Audiostretto 59/4/24

Audiostretto 59/4/24

By Hans-Jörg StarkHealth & FitnessMental Health
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Audiostretto 59/4/24 episodes

  • Zeitlos


    Fast alles, was unser Leben betriff, unterliegt der Zeitdimension. So hat - so viel mir bekannt ist - alles einen Anfang und ein Ende. Selbst radioaktive Strahlung mit ihrer langen Halbwertszeit. Und somit auch unser Tun, Denken, Fühlen, Planen - alles unterliegt der Zeit. Was, wenn es nicht so wäre? Es ist kaum vorstellbar, wie dann alles anders wäre. Damit wäre nämlich die Reihenfolge, die Abfolgerung von Ereignissen gar nicht mehr so wie heute. Gewisse DInge könnten wohl vor anderen und dennoch mit oder bzw und nach ihnen erfolgen. Dimensionen, die uns heute eingrenzen wären gesprengt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes un-vorstellbar. So aber wird es in der Ewigkeit sein. Diese Dimension und vermutlich andere, die heute unser Leben eingrenzen, werden nicht mehr sein. Wie törricht ist es daher, dass wir uns mit unserem gegenwärtigen Verstand versuchen die Ewigkeit vorzustellen und dann noch meinen, diese beurteilen zu können.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Apfelwähe


    Bei uns gab es häufig wenn mein Vater fürs Mittagessen zuständig war, Wähe. Wähe kann man ja mit diversen Früchten belegen und bei uns waren das oft Aepfel. Interessanterweise ist mir bis heute daran die Freude nicht vergangen. Ich mag Apfelwähe bis heute noch gerne. Bei anderen Speisen geht es mir anders. Die habe ich etwas über, weil ich sie in meiner Kindheit zu häufig hatte. So ist es auch mit guten Gewohnheiten. Mit dem Alter kommt die Reife, hoffentlich auch etwas mehr Weisheit und man lernt dann - oder sollte es - zu unterscheiden, was ist gut, was nicht. Was sollte man behalten und bewahren, kultivieren und vertiefen und wovon kann man sich getrost trennen. Vielleicht hast Du auch gerade solche Momente, in denen Du Dir überlegst: was behalte ich, wovon will ich mich trennen: an inneren Haltungen, Gedanken, Mustern. Da mag Dir als Erinnerung ein Gericht aus der Kindheit helfen, das Du immer noch gerne magst.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Welten


    Es ist spannend, was mit der Sprache machbar ist, das es in der Realität nicht gibt. So werden beispielsweise in Deutsch Gewschwister als Bruder und Schwester bezeichnet. Aber man könnte aus dem Bruder auch eine weibliche Form erschaffen mit der Regel, die für andere Nomen gilt. Also analog zu Bauer und Bäuerin wäre es dann Bruder und Brüderin. Das macht keinen Sinn, weil es das Wort nicht gibt - aber geformt werden kann es. So übrigens auch mit dem Begriff Welt. Eigentlich gibt es nur eine Welt, aber wir kennen denoch die Pluralform Welten. Mit Welt ist ursprünglich unser Planet, unser Lebensraum gemeint, nicht meine persönliche kleine Welt. Nun kann man arguentieren, dass dies Sprachschöpfung sei oder erweiterte Realität. Es spricht aber bei manchem auch dafür, dass es analog zur Brüderin Unsinn oder Realitätsflucht ist. Hast Du auch Lebensbereiche, in denen Du Dir eine eigentlich nicht existierende Umgebung als Realitätsflucht aufgebaut hast, die abzuschaffen wäre?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Schneemann


    Ich vermute es gibt niemanden, der nicht schon mal einen Schneemann - oder heute müsste man vermutlich gendergerecht: einen Schneemenschen - gemacht hat. Ausser solche, die noch nie mit Schnee in Verbindung kamen. Schneemänner bauen macht Spass und man kann so richtig kreativ sein. Wir wissen aber alle, dass die Schneemänner nur so lange da sind, wie es kalt genug ist. Bei einem Wärmeeinbruch schmelzen sie dahin, vergehen, sind nicht mehr da und niemand sieht mehr etwas davon, dass sie mal waren. König David betet im 103. Psalm: Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras: Er blüht wie eine Blume auf dem Feld. Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da. Wie der Schneemann. Wir alle haben eine begrenzte Lebensdauer. Grund zur Freude und Dankbarkeit, aber auch als Hinweis oder Warnung, dass es mit uns sehr schnell zu Ende sein kann. Ohne dass wir es wollen. Und Mose betet: Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. Wie hältst Du es damit?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Vertrauen


    Wir alle kommen immer mal wieder in heikle Situationen. Sei es, bewusst oder unerwartet. Dann sind wir vielleicht unter Druck oder verunsichert, fragen uns, wie wir uns nun korrekt verhalten, das richtige sagen, zur rechten Zeit schweigen etc. Solche Momente können im Beruf sein im Umgang mit Kunden oder Vorgesetzten oder Mitarbeitenden oder auch in der Familie, Beziehungen oder vielleicht sogar vor Gericht. Selbst wenn man im Voraus weiss, dass diese Momente kommen, ist doch die Vorbereitungsmöglichkeit eingeschränkt und es kommt auf den Moment selbst an. Im christlichen Glauben hat Jesus seine Freunde darauf vorbereitet. Er wies sie darauf hin, dass sie verfolgt würden, angefeindet. Er gab ihnen aber nicht die Anweisung, ein bestimmtes Statement auswendig zu lernen und zu rezitieren, sondern den Geist, den er ihnen geben werde, aus ihnen sprechen zu lassen. Die Kirchengeschichte hat gezeigt, dass diese Unterstützung funktionierte. Hast Du auch so einen Beistand?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Verzicht


    Vielleicht geht es Dir ähnlich wie mir: ich habe bei gewissen Dingen eine sehr spontane, gefühlsgesteuerte Meinungsbildung. Als Beispiel: mir gefällt ein Logo einer Marke oder nicht, ein Produktdesign oder sonst ein Angebot oder ich kann mich mit einer Marke oder einer Herstellerin von Produkten identifizieren oder nicht. Und je grösser diese Übereinstimmung, desto wahrscheinlicher ein Kauf eines Produktes - selbst wenn ich es vielleicht nicht zwingend bräuchte oder wenn es - rational betrachtet - bessere gäbe im Preis-Leistungsvergleich. Was ist nun besser? Meinen Gefühlen zu folgen, die eher nach dem Äusseren gehen oder meinem Verstand, der mir rational sagt, was besser und langanhaltender ist? Manchmal ein echter Kampf, weil der Verstand auch mal sagt: das ist nicht nötig, verzichte darauf. Und nicht selten hat er Recht. Verzicht. Es wird wohl nie das Wort des Jahres. Aber verzichten können ist im Paradoxon ein grosser Reichtum.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Verständnis


    Die meisten von uns können lesen. Das ist eine enorm wichtige Fähigkeit und Kompetenz, weil sie eine Kommunikation ermöglicht, welche Analphabeten nicht zugänglich ist. Es gibt aber auch den Fall, dass wir Texte zwar lesen können - sie aber nicht verstehen. Teilweise ist das so, weil uns die Sprache, in der sie geschrieben sind und die doch dieselben Buchstaben verwendet, nicht bekannt ist oder weil der Inhalt von etwas handelt, das uns unbekannt ist. Man hat also die Lesefähigkeit aber nicht die Fähigkeit zu verstehen. Es braucht beides. Im Alltag geht es uns auch so: wir erleben Dinge, aber manchmal bleibt es dabei und wir realisieren gar nicht, dass im Erlebten auch eine Botschaft an uns ist. Dass das Erlebte kein Zufall ist oder wir erleben Dinge und fragen uns: weshalb jetzt, weshalb hier, weshalb ich oder wir? Als gläubiger Christ bin ich überzeugt, dass solche Momente von Gott kommen - und daher hat Er auch alle Antworten auf meine Fragen. Auf Deine auch.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Besteck


    Die meisten von uns haben als Kinder gelernt, mit Besteck zu essen. Zuerst ist das Essen schon portioniert und das Kind greift die Portionen mit den Händen und isst. Dann kommen Löffel und später Messer und Gabel hinzu. In den Asiatischen Regionen sind es noch die Stäbchen. Aber andere Hilfsmittel oder Besteckarten sind mir nicht bekannt. Das finde ich dahingehend interessant, dass es offenbar in diesem Bereich so etwas wie eine globale Übereinstimmung gibt. Hinweg über Kulturen und Ländergrenzen. Klar, an manchen Orten isst man nur mit den Händen, aber wo Besteck eingesetzt wird, da ist es mehr oder weniger dasselbe. In unseren Tagen wird der Wahrheitsbegriff total aufgeweicht und jeder hat seine eigene Wahrheit. Absolutheiten sind verpönt, sie könnten ja Ansprüche an einen geltend machen. Vielleicht hilft uns das Besteck doch kritsch zu sein und zu fragen: was, wenn es tatsächlich allgemein gültige Wahrheiten, Gegebenheiten und Vorgaben gibt, die für uns alle gelten?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Fell


    Für den Menschen sind Tierfelle von Interesse, weil er sie nach der Gerbung als eigenen Schutz vor äusseren Einflüssen verwenden kann. Der Mensch an sich - je nachdem wo er auf dem Globus lebt - ist zu wenig geschützt vor äusseren Einflüssen. Von Natur aus, wächst ihm jedoch kein entsprechender Schutz wie bei den Tieren. Während viele Tiere ihrem Lebensraum gemäss ein entsprechender Schutz vor äusseren Einflüssen wächst - ich denke an die Fettschicht von Pinguinen oder der Panzer von Nashörnern etc., so ist der Mensch ortsunabhängig ausgestattet. Einzig die Hautfarbe und vielleicht durchschnittliche Körpergrösse ändern sich. Das scheint mir bemerkenswert. Er braucht offenbar einen zusätzlichen Schutz, den er sich aus der Umgebung holen muss in Form von Kleidung und Wohnung. Nach seinem Ungehorsam gegen Gott wird er von ihm mit Fellen bekleidet zum Schutz. Schon damals liess ein anderes Geschöpf um des Menschen willen sein Leben, damit er weiter leben kann.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Augenwimpern


    Unsere Augen haben im Normalfall etwa 150 bis 250 von 8 bis 12mm lange Härchen am oberen und am unteren Teil des Auges 50 bis 150 von ca 6 bis 8mm Länge. Die Wimpern. Sie fallen alle 4 bis 6 Wochen aus und erneuern sich so. Ihre Hauptaufgabe ist es, Staub, Fremdkörper von den Augen fernzuhalten und übrigens auch grelles Sonnenlicht. Sie haben also eine Schutzfunktion - und für gewisse auch eine ästhetische im Sinn eines Schönheitsideals. Je nach Gesundheitszustand oder Therapie können diese Härchen wie die andere Behaarung ausfallen und damit fällt auch dieser Schutz weg. Das Auge ist dann exponierter, anfälliger auf Verunreinigung und damit gefährdeter. Nimmt das Auge schaden, leidet je nach Schwere des Schadens der ganze Körper respektive Mensch. Mit anderen Worten: ein so kleines scheinbar unwichtiges Detail am Körper kann beim Fehlen eine gravierende Auswirkung haben. Im Leben, in sozialen Gefügen und andernorts gilt die gleiche Gesetzmässigkeit.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min

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Audiostretto 59/4/24 ist ein täglicher Podcast mit jeweils einem ermutigenden Impuls für den Tag. Weil vielen heute in einem Tag mit einer vollen Agenda wenig Zeit bleibt, ist dieser Input maximal 59 Sekunden lang. Also analog zu einem Ristretto: kurz, stark und belebend. 59 Sekunden für 24h!