Als Kind bin ich, gerne durch Tunnels gefahren. Es war geheimnisvoll, dunkel, irgendwie konnte ich mich entspannen. Wenn man hingegen selber fährt, so kann es bedrückend sein: es ist eng, bietet kaum Ausweichmöglichkeiten und bei viel Verkehr ist es sehr anstrengend. Wenn man durch eine schwere Zeit geht, dann spricht man auch ab und zu vom Tunnel oder vor allem davon, hoffentlich bald am Ende des Tunnels das Licht zu sehen - also die Hoffnung, dass die schwere Zeit bald vorbei ist. Wusstest Du, dass im Tunnelbau für den Verkehr häufig eine in horizontaler oder vertikaler Richtung geformte Kurve eingeplant wird? Dies deshalb, damit der Fahrende nicht zu früh, sondern möglichst spät das Ende sieht. Grund ist, dass er im Dunkel des Tunnels nicht vom einfallenden Licht zu lange geblendet wird. Ein interessanter Gedanke. Ich hoffe, er ermutigt dich, falls Du gerade in einem persönlichen Tunnel bist, dass das Ende vielleicht näher ist, als Du zur Zeit wahrnimmst.