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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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  • «Abstimmungs-Arena» zur Neutralitätsinitiative
    Die Neutralitätsinitiative will die Neutralität strikter definieren und die Voraussetzungen für wirtschaftliche Sanktionen sowie für militärische Kooperationen stark einschränken. Für die Gegner hat sich die bisherige Neutralität bewährt.
    Am 27. September kommt die Initiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vors Volk. Die Initiative fordert eine strikte Neutralitätspraxis und will die Neutralität in der Verfassung als «immerwährend und bewaffnet» bezeichnen. Bündniskooperationen sollen laut dem Initiativkomitee verboten werden, ausser bei einem direkten Angriff auf die Schweiz oder bei Vorbereitungen auf einen solchen Angriff. Zudem wären wirtschaftliche Sanktionen nur noch dann erlaubt, wenn sie der UN-Sicherheitsrat beschliesst.
    Die Neutralität der Schweiz ist bereits seit 1848 in der Bundesverfassung verankert und dient der Sicherheit und der Unabhängigkeit. Sie orientiert sich am völkerrechtlichen Neutralitätsrecht, das beispielsweise einen Beitritt zu einem Militär- oder Verteidigungsbündnis wie der Nato faktisch verhindert. Die Schweiz hat heute aber einen gewissen Handlungsspielraum und kann etwa mit anderen Staaten zusammenarbeiten, um ihre Sicherheit zu stärken, oder Sanktionen gegen Kriegsparteien übernehmen.
    Neutralitätsinitiative – Schutz vor Konflikten oder ein Sicherheitsrisiko?
    Das Pro-Lager – darunter die SVP und die Organisation Pro Schweiz – will unser Land mit der Vorlage konsequent aus internationalen Konflikten heraushalten. Die Verfassungsänderung sei ein wirksames sicherheitspolitisches Instrument, um die Schweiz vor Krieg und politischer Abhängigkeit zu schützen.
    Die Gegenseite – darunter SP, FDP, Mitte, Grüne und GLP – warnt hingegen vor einer Einschränkung der Handlungsfähigkeit und der Sicherheit der Schweiz. Kooperationen mit Verteidigungsbündnissen wie der Nato so stark einzuschränken, würde die Sicherheit unseres Landes aufs Spiel setzen. Zudem würde die Initiative Aggressoren in einem Krieg begünstigen, weil die Schweiz kaum noch Sanktionen gegen kriegsführende Staaten verhängen könnte.
    Welche Folgen hätte die Neutralitätsinitiative für die Bevölkerung der Schweiz? Sorgt sie für mehr Sicherheit – oder gefährdet sie diese gar?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 28. August 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage:
    – Walter Wobmann, Präsident Abstimmungskomitee
    – Monika Rüegger, Nationalrätin SVP/OW
    – Michael Götte, Nationalrat SVP/SG
    Gegen die Vorlage treten an:
    – Ignazio Cassis, Bundesrat und Vorsteher EDA
    – Cédric Wermuth, Co-Präsident SP
    – Marianne Binder, Vizepräsidentin Die Mitte
    1 hr 15 min
  • «Publikums-Arena» zum Hitzesommer und seinen Folgen
    Der Sommer 2026 hinterlässt Spuren: In der «Publikums-Arena» kommen Menschen zu Wort, die von der Hitze und Trockenheit besonders betroffen sind. Wie reagiert die Politik?
    Verdorrte Felder, ausgetrocknete Flüsse und tagelang Temperaturen weit über 30 Grad: Mehrere starke Hitzewellen und eine extreme Trockenheit prägen den Sommer 2026.
    Der Ausnahmesommer macht diversen Branchen zu schaffen: Die Landwirtschaft kämpft mit Futterengpässen und schlechten Erträgen, die Fischerei bangt um den Lebensraum der Fische und auch den Wäldern setzt der Hitzesommer zu. Derweil leidet auch die Bevölkerung – besonders für ältere Menschen kann die Hitze rasch gefährlich werden.
    Vier Betroffene berichten
    In der «Publikums-Arena» erzählen Menschen aus besonders betroffenen Bereichen von ihrem Alltag und den Folgen der Hitze. Zu Gast sind eine Rentnerin, ein Landwirt, ein Fischer sowie ein Förster.
    Zudem diskutieren Politikerinnen und Politiker über die Rolle des Bundesrats: Hat er zu Recht keine ausserordentliche Lage ausgerufen? Reichen die bestehenden Gesetze aus, um künftigen Hitze- und Trockenheitsperioden zu begegnen? Und muss sich die Schweiz an den Klimawandel anpassen oder mehr Anstrengungen unternehmen, um das Klima zu schützen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 21. August 2026 in der «Arena»:
    – Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne;
    – Ernst Wandfluh, Nationalrat SVP/BE;
    – Corina Gredig, Fraktionspräsidentin GLP und Nationalrätin GLP/ZH; und
    – Hanspeter Hilfiker, Präsident Schweizerischer Städteverband und Stadtpräsident Aarau/FDP.
    Publikumsgäste:
    – Martin Flury, Landwirt und Präsident Verband Schweizer Zuckerrübenpflanzer;
    – Monika Rellstab, Rentnerin;
    – Thomas Kuhn, Förster und Präsident Zürcher Forstpersonal; und
    – David Bittner, Geschäftsführer Schweizerischer Fischereiverband.
    Ausserdem im Studio:
    – Gaudenz Flury, Redaktionsleiter SRF Meteo.
    1 hr 18 min
  • Parteispitzen zu EU, AKW, AHV und USA
    Hollywoodreife Session im Bundeshaus: Wohin steuert die Schweiz in der AKW-Debatte, bei der AHV und den EU-Verträgen?
    Die Sommersession im Bundeshaus glich einem Hollywoodstreifen: Die Debatten rund um neue AKW, die AHV-Finanzierung und die EU-Verträge sorgten für Zündstoff. Zudem ist das Verhältnis der Schweiz zu den USA weiter von Spannungen geprägt.
    Das Schweiz-EU-Paket soll die Beziehungen zur Europäischen Union stabilisieren und den Schweizer Zugang zum EU-Binnenmarkt sichern. In der Politik ist nicht nur umstritten, wie gut die Schweiz verhandelt hat. Zu reden gibt vor allem auch die Frage, ob die neuen Abkommen dem obligatorischen oder dem fakultativen Referendum unterstellt werden sollen. Braucht es neben dem Volks- auch das Ständemehr?
    2017 beschloss das Stimmvolk den Ausstieg aus der Atomkraft. Nun hat das Parlament einer Gesetzesänderung aus der Feder von Umweltminister Albert Rösti zugestimmt, wonach das AKW-Neubauverbot wieder aufgehoben werden soll. Gegen diesen Beschluss wollen Grüne, SP, GLP und Umweltverbände das Referendum ergreifen. Sollen in der Schweiz tatsächlich wieder neue Atomkraftwerke gebaut werden dürfen?
    Neben der AKW-Debatte sorgte während der Sommersession vor allem der Streit um die Finanzierung der 13. AHV-Rente für Aufsehen. Nach langem Hin und Her hat das Parlament eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte beschlossen, höhere Lohnbeiträge jedoch abgelehnt. Die 13. AHV-Rente, die Ende 2026 erstmals ausbezahlt wird, ist damit nur teilweise finanziert. Wie fair ist eine Mehrwertsteuererhöhung? Und braucht es mittelfristig ein höheres Rentenalter, um die AHV-Finanzen zu stabilisieren?
    Zollfalle USA: Wie soll die Schweiz mit Trump umgehen?
    Derweil droht im Streit mit den USA der nächste Zollhammer. Die EU muss mit zusätzlichen 10 Prozent Zöllen rechnen, die Schweiz mit 12,5 Prozent. Ein verbindliches Handelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA besteht bis heute nicht.
    Auch bei der Beschaffung der F35-Kampfjets und der Patriot-Luftabwehrsysteme herrschen weiterhin grosse Spannungen. Die Schweiz sieht sich mit hohen Mehrkosten und jahrelangen Lieferverzögerungen konfrontiert. Wie kann die Schweiz mit den USA akzeptable Lösungen finden?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 26. Juni 2026 in der «Arena»:
    – Marcel Dettling, Präsident SVP;
    – Mattea Meyer, Co-Präsidentin SP;
    – Benjamin Mühlemann, Co-Präsident FDP;
    – Philipp Kutter, Vizepräsident Die Mitte;
    – Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne; und
    – Jürg Grossen, Präsident GLP.
    1 hr 17 min
  • AHV-Krimi im Parlament – Lohnbeiträge sind vom Tisch
    In einem Abstimmungskrimi kippt der Nationalrat die Erhöhung der Lohnbeiträge aus der Finanzierungsvorlage für die 13. AHV-Rente. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer lässt sich die zusätzliche Rente nur teilweise finanzieren. Das Ringen um eine langfristige Finanzierung geht weiter.
    Es war ein Kräftemessen sondergleichen: Während mehr als einem Jahr stritten National- und Ständerat darüber, woher das Geld für die 13. AHV-Rente kommen soll. Eine solche erhalten Rentnerinnen und Rentner kommenden Dezember zum ersten Mal. Das führt im laufenden Jahr zu Mehrkosten von über vier Milliarden Franken.
    Weil sich National- und Ständerat in der Finanzierungsfrage nicht einigen konnten, wurde eine Einigungskonferenz eingesetzt. Deren Vorschlag – eine Mischlösung aus höherer Mehrwertsteuer und höheren Lohnbeiträgen – fand zwar im Ständerat eine Mehrheit. Doch der Nationalrat hat am Mittwoch lediglich einer höheren Mehrwertsteuer zugestimmt. Die Erhöhung der Lohnbeiträge hat er in einem Abstimmungskrimi mit einer hauchdünnen Mehrheit abgelehnt. Die Schlussabstimmung in den beiden Räten findet am Freitag statt.
    Handelt es sich bei der Finanzierung über die Mehrwertsteuer um eine tragfähige Lösung? Und wie gut stehen die Chancen, dass die Stimmbevölkerung diese Finanzierung an der Urne gutheisst?
    Diskussionen rund um Rentenalter
    FDP, SVP und GLP haben sich bis zuletzt gegen höhere Lohnbeiträge gewehrt. Stattdessen soll ein höheres Rentenalter wieder aufs Tapet kommen. Ist das nötig, um die AHV langfristig zu finanzieren, oder braucht es andere Lösungen?
    Derweil sieht der Bundesrat in seiner neuesten AHV-Reform 2030 vor, das Mindestrentenalter in der zweiten Säule schrittweise von 58 auf 63 Jahre zu erhöhen. Ist das richtig oder greift der Bundesrat damit in die Wahlfreiheit der Menschen ein?
    Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 19. Juni 2026 in der «Arena»:
    – Samira Marti, Co-Fraktionspräsidentin SP und Nationalrätin SP/BL;
    – Andri Silberschmidt, Vizepräsident FDP und Nationalrat FDP/ZH;
    – Erich Ettlin, Ständerat Die Mitte/OW; und
    – Hannes Germann, Ständerat SVP/SH.
    Ausserdem im Studio:
    – Jonas Eggmann, Zentralsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund; und
    – Roland A. Müller, Direktor Schweizerischer Arbeitgeberverband.
    1 hr 16 min
  • Bauern gegen Bundesrat – wie teuer wird der Mercosur-Deal?
    Das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ist bereits unterzeichnet. Doch die innenpolitische Ausmarchung nimmt erst jetzt so richtig Fahrt auf. Kritik kommt einerseits vom Bauernverband und andererseits von Umweltorganisationen, Grünen und der SP.
    Während acht Jahren hat die Schweiz gemeinsam mit den weiteren Efta-Staaten ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten ausgehandelt. Im September letzten Jahres unterzeichnete der zuständige Bundesrat Guy Parmelin das Verhandlungsergebnis in Rio de Janeiro. Zum Mercosur gehören die südamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – ein Markt mit über 270 Millionen Menschen. Durch das Abkommen werden rund 96 Prozent der Schweizer Exporte in die Mercosur-Zone zollbefreit. Wie wichtig ist das Abkommen für die Schweizer Wirtschaft?
    Bauernverband droht mit Referendum
    Das Freihandelsabkommen ermöglicht umgekehrt auch den Mercosur-Staaten einfachere Exportbedingungen. So können sie grössere Mengen an Fleisch, Getreide oder Wein zu tieferen Zollsätzen in die Schweiz verkaufen. Dagegen regt sich Widerstand aus der Landwirtschaft. Die Bauern befürchten hohe Einbussen und fordern eine höhere Entschädigung. «Der Beschluss des Bundesrates ist derart provokativ, dass wir uns ganz klar Gedanken machen das Referendum betreffend», liess sich Bauernpräsident Markus Ritter zitieren. Muss die Schweizer Landwirtschaft höher entschädigt werden? Oder sind die Forderungen in der Höhe von über 800 Millionen Franken völlig überrissen?
    Kritik von Umweltorganisationen, Grünen und SP
    Auch aus linken Kreisen kommt Gegenwind. Sie fordern weitergehende Massnahmen in den Bereichen Umweltschutz und Menschenrechte. So soll die Schweiz etwa die Entwaldungsverordnung der EU übernehmen. Sind die im Abkommen bereits enthaltenen Nachhaltigkeitskapitel griffig? Oder droht eine unheilige Allianz aus Grünen und Bauern, das Freihandelsabkommen zum Absturz zu bringen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 12. Juni 2026 in der «Arena»:
    – Markus Ritter, Nationalrat Die Mitte/SG und Präsident Schweizer Bauernverband;
    – Meret Schneider, Nationalrätin Grüne/ZH;
    – Tiana Moser, Ständerätin GLP/ZH; und
    – Stefan Brupbacher, Direktor Swissmem.
    1 hr 13 min
  • Showdown zum 14. Juni – zwei Vorlagen, zwei Duelle
    In rund zehn Tagen entscheidet die Stimmbevölkerung über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» und die Änderung des Zivildienstgesetzes. Die jüngste Umfrage zeigt: Noch ist der Ausgang bei beiden Vorlagen offen. In der «Arena» kommt es zu zwei Abstimmungsduellen.
    Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» verliert an Zustimmung – so das Ergebnis der kürzlich publizierten zweiten SRG-Umfrage, welche das Forschungsinstitut GFS Bern durchgeführt hat.
    Derzeit würden 52 Prozent der Stimmberechtigten die Initiative bestimmt oder eher ablehnen, 45 Prozent wären bestimmt oder eher dafür. Noch ist das Rennen nicht gelaufen.
    Pro und Kontra treten gegeneinander an
    Auch bei der Änderung des Zivildienstgesetzes könnte es knapp werden: Wäre bereits Ende Mai abgestimmt worden, hätte eine Pattsituation mit 48 Prozent Ja- und 46 Prozent Nein-Anteil resultiert.
    Die knappen Umfrageergebnisse mitten im Endspurt des Abstimmungskampfs rufen Befürworterinnen und Gegner auf den Plan. Sie kämpfen um jede Stimme und treten in der «Arena» vor der Abstimmung am 14. Juni zum Duell an. Wer hat die besseren Argumente?
    Sandro Brotz begrüsst am 5. Juni 2026 in der «Arena» zum Abstimmungsduell zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»:
    – Mike Egger, Nationalrat SVP/SG; und
    – Benedikt Würth, Ständerat Die Mitte/SG.
    Und zum Abstimmungsduell zur Änderung des Zivildienstgesetzes:
    – Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP/ZH; und
    – Josef Dittli, Ständerat FDP/UR.
    1 hr 2 min
  • AHV-Finanzierung – droht ein Scherbenhaufen?
    In der Sommersession entscheidet das Parlament über die Finanzierung der 13. AHV-Rente. Ob sich National- und Ständerat auf eine Lösung einigen können, ist ungewiss. Noch liegen deren Positionen weit auseinander.
    Im Dezember erhalten Rentnerinnen und Rentner zum ersten Mal eine 13. AHV-Rente. Noch ist allerdings nicht geklärt, wie die jährlichen Ausgaben von über vier Milliarden Franken finanziert werden sollen. In der Sommersession, die nächste Woche beginnt, berät das Parlament die Vorlage. Die Räte sind sich dabei alles andere als einig.
    Der Ständerat will die 13. AHV-Rente mit einer Mischung aus höheren Lohnabzügen und einer Erhöhung der Mehrwertsteuer finanzieren. Der Nationalrat hingegen will ausschliesslich die Mehrwertsteuer erhöhen – und zwar befristet.
    Wie soll die 13. AHV-Rente finanziert werden? Und was passiert, wenn sich National- und Ständerat nicht einigen können?
    Rentenalter bleibt bei 65 Jahren
    Für Diskussionen sorgt in Bundesbern auch die von Innenministerin Elisabeth Baume-Schneider kürzlich angekündigte Reform «AHV 2030». Der Bundesrat will Anreize setzen, damit Personen über das Pensionsalter hinaus arbeiten. Zudem sollen Anpassungen bei den Beiträgen an die AHV erfolgen. Nicht antasten will der Bundesrat hingegen das Rentenalter 65.
    Wie sinnvoll sind die geplanten Massnahmen? Braucht es ein höheres Rentenalter? Und müssen Unternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden – etwa indem sie ältere Arbeitnehmende länger beschäftigen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 29. Mai 2026 in der «Arena»:
    – Diana Gutjahr, Nationalrätin SVP/TG;
    – Flavia Wasserfallen, Ständerätin SP/BE;
    – Damian Müller, Ständerat FDP/LU; und
    – Pirmin Bischof, Ständerat Die Mitte/SO und Mitglied Parteipräsidium Die Mitte.
    1 hr 13 min
  • «Abstimmungs-Arena» zum Zivildienstgesetz
    Mit der Änderung des Zivildienstgesetzes soll die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst gesenkt werden – dieser soll die Ausnahme bleiben und der Militärdienst die Regel. Gegen die Revision wurde das Referendum ergriffen. Gegner befürchten, dass der Zivildienst schrittweise abgeschafft wird.
    Am 14. Juni stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Laut Bundesrat und Parlament soll die Vorlage dafür sorgen, dass mit sechs konkreten Massnahmen weniger Personen vom Militär- in den Zivildienst wechseln. So müsste etwa die Mindestanzahl von 150 Diensttagen im Zivildienst in jedem Fall gewährleistet sein. Ausserdem sind strengere Vorgaben für die Planung der Zivildiensteinsätze vorgesehen.
    Gegen diese Massnahme wurde von den jungen Grünen und von linken Kreisen das Referendum ergriffen. Sie sagen, dass die Verschärfung zu einem schädlichen Leistungsabbau in der Pflege, an Schulen oder im Naturschutz führt. Zudem befürchten sie, dass die Vorlage nur der erste Abbauschritt sei und der Zivildienst schliesslich im Zivilschutz aufgelöst werde.
    Laut der bürgerlichen Parlamentsmehrheit wechseln zu viele Dienstpflichtige von der Armee zum Zivildienst. Vor allem die späten Wechsel aus der Armee in den Zivildienst seien ein Problem, das durch die neuen Massnahmen gelöst werden soll. Der Zivildienst sei heute gegenüber dem Militär zu attraktiv – diese Vorteile für «Zivis» sollen beseitigt werden.
    Die Gegnerinnen und Gegner wenden ein, dass die Vorlage die Armee nicht stärke, gleichzeitig jedoch die Zahl der Zivildienstleistenden massiv reduziere. Diese würden in Zukunft fehlen, wo sie am dringendsten gebraucht würden, was dem sozialen Zusammenhalt, der Umwelt und der Sicherheit der Schweiz schade.
    Verhindert die Gesetzesrevision, dass Zivildienstpflichtige gegenüber Militärdienstpflichtigen einen Vorteil haben? Oder ist die Vorlage der erste Schritt zur Abschaffung des Zivildienstes?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 22. Mai 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage:
    – Guy Parmelin, Bundespräsident;
    – Maja Riniker, Nationalrätin FDP/AG; und
    – Martin Candinas, Nationalrat Die Mitte/GR.
    Gegen die Vorlage treten an:
    – Franziska Roth, Ständerätin SP/SO;
    – Magdalena Erni, Co-Präsidentin Junge Grüne; und
    – Patrick Hässig, Nationalrat GLP/ZH.
    1 hr 9 min
  • «Abstimmungs-Arena» zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»
    Die Initiative will, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz nicht über 10 Millionen steigt. Damit werde die Zuwanderung laut dem Initiativkomitee auf ein vernünftiges Mass beschränkt. Die Gegenseite warnt: Die Initiative gefährde den Wohlstand der Schweiz.
    Am 14. Juni kommt die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zur Abstimmung. Sie verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 nicht über 10 Millionen steigt. Überschreitet die ständige Wohnbevölkerung vor 2050 9,5 Millionen Menschen, müssten Bundesrat und Parlament im Asylbereich und insbesondere beim Familiennachzug im Rahmen der Personenfreizügigkeit Massnahmen ergreifen. Ausserdem müsste die Schweiz bei internationalen Abkommen, die zum Bevölkerungswachstum beitragen, Ausnahmebestimmungen und Schutzklauseln anrufen oder neu verhandeln.
    Wird die 10-Millionen-Grenze überschritten, müsste der Bundesrat entsprechende internationale Übereinkommen auf den nächstmöglichen Termin kündigen – nach zwei Jahren auch das Abkommen mit der EU über die Personenfreizügigkeit.
    «Keine 10-Millionen-Schweiz»: Entlastung oder Bedrohung?
    Die Befürworter der Initiative – darunter hauptsächlich die SVP sowie die EDU – halten die Zuwanderung heute für massiv zu hoch. Die Vorlage beschränke die Zuwanderung und wirke so unter anderem der Wohnungsnot, Stau und überfüllten Zügen, steigender Kriminalität und dem stark beanspruchten Gesundheitssystem entgegen. Ausserdem beuge sie der Zubetonierung der Schweiz sowie einem Kultur- und Identitätsverlust vor.
    Die Gegenseite – darunter FDP, Mitte, GLP, SP, Grüne sowie zahlreiche Verbände – warnt vor einem Chaos: Die Initiative verschärfe den Arbeitskräftemangel etwa in der Pflege, der Gastronomie und der Landwirtschaft, bremse das Wirtschaftswachstum, gefährde die Renten und die innere Sicherheit. Zudem sieht das Nein-Lager den bilateralen Weg mit der EU in Gefahr, wie auch die humanitäre Tradition der Schweiz.
    Welche Folgen hätte die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» für die Bevölkerung der Schweiz? Sichert sie den Wohlstand der Schweiz – oder gefährdet sie ihn gar?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 13. Mai 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage:
    – Marcel Dettling, Präsident SVP;
    – Esther Friedli, Ständerätin SVP/SG; und
    – Pascal Schmid, Nationalrat SVP/TG.
    Gegen die Vorlage treten an:
    – Beat Jans, Bundesrat und Vorsteher EJPD;
    – Christian Wasserfallen, Nationalrat FDP/BE; und
    – Yvonne Bürgin, Fraktionspräsidentin Die Mitte.
    1 hr 2 min
  • Verkehr am Limit – Jugendliche nehmen Politik in die Pflicht
    Die Staustunden nehmen zu, das Bahnnetz ist am Anschlag und die Zahl der Flugpassagiere erreicht einen Höchstwert. Wie steht es um die Schweizer Verkehrspolitik? Im Rahmen der Jugendmedienwoche fühlen vier Jugendliche den Politikerinnen und Politikern auf den Zahn.
    Es war eine herbe Niederlage für Verkehrsminister Albert Rösti: Im November 2024 lehnte die Stimmbevölkerung den geplanten Ausbau von sechs Autobahnabschnitten mit knapp 53 Prozent Nein-Stimmen ab. Dennoch schliesst Rösti nicht aus, dass einige der abgelehnten Projekte in einem späteren Ausbauschritt erneut verfolgt werden. Missachtet der Bundesrat damit den Volkswillen? Oder sind die Ausbauten zwingend nötig, um Engpässe zu beseitigen?
    Parallel zur Strasse will der Bundesrat den Ausbau der Bahn weiter vorantreiben. Derweil warnen die SBB: «Die hohe Belastung des Netzes und gleichzeitig zu wenig Mittel für die Erneuerung führen dazu, dass die Anlagen überaltern.» Mittelfristig drohten gar Verhältnisse wie in anderen Ländern. Wie steht es um das Bahnland Schweiz? Fliesst zu viel oder zu wenig Geld in den öffentlichen Verkehr?
    Zu reden gibt ausserdem die sogenannte Mobilitätsbon-Initiative: Sie verlangt eine Flugticketabgabe. Das Geld soll anschliessend mehrheitlich in Form von ÖV-Gutschriften an die Bevölkerung zurückfliessen. Ist eine Flugticketabgabe sinnvoll? Oder bringt das dem Klima nichts?
    Darüber diskutieren die Gäste von Sandro Brotz am 8. Mai 2026:
    – Benjamin Giezendanner, Nationalrat SVP/AG;
    – David Roth, Vizepräsident SP;
    – Andri Silberschmidt, Vizepräsident FDP; und
    – Marionna Schlatter, Vizepräsidentin Grüne.
    Ihre Positionen und Argumente werden im Rahmen der Jugendmedienwoche von vier Jugendlichen kritisch hinterfragt: Lena Wittwer (17) aus dem Kanton Bern, Lukas Richard (16) aus dem Kanton Freiburg, Celine Furrer (19) aus dem Kanton Luzern und Mariss Hof aus dem Kanton Appenzell-Ausserrhoden (19) fühlen den anwesenden Politikerinnen und Politikern in Interviews auf den Zahn.
    1 hr 13 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Die innenpolitische…