Es gibt das Sprichwort "sehen und gesehen werden" und damit wird ausgedrückt, wie wir eigentlich zum einen auf dem aktuellsten Stand bleiben wollen, was bspw. Prominente betrifft und gleichzeitig auch wahrgenommen werden wollen und somit vielleicht an Veranstaltungen nicht um der Veranstaltung willen teilnehmen, sondern weil unser Bedürfnis nach Aufmerksamkeit von anderen grösser ist. Wir brauchen es, wahrgenommen - eben: gesehen zu werden. Es entspricht einem Grundbedürfnis von uns und wehe denen, die dieses Grundbedürfnis nicht gedeckt haben. Sie können teilweise auf schauderhafte Art und Weise sich die Stillung dieses Bedürfnisses erzwingen. Auf diesem Hintergrund fasziniert es mich, dass Johannes, der Autor der Offenbarung, im vierten Kapitel seines Buches beschreibt, wie er Tier-artige Wesen mit Flügeln sah, die voller Augen waren und keine Ruhe hatten. Für mich drückt das aus: Gott ist es wichtig, dass er uns sieht oder anders: wir sind quasi unendlich in seinem liebenden Blickfeld. Ich wünsche Dir für heute, dass du siehst, wie sehr du gesehen wirst.