
Sign up to save your podcasts
Or


Mancher sagt, er glaube nur, was er sieht. Die bewusste Entscheidung für das Akzeptieren einer Tatsache oder eines Überzeugtseins involviert demnach einen entsprechend sichtbaren Nachweis. So auch in der Gottesbeziehung. Gott ist unsichtbar, also glaubt man nicht an seine Existenz. Das ging schon den engsten Freunden von Jesus so: nach seiner Auferstehung sagte sein Freund Thomas die bekannten Worte, dass er nur an die Auferstehung glauben könne, wenn er seine Hände in die Wundmale von Jesus legen könne. Sein Wunsch wurde erfüllt. Allerdings würde ich sagen: wenn man ein vertrautes Geräusch hört, wie die Wasserspülung beim WC, dann sieht man auch nichts falls man in einem anderen Raum ist und stellt dennoch nicht in Frage, dass es die Spülung gibt oder dass jemand diese ausgelöst hat. Unsere Überzeugungen sind also nicht nur vom Sehsinn abhängig. Hier lohnt sich also mal eine kritische Selbstreflexion über eigene Überzeugungen und Festlegungen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Man kann sich fragen, ob der Geschmacksinn ein nicht notwendiger Luxus ist. Für die Nahrungsaufnahme und deren Umsetzung in Energie, ist er nicht notwendig. Für den Genuss hingegen schon. Also ich esse eine Speise, die mir schmeckt und für mich lecker ist, anders als eine, die mir widersteht aufgrund ihres Geschmacks. Weshalb haben wir also den Geschmacksinn? Ich glaube, er gehört in den Bereich des Schönheitsbedürfnisses. Damit meine ich: wir sind nicht nur funktionale Wesen, sondern bedürfen auch dessen, dass unser Sinn, unser Verlangen nach Schönem, gestillt wird. Eindrücklich ist das besonders nach der Pandemie von COVID-19, bei der viele Infizierte über den Verlust der Geschmackswahrnehmung berichtet haben. Das hat die Lebensqualität massiv beeinträchtigt. Ein guter Anlass also, heute bewusst diesen Sinn und eventuell Kräuter oder ähnliches wahrzunehmen, zu geniessen und dankbar dafür zu sein, dass wir diese Wahrnehmung haben und sie uns so viel Lebensqualität gibt. In dem Sinn: Geschmackvoll.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich bin fasziniert, was künstlerisch begabte Menschen mit einem Pinsel malen können. Wenn ich Gemälde sehe und mir vorstelle, dass diese durch einen Pinsel entstanden sind - unvorstellbar. Was für eine ausserordentliche Begabung, was für ein Talent, was für ein… Geheimnis auch, dass das, was im Geist oder der Vorstellung existiert, so exakt auf die Leinwand oder das Papier gebracht werden kann. Und so stelle ich mir vor, dass Gott bei der Schöpfung so was ähnliches tat: mit seinem - bildhaft gesprochenen - Pinsel zeichnete er die Welt und alles was in ihr ist und hauchte dann das wundervolle Gemälde an und es begann zu leben. Da war kein Pinselstrich umsonst oder daneben. Keine Farbnuance vergriffen oder falsch gemischt. Alles absichtlich, gut, wunderschön. Tja, so kommt es, dass mich ein einfacher Pinsel zum Staunen bringt - und zur Bewunderung, was aus einem einfachen Werkzeug in der Hand einer Künstlerin oder eines Künstlers werden kann, wenn es recht und gut geführt wird.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir unterscheiden zwischen chaotischen und ordnungsliebenden Typen von Menschen. Damit meinen wir: die einen, die sehr ordentlich sind und entsprechend ihre Umgebung so gestalten - das Besteck in der Schublade fein säuberlich aneinandergereiht und die Socken alle gleich gross in Reih und Glied im Kleiderschrank. Die andern sind kreativen Chaoten, suchen ständig etwas, dafür enorm kreativ. Ihr Schreibtisch, ist meist unaufgeräumt und der Kleiderschrank - falls überhaupt vorhanden - unorganisiert. Beide Typen haben ihre Eigenheiten, Stärken und Schwächen. Verbindest Du mit dem einem eine positive und dem anderen eine negative Konnotation? Interessant ist, dass ein geordneter Ablauf - wie beispielsweise ein Strom von Pendlern - durch etwas völlig Unvorhergesehenes total durcheinander geraten, chaotisch werden kann, unvorhersagbar. Ich glaube Gott verwendet beide: Aus dem Chaos, dem Tohuwabohu schafft er Leben und in der Ordnung der Dinge, die so wunderbar und geheimnisvoll sind, ist er zu finden.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich kenne keine Länderflagge, die ausschliesslich schwarz-weiss ist oder nur aus Graustufen besteht. Alle die ich kenne, enthalten Farben. Ich finde das bemerkenswert. Mit Farben wird etwas ausgedrückt und wir assoziieren Farben mit Gefühlen oder Stimmungen. Farben benützen wir in unserem Alltag: Zum Beispiel am Morgen vor dem Kleiderschrank: Ist Dir eher nach bunt oder eher nach weiss oder gar schwarz oder grau zumute? Wir drücken mit unsrer Kleider- und Farbwahl etwas aus, reden ohne Worte. Vielleicht bedeutet bunt heute bin ich fröhlich oder schwarz bzw. grau das Gegenteil und weiss bitte beachtet mich nicht oder ich fühle mich unbeachtet etc. Achte mal auf diese non-verbale Kommunikation und probiere mal das Umgekehrte: lass eine bunte Kleiderwahl Deine Stimmung beeinflussen, aufhellen und sag dir bewusst: "Heute ist ein guter Tag." Oder wie es David oder Mose sagte im Lied des Psalms 118: "Dies ist der Tag, den der HERR macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein."
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In einem Lied von Graf Zinzendorf aus dem 18. Jahrhundert heisst es "Die Liebe wird uns leiten, den Weg bereiten und mit den Augen deuten auf mancherlei, ob etwa Zeit zu streiten, ob Rasttag sei. Sie wird in diesen Zeiten uns zubereiten für unsre Seligkeiten: nur treu, nur treu!". Mich beeindrucken diese Worte immer wieder, weil darin so stark die Motivation für unser Handeln betont wird. Wie oft sind wir geleitet von Misstrauen anderen gegenüber oder der Angst zu kurz zu kommen oder manch anderem, das uns misstrauisch macht. Zinzendorf sagt aber: lass dich von der Liebe leiten. Immer wenn ich dies tue, merke ich, wie ganz anders ich dieselben Situationen und Menschen dann sehe, wahrnehme und selbst zu einer besseren Atmosphäre für Lösungen oder Entscheidungen beitrage. Es ist ein Geheimnis. Darum ermutige ich dich auch: lass dich von der Liebe leiten!
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir nennen jemanden, der sehr detailliert auf Ausgaben oder Verzehr achtet, einen Erbsenzähler und meinen dies nicht positiv. Dahinter steckt das Bild von jemandem, der geizig ist und anderen etwas nicht gönnt. Dem gegenüber steht der Grosszügige, der nicht darauf achtet, ob nun jemand mehr oder weniger als ein anderer konsumiert oder bezogen hat. Bei ersterem ist die Atmosphäre angespannt, man steht permanent unter Druck, ja nicht zu weit zu gehen oder zu viel zu wollen - es würde einem unmissverständlich vermittelt. Beim Grosszügigen hingegen herrscht Freiheit und ich würde behaupten, dass bei gleich grossem Verzehr oder Beanspruchung in ersterem Fall dennoch das Gefühl des Mangels und bei letzterem das Gefühl des Friedens und der vollumfänglichen Versorgung herrschen. Vom himmlischen Vater heisst es, dass er es über Gute und Böse regnen lässt, also enorm grosszügig ist - da herrscht so viel Freiheit. Wie schön es in seiner Gegenwart ist.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Das Trottoir ist eine Abgrenzung von der Fahrbahn zum Raum für Fussgänger. Somit soll der Verkehrsraum sicher sein. Sollte... In einem Dorf gab es sehr viele Personenunfälle. Man machte das Trottoir höher und grenzte klarer ab. Es wurde schlimmer. Schliesslich hob man das Trottoir auf: es gab nur noch eine Fläche für Fussgänger und Fahrzeuge. Augenblicklich reduzierten sich die Unfälle signifikant. Der Effekt: wenn Unklarheit herrscht, wird sorgfältiger gehandelt. So ist es auch mit Vorschriften oder den Geboten in der Bibel: es geht nicht um blinden Gehorsam im Sinne: bis hierher ist mir alles erlaubt, erst danach bin ich Übertreter. Ich kann auch im legalen Raum verletzen. Es geht um das Verständnis, was hinter den Vorschriften steht, ihre Absicht. Diese zu verstehen, zu akzeptieren und danach zu leben - und das kann dann halt auch mal flexibel sein, wie in der erwähnten geteilten Verkehrsfläche. Also innerlich akzeptieren und leben statt mit innerem Widerstand die Pflicht erfüllen.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Destillation funktioniert so: Eine Flüssigkeit wird zum Sieden gebracht. Der Wasserdampf steigt auf, bleibt an der Destillationskollonne hängen - wo die abzutrennenden Stoffe zurückbleiben und der gereinigte Dampf anschliessend als destillierte Flüssigkeit wieder abgekühlt und aufgefangen wird. Also erhitzen, abkühlen und dann das Ergebnis. Klingt nicht so angenehm - aber das Ergebnis ist eine gewisse Reinheit. Im Leben müssen wir manchmal auch durch unfreiwilliges Erhitzt-Werden, in dem manches, vor allem auch Negatives in unserem Denken und Verhalten ans Licht kommt - und wenn wir es zulassen oder aktiv unterstützen, können wir davon gereinigt werden. Erlebst Du grad solch eine Situation ermutige ich Dich auf das Positive, die Entschlackung, Reinigung zu sehen und Dich nicht zu lange bei der unangenehmen Erhitzung aufzuhalten. Und falls es Dir hilft: im Kapitel 15 des Berichts über Jesus von Johannes erzählt Jesus dasselbe Prinzip anhand eines etwas anderen Bildes.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich stelle mir vor, dass damals, als der Telegraf erfunden war und es Leitungen quer durchs Land brauchte und viele Masten aufgestellt werden mussten, dass dies nicht allen gefiel - analog zur Debatte heute um Windräder. Sicherlich ist die Situation von damals zu heute nicht vergleichbar - wir sind unter einem gewissen Druck, die Energie, die wir benötigen, zu produzieren, was beim Telegrafen nicht der Fall war. Aber: So alt ist der Telegraf gar noch nicht - und heute könnten alle Masten rückgebaut werden, weil wir bessere Technologien haben. Wir alle sind Nutzniesser der elektrischen Energie - aber niemand möchte in der Nähe der Produktion davon wohnen. Das geht nicht auf. Ich stelle fest, dass wir manchmal sehr eigenartige Vorstellungen von unseren Bedürfnissen und deren Kosten haben. Unser uns lieb gewordener Lebensstil bedingt einen hohen Aufwand und kostet viel - ist uns das bewusst? Sind wir dafür dankbar? Oder sogar bereit auch mal zu verzichten? Vielleicht ist heute ein Tag, an dem Du Dir mal überlegst, wie Du bewusster und dankbarer konsumieren kannst - und vielleicht sogar weniger.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
From the publisher's feed