Audiostretto 59/4/24

Audiostretto 59/4/24

By Hans-Jörg StarkHealth & FitnessMental Health
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Audiostretto 59/4/24 episodes

  • Versprechen

    Warum versprechen wir eigentlich einander Dinge oder wie kommt es, dass wir überhaupt so etwas wie versprechen kennen? Eigentlich könnte ja unser Ja ein Ja und unser Nein ein Nein sein. Punkt. Aber das Leben spielt häufig anders... und - so stelle ich mir vor - sind versprechen eine Art verbindlichere Zusage als es sonst einfach wäre. Seltsam. Wenn ich etwas verspreche soll mein Wort also mehr Verbindlichkeit haben als sonst. Oder ist es das Misstrauen dem Anderen gegenüber, dass ich von ihm oder ihr eine verbindlichere Zusage wünsche? Kommt dies aus negativer Erfahrung oder grundsätzlichem Misstrauen? Vielleicht ist das Versprechen aber auch nur für uns - wenn wir an uns selbst zweifeln, dass wir eine Erinnerung an unser eigenes Wort haben und wieder neuen Mut in unsere eigene Fähigkeit der Treue und Verlässlichkeit bekommen, die uns als Geschöpfe als Fähigkeiten mitgegeben wurden.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Türrahmen

    Eigentlich findet der Türrahmen meines Wissens nach kaum Beachtung. Wenn, dann die Türe. Sie erlaubt oder verhindert den Zugang zu einem Raum. Aber ohne den Türrahmen wäre die Türe kaum oder gar nicht fähig, ihre Funktion auszuüben. Wenn nämlich die Türe nicht in den Rahmen passt, kann sie gar nicht wirklich geschlossen werden. Sie erfüllt dann gar nicht ihren Zweck. Wir müssen unserem Leben auch einen Rahmen geben, damit es gelingt. Beispielsweise durch einen sorgfältigen Umgang mit unseren Persönlichen Ressourcen und einem respektvollen Umgang mit unserer Umwelt. Und dann sind noch die Scharniere, an denen die Tür angebracht ist. Funktionieren sie nicht gut, klemmt die Tür. Unser Leben hat auch einen Ankerpunkt. Irgendwo machen wir es fest. Wenn alles gut geht, denkt man nicht darüber nach - obwohl es eigentlich gerade diese Zeiten sind, in denen wir unseren Halt festmachen, damit er dann hält, wenn es widrig wird. Wenn Du Dir so einen Halt wünschst, empfehle ich Dir, das Lied von König David zu lesen, das er dichtete und als Psalm 121 nachgelesen werden kann.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Pralinen

    Man kann sich drüber streiten, welche Pralinen lecker sind und welche... weniger. Etwas haben sie alle gemeinsam: sie werden einzeln angeboten. Sie sind in einer Schachtel je in einem eigenen Fach oder einzeln verpackt. Pralinen bricht man nicht auseinander wie Schokolade und sie kommen auch nicht aneinandergereiht daher wie Kekse. Pralinen eben. Einzeln. Die Einzigartigkeit und das Besondere einer jeden einzelnen wird so ausgedrückt. Meistens geniesst man sie ja dann auch nur einzeln und konsumiert sie nicht wie Kekse oder Schokolade. Darin äussert sich auch ihre Besonderheit.

    Würde Dein Alltag und Dein Verhalten anders aussehen, wenn Du jede Person, der Du begegnest, egal wie flüchtig, wie so eine Besonderheit ansehen würdest? Würde sich Dein Verhalten ändern, wenn Dir bewusst wäre oder Du annehmen würdest, dass Du für alle anderen so eine Besonderheit bist? Falls ja - bist Du bereit Dein Verhalten, Deine Einstellung und Haltung entsprechend anzupassen? 

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Mitgeteilt

    SocialMedia sind omnipräsent. Je nach Anspruch ist es heute ein Muss, da einen Beitrag und dort ein Foto zu posten. Möglichst regelmässig und häufig - sonst ist man vergessen, uninteressant. Es zeigt, wie sehr wir auf Beziehung und Beziehungsnetze geschaffen sind. Es heisst "no man is an island" - niemand ist eine Insel. Wir haben ein Bedürfnis nach - ja nach was im Wesentlichen? Ich glaube danach, gesehen und erkannt zu werden. Ungeteilte, echte Aufmerksamkeit und Interesse. Im Hebräischen heisst es darum, als Adam mit Eva intim war: er erkannte sie. Wir wünschen uns letztlich irgendwo alle, dass wir ohne unsere Schutzschilde, erkannt zu werden. Das nackt Sein voreinander ohne Scham. Schenk doch heute jemandem, dem Du begegnest ganz bewusst ungeteilte Aufmerksamkeit. Leg das Handy weg, mach den Laptop zu und sei einfach nur ganz präsent. Ein höchst wertvolles Geschenk, das Du ohne Geld verschenken kannst.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Ent-Sorgt

    Gab es früher auch so viele öffentliche Abfalleimer? Die Absicht dahinter ist, dass man den Abfall korrekt entsorgt und nicht einfach wegwirft und es zu Müllhalden kommt. Diese öffentliche Dienstleistung wird heute vielfach missbraucht: statt den Fokus auf einer artgerechten Entsorgung zu haben ist er einem "ich werfe meinen Abfall so rasch wie möglich weg" gewichen. Also nicht mehr die artgerechte, sondern die möglichst rasche Entsorgung wird gelebt. Das geht am Ende aber nicht auf. Auch seelisch nicht. Unsere Seele braucht auch eine Hygiene. Aber auch eine artgerechte. Verdrängung - das Pendent zum gleichgültigen Wegwerfen - hilft auf Dauer nicht. Artgerecht braucht die Seele Reinigung. Johannes sagt von Jesus, er sei derjenige, der die ganze Schuld des Kosmos entsorgt. Also wenn man so will der globale Müllmann. Auf dem Hintergrund des Vergleichs mit dem Alltagsabfall beeindruckt mich das noch mehr. Ich kann bei ihm meinen Seelenabfall artgerecht entsorgen lassen. Sogar ohne Abfallgebühr. Die hat er auch bezahlt. An Karfreitag.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Geschnitzt

    Früher fand man an manchen Stellen wo es Holz hatte - sei es im Wald oder in einer Waldhütte - Schnitzereien, die beispielsweise ein Herz zeigten und zwei Namen oder Initialen drin. Es war eine Sichtbarmachung einer Liebesbeziehung und mit dieser Schnitzerei vermutlich auch der Wunsch verbunden, dass dies möglichst lange halten würde. Dass man es in Holz ritzte bedeutete ja auch, hier ist es eingraviert, festgehalten, es wird nicht ausradiert. Manifestation und Prägung in einem. Eine Botschaft der Freude und Liebe und des Geheimnisses. Was wenn unser Alltag so wäre? Wenn wir durch unser Leben unsere Umwelt so prägten wie Verliebte es bewusst im Holz tun. Warum Konjunktiv? Ich glaube, dass wenn wir mit dieser Haltung durch unseren Alltag gingen, als würden wir permanent mit - bildlich gesprochen - einem Taschenmesser unsere Umwelt mit Botschaften der Liebe prägen, dass wir selbst erstaunt wären, wie viel Freude das bei anderen und auch uns auslösen würde. Also: lass es uns doch einfach tun!

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Fragestellung

    Sicherlich kennst Du die Geschichte, in der Jesus über 5000 Menschen satt macht - die Speisung der 5000. Johannes erzählt die Geschichte und leitet sie damit ein, dass Jesus den Philippus fragt, woher sie so viel Brot kaufen, damit alle essen. Und dann schreibt Johannes, dass Jesus damit Philippus testen wollte, weil Jesus wusste, was er tun wolle. Klingt etwas gemein. Jesus - so scheint mir - führt Philippus auf eine falsche Fährte mit seiner Frage: den Fokus woher das Geld nehmen und dann noch wo so viel Brot mit dem Geld kaufen - also eine rein natürliche Problemlösung. Dabei löst Jesus das Problem ganz anders: ein wenig vorhandenes Brot vermehrt er übernatürlich. Ich ziehe aus der Geschichte zwei Schlüsse: Erstens, wenn Du vor einem Problem stehst, überprüfe, ob Du die richtigen Fragen stellst zur Lösung und zweitens, rechne mit Gottes übernatürlichen Möglichkeiten.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Flamme

    Ich finde eine Flamme zum Beispiel an einer Kerze etwas faszinierendes. Sie klebt quasi im Docht und ist von dort nur schwer wegzubringen. Selbst Luftzug oder Wind können sie zwar in die eine oder andere Richtung beugen, aber sie hängt fest am Docht - ausser sie erlischt, wenn der Sauerstoff fehlt. Dann ist sie ganz weg, verschwunden. Liegt nicht etwa neben der Kerze. Einfach weg. In einer seiner Reden sagt Jesus zu seinen Freunden, sie könnten nichts tun, wenn sie nicht eng mit ihm verbunden bleiben. Das erinnert mich an die Flamme. Wenn ich mich an Jesus halte, quasi an den Docht, kann es stürmisch bleiben im Leben, aber ich bin an ihm fest verankert und mein Glaube ist der Sauerstoff, der es mir möglich macht trotz widriger Umstände an ihm festzuhalten - und weiter zu brennen, zu leben, zu existieren. Mir hilft dieser Vergleich. Einfach zu wissen, da ist ein Anker in meinem Leben, der mich nicht loslässt. Ich hoffe, Dir hilft das auch.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Zahnstocher

    Neulich griff ich in eine Jackentasche und stach mich dabei an einem Zahnstocher. Ärgerlich. Ein Zahnstocher ist etwas, das die wenigsten von uns täglich brauchen. Viele stehen lange herum, bevor sie einmalig verwendet werden. Aber wenn man einen braucht, weil man etwas zwischen den Zähnen hat, das man so nicht wegbekommt - dann ist ein Zahnstocher unersetzbar. Manchmal geht es uns auch so - wir werden nicht beachtet, wenn es uns dann aber plötzlich braucht, müssen wir da und verfügbar sein. Das kann verletzend sein für uns, weil wir uns ausgenützt fühlen. Hilfreich ist in diesem Fall, die eigene Identität und Bedeutung nicht vom selektiven Bedarf oder der Zuwendung anderer abhängig zu machen oder aus der spontan geforderten Leistung zu beziehen. Wer sich von Gott bedingungslos geliebt weiss, ist weniger anfällig auf die ausbleibende oder spontan eintreffende Aufmerksamkeit anderer. Das hilft, wenn es darum geht, spontan in einer guten inneren Haltung verfügbar zu sein.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Windmühle

    Eine Windmühle ist allein schon zum ansehen sehr schön. Aber noch viel staunenswerter, was sie vermag: Dank dem Auffangen des Windes kann sie über eine Konstruktion Mahlsteine bewegen, die dann Korn mahlen. Also eine unglaubliche Kraft aus dem Wind wird da freigesetzt beziehungsweise eingefangen und gezielt eingesetzt. In der Bibel ist der Wind auch ein Bild für den Heiligen Geist. Wenn man das Bild der Windmühle also nimmt: wessen Geist oder Wind setzt Du Dich aus und von welchem Geist lässt Du Dich antreiben? Ich glaube, es ist wie mit der Windmühle: der Wind, der dort eingefangen wird, treibt schliesslich an. Also: wenn Du Dich einem guten und gesunden Geist aussetzt, treibt dieser Dich an und wird gute Ergebnisse wie Zufriedenheit, Dankbarkeit, Freundlichkeit, Liebe, Frieden etc. hervorbringen. Ein schlechter Geist hingegen Neid, Eifersucht, Streitsucht, Unzufriedenheit, Geiz, Mangelgefühle etc. Daher richte Dein Windrad bewusst aus - immer wieder neu.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min

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Audiostretto 59/4/24 ist ein täglicher Podcast mit jeweils einem ermutigenden Impuls für den Tag. Weil vielen heute in einem Tag mit einer vollen Agenda wenig Zeit bleibt, ist dieser Input maximal 59 Sekunden lang. Also analog zu einem Ristretto: kurz, stark und belebend. 59 Sekunden für 24h!