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Bei einer Absage auf eine Stellenbewerbung, heisst es häufig: wir danken für ihre Bewerbung und ihren sehr interessanten Lebenslauf. Sie bringen sehr viel Kompetenz für diese Stelle mit. Jedoch haben wir andere Bewerbungen erhalten, die noch besser auf das gesuchte Profil passen und daher müssen wir ihnen leider absagen. Das klingt alles sehr schön und wertschätzend. Ist aber - wenn man wirklich ehrlich ist - häufig nicht wahr. Es stimmt eben oft nicht, dass man für die Stelle die verlangte Kompetenz mitbringt und der Lebenslauf ist nicht in allen Fällen so interessant, wie rückgemeldet wird. Ehrlich wäre: Wir haben uns für jemand anderen entschieden, den wir geeigneter halten, weil er oder sie im Gegensatz zu ihnen stärker ist in … etc. Ehrlichkeit tut dann manchmal weh. Kann aber auch helfen. So ist die Ehrlichkeit eben zweiseitig: hilfreich zur Wahrheit und damit zur Verbesserung, aber auch schmerzhaft. Aber ein Besuch beim Arzt ist das oft auch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Um sich vor hellem Licht zu schützen, werden an Fenstern Storen angebracht. Diese sind unterschiedlich: beispielsweise Lamellenstoren, die je nachdem, wie weit man sie runterlässt, zwischen den lichtdichten Balken kleine Ritzen haben, durch die dann doch etwas Licht reinkommt, bis man sie ganz schliesst. Oder es gibt Tuchstoren, die durchgängig und ohne Ritzen sind, aber oft am Rand lichtdurchlässig sind oder aus einem Stoff bestehen, der nicht vollständig lichtdicht ist, sodass dennoch eine gewisse Helligkeit im Raum dahinter bleibt. Storen werden gebraucht, um bewusst einen Lichtschutz anzuwenden und Dunkelheit zu schaffen. Manchmal müssen wir uns im Leben zurückziehen innerlich aus Schutz oder dem Bedarf nach Rückzug. Die Gefahr dabei ist, im Dunklen zu verweilen und dann kein Licht, keine Hoffnung mehr zu sehen. Da mag der Vergleich mit den Storen helfen: Schutz und Rückzug dürfen sein und je nach Vorgehen, dringen dennoch immer etwas Licht und Hoffnung durch.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wir haben es alle schon erlebt, dass wir in einer Situation waren, in der es hiess „zu spät“. Mir passiert dies manchmal am Bahnhof, wenn ich einen Anschluss beim Umsteigen nicht mehr schaffe, weil mein Zugverbindung so knapp ist und hat der erste Zug Verspätung ist der zweite dann schon weg. Das sind äussere Ereignisse, auf die ich keinen Einfluss habe. Dann gibt es aber auch selbstverschuldete „Zu spät“s. Ich plane schlecht oder vergessse schlicht Dinge, Termine etc. Und wenn sie mir dann in den Sinn kommen - tja dann ist es eben zu spät, sie sind schon vorbei. Realitätsfern - das passt dann manchmal. Realitätsfern im Sinne von: die Zeit falsch eingeschätzt, sich übernommen, zu viel geplant oder schlicht zu viel im Kopf, das zur Vergesslichkeit führt. Jakobus mahnt in neuen Testament in einem Brief: Sagt nicht morgen werden wir das und jenes tun, sondern wenn Gott will werden wir … etc. Manchmal hilft schon und schützt Bescheidenheit vor Fehlern.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Alle vier Jahre feiern die Sportler der ganzen Welt die olympischen Spiele. Ihnen voran geht der olympische Fackellauf. Dieser ist eine moderne Erfindung, die von der griechischen Antike inspiriert wurde. Er läutet den Beginn der Olympischen Spiele ein und verkündet entlang seiner Route eine Botschaft des Friedens und der Freundschaft. Erstmals geschah das 1936 anlässlich der Sommerspiele in Berlin. Damit ist schon sehr vieles gesagt: Ein menschenverachtendes, autoritäres, despotisches politisches System tarnt sich mit einem Akt des Friedens und der Freundschaft. Da stellt sich schnell die Frage: Friede und Freundschaft mit wem? Nur mit dem eigenen engen Kreis der Gleichgesinnten und allen anderen nicht? Während der Fackellauf und der Wunsch nach Friede und Freundschaft die Zeit bis heute überdauerten, tat es das diktatorische System Gott sei Dank nicht. Fackeln als Hoffnung. Doch wichtiger sind die Träger dieser Fackeln und ihr Herz. Stimmen bei Dir Herz und Hoffnung überein?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In der dunklen Jahreszeit gibt es Dinge, die wir nur in diesen Wochen benützen. Beispielsweise das Betreiben einer Heizung oder das Tragen einer Daunenjacke und anderes mehr. Dazu gehört auch das Anzünden von Kerzen. Sicherlich besonders in der Adventszeit, aber auch in den ersten Monaten eines neuen Jahres. Kerzenschein ist besonders. Mehr als nur Licht, mehr als nur eine punktuelle kleine Wärmequelle. Sie hat etwas Metaphysisches und mir geht es so, dass ich vor so einer Kerze irgendwie wieder zum Kind werde oder mit kindlichen Zügen in mir in Kontakt komme. Das meine ich positiv. Es ist, als ob vor einer brennenden Kerze plötzlich alles nichtig wird, das sonst zählt: Sozialer Status, Alter, erreichte Erfolge, Ruhm, Bekanntheit etc. Vor so einem kleinen Licht sind wir alle gleich. Und dann hat die Frage platz: was zählt eigentlich im Leben? Was gibt uns wahre Freude, anhaltenden inneren Frieden, Ausgeglichenheit? Zeit für einen Kerzencheinmoment heute?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als Stadtkind bin ich nicht mit den Realtitäten der Landwirtschaft aufgewachsen und kenne daher vieles nur vom Hörensagen oder aus Büchern und Filmen. Ich weiss daher, dass früher für die Feldarbeit, insbesondere das umpflügen eines Ackers, Rinder oder Rösser verwendet wurden, die ein Joch trugen, an dem der Pflug befestigt war und somit die Arbeit des Pflügens verrichteten. Der Bauer spannte also die Tiere unter eine Pflug und liess sie diesen ziehen. Wenn wir als Menschen durchs leben gehen, dann hat das nicht selten auch etwas von einer anstrengenden Arbeit: die Alltagsbewältigung mit Beruf, Freizeit, Familie und anderem mehr. Man zieht den Aufgabenpflug und pflügt seinen Alltagsacker um, in der Hoffnung, in diesem schliesslich das vorzufinden und zu säen, was einem am Ende satt macht. Nicht immer ist das so. Viel Energie wird in Dinge gesteckt, die sich am Ende als gehaltlos erweisen. Säest Du auf einen fruchtbaren Lebensacker oder ackerst Du Dich nur ab für leeren Ertrag?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Als ich jung war, da gab es klare Meinungen über Junggesellen und ihre haushälterischen Kompetenzen - respektive der Mangel an diesen. Man traute ihnen landläufig höchstens das Kochen eines Spiegeleis oder das Wärmen einer Dose Ravioli zu. Aber immerhin. Ich finde ein Spiegelei nach wie vor fein, auch wenn mein Koch-Repertoire deutlich grösser ist. Das Spiegelei kann man heute auch sehr vielfältig machen und nicht nur als Ei in die heisse Pfanne schlagen. So gibt es diverse Formen, die in die heisse Pfanne gelegt werden und in diese werden dann die rohen, aufgeschlagenen Eier eingegossen. So entstehen lustige Spiegelei-Formen, natürlich für Kinder besonders interessant. Egal aber welche Form man wählt - das Ei bleibt das Ei und das Eiweiss und das Eigelb auch. Wir Menschen wünschen uns manchmal auch, jemand anders zu sein oder dass unser Äusseres anders wäre als es ist. Selbst wenn es so wäre - unser Charakter zählt am Ende. Seine Form ist unsere Verantwortung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Ich gehöre zur Generation, welche die Entwicklung von Computerspielen mitverfolgen konnte. Da waren zu beginn nur ganz einfache Spiele möglich, welche der geringen Auflösungen von Displays keine hochstehenden und echt aussehenden Objekte zeigen konnten. Man konnte Tetris oder PacMan oder anderes spielen. Eines davon war es, feindliche Raumschiffe abzuschiessen, die auf einem zuflogen. Schaffte man, sich durch diese feindliche Flut durchzukämpfen, kam ein nächstes, schwierigeres Level. Ansonsten gab es einen Crash und game-over. Oder man hatten noch ein oder zwei Reserveleben um neu zu beginnen. Im Alltag dringt manchmal auch viel Ungutes auf uns ein und wir wehren uns. Sind wir stark genug, gelingt es uns, dies alles auf gesunde Distanz zu halten. Andernfalls trifft es uns und wir fühlen „game-over“, versagt. Wir haben aber nur das eine Leben. Aber als Christen kennen wir auch Vergebung. Und damit ein neues Leben, unendlich oft, wenn wir zu Gott damit gehen. Game-over hängt seit 2000 Jahren an einem Holzkreuz. Gott sei Dank.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unserem Sprachgebrauch ist die Redewendung, dass man überwältigt ist, häufig eine positive Aussage. Man ist überrascht, weit über das bisher Vorgestellte oder Denkbare und somit vielleicht sprachlos oder einfach nur total dankbar. Überwältigt im eigentlichen Sinn heisst, dass etwas oder jemand einen selbst besiegt hat, eben überwältigt. Man hat quasi einen Kampf verloren oder musste kapitulieren, erkennen, dass etwas oder jemand stärker ist. Das drückt sich dann eben in solchen Momenten in den entsprechenden Gefühlen aus. Mehr als erwartet, mehr als erhofft, mehr als man sich vorstellen kann. So oft passiert das nicht, vor allem nicht bei sehr rationalen Menschen. In der Advents- und Weihnachtszeit geht es auch darum. Für ein junges Ehepaar, Joseph und Maria, war ein Engelbesuch zunächst überwältigend, danach aber auch sehr vieles weitere, was folgte. In allem überwältigt sein und der resultierenden Angst, war da doch immer auch die schützende Hand von Gott.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Viele Menschen, verreisen gerne. Sie sind gerne in anderen Kulturen, lernen andere Völker und deren Länder, Sitten und Sprachen kennen und geniessen die Unterschiede zur eigenen, täglichen Umgebung. Insbesondere auch andere Nahrungsmittel und deren Zubereitung und Speisekarten, die uns nicht geläufig sind. Das sind alles positive Aspekte. Dann gibt es aber den Begriff „fremd“. Etwas oder jemand ist mir fremd. Und das bedeutet häufig: ich verstehe es oder ihn respektive sie nicht oder nicht mehr. Nicht selten ist mit fremd auch Angst verbunden. Angst vor etwas Unberechenbarem, Unvorhersagbarem und damit auch Unkontrollierbarem. Manchmal zerbricht im Leben etwas ganz unerwartet und dann ist man verwirrt, konsterniert, fühlt sich ohnmächtig, hilflos. Gewisse wenden sich in der Not an Gott, den sie vielleicht bisher nicht ernst genommen hatten und er ist ihnen deswegen fremd. Aber wie mit anderen Kulturen so auch mit Gott: mit zunehmender Zeit wird das Fremde vertraut.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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