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In der Neujahrsfolge des Podcasts „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum" geht es um die großen ökonomischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel sprechen mit Prof. Dr. Stephan A. Jansen. Er ist unter anderem Professor für Management, Innovation und Finanzierung an der Karlshochschule Karlsruhe.
„Wir leben nicht in einer Konjunkturkrise, sondern in einer Strukturkrise", sagt er. „Wir haben eine ganze Reihe von Wetten abgeschlossen, die nicht aufgegangen sind." Dazu zählt der Wissenschaftler unter anderem die „Sicherheitswette", dass der „große Bruder" USA sich um die Sicherheit Europas schon kümmern werde und die „Wachstumswette", die im Wesentlichen auf Industriegütern aus dem 20. Jahrhundert basiere. Jansen spricht von einer „Gleichzeitigkeitswende". Dazu zählt er etwa Mobilitätswende und Arbeitswende.
„Findest du eine Lösung in einem Teilsystem, erzeugst du ein Problem in einem anderen System. So entstehen permanent Lösungsprobleme", sagt er. „Wir glauben zum Beispiel, dass wir mit der Kl effizientere Systeme produzieren." Dafür aber brauche es viel neue Energie, für die es wiederum seltene Erden brauche. „Wir sind aktuell Weltmarktführer im Industriemuseum", sagt Jansen.
Doch er bringt auch positive Botschaften mit: “In 20 bis 30 Jahren werden Autokratien auf Europa schauen, weil wir gelingende Städte haben, in denen man sich gerne über Geschichte in die Zukunft orientiert." Die Politikwissenschaft empfehle der Politik schon seit Jahrzehnten, eine „Grand Strategy" zu entwickeln. Viele Familienunternehmen hätten das schon getan. „Enkelfähige Unternehmen arbeiten schon mit den ,grand strategies’. Ihr Denken ist im Übermorgen verankert", so Jansen im Podcast “Alles “Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Die Buchempfehlungen von Prof. Dr. Stephan A. Jansen:
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„Für mich war glasklar, dass ich nie wieder ins Familienunternehmen komme“, sagt Gerda Söhngen über den Moment, in dem sie ihrer Mutter gerade offenbart hatte, dass sie als Nachfolgerin hinschmeißt. Danach eröffnete sie erstmal ein Fitnessstudio. Heute ist sie, entgegen ihrer eigenen Erwartungen, dennoch Geschäftsführerin des Familienunternehmens. „Ich wurde immer unauthentischer, weil ich mich mehr darauf konzentriert habe, die Erwartungen zu erfüllen und in den Rahmen zu passen, als einfach nur meine Arbeit zu machen“, erinnert sie sich an ihre erste Zeit im Unternehmen.
KEIL Befestigungstechnik sitzt in Engelskirchen im Bergischen Land, beschäftigt 30 Menschen und stellt Befestigungssysteme vor allem für Fassadenplatten her. Gegründet haben die Firma 1963 Carl und Gertrud Eischeid in ihrer Garage, in der sie Bohrer produzierten. 15 Jahre später erfand der Tüftler Carl Eischeid den sogenannten Hinterschnittanker, eine Art Superdübel. Der ist gerade mal so groß wie ein Daumennagel, kann aber tonnenschwere Platten an Gebäuden halten. Technik von Keil steckt in der Christusstatue in Rio de Janeiro, im Wimbledon-Stadion in London und im Großen Ägyptischen Museum in Gizeh.
Gerda Söhngen kehrte 2019 ins Familienunternehmen zurück und führt es heute gemeinsam mit einem Co-Geschäftsführer. Im Podcast spricht sie darüber, was beim zweiten Anlauf anders lief, welche Rolle Visitenkarten mit dem Aufdruck Praktikantin und Sneakers dabei spielen und welche Pläne sie für die Zukunft hat. „Ich finde es schön, dass wir kontinuierlich in der Veränderung sind. Ich glaube, es ist nie fertig“, sagt die Unternehmerin im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Managing Director des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Gerda Söhngen: Das Eselprinzip von Rachel Anne Ridge
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Eine erfolgreiche Nachfolge gehört zu den größten strategischen Herausforderungen im Mittelstand. Jedes Jahr stehen mehrere zehntausende Unternehmen vor einem Generationswechsel – und mit ihnen ganze Wertschöpfungsketten, Arbeitsplätze und regionale Strukturen. Doch Nachfolge ist mehr als ein formaler Übergabetermin: Sie ist gerade in Familienunternehmen ein komplexer, emotionaler, psychologisch tiefgreifender und manchmal konflikthafter Prozess, der tief in die Dynamiken von Unternehmerfamilien hinein wirkt.
In der zweiten Spotlight-Sonderfolge von „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ spricht Gastgeber & Maschinenraum-Geschäftsführer Tobias Rappers mit Prof. Dr. Tom A. Rüsen, Geschäftsführender Vorstand der von ihm gegründeten WIFU-Stiftung, über die zentralen Erfolgsfaktoren gelingender Nachfolge: Von der Frage, warum Nachfolge bereits im Kindesalter beginnt, über den Umgang mit familiären Erwartungen und Konflikten bis hin zu Rollen, über das Loslassen und den Unterschied zwischen interner und externer Nachfolge.
Mit praktischen Beispielen, Stimmen von Familienunternehmer:innen aus den bisherigen Folgen von “Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” und klaren Einordnungen zeigt die Folge, wie Familienunternehmen Nachfolge systematisch gestalten können.
Im Spotlight vertiefen wir die Themen, die Familienunternehmen bewegen – aus der Praxis des Maschinenraums heraus. Als Ökosystem von rund 80 mittelständischen Unternehmen bündelt er Erfahrungen und Fragen, die im Alltag relevant sind: vom Fachkräftemangel über digitale Transformation bis hin zu kulturellem Wandel. Genau diese Beobachtungen aus der Praxis bilden den Ausgangspunkt für vertiefende Gespräche mit Gastgeber Tobias Rappers und Expert:innen, die sie einordnen und Lösungen greifbar machen. So entstehen Episoden, die nah an den Herausforderungen der Unternehmen sind und zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo wir genauer hinsehen und gemeinsam ins Handeln kommen. Genau da gehört das Spotlight hin.
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Als Antje von Dewitz 2009 in zweiter Generation die Führung von VAUDE übernimmt, will sie mehr, als nur das Familienunternehmen ihres Vaters fortsetzen. Sie will zeigen, dass Wirtschaft auch anders geht. "Bei mir war schon immer immer im Blut, wie ich meinen Beitrag für einen lebenswerten Planeten leiste”, sagt sie.
1974 gründet Albrecht von Dewitz eine Firma für Rucksäcke und Bergsportausrüstung. Wanderkleidung ist damals noch etwas für echte Bergsportler:innen und Naturfreaks. Denn es soll noch 40 Jahre bis zum großen Outdoor-Boom in den 2010er Jahren dauern, als Jack Wolfskin – von der Private-Equity-Firma Blackstone übernommen – die Fußgängerzonen mit Filialen pflastert und Outdoorjacken für viele Deutsche zur Alltagsuniform werden. VAUDE behauptet sich auf diesem Markt als Familienunternehmen, das sich konsequent auf Nachhaltigkeit ausrichtet.
Der Fokus auf umweltfreundliche Materialien und die Schaffung von transparenten Lieferketten waren dabei nicht nur ein Bekenntnis zur Umwelt, sondern auch ein notwendiger Schritt, um VAUDE zukunftsfähig zu machen. “Ich schaffe mir als Unternehmen meine Daseinsberechtigung ab, wenn ich ignoriere, dass ich ein Teil des Problems bin und mit meinen Dienstleistungen und Produkten nicht darauf einzahle, dieses Problem mit zu lösen”, so Antje von Dewitz.
Inmitten einer Branche, die unter Druck steht, fordert sie mehr Verantwortung von der Politik: „Ich fand es wirklich verantwortungslos, als Friedrich Merz sagte, unser Klimaengagement in Deutschland hätte kaum Wirkung“, sagt sie. „Das nimmt die Hoffnung und Energie von denen, die sich wirklich für Klimaschutz einsetzen.“
Warum sie die Wirtschaft nicht neu denken, sondern wieder “ausleben” will, und wie sie als Unternehmerin sonst noch Verantwortung übernimmt – darüber spricht sie im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Managing Director des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Antje von Dewitz: Empusion: Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte von Olga Tokarczuk
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Ob in Kosmetika, Klebstoffen, Bauchemikalien, Anstrichen oder Pharmaprodukten – die Chemikalien des Hamburger Familienunternehmens Biesterfeld begegnen uns im Alltag fast überall, ohne dass wir es wissen. „Es ist wirklich ein Supermarkt der Chemikalien, in fast jedem Produkt könnte Biesterfeld stecken", sagt Carola Biesterfeld aus der Inhaberfamilie im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum", der live und vor Publikum auf der Maschinenraum Momentum 2025 aufgenommen wurde.
Ihr Urgroßvater, der Kaufmann Wilhelm Ernst Hinrich Biesterfeld, gründete 1906 in der Hansestadt einen Salzhandel. Später kamen Chemikalien und Düngemitteln hinzu, das Unternehmen expandierte auch international. Heute ist aus dem Hamburger Salzhandel ein Konzern geworden, der weltweit im Geschäft mit Kunststoffen, Kautschuken und Spezialchemikalien ist, mehr als 1100 Menschen beschäftigt und zuletzt rund 1,3 Mrd. Euro im Jahr umgesetzt hat.
2004 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und die Familie zog sich aus der Geschäftsführung zurück. Die Geschicke der Gruppe lenkt sie seitdem aus dem Aufsichtsrat. Dessen stellvertretende Vorsitzende ist Carola Biesterfeld. „Wir versuchen eine ganz klare Trennung zwischen Macht, Geld und Liebe herzustellen, um die Emotionen, die immer in einer Familie sind, aus der professionellen Führung rauszunehmen", sagt sie. Dass noch einmal ein Familienmitglied die Führung des Unternehmens übernimmt, ist bei Biesterfeld deshalb ausgeschlossen.
Im Podcast spricht Carola Biesterfeld außerdem über Transformation, die Expansionsstrategie und darüber, wie schon ihr Großvater Führungspersonal rekrutiert hat – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Carola Biesterfeld: Magellan: Der Mann und seine Tat
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Es war wohl die ein oder andere Schrecksekunde im Straßenverkehr, die Wilhelm Veigel in den 1920er-Jahren auf eine Idee brachte: Eine Doppelbedienung für Fahrschulautos, mit der Fahrlehrer:innen von der Beifahrerseite aus eingreifen können. Aus diesem einfachen Mechanismus entstand ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten die Fahrschulausbildung prägt. Heute beschäftigt das Familienunternehmen über 100 Mitarbeitende, setzt rund 14 Millionen Euro um und baut neben Fahrschulausstattung auch Fahrhilfen für Menschen mit Behinderungen.
Doch die Bedingungen für mittelständische Automobilzulieferer haben sich gewandelt, so Geschäftsführer Jann Swyter: „Die großen Hersteller haben es nicht verstanden, dass sie mit dem deutschen Mittelstand einen Schatz an innovativen Unternehmen an der Hand haben. Stattdessen haben sie sie klein gehalten.“ Für Veigel bedeutete das: Raus aus der Rolle des reinen Zulieferers, hinein in eigene Innovationen.
Heute investiert das Familienunternehmen in Software, KI und Virtual Reality. Mit der Business Unit SYNPLI will Jann Swyter nichts weniger als die Fahrschule der Zukunft erfinden – mit einer Fahrlehrer-KI, die Theorie, Praxis und Simulatortraining intelligent verbindet. Ziel sei es, Fahrschüler:innen durch adaptive Lernsysteme individuell zu begleiten und damit auch ein Stück weit das deutsche Bildungssystem herauszufordern. “Wir haben kein Problem mit der Fahrschulausbildung, wir haben ein Problem im deutschen Schulsystem”, sagt der Veigel-Geschäftsführer.
Warum Jann Swyter autonomes Fahren nicht als Bedrohung, sondern als größte Chance für Veigel sieht, wie er sein Unternehmen “vom Pedal zum Pixel” transformiert und warum er für die Mobilität der Zukunft auch schon mal eine autonome Plattform mit Discokugel und Pokertisch imaginiert, darüber spricht er im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Jann Swyter: Dein Hindernis ist Dein Weg von Ryan Holiday
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Führung steht – nicht nur im Mittelstand – an einem Wendepunkt: Digitale Transformation, Fachkräftemangel und kultureller Wandel fordern Unternehmen heraus, ihre Zukunftsfähigkeit neu zu denken. Doch was bedeutet das konkret für die Rolle von Unternehmer:innen und Führungskräften? Welche Future Skills braucht es, um heute handlungsfähig zu sein und morgen zukunftsfähig zu bleiben?
In der ersten Spotlight-Sonderfolge von „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ spricht Gastgeber & Maschinenraum-Geschäftsführer Tobias Rappers mit Fabian Kienbaum, Transformationsberater und Familienunternehmer, über die 5 zentralen Kompetenzfelder, die Führung heute schon lernen muss: Von digitaler Weitsicht über kognitive und emotionale Fähigkeiten bis hin zu unternehmerischem Purpose.
Mit praktischen Beispielen, Stimmen von Familienunternehmer:innen aus den bisherigen Folgen von “Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” und klaren Handlungsempfehlungen geht es in dieser Sonderfolge unter anderem darum, wie Führungskräfte heute die Grundlagen für morgen legen und was Familienunternehmen tun können, um enkelfähig zu bleiben.
Im Spotlight vertiefen wir die Themen, die Familienunternehmen bewegen – aus der Praxis des Maschinenraums heraus. Als Ökosystem von rund 80 mittelständischen Unternehmen bündelt er Erfahrungen und Fragen, die im Alltag relevant sind: vom Fachkräftemangel über digitale Transformation bis hin zu kulturellem Wandel. Genau diese Beobachtungen aus der Praxis bilden den Ausgangspunkt für vertiefende Gespräche mit Gastgeber Tobias Rappers und Expert:innen, die sie einordnen und Lösungen greifbar machen. So entstehen Episoden, die nah an den Herausforderungen der Unternehmen sind und zeigen, dass Zukunft dort entsteht, wo wir genauer hinsehen und gemeinsam ins Handeln kommen. Genau da gehört das Spotlight hin.
+++ Inspiration aus dem Spotlight | Eine vertiefende Empfehlung zum Thema von Fabian Kienbaum: Work Rules! Wie Google die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, verändert von Laszlo Bock +++
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Mit dem Credo „Was ich nicht essen kann, gebe ich nicht auf meine Haut“ gründet Annemarie Lindner 1959 gemeinsam mit ihrem Mann Walter und dem Arzneifabrikanten Hermann Börner in Calw im Schwarzwald eine Naturkosmetikfirma: Börlind.
Heute leiten ihre Enkel Alicia und Nicolas Lindner das Unternehmen in dritter Generation. Börlind beschäftigt 280 Mitarbeitende, erzielt rund 60 Millionen Euro Umsatz und exportiert in über 30 Länder, darunter auch China und die USA. Unter dem Label “Made in the Black Forest” stellt das Familienunternehmen seine Masken, Cremes und Peelings bis heute ausschließlich im Schwarzwald her.
Alicia Lindner hält an der Philosophie ihrer Großmutter, der Firmengründerin, fest: „Konventionelle Kosmetik kann nicht so gut sein wie Naturkosmetik“, sagt sie im Podcast. Gleichzeitig kritisiert sie fehlende wissenschaftliche Standards mancher Wettbewerber, die der Naturkosmetikbranche immer wieder schaden: „Wir sind keine Hexen, wir sind Wissenschaftler“, stellt sie im Interview klar.
Statt ausschließlich auf den stationären Handel oder die Reformhaus-Wurzeln zu setzen, positioniert sich die Marke heute gezielt auf Social Media, mit Influencer-Kampagnen und prominenten Gesichtern wie Matthias Schweighöfer. Zugleich warnt Alicia Lindner vor problematischen Entwicklungen der Branche, die oftmals in den sozialen Medien entstehen: „Die Kosmetikbranche ist zu schamlos und zu profitgetrieben. Kleinen Mädchen einzureden, dass sie Anti-Aging-Produkte brauchen“, sagt sie mit Blick auf das Phänomen der sogenannten „Sephora Kids“, die ihr Taschengeld für teure Hautpflege ausgeben.
Wie der Schwarzwald-typische Bollenhut zu Alicia Lindners Markenzeichen wurde, woran sie ihre Kundinnen auf 15 Meter Entfernung erkennen will und was die Übergabe eines Kugelschreibers mit ihrer Unternehmensnachfolge zu tun hat, darüber spricht sie – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.
Eine Buchempfehlung von Alicia Lindner: Das NEINhorn von Marc-Uwe Kling
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Die Systeme des Automatisierungsspezialisten Hima sind dazu da, das Schlimmste zu verhindern: Sie balancieren Steamcracker in Chemiewerken aus, sorgen dafür, dass in der berühmten Londoner Tube die Türen auf der richtigen Seite aufgehen, und schützen Stromnetze vor Hackern. In Zeiten geopolitischer Krisen und militärischer Auseinandersetzungen sei das Verständnis für Sicherheit gewachsen, sagt Hima-CEO Jörg de la Motte im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“. „Das Bewusstsein für die Bedeutung der kritischen Infrastruktur hat auch in der Bevölkerung stark zugenommen. Das hat schon mit Corona angefangen und geht jetzt zum Beispiel beim Thema Cyber Security
Die Hima-Gruppe sitzt in Brühl bei Mannheim, beschäftigt 1100 Menschen und hat 2024 knapp 190 Mio. Euro umgesetzt. Das Familienunternehmen hat über 50 Standorte auf der ganzen Welt, abgeschlossen ist die Internationalisierung damit aber noch nicht. „Es gibt immer noch weiße Flecken auf der Landkarte, und auch da lässt sich noch Potenzial erschließen“, sagt Steffen Philipp, Geschäftsführender Gesellschafter und Urenkel des Gründers. Im Podcast spricht er auch über den Einstieg in den chinesischen Markt: „Es ist für uns gar nicht so schwierig gewesen, dort zu starten, weil unsere Kunden Möglichkeiten gesucht haben, in China Produktionen aufzubauen. Wir haben sehr klein angefangen, es war ein langer Prozess.“
Der Familienunternehmer erzählt außerdem, wie es war, das Unternehmen in die Hände eines externen CEOs zu geben. „Die Veränderung in der Unternehmensgröße führt dazu, dass Sie irgendwann überlegen müssen: Können Sie die nächsten Schritte gehen?“ Er habe das für sich mit Nein beantwortet. „Ich habe eine Ausbildung und Erfahrung, die für ein Unternehmen mit ungefähr 1000 Mitarbeitern reichen“, sagt Philipp. „Danach kommen Strukturen und Prozesse, die ich nicht mehr begleiten kann, weil ich es schlichtweg nicht gelernt habe.“ Seine Erkenntnis: „Das Beste ist, man umgibt sich mit Menschen, die besser sind als man selbst.“
Eine Buchempfehlung von Jörg de la Motte: Unleashed von Boris Johnson
Eine Buchempfehlung von Steffen Philipp: Thomas Mann macht Ferien von Kerstin Holzer
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Wenn alljährlich am Deutschen Warntag die Sirenen heulen, dann sind das vielerorts Sirenen des bayerischen Familienunternehmens Hörmann.
1955 gründete der Ingenieur Hans Hörmann in München ein Zweimannbüro für Blitzschutzanlagen. Die Firma wuchs schnell. Zu den Blitzableitern kamen Sirenen, unterirdische Schwimmhallen und Überwachungsanlagen. Heute findet sich Technik von Hörmann in Molkereien ebenso wie in der Turiner U-Bahn oder E-Ladesäulen. Aus dem Ingenieurbüro ist ein Technologiekonzern geworden, der 2900 Menschen beschäftigt und 2024 knapp 680 Mio. Euro umgesetzt hat.
Seit drei Jahren führt Anna Hörmann, die Tochter des Gründers, das ursprüngliche Kerngeschäft, die Hörmann Warnsysteme. Im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum" spricht sie über die Anfangsjahre des Unternehmens, über Fehlschläge, ihren Einstieg und Gespräche mit ihrem 96-jährigen Vater. „Ich kann mich an nichts anderes erinnern, als dass ich immer ins Familienunternehmen einsteigen wollte“, sagt sie im Podcast.
„Ich konnte die Begeisterung meines Vaters sehen und wie viel Spaß es ihm machte, das Unternehmen zu gestalten und weiterzuentwickeln.“ Johann Schmid-Davis ist Finanzchef der Hörmann-Gruppe. Er erklärt, wie es dem Unternehmen geholfen hat, breit aufgestellt zu sein. „Wir sind gut durch die multiplen Krisen der letzten Jahre gekommen“ sagt Schmid-Davis. „Hätte ich auf Banker gehört und wir hätten uns frühzeitig zum Beispiel auf Automotive fokussiert, weiß ich nicht, ob es noch so gut gehen würde.“ Wieso man als Finanzchef manchmal der Spielverderber sein muss, das erzählt Schmid-Davis außerdem – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum" mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des
Eine Buchempfehlung von Johann Schmid-Davis: Nexus. Eine kurze Geschichte der Informationsnetzwerke von der Steinzeit bis zur künstlichen Intelligenz
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