
Sign up to save your podcasts
Or


Ob es sich bei What the moon brings um einen der unbekanntesten Lovecraf-Texte überhaupt handelt, ist natürlich nur eine Vermutung. Was wir indes sagen können: Es gibt sehr wenig Sekundärliteratur zu diesem sogenannten Prosagedicht aus dem Jahr 1922. Und im Fandom scheint die Story beliebter zu sein als in der Forschung. Wie auch immer, uns hat Lovecrafts Vision eines ungeheuerlichen Spaziergangs im Mondschein lange beschäftigt und obwohl der Text sehr kurz ist, haben wir (hoffentlich) einige interessante Dinge heraufbefördern können.
Anmerkung: Leichte Mikro-Aussetzer bei Axel am Anfang bitten wir zu entschuldigen … die Technik. :/ Herausgefallen ist, dass sich Axel auf zwei Geschichten von Lord Dunsany bezieht: Im Land des Yann (Idle Days on the Yann) und Am Rande der Gezeiten (Where the Tides ebb and flow).
https://arkhaminsiders.com/wp-content/uploads/2019/10/arkhaminsiders-132.mp3
Download: Arkham Insiders Folge 132 – What the moon brings
In Hypnos bedient Lovecraft sich wieder einmal der antiken griechischen Mythologie. Hypnos ist das griechische Wort für Schlaf bzw. der Ausdruck steht für den personifizierten Schlaf und reiht diese Person in den göttlichen Pantheon ein. Lovecraft nun spielt mit der Idee, einen gottgleichen, mysteriösen jungen Mann im England des 19. oder 20. Jahrhunderts auftreten zu lassen, um dort Verwirrung zu stiften. Dabei spielt der Schlaf, hervorgerufen durch die Einnahme von Drogen, eine entscheidende Rolle …
Alles in allem ist Hypnos eine etwas verworrene Erzählung, deren Fäden wir in diesem Podcast auch nicht vollständig entwirren konnten. Nichtsdestotrotz ist die Story „typyisch Lovecraft“ und beinhaltet einige seiner unverkennbaren Merkmale sowohl der dekadenten als auch schon der kosmischen Phase.
https://arkhaminsiders.com/wp-content/uploads/2019/09/arkhaminsiders-131.mp3
Download: Arkham Insiders Folge 131 – Hypnos
An dieser Geschichte scheiden sich die Geister: Die einen halten Herbert West – Reanimator für eine krass überzeichnete Horror-Story, ja sogar von einer Parodie ist die Rede. Die anderen (so wie wir) halten ziemlich viel von den bizarren Episoden des Herbert West und seines Assistenten. Nicht zu übersehen ist die philosophische Grundüberlegung der Erzählung, die auch Lovecrafts eigener Anschauung entspricht. Das Besondere an diesem Podcast ist, dass Mirko Gelegenheit hat, ein bisschen aus seiner beruflichen Praxis zu plaudern. Also, unbedingt anhören!
https://arkhaminsiders.com/wp-content/uploads/2019/09/arkhaminsiders-130.mp3
Download: Arkham Insiders Folge 130 – Herbert West Reanimator
Nach der Arkham-Insiders-Sommerpause wird es mal wieder Zeit für … ein Interview! Diesmal haben wir Blante in unser virtuelles Studio eingeladen: Blante betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem er hauptsächlich die Animationsserie Die drei Tintenkleckse veröffentlicht. Die Kleckse bestehen aus Edgar Allan Poe, Stephen King und natürlich H. P. Lovecraft. Zusammen bilden die Autoren eine unheilige Wohngemeinschaft, die an einem seltsamen Ort ein altes Haus bezogen hat …
Die drei Tintenkleckse ist eine Sitcom der besonderen Art, in der sich neben den Schriftstellern vor allem ihre bekannten (und auch weniger bekannten) Kreaturen tummeln. Dass es hier regelmäßig zu einem herzhaften Schlagabtausch zwischen Schöpfungen und Schöpfern kommt, versteht sich von selbst! Falls ihr die Serie noch nicht kennt: unbedingt anschauen!
YouTube: Blante
Youlius-Award: Gewinner und Gewinnerinnen 2019
https://arkhaminsiders.com/wp-content/uploads/2019/08/arkhaminsiders-129.mp3
Download: Arkham Insiders Folge 129 – Interview: Blante und die drei Tintenkleckse
Jeder mit dem Cthulhu-Mythos Vertraute kennt den Namen Azathoth: Azathoth, der Dämonen-Sultan, das nukleare Chaos, der blinde, idiotische Gott usw. Vergleichsweise unbekannt geblieben ist dagegen das gleichnamige Fragment, das Lovecraft im Sommer 1922 verfasst hat – und das über die ersten 480 Wörter nie hinausgekommen ist. Zu diesem Zeitpunkt konnte von einem Mythos natürlich noch keine Rede sein. Viel mehr hat Lovecraft hier versucht, eine Story im Stil des 18. Jahrhunderts auf die Beine zustellen, gleichzeitig eine Reverenz an William Beckfords Vathek sowie die frühen Geschichten von Lord Dunsany. Was hätte nicht alles aus diesem verheißungsvollen Anfang werden können … darüber (und über manch anderes) reden wir im vorliegenden Arkham-Insiders-Podcast.
Download: Arkham Insiders Folge 128 – Azathoth
Erstaunlicherweise gehört The Music of Erich Zann (Die Musik des Erich Zann) zu den wenigen Geschichten, für die ihr Autor stets etwas übrig hatte. Und wir wissen, wie selbstkritisch H. P. Lovecraft im Allgemeinen war. Die Story weiß freilich auch durch die Bank hinweg zu gefallen: Wir haben ein interessantes Setting, eine spannende Figurenkonstellation und mit der kosmisch-unheimlichen Musik ein stark die Phantasie anregendes Element – über das Lovecraft wohlweislich den Schleier des Verborgenen hält. Ähnlich unfassbar und nebulös bleibt auch die Figur des Erich Zann, jenes genialen, aber irgendwie besessenen Komponisten, den es in das merkwürdige Haus in der Rue d’Auseil verschlagen hat.
Da wir uns – angesichts der an Paris erinnernden Stadt, in der die Erzählung spielt – Exkursionen nach Krefeld und Wuppertal nicht verkneifen konnten, kommen wir diesmal auf einen (für unsere Verhältnisse) recht langen Podcast von rund 50 Minuten. Wir hoffen, ihr habt so viel Spaß beim Hören, wie wir bei der Aufnahme gehabt haben!
Download: Arkham Insiders Folge 127 – The Music of Erich Zann
Barzai der Weise verfolgt einen ehrgeizigen Plan: Gemeinsam mit seinem Schüler Atal will er den Gipfel des Hatheg-Kla – des höchsten Berges – ersteigen, um die Götter der Erde tanzen zu sehen. Doch nicht umsonst haben die Bewohner der umliegenden Ortschaften die beiden Gipfelstürmer vor dem Aufstieg gewarnt. Denn auf dem Hatheg-Kla tummeln sich nicht nur die irdischen, – sondern auch die Anderen Götter.
Mit dieser Story beschließt Lovecraft im Sommer 1921 vorerst die Reihe der Erzählungen, die noch deutlich unter dem Einfluss seines großen Vorbildes Lord Dunsany stehen. Die Anderen Götter ist eine letzte Hommage an den irischen Dichter und eine Parabel um menschliche Hybris und Größenwahn.
Download: Arkham Insiders Folge 126 – The Other Gods
An 4 Abenden, von Januar bis April 2019, fand im LWL-Museum für Archäologie in Herne eine Lesereihe mit Geschichten des Großmeisters des kosmischen Horrors – Howard Phillips Lovecraft – statt. Von Anfang an hatte die Deutsche Lovecraft Gesellschaft (dLG) das Event mit großem Interesse verfolgt und bereits im Vorfeld Kontakt zu den Verantwortlichen aufgenommen. So kam es schließlich auch, dass sich die dLG mit einem Infostand an der Phantastischen Museumsnacht in Herne (22.3.2019) beteiligen konnte.
Mit dem vorliegenden Podcast präsentieren wir stellvertretend für die dLG ein Gespräch zwischen dLG-Mitglied Steffen Waschul und Dr. Alexander Berner vom Museum. Letzter war es, der mit sicherem Blick die Zusammenhänge zwischen Lovecraft und der Archäologie erkannt und als Grundlage für die Lesereihe genommen hat. Wie die Lesungen angenommen wurden und welche Pläne Dr. Berner und sein Team noch haben – das verrät das Interview. Viel Spaß dabei!
Hinweis: Auch bei der ExtraSchicht, der langen Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet am 29. Juni 2019, wird das LWL-Museum für Archäologie spektaktuär vertreten sein. Ein Datum, das sich besonders Lovecraft-Fans nicht entgehen lassen sollten … und, wie könnte es anders sein, auch die dLG wird wieder vor Ort mit dabei sein.
Download: Arkham Insiders Folge 125 – Lovecraft-Lesereihe im LWL-Museum für Archäologie in Herne
Der Außenseiter (The Outsider) – immer wieder haben Fans und Forscher Lovecraft selbst mit dem vielsagenden Titel einer seiner bekanntesten Kurzgeschichten in Verbindung gebracht. Dies führte nicht selten dazu, dass der Text quasi autobiografisch gelesen wurde. Und richtig hat Lovecraft sich bisweilen auch als Außenseiter stilisiert (entsprechende Zitate bringen wir in diesem Podcast).
Allerdings weist die Geschichte eine Fülle von motivischen und stofflichen Details auf, die sie in eine gewisse literarische Tradition stellen: nämlich die der Selbsterkenntnis des ausgestoßenen und verdammten Geschöpfs. Es fallen Namen wie Mary Shelley, Edgar Allan Poe, Oscar Wilde und Nathaniel Hawthorne, die – wenn auch nicht als unmittelbare Vorlagen – so doch als Gedankenanstöße für Lovecraft gedient haben können.
Auch die Arkham Insiders springen in diesem Podcast auf den Zug der Deutungen auf (was bleibt uns auch anderes übrig …) und schildern, welche Gedanken die Lektüre bei uns ausgelöst hat. Herausgekommen ist eine Folge zwischen Tag und Nacht, Wachwelt und Traumwelt, Orient und Okzident.
Download: Arkham Insiders Folge 124 – The Outsider
Ein schauriges Moor, eine steinalte Ruine, ein verfallenes Schloss … die 1921 verfasste Story The Moon-Bog (Das Mondmoor) strotzt nicht gerade vor einfallsreichen Schauplätzen. Noch dazu sind diese gotischen Requisiten in Irland verortet; ein Land, zu dem Lovecraft keinen Bezug hatte und dessen souveräne Tendenzen er – der treue Untertan des britischen Königshauses – wohl auch nicht gutheißen konnte.
Download: Arkham Insiders Folge 123 – The Moon-Bog
From the publisher's feed