Alles neu...? Aus dem Maschinenraum

Alles neu...? Aus dem Maschinenraum

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Alles neu...? Aus dem Maschinenraum episodes

  • Elena von Metzler vom Bankhaus Metzler: Worum es beim Private Banking wirklich geht

    Das Bankhaus Metzler ist die älteste Privatbank Deutschlands, die durchgehend im Familienbesitz ist. Die Wurzeln gehen auf Benjamin Metzler zurück, der 1674 in Frankfurt am Main zunächst mit einer Tuchhandlung begann, aus der später ein Bankhaus wurde. Heute beschäftigt die Bank rund 800 Menschen und Elena von Metzler, Vertreterin der 12. Generation, ist Gesellschafterin und Mitglied im Aufsichtstrat.

    Im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum“ spricht sie über ihren persönlichen Weg ins Familienunternehmen. „Am Anfang dachte ich, dass die Bankenbranche nichts für mich ist“, sagt von Metzler, die zunächst mehrere Jahre für Nestlé gearbeitet hat, bevor sie ins das Bankhaus ihrer Familie einstieg. „Ich dachte, es geht um viel um Zahlen und man muss die ganze Zeit Sachen analysieren. Tatsächlich aber geht es sehr viel um menschliche Beziehungen.“

    Elena von Metzler redet auch darüber, wie das über 350-jährige Bankhaus seine Kunden in Zeiten der Digitalisierung erreicht – und gleichzeitig Vertrauen aufbaut. „Die Generation, die jetzt in der Verantwortung steht, möchte natürlich ihr Portfolio auf dem Handy sehen. Auf der anderen Seite sucht auch sie sehr das persönliche Gespräch.“ Metzler lädt deswegen Unternehmerinnen und Unternehmer zu Netzwerkveranstaltungen ein, solche Salons gehören bei Metzler schon lange dazu. „Das findet dann bei uns im Elternhaus statt – ganz nach der Tradition“, erzählt von Metzler. Sie klärt außerdem auf, was mit dem Begriff „metzlern“ gemeint ist – und was Otto von Bismarck damit zu tun hat, im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des

    Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Elena von Metzler: Das Café ohne Namen von Robert Seethaler

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    45 min
  • Dr. Anna Weber von BabyOne: Wie es ist, mit dem Bruder ein Unternehmen zu führen

    Die Geschwister Anna Weber und Jan Weischer führen Deutschlands größte Babymarktkette: BabyOne. Das Münsteraner Familienunternehmen haben ihre Eltern aufgebaut. Gabriele und Wilhelm Weischer waren Pioniere im Geschäft mit Schnullern, Kinderwagen und Babyschalen. Heute verteilen sich 100 Fachmärkte über das ganze Land, BabyOne beschäftigt rund 1400 Menschen und hat 2023 mehr als 240 Mio. Euro umgesetzt. Im Podcast spricht Anna Weber über ihre Nachfolge im Familienunternehmen, die Zusammenarbeit mit ihrem Bruder und die Schattenseiten des Homeoffice.

    „Es war eine schleichende Entscheidung“, sagt Anna Weber über ihren Entschluss, die Verantwortung für das Familienunternehmen gemeinsam mit ihrem Bruder zu übernehmen. „Wir sind beide erst einmal eigene Wege gegangen.“ Erst als sie selbst Eltern wurden, zog es die Geschwister ins Familienunternehmen. Auf die Frage, wie sich die Geschwisterkonstellation auf die Führung von Baby One ausübt, antwortet Weber, die 18 Monate älter ist als ihr Bruder: „Das macht ein Familienunternehmen aus, dass du etwas von dir selbst und deinen Beziehungen ins Unternehmen bringst. Ich glaube, dass jeder, der sagt, dass er in der Firma komplett anders ist als in der Familie, lügt.“ Sie sei ein großer Fan davon, konstruktiv zu streiten, wenn es um die Sache gehe. „Das Schlimmste ist so eine Harmonie-Decke, unter der alles gehüllt ist, in der Familie und im Unternehmen“, sagt Weber.

    Nach der Pandemie galt bei BabyOne zunächst die Devise „Work from anywhere“ in der Zentrale. Niemand musste also ins Büro kommen. „Wir haben aber gemerkt, dass unsere Kultur total leidet, wenn die Menschen nicht mehr in Präsenz hier vor Ort sind“, erzählt Weber. Nun gib es eine Regel von drei Präsenztagen in der Woche.

    Welche weiteren Veränderungen sie und ihr Bruder angestoßen haben und wie sie die Eigenmarke „Elsa & Emil“ entwickeln, darüber spricht Anna Weber außerdem – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Dr. Anna Weber: 22 Bahnen von Caroline Wahl

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    42 min
  • Stephan Schnabel von HELM: Ukraine-Krieg, Pandemie – für welche Herausforderungen es keine Lehrbücher gibt

    Der Großvater kaufte kurz nach dem Krieg für 3000 D-Mark ein Handelsunternehmen, der Vater machte aus dem Chemikalienhändler einen internationalen Milliardenkonzern. Heute führt in dritter Generation Stephan Schnabel die Helm AG. Sie ist nicht nur im Geschäft mit Chemikalien, sondern zum Beispiel auch mit Dünger und Lithiumrecycling. Das Hamburger Unternehmen beschäftigt 1600 Menschen und hat 2023 rund sechs Milliarden Euro umgesetzt.

    Im Podcast spricht Schnabel über die Krise der deutschen Chemieindustrie, die größten Herausforderungen der letzten Jahre und persönliche Schlüsselmomente. Schlaflose Nächte bereitete dem Unternehmer der Ukraine-Krieg. Die Helm AG habe ein Produkt aus der Raffinerie in Schwedt bezogen, deren Haupteigner der russische Ölkonzern Rosneft ist. „Wie geht man mit so einer Konstellation um? Dafür gibt es kein Lehrbuch, das bringt dir keiner bei“, sagt Schnabel. Ähnlich sei es zu Beginn der Pandemie gewesen. „Eines Tages dachte ich, ich wäre perfekt vorbereitet, übernahm die Firma – und dann kam Corona und ich stellte fest: Ich war auf gar nichts vorbereitet“, erzählt Helm.

    Deutschland, findet der Unternehmer, müssen zu neuem Schwung finden. Über Gemeinsamkeiten mit Ex-BASF-Chef Martin Brudermüller, seine Jahre in der Türkei und eine Stärke, die zugleich ein Schwäche ist, darüber spricht Schnabel außerdem – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Stephan Schnabel: Just Add Water von Katie Ledecky

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    45 min
  • Dr. Thomas Stoffmehl von Vorwerk: Darum sieht er den Wirtschaftsstandort Deutschland im freien Fall

    Nach sechs Jahren kommt jetzt ein neuer Thermomix auf den Markt. Hinter der bekannten Küchenmaschine steht das Wuppertaler Familienunternehmen Vorwerk. Es ist im Besitz der Familie Mittelsten Scheid, hat 2023 über drei Milliarden Euro umgesetzt und beschäftigte Ende 2024 weltweit mehr als 100.000 selbstständige Verkäuferinnen und Verkäufer.

    Das Interview für den Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum” hat Vorwerk-Chef Thomas Stoffmehl noch vor der Ankündigung für den neuen Thermomix gegeben – und nichts verraten. Im Podcast spricht Stoffmehl über die zwei wichtigsten Vorwerk-Produkte Thermomix und den Staubsauger Kobold, den Direktvertrieb als Motor des Unternehmens, den Flop des Teeautomaten Temial – und übt scharfe Kritik an den politischen Rahmenbedingungen in Deutschland. „Ich sehe den Wirtschaftsstandort Deutschland im freien Fall“, sagt der Vorwerk-Chef. Er hoffe, dass eine stabile Regierung Lösungen bringen könne. „Unternehmertum zu fördern, ist nicht in unserer DNA verankert“, sagt Stoffmehl. Außerdem rede jeder über Bürokratieabbau, der aber nicht stattfinde. Die Infrastruktur sei ein Sanierungsfall, die Energiepolitik „total verfehlt“. „Mit diesen Energiepreisen katapultieren wir uns aus dem Markt.“

    Für Vorwerk betont Stoffmehl die Rolle der Vertrieblerinnen und Vertriebler. „Die einzig wichtige Kennzahl für uns ist die Anzahl unserer Beraterinnen und Berater weltweit“, sagt er. „Wenn es nicht gelingt, diese Community zu vergrößern, gelingt uns kein Wachstum“. Im Podcast spricht der Vorstandssprecher von einer „Kultur der Competition“ unter den Vertrieblern. „Sie ist immanenter Teil unserer DNA und unseres Geschäfts“, so Stoffmehl – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Thomas Stoffmehl:

    Grundlagen der Künstlichen Intelligenz. Eine nichttechnische Einführung von Tom Taulli

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    41 min
  • Neujahrsspecial 2025: Weshalb es sich laut Zukunftsforschung gerade jetzt lohnt, positiv nach vorne zu schauen

    Matthias und Tristan Horx erkunden ein weites Feld: Die Zukunft. In der Neujahrsfolge des Podcasts „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ sprechen Vater und Sohn über die „Omnikrise“, Zukunftsforschung in Zeiten des Chaos – und formulieren ein Plädoyer, trotz aller düsteren Nachrichten über Kriege und die Krise der liberalen Demokratien mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken. „Jeder Trend hat einen Gegentrend“, sagt Matthias Horx. „Die Rechten, die jetzt versuchen, in die 50er Jahre zurückzuflüchten, werden sich noch umschauen.“ Man könne die Gesellschaft nicht einfach zurückdrehen. Das gelte zum Beispiel auch für klimafreundliche Technologien wie die Elektromobilität. Für die nächsten fünf Jahre erwartet Horx „antiökologisches Gejammer“. Aber am Ende würden sich neue Technologien auch aus Preisgründen durchsetzen.

    Der Zukunftsforscher spricht auch darüber, wie sich seine Arbeit in den vergangenen Jahren verändert hat. „Früher war Zukunft ein Sehnsuchtsbegriff“, sagt er. „Heute leben wir in einer Angstkultur. Und wenn die Menschen in die Angst abdriften, zerstört sich die Gesellschaft von innen.“ Dass übertriebener Pessimismus fehl am Platz ist, darin sind sich Vater und Sohn einig. „Je größer die Krise, desto höher ist das Kooperationspotenzial zwischen uns. Das ist der menschliche Vorteil. Wir sind gut, weil wir kooperieren. Gerade in Krisen kriegen wir das hin“, sagt Tristan Horx – im Podcast “Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Matthias Horx:

    Die Metamoderne von Maik Hosang und Gerald Hüther

    Eine Buchempfehlung von Tristan Horx:

    Von Jungen und Männern von Richard V. Reeves

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    57 min
  • Matthias Lapp von LAPP Group: Deutschland erinnert ihn an eine dicke, zufriedene Katze

    Das Stuttgarter Unternehmen Lapp ist Weltmarktführer für Verbindungslösungen und Spezialkabel. Oskar und Ursula Ida Lapp haben es 1959 gegründet, seit zwei Jahren steht ihr Enkel Matthias Lapp an der Spitze. Im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum” spricht er über die Anfänge des Unternehmens, über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Deutschland genauso wie über seine ganz persönlichen. Lapp erzählt, wieso seine Großmutter als Frau in der Bundesrepublik der späten 50er Jahre ganze drei Anläufe brauchte, um das Unternehmen anzumelden, und wie sein Großvater eine Lösung für ein Problem fand, das die Kunden bis dahin gar nicht als solches erkannt hatten. Über die schwächelnde Wirtschaft sagt Lapp: „Unserer Generation in Deutschland fehlt der Wille, etwas erreichen zu wollen“. Hierbei zieht er vor allem den Vergleich zu asiatischen Ländern. „Der Leistungswille, den wir hatten, hat uns dorthin gebracht, wo wir heute sind, und uns Erfolg und Wohlstand beschert“, sagt der Unternehmer. Heute erinnere in Deutschland teilweise eher an eine „fat happy cat“, die zufrieden vor dem Kamin liege. „Es wird Zeit, dass wir wieder aktiv werden“, ist er überzeugt.

    Dennoch schaut Matthias Lapp auch optimistisch in die Zukunft. Denn jede Krise sei auch die Chance, Neues zu entwickeln und andere Märkte anzugehen. Er spricht außerdem über seine Doppelrolle als CEO und Vater zweier Kleinkinder und verrät, wieso die Führungskräfte bei Lapp an Sozialprojekten teilnehmen – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Matthias Lapp:

    Das Kind in dir muss Heimat finden von Stefanie Stahl

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    49 min
  • Maximilian Offermann von BWF Group: Warum scheitern so viele Nachfolgen in Familienunternehmen?

    Die BWF-Gruppe aus Offingen ist ein typischer Hidden Champion: Sie ist hoch spezialisiert in ihrer Nische, verkauft Produkte in die ganze Welt – und ihren Namen kennen außerhalb der Branche die wenigsten. Dabei begegnen wir ihren Produkten ständig im Alltag, ohne es zu wissen. Zum Beispiel in Form von Kunststoffverkleidungen in Zügen oder als Kragen für Sakkos. Die BWF-Gruppe, die 1.800 Menschen beschäftigt und zuletzt über 300 Mio. Euro umgesetzt hat, führt heute in der fünften Generation Maximilian Offermann. Im Podcast „Alles Neu..? Aus dem Maschinenraum“ erzählt er, auf welche Frage von ihm sein Vater immer gewartet hat und wieso sein 30. Geburtstag besonders einprägsam war. Es war der Tag, an dem er als Geschäftsführer in die persönliche Haftung ging. „Das war der Zeitpunkt, zu dem ich wusste: Ab jetzt muss ich für alles selbst geradestehen. Zurückblickend ist das der Moment, in dem ich wirklich zum Unternehmer wurde.“

    Offermann spricht außerdem über boomende Märkte in Indien und der Türkei – und über die Schwierigkeiten in Deutschland. „Natürlich versuchen wir alles, um den Standort in Deutschland aufrechtzuerhalten. Mit den bestehenden Produkten und Prozessen wird das aber zunehmend schwieriger“, sagt Offermann. Die Zukunft in Deutschland sieht er vor allem für Produkte, für die viel Technologie und Know-how nötig ist. „Wie wir es schaffen, unseren Hauptsitz in Deutschland zu sichern, ist aktuell unsere größte Herausforderung“, sagt Offermann im Podcast.

    Eine Buchempfehlung von Maximilian Offermann:

    Good to Great von Jim Collins

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    45 min
  • Per Ledermann von edding: So möchte er edding zu einem Pionier des regenerativen Wirtschaftens machen

    Nur wenige Marken haben geschafft, was Edding gelungen ist: Zum Synonym für eine ganze Produktgattung zu werden. Zwei Hamburger Schulfreunde begannen 1960, wasserfeste Filzstifte aus Japan zu importieren, heute verkauft Edding Produkte in mehr als 100 Länder auf der ganzen Welt. Das Familienunternehmen sitzt in Ahrensburg bei Hamburg und produziert im sächsischen Bautzen, beschäftigt rund 700 Menschen und hat vergangenes Jahr knapp 160 Mio. Euro umgesetzt. Seit 2005 steht Gründersohn Per Ledermann an der Spitze. Im Podcast „Alles neu…? Aus dem Maschinenraum” spricht er über seine Nachfolge im Familienunternehmen und über die schwierigen letzten Jahre. „Wir haben die Schmerzen der Transformation sehr stark zu spüren bekommen“, sagt der CEO. Edding sei lange Zeit in einem sehr stabilen Umfeld unterwegs gewesen. „Über viele Jahre sind auf unsere Umsätze immer ein paar Prozent draufgekommen“, erzählt Per Ledermann. „Aber im Moment verändern sich unsere Märkte radikal. Wir hängen immer noch stark am Büro.“ Edding versuchte deshalb zuletzt, gänzlich neue Wege zu gehen, zum Beispiel mit Nagellack und einem eigenen Tattoo-Studio. Was dabei schief gegangen ist, welche Fehler er selbst gemacht hat, räumt Ledermann ebenfalls ein. Außerdem erklärt er, wie er Edding zu einem Pionier des regenerativen Wirtschaftens machen will – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Per Ledermann:

    REGENERATION: The Future of Community in a Permacrisis World von Christian Sarkar, Philip Kotler & Enrico Foglia

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    49 min
  • Bonita & Wolfgang Grupp Jun. von Trigema: Wie gelingt die Nachfolge einer Unternehmerlegende?

    Das ganze Land kennt ihn aus den Werbespots mit dem sprechenden Affen: Mehr als ein halbes Jahrhundert stand Wolfgang Grupp an der Spitze des Textilherstellers Trigema. Anfang des Jahres hat der Patriarch das Unternehmen an seine Kinder übergeben. Sohn Wolfgang Grupp Junior ist geschäftsführender Gesellschafter, Tochter Bonita Grupp geschäftsführende Gesellschafterin. Im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum” sprechen die Geschwister über ihre Nachfolge, politisches Engagement und Pläne für die Zukunft. Bonita Grupp, die seit kurzem für die CDU im Kreistag des Zollernalbkreises sitzt, erklärt, wieso sie sich politisch einbringt. „Wir können uns als Wirtschaft nicht immer beschweren, wenn wir uns nicht engagieren und versuchen, wirtschaftliche Themen mit in die regionale Politik einfließen zu lassen“, sagt sie. Sie spricht auch über eine Studie zu Trigema in der NS-Zeit, die die Grupps 2020 in Auftrag gegeben hatten. Heute ist das Unternehmen Teil der Initiative „Made in Germany. Made by Vielfalt“, das Thüringens AfD-Chef Björn Höcke jüngst scharf angegriffen hatte. Überwiegend sei die Resonanz auf Trigemas Teilnahme an der Initiative positiv gewesen, erzählt Wolfgang Grupp Junior. „Aber wir haben auch Emails bekommen, in denen es hieß, wir hätten Blut an den Händen oder seien schuld an Solingen.“ Über die Nachfolge sagt er: „Aktuell sind wir ins gemachte Nest gesetzt worden und dürfen es mal versuchen. Aber ob wir es können, wird sich erst noch zeigen.“ Im Podcast beantworten die beiden auch eine weitere wichtige Frage: Wie geht es weiter mit dem Affen?

    Buchempfehlungen von Bonita und Wolfgang Grupp Jun.:

    Weniger ist mehr – Sascha Hickel

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    43 min
  • Viktoria Schütz von DEGUMA: Warum es sich lohnen kann, die 4-Tage-Woche einzuführen

    Kurz nach der Wende kauft das Unternehmerpaar Winfried und Barbara Schütz eine alte Limonadenfabrik in der hessischen Röhn mit dem Ziel, gebrauchte Maschinen zu reparieren, mit neuen Bauteilen zu überholen und sie dann für die Gummiproduktion in die ganze Welt zu verkaufen. Heute beschäftigt das Unternehmen DEGUMA-SCHÜTZ mit Sitz im thüringischen Geisa etwa 50 Mitarbeitende, hat einen Umsatz im einstelligen Millionenbereich und stellt inzwischen auch eigene Walzwerke her, beispielsweise für die Automobilindustrie. Seit 2019 führt Tochter Viktoria Schütz das Unternehmen gemeinsam mit einer weiteren Geschäftsführerin. „Ich wollte es die meiste Zeit in meinem Leben nicht machen, und dann ist doch alles anders gekommen“, sagt Viktoria Schütz im Interview über die Übernahme des Familienunternehmens.

    Im traditionell männerdominierten Maschinenbau bildet die weibliche Doppelspitze eine Ausnahme. Auch der Frauenanteil in der Belegschaft ist mit 40 Prozent ungewöhnlich hoch. “Intelligenz ist gleich verteilt, wir brauchen die Frauen genauso wie die Männer in der Wirtschaft”, sagt Viktoria Schütz. Deshalb gehen die beiden Geschäftsführerinnen bei DEGUMA innovative Wege: Sie haben das gesamte Unternehmen transformiert, haben die 4-Tage-Woche eingeführt und setzen auf flexible Teilzeitmodelle. “Ohne alternative Arbeitszeitmodelle verlieren wir an Potential”. Viktoria Schütz spricht über New Work im Maschinenbau, die anfänglich schwierige Zusammenarbeit mit ihrem Vater und das Leben zwischen Hauptstadt und Provinz – im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums, und Capital-Redakteurin Katja Michel.

    Eine Buchempfehlung von Viktoria Schütz:

    Alle_Zeit von Teresa Bücker

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    48 min

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