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Eine Folge über den Move Moot!
Dieser fand 2019 zum allerersten Mal statt und wird im kommenden Jahr vom 6 bis 8. Mai 2022 in Hamburg stattfinden.
Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 28. Dezember, also noch knapp 2 Wochen und diese Folge soll euch als kleiner Ansporn dienen.
Ich habe dafür mit Bianca Sukrow gesprochen, der Mitiniatorin des Move Moot - darüber, was ein Moot Court überhaupt ist und was die Besonderheiten des MOVE sind.
Auch Wolfgang Armbruster, Verwaltungsrichter a.D. kommt zu Wort und erklärt uns, wie realitätsnah das eigentlich ist.
Und dann hören wir noch weitere Stimmen und zwar die von Christopher und Theresa, die selbst schon einmal teilgenommen haben und uns von ihren Erfahrungen berichten werden
hier der Link zur Anmeldung:
https://rlc-deutschland.de/move-moot/
Ein Gespräch mit Liza Pflaum, Mitbegründerin der Seebrücke und vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Mit der Aktion #MauerfallJetzt war sie vor 3 Wochen an der polnisch-belarussischen Grenze.
Bisher ist das Mittelmeer die tödlichste Grenze der Welt. In den letzten Wochen ist eine neue EU-Außengrenze tödlich geworden. Die zwischen Polen und Belarus. Über zweitausend Menschen harren seit Wochen bei inzwischen eisiger Kälte in der bewaldeten Grenzregion zwischen Polen und Belarus aus. Anstatt schneller Aufnahme und Hilfe für diese Menschen gehen Polen und die EU mit Stacheldraht, Militär und brutalen Pushbacks gegen diese vor. Inzwischen sind schon über 17 Menschen dort verstorben.
Und die EU schaut nicht nur weg, sondern viel dramatischer noch: will die Schutzrechte von Geflüchteten aussetzen.
Liza berichtet uns über die Lage vor Ort, wie es überhaupt dazu kommen konnte und was jetzt eigentlich getan werden müsste. Hört rein!
#AufnahmeJetzt
https://seebruecke.org/aktuelles/kampagnen/gruenes-licht-fuer-aufnahme
https://chng.it/QBxBTbG7sM
#fokusherkunftsländer
Ein Gespräch mit Mareike Transfeld vom Yemen Policy Center
In dieser Folge steht der Jemen im Fokus, ein Land auf der arabischen Halbinsel, in dem seit knapp 7 Jahren Bürgerkrieg herrscht. Nach Einschätzungen der Vereinten Nationen die schlimmste humanitäre Krise der Welt.
Der Konflikt im Jemen ist mehr als komplex, auf der einen Seite stehen dabei die Huthis, die vom Iran unterstützt werden und auf der anderen Seite die international anerkannte Regierung unter Hadi, der von Saudi-Arabien unterstützt wird.
Wie die Vereinten Nationen bei ihren Friedensverhandlungen die Gruppe der Huthis unterschätzen und was für eine Bedeutung Waffenlieferungen für den bewaffneten Konflikt haben, erfahrt ihr in dieser Folge.
Hier die Webseite des Yemen Policy Centers:
https://www.yemenpolicy.org
Ein Gespräch mit Thomas von der Osten-Sacken von wadi e.V.
In dieser Folge geht es um den Herkunftsstaat Irak, seit den 90ern schon unter den TopTen der Asylsuchenden, wenn man es so falsch positiv ausdrücken will. Wieso das so ist und woher die Instabilität im Land kommt, das habe ich mich gefragt und dazu einen Experten eingeladen, der auch schon seit den 90ern vor Ort mit der NGO wadi e.V. tätig ist.
Im Irak zeigen sich deutliche Diskrepanzen zwischen den politischen Aussagen und den tatsächlichen Verhältnissen im Land. Vielen Menschen, die unter größten Gefahren geflohen sind, droht die Abschiebung in ein Land, welches nach wie vor nicht sicher ist. Unser Experte heute macht deutlich, welche Gefahren im Irak auch heute noch vorhanden sind.
LIVE
Ein Trialog mit der Anwältin Berenice Böhlo und Sean McGinley vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.
Wir haben live aufgenommen beim Bundeskongress der Refugee Law Clinics in Weingarten am 10. September 2021. Thema der Tagung wurde dann auch Thema der Folge: Das Asylrecht zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Ein Gespräch mit Ramona Lenz und Nina Violetta Schwarz von medico international zur freiwilligen Rückkehr.
Die beiden haben das Projekt "Rückkehrwatch" gestartet und rausgekommen ist eine Webseite "www.freiwillige-rueckkehr.de" mit Expert*innenstimmen, Porträts von Betroffenen und Länderberichten. Sie gehen dabei der Frage nach, ob die Rückkehrprogramme von EU und Deutschland selbst humaner sind als Abschiebungen.
Menschen, die geflohen sind, wird dabei angeboten, sie können doch in diese Länder zurückkehren und dort super coole Business-Projekte umsetzen.
Wie „freiwillig“ eine solche Entscheidung überhaupt sein kann, wie viele falsche Versprechen darin stecken und was für dramatische Geschichten hinter diesem ach so fortschrittlichen Konzept stecken, erfahrt ihr in dieser Folge!
Ein Gespräch mit Irina Ganzhorn von SOS Bihac
Was genau sie vor Ort an der bosnisch-kroatischen Grenze machen und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, erzählt sie uns in dieser Folge.
Sie erklärt uns auch, was für ein NGO-Netzwerk dort Stück für Stück aufgebaut wurde. Total lobenswert wie schnell und effektiv sich humanitäre Hilfsstrukturen entwickelt haben. Doch es gibt auch Kritik daran. In der Studie „Moria-Komplex“ behandelt Maximilian Pichl diese NGO-Abhängigkeiten auf der griechischen Insel Lesbos. Heute geht es um die EU-Außengrenze nahe Bihac. Ist es nicht so, dass staatliche Aufgaben wie medizinische Versorgungen und Unterbringung übernommen werden und was würde eigentlich passieren, wenn die NGOs plötzlich weg wären?
https://sos-bihac.org
https://mfh.global/hermine/
#leavenoonebehind
Ein Gespräch mit Johanna Karpenstein vom Bundesfachverband für minderjährige Flüchtlinge (BumF)
Dass UMF überhaupt keine Lobby haben und es an Unterstützung dieser gänzlich fehlt, das stellten 1998 Betreuer*innen fest und gründeten den Bundesfachverband für Unbegleitete minderjährige Geflüchtete. Und von diesem Fachverband, der sich durch die Bündelung verschiedener Kräfte für die Rechte von minderjährigen Geflüchteten einsetzt, habe ich eine Johanna Karpenstein eingeladen.
Knapp 3000 unbegleitete minderjährige Geflüchtete haben im Jahr 2019 einen Asylantrag gestellt. Unsere Expertin erklärt uns, wie sich die Zahlen in den letzten Jahren entwickelt haben und welche Rechte die unter 18 Jährigem bei einer Vormundschaft haben.
Der prägendste Satz des Gesprächs bezog sich auf das Altersfeststellungsverfahren: Der problematische Punkt am Alterseinschätzungsverfahren ist, dass man das Alter nicht einschätzen kann.
Und das trifft leider genau die Realität von vielen Minderjährigen im Asylverfahren. Ihr Alter wird Ihnen nicht geglaubt und sie tragen neben den Unsicherheiten des Asylverfahrens auch noch die Unsicherheit über ihr Altersfeststellungsverfahren auf ihren Schultern.
Welchen Einfluss die Silvesternacht 2015 in Köln auf die Behandlung von minderjährigen Geflüchteten hatte und mit welchem Trick die Ausländerbehörden unbegleitete Minderjährige trotz Abschiebeverbotes inzwischen dennoch in ihre Herkunftsländer abschieben, erfahrt ihr in dieser Folge.
Hier die Homepage des BumF:
https://b-umf.de
Ein Gespräch mit Thomas Claes, der seit mehreren Jahren für die Friedrich-Ebert-Stiftung als Projektleiter für den Bereich Libyen arbeitet.
Es geht in dieser Folge weiter mit dem Fokus auf Herkunftsländer. Es geht um Libyen. Ein sehr zentrales Land, wenn es um Fluchtbewegungen geht. Ich dachte immer, Libyen würde dabei eine Doppelrolle spielen. Zum einen als Herkunftsland von Flüchtenden und zum anderen als Transitstaat für Flüchtende aus anderen Herkunftsstaaten auf ihrem Weg nach Europa. In dem Gespräch heute habe ich erfahren, dass es sogar noch eine dritte Rolle gibt. Viele Migrant*innen suchen sich Libyen auch als Zielstaat aus. Das hat sich allerdings auch durch die Pandemie gewandelt.
Thomas Claes erklärt uns, wie die politische Lage vor Ort aussieht und welchen Einfluss die sogenannte „Libyen-Konferenz“ in Berlin hatte.
Welchen Einfluss die EU auf die libysche Küstenwache hat, wie es in den Auffanglagern für Geflüchtete in Libyen aussieht und wieso das Wüstengebiet viele Flüchtende schluckt, erfahrt ihr in dieser Folge.
Und hier noch die Podcastempfehlung:
https://so-nicht-bestellt.podigee.io
#libyen #flucht #externalisierung #außengrenze #leavenoonebehind #seebrücke
In dieser Folge spreche ich mit Wiebke Judith von einer der wichtigsten Akteur*innen des Asylrechts - der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl, die sich für den Schutz und die Rechte von asylsuchenden Menschen in Deutschland und Europa einsetzt.
Pro Asyl macht immer wieder auf die Missstände aufmerksam und versucht politischen Druck auszuüben. Kürzlich wurde eine Studie zum Flughafenverfahren veröffentlicht. Und darüber sprechen wir heute. Das eher untypische Asylverfahren. Am Flughafen. Im Transitbereich auf dem Weg in ihr Asylverfahren oder auch zurück ins Herkunftsland. Und wo auch Menschenrechtsverletzungen passieren werden, das ist bei den Grenzverfahren des New Pact der EU der Fall. Unsere Expertin erklärt die Unterschiede zum deutschen Flughafenverfahren und warum die Grenzverfahren so auf keinen Fall aussehen dürfen. Zum Beispiel würde sich dann sogar die Dauer des deutschen Flughafenverfahrens vervierfachen. Genau das und was Schaukeln auf dem Flughafengelände mit Abschottungspolitik zu tun haben, erfahrt ihr in dieser Folge.
https://www.proasyl.de
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