Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.
Sobald es um politische Inhalte geht, ist die deutsche Wikipedia kein Online-Lexikon, sondern ein Desinformationsinstrument, das von einer etwa 200 Personen starken Clique beherrscht und missbraucht wird. Diese Clique herrscht wie die Junta einer Bananenrepublik, indem sie alle nicht-konformen Autoren aus der Wikipedia entfernt, mittels Vandalismusmeldungen. Wer abweichende Ansichten veröffentlichen will, wird von Administratoren dieser Gruppe daran gehindert und dann gesperrt, oft sofort und lebenslänglich.
Da vor allem die Wikipedianer, die die meisten Bearbeitungen inne haben, die Administratoren wählen, die dann widerrum als Schiedsrichter auftreten, ist eine hermetische Filterblase entstanden, die absolutistisch herrscht. Sie will vor allem über Einträge bestimmen, bei denen es um innen- und außenpolitisch wichtige Themen geht.
Eine besonders aktive Kerngruppe dieses Personenkreises, den ich „Junta“ nenne, beschäftigt sich mit politischen Gegnern. Sie schreibt deren Einträge negativ um. Zu den Zielpersonen dieser Stasi 2.0 Zersetzungstruppe gehöre seit kurzem auch ich, genauer gesagt, seit ich mit Markus Fiedler über die Machenschaften der Wikipedia Junta in dem alle zwei Wochen erscheinenden Videoblog „Neues aus Wikihausen“ berichte.
Exakt dieselben Personen, die Daniele Ganser seit Jahren in Wikipedia bearbeiten, ihn dort als minderwertigen Akademiker und antisemitischen Verschwörungstheoretiker denunzieren, schreiben jetzt auch meinen Eintrag von neutral auf unsäglich um. Sie grasen das Internet nach für sie nutzbaren Stellungnahmen ab, darunter auch Falschbehauptungen, lassen aber alle positiven Rezensionen in Quellen wie FAZ, Spiegel oder Deutschlandradio Kultur weg, ähnlich wie wir es in „Neues aus Wikihausen 3“ am Beispiel Gabriele Krone-Schmalz erläutert haben.
Genauer gesagt: die Junta-Aktivität begann vier Tage, nachdem Markus Fiedler und ich über die Ex-Stasi IM „Viktoria“ Anetta Kahane berichtet hatten, die mit Cem Özdemir und Heiko Maas auf so gutem Fuß steht, dass ihre Amadeu-Antonio-Stiftung die Task Force des Justizministeriums berät. Die Task Force soll das Internet vor Hatespeech, Fake News und Manipulation bewahren.
Jetzt wird also mein Eintrag manipuliert, weil ich gewagt habe, die Tätigkeit der genannten Manipulationscrew aus dem Dunkel ans Tageslicht zu zerren.
Den Versuch eines einzelnen Wikipedianers, den ich nicht kenne, er wurde aus eigenem Antrieb aktiv, meinen viele Jahre lang neutralen Eintrag wiederherzustellen, wurde von den üblichen Tatbeteiligten mit den üblichen Willkürmaßnahmen geahndet, durch die Ausrufung eines „Edit Wars“ und die Sperrung des Artikels. Das ist die bewährte Methode der Junta. So ist sichergestellt, dass bis auf ein oder zwei Personen, die bereits vor der Sperrung editiert hatten, nur noch die Junta selbst Änderungen vornehmen kann. Und das tut sie. Konstant.
Es ist die Rache der Manipulateure für ihre Aufdeckung. Sie genießen ihre Macht, die keine Verantwortung kennt, denn Verantwortung bedeutet, die Konsequenzen für seine Handlungen zu übernehmen. Bei Wikipedia ist dieses Prinzip auf den Kopf gestellt: Wer über die Wikipedia informiert, muss mit Konsequenzen rechnen, besonders, wenn die Vorwürfe zutreffen. Das ist das ultimative Armutszeugnis für die „Online Enzyklopädie“. Gab es das beim Brockhaus auch, dass die Autoren dort ihre Kritiker runterschreiben durften?
Eine interessante Frage, die sich aus dem Ablauf ergibt, ist, in welchem Verhältnis die Junta zu Anetta Kahane steht, der strebsamen Kontrolleuse, die sowohl in der DDR als auch in der BRD plus annektiertem Neufünfland zuverlässig im Dienste des jeweils herrschenden Systems stand und steht. Und warum arbeiten Personen wie Cem Özdemir und Heiko Maas so begeistert mit ihr zusammen? Ist das Zufall, oder wächst da zusammen, was zusammengehört?
Die Frage ist außerdem,