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Als Kinder waren wir regelmässig zu Besuch bei Verwandten in der damaligen DDR. Weil es dort keine Zentralheizung gab, heizte man in einem Ofen ein. Für mich war das grossartig: das Holz im Ofen anlegen und dann anzünden und stundenlang zusehen und die Wärme geniessen. Und im Ofen war ein Aschkasten. Das war eine Schublade, unterhalb des Rostes, auf dem das Holz aufgeschichtet war und verbrannte. Das verbrannte Holz fiel als Asche dann in diesen Kasten und der musste regelmässig geleert werden. Dafür gab es spezielle Aschkontainer wie wir heute beispielsweise Pet separat sammeln. Ohne das Aufräumen der Asche, wäre schnell eine Sauerei entstanden. Im Alltag fällt bei unserem Lebensstil durch viele nicht immer gute Einflüsse auch viel Verbranntes, Asche an. Die muss ebenso ensorgt werden. Das heisst: vergeben und sich versöhnen. Bei leichten Fällen geht das aus uns selbst. Aber bei grossen Brocken? Woher nimmst Du da die Kraft? Mir hilft meine Gottesbeziehung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bist Du ein Morgenmuffel oder gerade das Gegenteil und bringst mit Deiner Energie am Morgen alle um Dich in eine Morgenmuffelstimmung, weil sie mit Deinem Elan nicht mithalten können? Viele bedienen sich daher in einem generellen Zustand von Müdigkeit oder Erschöpfung eines Kaffees oder eines Espressos als Energie-Kick. Gerade letzterer soll helfen, dass die müden Lebensgeister wieder erwachen. Abgesehen davon, dass so ein Espresso je nach Bohnenart und -röstung sehr lecker schmeckt, hat er einen belebenden Effekt. Zumindest mental bei mir. MIt dem Konsum eines Espressos drückt man ja auch aus: ich will wach werden, will diese Energie, die für die Tagesbewältigung nötig ist. Dem Willen folgt eine Tat mit Hoffnung. Nicht überall in unserem Leben praktizieren wir das; leider. In manchen Fällen gehen wir bildlich gesprochen zurück ins Bett und bevorzugen den Schlaf der Resignation. Hast Du Bereiche im Leben, die einen Espresso nötig hätten? Falls ja: was wählst Du? Kick oder Bett?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Bei uns vor der Haustüre befindet sich eine Rinne, welche dem Regenwasser erlaubt, abzufliessen. Damit wird verhindert, dass es bei Starkregen zu einem Rückstau kommt und das Wasser ins Haus eintritt. Über dieser Rinne liegt ein Gitter. Dieses ist so konzipiert, dass es das Wasser sehr gut durchlässt und dennoch so eng ist, dass man gut darauf treten kann, ohne sich mit dem Schuh zu verhängen, nicht einmal kleine Kinderschuhe. Das eine soll also bewusst durchfliessen, das andere bewusst draussen gehalten werden. Das die Idee eines Siebs oder Gitterrosts. In unserer Gesellschaft versuchen wir auch, Menschen vor einem bildlich gesprochenen Absturz zu bewahren mit entsprechenden sozialen Hilfsmassnahmen. Dennoch fallen gewisse durch diese Maschen, andere wollen dies bewusst. Und manchmal sind unsere eigenen Beziehungsgitter so weit, dass wir selbst im nächsten Umfeld nicht wahrnehmen, dass da jemand Halt braucht. Wie sensibel bist Du auf solche Umweltbedürfnisse?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Es heisst "Kleider machen Leute". Und nicht ist das immer nur positiv - oder negativ - gemeint. Kleider machen Leute heisst auch: am Äusseren erkennt man jemandes Position oder seinen sozialen Status. In gewissen Situationen mag dies unangebracht sein - wenn jemand sich so von allen in überheblicher Weise abheben will. In anderen sehr hilfreich: in einer chaotischen Situation bei einem Unfall oder grösseren Schadenereignis ist man froh, wenn man die Rettungssanitäter als solche schnell erkennt, die helfen können. Und im Alltag bei uns: stimmt das Äussere mit dem Inneren oder nutzen wir das Äussere um uns zu verstecken oder herauszustechen in einer Form, die unangebracht ist? Drückst Du mit dem Äusseren authentisch aus, wie es dir geht, wer Du bist oder hast Du es wie beim make-up, dass Du kaschierst?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Im Winter fällt in höheren Lagen statt Regen Schnee. Was die einen freut, ist für andere ein Leid, weil der Schnee in grossen Massen gewisse Gebiete unzugänglich macht. Gerade in den Regionen, wo viel Schnee fällt, haben mir Menschen schon berichtet, dass sie im Frühjahr auf die Schneeschmelze warten, damit der Schnee endlich weg ist. Für die Unterländer eher schwer vorstellbar. Dabei darf man nicht vergessen: Gott sei Dank gibt es noch Schnee - dieser ist nämlich die wichtige Voraussetzung für die Fruchtbarkeit des Frühlings. Dank der Schneeschmelze im Frühjahr steht dann genügend Wasser für die erwachende Blüte und Fruchtbarkeit der Natur bereit. Der Schnee ist also eine Art Vorrat, der für einen späteren Zeitpunkt angelegt wird, um ihn dann in ausreichender Form zu haben, wenn er benötigt wird. Im Leben geschehen manchmal Dinge, die wir nicht verstehen, viel später aber froh sind, dass sie damals passierten. Ein weiser Segen im Voraus.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Wer etwas neues lernt im Bereich der körperlichen Aktivität, der lernt dies in der Regel kontinuiertlich, also man wächst quasi hinein, bis man die Aktivität beherrscht respektive den Bewegungsablauf intus hat. Das kann ein neuer Schwimmstil sein oder eine neue Technik beim Joggen oder Banales wie mit der ungeübten Hand die Zähne zu putzen oder die Türe zu schliessen. Oft ist viel Übung gefragt und damit Geduld. Schritt für Schritt sagt man. Schritt für Schritt ist in unsrer schnellebigen Zeit aber unpopulär. Oft ist es uns lieber, ich kann etwas dafür bezahlen und dann hab ich es. Ich hatte in Computerkursen solche Leute, die keine Ahnung von der Software, die ich ausbildete hatten und erwarteten, am Ende eines zweitägigen Kurses beherrschten sie alles. So einfach geht es nicht. Etwas kennen ist das eine. Es zu beherrschen etwas anderes. Viel Praxis, üben und Geduld sind nötig. Geduld auch mit sich selbst und die Zuversicht am Ziel anzukommen. Schritt für Schritt eben.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
In unseren schriftlichen Sprachzeichen kennen wir für den Begriff unendlich das Zeichen einer um 90 Grad gedrehten 8. Vermutlich deswegen, weil man dieses Symbol ohne Anfang und Ende theoretisch undendlich oft zeichnen könnte. Man sieht in ihm einen Anfang und auch kein Ende - im Gegensatz zu einer 5 oder 1 oder 7. Spannender finde ich aber, das Wort „unendlich“. Ich kenne im Deutschen Sprachraum keinen alternativen Begriff. Unendlich drückt ja eigentlich das Komplement von endlich aus, benötigt also das Gegenteil. Im Gegensatz dazu gibt es hell und das Komplement dunkel oder nahe und fern. Aber bei endlich kenne ich nur als Gegensatz unendlich. Vielleicht liegt es daran, dass in unserem Leben, unserer Welt tatsächlich alles eine Ende hat. Einen Anfang und eine Ende, Geburt und Tod. Alle haben wir ein Ablaufdatum, alle sind wir im Grunde todkrank, auch wenn uns das selten bewusst ist. Wenn ich weiterdenke, dann finde ich doch einen Gegensatz zu endlich: nämlich Auferstehung.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Hin und wieder muss ich für Präsentationen Folien erstellen oder Dokumente schreiben, die eine Bedienungsanleitung oder sonst eine Dokumentation enthalten. Und vielfach unterstütze ich diese dann mit möglichst sprechenden Graphiken. Dabei habe ich dann bei den Formen der Graphiken viele Einstellungsmöglichkeiten zu Form, Farbe, Füllung etc. Unter anderem auch, ob ein Rand gezeichnet werden soll und falls ja wie. Nicht selten unterstützt ein solcher Rand die Aussage und Bedeutung des entsprechenden Elements, weil es die Abgrenzung zu anderen Elementen besser hervorhebt. Grenzen sichtbar zu machen ist auch im Leben wichtig, ob privat oder beruflich. Damit helfen wir der Umwelt zu erkennen, was und wer ich bin und wo meine Grenzen sind, was ich nicht mehr bin oder kann oder auch will. Mir gefällt dabei die Aussage: „Nein ist ein vollständiger Satz.“ Nein sagen, nicht aus Verweigerung, sondern zum eigenen Schutz und auch der der Umwelt. Gelingt Dir das?
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Von Zeit zu Zeit frage ich mich immer mal wieder: wie ginge es mir, wenn ich an einem anderen Ort auf der Welt leben würde oder zu einer anderen Zeit? Wäre ich in der Lage, dort überhaupt zu leben, zu überleben? Ich denke an Slumumgebungen oder Kriegsgebiete. Ich lebe in einer materiell und politisch betrachtet so stabilen Umgebung - wie habe ich das verdient? Warum ich? Wäre ich derselbe und gleich dankbar oder ausgeglichen oder zuversichtlich in einer anderen Situation? Ich weiss es nicht. Aber ich beobachte, dass es Menschen in sehr schwierigen und in optimalen Umgebungen gibt, die fröhlich und andere, die unzufrieden und innerlich leer sind. Umstände sind also nicht alles. Resilienz, Kraft, Freude etc. kommen offenbar von innen und bestimmen den Umgang mit dem Äusseren. Bemerkenswert, dass man in der Gesellschaft so wenig Gewicht darauf legt, dies zu stärken, fördern, ins Bewusstsein zu rufen. Das Leben ist eben mehr als Essen, Kleidung und Gesundheit.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
Eine Lichtquelle leuchtet ohne dass sie abgedeckt wird nach allen Seiten. So ist die Sonne als Kugel ideal, um in alle Richtungen ihre Leuchtkraft abzustrahlen. Das kann sie nur, weil sie aus sich selbst diese Kraft hat. Eine Kerze bei uns oder eine Lampe kann grossteils in alle Richtungen strahlen, aber nich überallhin. Sie werden blockiert durch sich selbst: der Docht durch die Kerze, die ihn trägt und die Lampe durch die Fassung, an die sie angeschlossen ist. Was also nicht ganz aus sich selbst erfolgt, ist offenbar zumindest in eine Richtung eingeschränkt - nämlich in die der Quelle. Und damit ist klar, dass da eine Abhängigkeit besteht. Wir Menschen denken oft, wie unabhängig wir seien. Gerade wir im so genannt aufgeklärten Westen mit all seinen hohen Entwicklungen. Aber nicht selten vergessen wir, wie abhängig wir eigentlich sind. Kein Sauerstoff oder kein Wasser - und es ist aus mit uns. Wir sind häufig gar nicht die Leuchten, die wir meinen zu sein.
Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!
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