnen uns sorgfältige Beobachtungen in poetischer Fassung, die uns bekannt sind und doch in völlig neuer Sicht in den Fokus genommen werden.“ (Quelle: edition lex liszt 12)
„Stefan Schmitzer verbindet in seinem Lyrikband space waste die Themenkomplexe eines himmelschreienden irdischen Müllproblems mit jenem des im Titel angesprochenen Weltraumschrotts, d.h. aller menschgemachter, nicht mehr funktionierender Objekte, die zunehmend eine Gefahr für Raummissionen darstellen.
„Nicole List findet eine beeindruckende Sprache dafür, was es heißt, in einer Welt aufzuwachsen und zu leben, die von und für cis Männer gemacht ist. Sie benennt schmerzhafte Wahrheiten, teilt Erfahrungen und schont niemanden, am wenigsten sich selbst. Das Kunststück, das ihr mit „Angst vor Männern“ gelingt: Sie verweilt nie in Schuldzuweisungen, sondern fordert vehement das angstfreie Leben für alle – und zeigt, was dafür notwendig ist.“ (Quelle: Wasser Publishing)
Ich – Herbert Weissengruber – darf hier Musik spielen, die nur ein Kriterium erfüllt: sie gefällt mir
„Der Paketzusteller ist der Bildungsroman einer Frau am Ende ihr Lebens, eine hundsgemeine Gesellschaftssatire zudem, voll vergnüglicher Hoffnungslosigkeit und frivoler Lebenslust. Eine Geisterbahn entlang der Abgründe auch der „fortschrittlichen“ Milieus unserer Gesellschaft, mitten durch die zugleich reale als auch Scheinwelt der Social Media. Die Gleise in Richtung Rückeroberung solidarischen und politischen Handelns bleiben dabei stets in Sichtweite.“ (Quelle: Drava Verlag)
„So ein Computerprogramm hat alle Hände voll zu tun, zumal eines, das als Datenputzer durch die Systeme geschickt wird und Glitches, also Fehler, beheben soll. Version 8.03 heißt das von der Informatikerin Kristin entwickelte Programm; Sisyphos nennt es sich ahnungsvoll selbst. Als Sisyphos realisiert, dass es eine „handgreifliche Welt“ jenseits seiner Grenzen gibt, möchte er diesen Vorhang lüften. Er erschafft sein menschliches Alter Ego: Peter Kaltenbacher, einst fürs Im-Lot-Halten des elterlichen Alkoholikerhaushalts zuständig, heute Statiker an der TU Wien. Als ein Zirkus in der Stadt gastiert, schließt Peter sich ihm an, einer wundervollen „Welt aus Zuckerwatte, abgewohnten Bauwägen, vorsintflutlichen Stromkreisen und Kamelscheiße“ – vor allem aber wegen der Trapez-Akrobatin Jana Morgana. Die Dinge nehmen ihren Lauf, bis auf einmal ein lautes, sonores Grummeln aufzieht…“ (Quelle: Müry Salzmann Verlag)
Der Autor Hubert Weinheimer stellt seinen Roman „Zirkus Morgana“ (Müry Salzmann Verlag) im literadio-Gespräch mit Susanne Peter vor.
„Der abgehalfterte Privatdetektiv Frank kämpft im Tucson des Jahres 1952 nicht nur gegen die schweißtreibende Hitze, sondern ringt vor allem mit seinen Erinnerungen. Eigentlich soll er dort die sich formierenden Gewerkschaften ausspionieren, doch setzt mitten in einer Observierung eine Zeitungsmeldung langsam die Erinnerungsmaschine in seinem löchrigen Hirn in Gang. […] Spuk erzählt historisch Verbürgtes und erfundene Historie. Mit einer gefinkelten, trickreichen Erzählweise schreitet der Roman in die Vergangenheit voran, um über Schuld und Verantwortung, Verbrechen und Solidarität zu sprechen.“ (Quelle: Droschl Verlag)
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