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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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  • Pflege, Prämien, Politik – Was darf Gesundheit kosten?
    Das Parlament ringt um die Umsetzung der Pflegeinitiative. Umstritten sind diverse Massnahmen, welche die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals verbessern sollen. Parallel dazu sucht die Politik seit Jahren nach Lösungen, um den Anstieg der Gesundheitskosten zu dämpfen.
    Mehr als vier Jahre sind vergangen, seit die Stimmbevölkerung die Pflegeinitiative mit 61 Prozent Ja-Stimmen angenommen hat. Mit der Ausbildungsoffensive ist die erste Etappe der Umsetzung mittlerweile in Kraft. Stark umstritten ist derweil die zweite Etappe. Der bundesrätliche Vorschlag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege wurde diese Woche im Nationalrat in mehreren Punkten abgeschwächt.
    Entspricht die vom Parlament geplante Umsetzung der Pflegeinitiative dem Volkswillen? Kann damit der Fachkräftemangel beim Pflegepersonal reduziert werden?
    Gesundheit kostet fast 100 Milliarden pro Jahr
    Derweil steigen die Kosten des Schweizer Gesundheitswesens weiter an – auf 97 Milliarden Franken im Jahr 2024, wie das Bundesamt für Statistik jüngst mitteilte. Mehr als 60 Prozent dieser Kosten finanzieren die Haushalte direkt oder über die Krankenkassenprämien.
    Wie soll die Politik reagieren? Braucht es mehr Prämienverbilligungen? Oder muss der Leistungskatalog in der Grundversicherung angepasst werden?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 1. Mai 2026 in der «Arena»:
    – Rémy Wyssmann, Nationalrat SVP/SO;
    – Sarah Wyss, Nationalrätin SP/BS;
    – Lorenz Hess, Nationalrat Die Mitte/BE; und
    – Patrick Hässig, Vizepräsident GLP.
    1 hr 10 min
  • Bundesrat vs. Banken – Wie hart sind die Regeln wirklich?
    Der Bundesrat verschärft die Eigenkapitalvorschriften für systemrelevante Banken. Sie sollen ihre ausländischen Tochterfirmen künftig vollständig mit hartem Eigenkapital unterlegen müssen. Der Beschluss ist in der Politik – und in der Branche – umstritten.
    Die UBS übernimmt die Credit Suisse: Diese Nachricht erreichte die Schweizer Bevölkerung vor rund drei Jahren. Der Niedergang der CS hat die Politik aufgerüttelt: Finanzministerin Karin Keller-Sutter will die Vorschriften für systemrelevante Banken verschärfen und so die Risiken für den Staat und die Steuerzahlenden verringern.
    Dagegen wehrt sich die einzige globale Grossbank der Schweiz vehement. UBS-CEO Sergio Ermotti warnte an einer Konferenz im Februar vor den bundesrätlichen Plänen: «Der Vorschlag in seiner vorliegenden Form ist nicht akzeptabel und macht unser Unternehmen völlig wettbewerbsunfähig.»
    Streit um Eigenkapital entbrannt
    Am Mittwoch hat der Bundesrat die Botschaft zur Anpassung des Bankengesetzes an das Parlament überwiesen. In dieser geht es um die Beteiligungen von systemrelevanten Banken an ausländischen Tochtergesellschaften. Der Bundesrat will, dass diese künftig vollständig – nicht wie heute nur teilweise – mit Eigenkapital unterlegt werden müssen. Angepasst hat der Bundesrat zudem die Eigenmittelverordnung. Darin ist unter anderem festgehalten, welche Bilanzposten die systemrelevanten Banken künftig zum Eigenkapital zählen dürfen – und welche nicht.
    Können die vorgeschlagenen Verschärfungen bei den Eigenmittelvorschriften für systemrelevante Banken Szenarien wie den CS-Untergang verhindern? Oder schwächt der Bundesrat damit die UBS und den Finanzplatz Schweiz?
    Limite für Löhne ist umstritten
    Unabhängig der Regulierungsentscheide sorgt die Bankenbranche regelmässig für Aufsehen – etwa aufgrund der hohen Löhne. Sollen die Boni der Top-Banker limitiert werden? Oder würde man damit unzulässig in die Wirtschaftsfreiheit der Banken eingreifen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 24. April 2026 in der «Arena»:
    – Hannes Germann, Ständerat SVP/SH;
    – Ursula Zybach, Nationalrätin SP/BE;
    – Beat Walti, Nationalrat FDP/ZH; und
    – Marc Rüdisüli, Kantonsrat Die Mitte/TG.
    Ausserdem im Studio:
    – Roman Studer, CEO Schweizerische Bankiervereinigung.
    1 hr 18 min
  • Die Schweiz in der Welt – «Durchwursteln» oder Haltung zeigen?
    Die unsichere Weltlage und der zunehmende Bedeutungsverlust des Völkerrechts beschäftigen die Schweizer Politik: Während Aussenminister Ignazio Cassis für das Prinzip «Durchwursteln» plädiert, fordern andere mehr Haltung vom Bundesrat.
    Das Völkerrecht bröckelt, die Grossmachtpolitik ist zurück und weltweit dominieren anhaltende Kriege die Schlagzeilen: Inmitten dieser geopolitisch angespannten Lage sucht die Schweiz ihren Platz als neutraler Staat. Oder wie es Aussenminister Ignazio Cassis jüngst gegenüber CH Media formulierte: «Wir müssen schauen, wie wir uns in dieser unruhigen Welt am besten durchwursteln können.»
    Die Aussage des Bundesrats ist auch noch Wochen danach umstritten. Wie soll sich die Schweiz verhalten, wenn andere Staaten das Völkerrecht brechen? Kann ein Kleinstaat wie die Schweiz seinen Werten treu bleiben, wenn er sich aussenpolitisch «durchwurstelt»? Oder verrät er sie damit?
    Neutralität und Diplomatie unter Druck
    Die geopolitischen Verwerfungen und Unsicherheiten rücken die Sicherheit der Schweiz stärker in den Fokus der Politik. Während die SVP mittels Initiative die Neutralität in der Verfassung verankern will, plädiert Mitte-Links für eine stärkere Zusammenarbeit mit europäischen Staaten. Was bedeutet die veränderte Weltlage für die Sicherheit der Schweiz? Muss die Schweiz ihre Neutralität neu definieren?
    Die Schweiz verweist in Konflikten regelmässig auf ihre «Guten Dienste», also ihre Rolle als Vermittlerin. Doch im Krieg zwischen den USA und dem Iran vermittelt derzeit Pakistan. Verliert die Schweiz an Bedeutung auf der internationalen Bühne?
    Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 17. April 2026 in der «Arena»:
    – Jon Pult, Vizepräsident SP und Nationalrat SP/GR;
    – Petra Gössi, Ständerätin FDP/SZ;
    – Gerhard Pfister, Nationalrat Die Mitte/ZG; und
    – Roland Rino Büchel, Nationalrat SVP/SG.
    Ausserdem im Studio:
    – Sebastian Ramspeck, Internationaler Korrespondent SRF.
    1 hr 13 min
  • Miet-Irrsinn stoppen – aber wie?
    Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt ist stark angespannt. Steigende Mieten belasten in der Schweiz viele Haushalte stark, zahlreiche Menschen finden kaum mehr bezahlbaren Wohnraum. Die Politik sucht nach Mitteln gegen die Wohnungsknappheit.
    Wohnungsnot, Leerkündigungen, hohe Mieten: Mit einer landesweiten Leerwohnungsziffer von rund einem Prozent und steigenden Mieten ist der Wohnungsmarkt in der Schweiz massiv unter Druck. Laut dem neusten Monitoring des Bundesamts für Wohnungswesen war das Angebot an Mietwohnungen im vergangenen Jahr so knapp wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das Problem betrifft nicht mehr nur Städte wie Zürich, Basel oder Genf. Auch in ländlicheren Kantonen wie Obwalden oder Schwyz standen 2025 zeitweise nur rund 0,5 Prozent der Wohnungen leer.
    Die Parteien machen unterschiedliche Ursachen für die Wohnungsnot in der Schweiz verantwortlich. Während die SVP das Problem vor allem in der hohen Zuwanderung sieht, kritisieren linke Parteien unter anderem die aus ihrer Sicht teilweise missbräuchlichen Renditen.
    Wie steht es um den Wohnungsmarkt? Wer profitiert, wer verliert?
    Verdichtet bauen, Mietzinsen kontrollieren oder weniger regulieren?
    Die Parteien beurteilen nicht nur die Probleme auf dem Schweizer Wohnungsmarkt sehr unterschiedlich, auch ihre Lösungsansätze gehen weit auseinander. Eine Volksinitiative des Mieterinnen- und Mieterverbands, unterstützt von der SP und den Grünen, fordert eine regelmässige Überprüfung der Mietzinse, um missbräuchliche Mieten zu verhindern. Bürgerliche Parteien hingegen plädieren unter anderem dafür, Bauverfahren zu verkürzen und Regulierungen abzubauen.
    Muss die Bautätigkeit angekurbelt werden? Oder führen mehr Kontrollen zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 10. April 2026 in der «Arena»:
    – Manfred Bühler, Nationalrat SVP/BE und Vorstand HEV Kanton Bern;
    – Jacqueline Badran, Vizepräsidentin SP und Vorstand Mieterinnen- und Mieterverband;
    – Tina Deplazes, Präsidentin Die Mitte Zürich; und
    – Michael Töngi, Vizepräsident Grüne und Vizepräsident Mieterinnen- und Mieterverband.
    1 hr 10 min
  • Krieg im Iran – Droht jetzt die Energiekrise?
    Der Iran-Krieg lässt weltweit die Ölpreise steigen. Die Folgen sind auch in der Schweiz spürbar. Gleichzeitig stockt der Ausbau der erneuerbaren Energien. Umstritten ist, welchen Weg die Schweiz in der Energiepolitik einschlagen soll.
    Die Preise auf dem Ölmarkt sind aufgrund des Iran-Kriegs zuletzt angestiegen. Die Kosten für importierte fossile Brenn- und Treibstoffe steigen. Gemäss TCS kostete ein Liter Bleifrei hierzulande Anfang Jahr noch durchschnittlich 1,65 Franken. Heute sind es bereits 1,87 Franken. Welche Auswirkungen hat der Iran-Krieg auf die Schweizer Energiepolitik? Besteht Handlungsbedarf?
    Mit der zunehmenden Dekarbonisierung steigt der landesweite Strombedarf. Besonders in den Wintermonaten ist der Verbrauch von Strom höher als die inländische Produktion. Wie dieser steigende Bedarf gedeckt werden soll, ist politisch umstritten. Der vom Bundesrat präsentierte indirekte Gegenvorschlag zur sogenannten «Blackout stoppen»-Initiative will das Neubauverbot für Kernkraftwerke aufheben. Für den Ausbau der Energieversorgung sollen alle Technologien in Betracht gezogen werden können. Der Ständerat unterstützt das Anliegen des Bundesrates. Ob die Streichung des Neubauverbots auch im Nationalrat eine Mehrheit findet, wird sich weisen. Gegner der Atomenergie argumentieren, die Diskussion über Atomkraftwerke torpediere den Ausbau der erneuerbaren Energien. Wie kann die Versorgungssicherheit der Schweiz sichergestellt werden?
    Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 27. März 2026 in der «Arena»:
    – Michael Graber, Mitglied Parteileitung SVP
    – Marionna Schlatter, Vizepräsidentin Grüne
    – Thierry Burkart, Ständerat FDP/AG
    – Jürg Grossen, Präsident GLP
    1 hr 11 min
  • Waffen, Kriege und die Haltung der Schweiz
    Der Bundesrat bezeichnet den Konflikt zwischen den USA und Israel sowie dem Iran als Krieg. Das hat Konsequenzen für die Schweizer Waffenexporte und den Luftraum. Wie soll sich die Schweiz gegenüber den USA verhalten? Und wie steht es um die Sicherheit der Schweiz?
    Der Bund bezeichnet seit vergangener Woche den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran als Krieg. Gemäss Neutralitätsrecht sind Waffenlieferungen an kriegsführende Staaten nicht zulässig. Nach Deutschland sind die USA zweitwichtigste Abnehmerin von Schweizer Kriegsmaterial. Die Rüstungsindustrie kritisiert den Bundesratsentscheid und warnt vor wirtschaftlichen Schäden. Sie befürchtet, dass die Schweiz nicht mehr als zuverlässiger Partner wahrgenommen wird.
    Ist es richtig, dass der Bundesrat unter anderem die USA faktisch als Kriegspartei bezeichnet? Und was geschieht nun mit neuen und bereits bewilligten US-Gesuchen für Waffenlieferungen aus der Schweiz?
    Wie steht es um die Sicherheit der Schweiz?
    Derweil steht die Schweizer Armee vor enormen Herausforderungen: Zwei grosse Beschaffungen von amerikanischem Armeematerial – die F-35A-Kampfjets und das Flugabwehrsystem Patriot – verzögern sich und die Kosten steigen. Statt den vorgesehenen 36 Kampfjets erhält die Schweiz für den Preis von rund 6 Milliarden Franken voraussichtlich nur noch 30 Exemplare. Bei der Lieferung der Patriot-Systeme rechnen die Schweizer Behörden mit Verzögerungen von vier bis fünf Jahren. Der Bund hat nun entschieden, dass die Beschaffung eines zusätzlichen Flugabwehr-Systems geprüft werden soll – produziert in Europa. Ist die Schweiz zu stark abhängig von den USA bei Rüstungsbeschaffungen? Und wie steht es um ihre Verteidigungsfähigkeit?
    Um die zusätzlichen Mittel für die Armee finanzieren zu können, schlägt der Bundesrat eine Finanzierung über die Mehrwertsteuer vor. Sie soll während zehn Jahren um 0,8 Prozentpunkte erhöht werden. Doch die Finanzierungspläne des Bundesrats stossen auf viel Widerstand. In Umfragen lehnen 63 Prozent der Befragten eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der Armee ab. Wie gut ist der Finanzierungsvorschlag von Verteidigungsminister Martin Pfister? Gäbe es Alternativen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 20. März 2026 in der «Arena»:
    – Werner Salzmann, Ständerat SVP/BE;
    – Priska Seiler Graf, Nationalrätin SP/ZH;
    – Reto Nause, Nationalrat Die Mitte/BE; und
    – Balthasar Glättli, Nationalrat Grüne/ZH.
    Ausserdem im Studio: Patti Basler (Protokoll)
    1 hr 10 min
  • Neutralität wegen Iran-Krieg unter Druck
    Die Neutralität gilt als Grundpfeiler der Schweizer Aussenpolitik. Im Zuge des Iran-Krieges gerät diese Doktrin zunehmend unter Druck. Soll die neutrale Schweiz weiterhin Waffen an die USA liefern? In der «Arena» treffen sich die Spitzen der sechs grössten Parteien.
    Die USA sind der zweitwichtigste Abnehmer der Schweizer Rüstungsindustrie. Im letzten Jahr haben Schweizer Unternehmen Kriegsmaterial im Wert von knapp 100 Millionen Franken in die USA exportiert. Doch seit bald zwei Wochen beschiessen die USA unter Donald Trump gemeinsam mit Israel den Iran. Nun muss der Bundesrat entscheiden, ob Waffenlieferungen in die USA weiter zulässig sind oder das Neutralitätsrecht zur Anwendung kommt. Soll die Schweiz aufgrund des Iran-Kriegs künftige Waffenlieferungen in die USA sistieren? Gibt es zwischen der Haltung des Bundesrates und dem geplanten Handelsabkommen mit den USA einen Zusammenhang?
    Die Neutralitätsinitiative von SVP und Pro Schweiz möchte die «immerwährende und bewaffnete Neutralität» in der Verfassung verankern. Zudem dürfte die Schweiz künftig keine Sanktionen gegen kriegsführende Staaten verhängen – ausser, sie ist gegenüber der UNO dazu verpflichtet. Im Nationalrat fielen sowohl die Initiative als auch der vom Ständerat empfohlene Gegenvorschlag durch. Soll in der Verfassung neben dem Neutralitätsrecht auch die Schweizer Neutralitätspolitik festgelegt werden? Oder schränkt die Schweiz ihren Handlungsspielraum dadurch unnötig ein?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 13. März 2026 in der «Arena»:
    – Marcel Dettling, Präsident SVP;
    – Cédric Wermuth, Co-Präsident SP;
    – Susanne Vincenz-Stauffacher, Co-Präsidentin FDP;
    – Marianne Binder-Keller, Mitglied Parteileitung Die Mitte;
    – Michael Töngi, Vizepräsident Grüne; und
    – Jürg Grossen, Präsident GLP.
    1 hr 20 min
  • Wie ernst ist es der Politik mit dem Sparen?
    Die Spardebatte geht in die nächste Runde: In der laufenden Frühjahrssession berät das Parlament das Entlastungspaket für den Bundeshaushalt. Umstritten sind nicht nur mehrere Sparposten, sondern auch, ob diese Massnahmen überhaupt nötig sind.
    Obwohl der Bund das Jahr 2025 mit einem Überschuss von rund 0,3 Milliarden Franken abschliesst, bleibt die Finanzlage gemäss Finanzministerin Karin Keller-Sutter angespannt. Ohne Gegenmassnahmen drohten dem Bund Defizite in Milliardenhöhe – unter anderem aufgrund bereits beschlossener Mehrausgaben für die AHV und die Armee.
    Der Bundesrat will den Haushalt deshalb 2027 um 2,4 Milliarden und in den Jahren 2028 und 2029 um je rund 3 Milliarden Franken entlasten. Dazu hat er das sogenannte Entlastungspaket 27 lanciert. Während SP und Grüne dem «unsozialen Abbaupaket» grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen, betonen die Bürgerlichen die Notwendigkeit der Sparmassnahmen. Schliesslich habe der Bund ein Ausgabenproblem. Der Ständerat hatte das Entlastungspaket bereits in der vergangenen Wintersession beraten und das Sparvolumen im Vergleich zum Bundesrat um rund einen Drittel verkleinert. Der Nationalrat debattiert die Vorlage erstmals in der laufenden Frühjahrssession.
    Wie steht es um die Bundesfinanzen der Schweiz? Und wie ernst ist es der Politik mit dem Sparen?
    Krieg im Iran beschäftigt Schweizer Politik
    Am vergangenen Wochenende starteten Israel und die USA einen Grossangriff auf den Iran und töteten unter anderem den obersten Führer des Irans, Ali Chamenei. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten umgehend mit Luftschlägen, die Auswirkungen auf die ganze Golfregion haben. Viele in der Schweiz lebende Iranerinnen und Iraner hoffen auf einen Neuanfang für das Land und sind gleichzeitig besorgt, dass die aktuellen Entwicklungen neues Leid für die iranische Zivilbevölkerung bedeuten könnten.
    Bringt der Krieg Freiheit für die Iranerinnen und Iraner oder weitet sich der Flächenbrand im Nahen Osten aus? Und welche Rolle hat die Schweiz in diesem Krieg?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 6. März 2026 in der «Arena»:
    – Benjamin Mühlemann, Co-Präsident FDP;
    – Sarah Wyss, Nationalrätin SP/BS;
    – Michael Götte, Nationalrat SVP/SG; und
    – Felix Wettstein, Nationalrat Grüne/SO.
    Ausserdem im Studio:
    – Saghi Gholipour, Mitgründerin «Free Iran Switzerland».
    1 hr 17 min
  • «Abstimmungs-Arena» zu Bargeld-Initiative und Gegenentwurf
    Am 8. März entscheidet die Stimmbevölkerung über die Initiative «Bargeld ist Freiheit» sowie den direkten Gegenentwurf. Umstritten ist, ob und wie die Bargeldversorgung in der Verfassung verankert werden soll.
    Mit der Initiative «Bargeld ist Freiheit» sollen zwei neue Bestimmungen in die Verfassung aufgenommen werden: Erstens soll der Bund sicherstellen, dass «Münzen oder Banknoten» immer «in genügender Menge» zur Verfügung stehen. Zweitens verlangt die Initiative – eingereicht von der Freiheitlichen Bewegung Schweiz – zwingend eine Volksabstimmung mit Ständemehr, sollte der Schweizer Franken durch eine andere Währung ersetzt werden.
    Bundesrat und Parlament lehnen die Initiative ab. Sie teilen aber das Anliegen der Initiative und haben deshalb einen direkten Gegenentwurf ausgearbeitet, der sich nur minimal von der Initiative unterscheidet. Der Gegenentwurf sieht vor, die heute auf Gesetzesstufe festgehaltenen Bestimmungen zur Bargeldversorgung und zur Schweizer Währung auf Verfassungsstufe zu heben. Im Gegensatz zur Initiative würden etablierte Formulierungen verwendet und so Unsicherheiten in der Auslegung vermieden. Für die Initianten ist der Gegenentwurf jedoch zu ungenau.
    Schutz des Bargelds: Zwingend oder unnötig?
    Die SVP und die EDU befürworten die Bargeld-Initiative, dadurch werde Bargeld als breit nutzbares Zahlungsmittel gestärkt. Alle anderen Parteien lehnen die Initiative ab – unter anderem, weil sie mit den Formulierungen im Initiativtext nicht einverstanden sind. Der Gegenentwurf wird mit Ausnahme der GLP von allen Parteien unterstützt.
    Muss das Bargeld stärker geschützt werden? Oder ist die Verankerung der Bargeldversorgung in der Verfassung unnötig? Und welche Vor- und Nachteile haben die Initiative und der direkte Gegenentwurf?
    Zu diesen Fragen begrüsst Mario Grossniklaus am 27. Februar 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworter der Vorlage:
    – Richard Koller, Initiant Bargeld-Initiative;
    – Roland Rino Büchel, Nationalrat SVP/SG; und
    – Andreas Gafner, Nationalrat EDU/BE.
    Gegen die Vorlage treten an:
    – Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Vorsteherin EFD;
    – Gerhard Andrey, Nationalrat Grüne/FR; und
    – Andreas Meier, Nationalrat Die Mitte/AG.
    1 hr 12 min
  • «Abstimmungs-Arena» zur SRG-Initiative
    Mit der SRG-Initiative soll die Medienabgabe gesenkt werden. Damit würden Haushalte und Unternehmen entlastet, betonen die Befürworter. Die Gegnerinnen warnen: Die Initiative schwäche den Zugang zu verlässlicher Information.
    Am 8. März kommt die SRG-Initiative – auch Halbierungsinitiative genannt – zur Abstimmung. Sie verlangt, dass die von allen Haushalten zu entrichtende Medienabgabe auf 200 Franken pro Jahr gesenkt wird. Zudem sollen alle Unternehmen von der Abgabe befreit werden. Das würde gemäss Prognosen des Bundesamts für Kommunikation dazu führen, dass die SRG ab 2029 noch rund 630 Millionen Franken aus der Abgabe erhalten würde: Also rund halb so viel wie bisher.
    Parlament und Bundesrat lehnen die Initiative ab. Der Bundesrat hat allerdings ein Gegenprojekt auf Verordnungsstufe beschlossen: Die Abgabe für die Privathaushalte sinkt bis 2029 von heute 335 Franken schrittweise auf 300 Franken. Zudem werden Unternehmen entlastet, künftig zahlt statt jedes dritte rund jedes fünfte Unternehmen eine Abgabe.
    Entlastung der Bevölkerung oder Angriff auf Vielfalt und Qualität?
    Die Befürworter der Initiative – darunter die SVP, die Jungfreisinnigen und der Gewerbeverband – betonen: Die Gebührensenkung entlaste die Bevölkerung und das Gewerbe. Zudem sorge die Initiative dafür, dass sich die SRG auf ihren Kernauftrag des Service public fokussiere. Gemäss Initiativtext soll die SRG mit der Abgabe Radio- und Fernsehprogramme finanzieren, die «einen unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit erbringen».
    Die Gegenseite – darunter zahlreiche Verbände sowie FDP, Mitte, GLP, SP und Grüne – warnt: Die Initiative gefährde das vielfältige und qualitativ gute Angebot der SRG in allen Sprachregionen und würde sie zu einem «radikalen Abbau» zwingen. Zudem müsse die SRG auch ohne die Initiative bereits sparen – das Gegenprojekt des Bundesrats ist beschlossene Sache.
    Welche Folgen hätte die Initiative für die SRG? Und ist es gerechtfertigt, dass sowohl Haushalte als auch Unternehmen eine Medienabgabe zahlen?
    Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 20. Februar 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage:
    – Gregor Rutz, Nationalrat SVP/ZH;
    – Melanie Racine, Vizepräsidentin Jungfreisinnige;
    – Jan Koch, Vizepräsident Bündner Gewerbeverband und Grossrat SVP/GR; und
    – Urs Furrer, Direktor Schweizerischer Gewerbeverband.
    Gegen die Vorlage treten an:
    – Albert Rösti, Bundesrat und Vorsteher Uvek;
    – Priska Wismer-Felder, Nationalrätin Die Mitte/LU;
    – Jon Pult, Vizepräsident SP; und
    – Susanne Wille, Generaldirektorin SRG.
    1 hr 24 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Die innenpolitische…