Audiostretto 59/4/24

Audiostretto 59/4/24

By Hans-Jörg StarkHealth & FitnessMental Health
Download on the App Store

Audiostretto 59/4/24 episodes

  • Freie Sicht


    Kennst Du diesen Effekt: Du siehst durch einen Maschendraht- oder Lattenzaun und erkennst zwar das Meiste dahinter, aber dennoch wirken die Latten oder der Draht in der Sicht störend und sie beeinflussen die Sicht. Man hat also den Eindruck, dass nicht alles klar oder ungestört zu sehen ist. Die störenden Elemente in der Sicht lenken ab vom Eigentlichen. Das geht uns manchmal auch geistig und geistlich so: wir erkennen zwar etwas, aber da sind auch noch störende Elemente wie vielleicht unser Verstand oder unsere Logik oder beschränkte Erkenntnis usf. So denke ich, ist es auch mit unserer Gotteserkenntnis. Wir erkennen nur bruchstückhaft und nicht in vollem Umfang. Im Brief an die Korinther formuliert es Paulus so: Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Damit meint er: auf dieser Seite des Lebens können wir Gott und sein Wesen nur erahnen, die ganze Wahrheit kommt erst später dann. Spannend, finde ich...

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Startknopf


    Hast Du auch schon eine Stoppuhr bedient? Da muss man ja einen Knopf drücken, um den Zeitmessvorgang zu starten und dann wieder einen Knopf, um diesen zu beenden. Die Messung hat also einen klaren Anfang und ein eindeutiges Ende. Macht auch Sinn - warum sollte man sonst messen? Wenn ich dies jedoch so in den aktuellen Zeitgeist einordne, dann finde ich es alles andere als zeitgemäss. Heute sind die meisten sehr opportunistisch unterwegs: man legt sich kaum noch fest, will flexibel bleiben, keine Verpflichtungen, schon gar nicht über eine längere Zeit oder irgendwelche verbindlichen Zusagen machen. Flexibel eben. Das mag zwar durchaus attraktiv sein und scheint maximale Freiheit zu versprechen, aber diese Unverbindlichkeit birgt auch die Gefahr, überall und nirgendwo zu sein, nicht mehr greifbar, nicht mehr verlässlich. Und das verunsichert letztlich. Dabei suchen wir irgendwo alle eine gewisse Stabilität und Sicherheit. Wie gehst Du mit diesem Thema um?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Stengel


    Ich liebe frische Kräuter, mit denen ich das Essen verfeinern kann. Zu diesen zählt unter anderen auch die Petersilie. Ob kraus oder glatt, sie wächst so, dass es einen Stengel gibt und dann verzweigen sich nach aussen dann die eigentlichen Blätter, die verwendet werden. Und was geschieht mit dem Rest, dh dem Stengel? Ich vermute, dass viele ihn wegwerfen und nicht verwenden. Ich selbst schneide ihn oft klein wie Schnittlauch und esse ihn auch. Aber selbst wenn nicht: der Stengel scheint bei vielen Pflanzen nur der Abfall zu sein: bei Blumen stehen die Blüten im Blickpunkt und eben bei Gewürzen die feinen Blätter. Wozu dann der Stengel? Er hält alles zusammen, er gibt Stabilität und beförder die Nährstoffe und verhilft zum Wachstum und ermöglicht eine bessere Ausrichtung zum Sonnenlicht. Ziemlich wichtig also. Manchmal sind wir auch so ein Stengel und andere die beachteten und geschätzten Blätter. Daher als Trost: ohne den Stengel geht es nicht.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Adressat


    Bei einige Teamsport-Anlässen sind die Spielerinnen oder Spieler auf ihren Trikots mit Namen angeschrieben. Das hilft den Zuschauenden, diese zu erkennen und zu identifizieren. So weit so gut. Aber an einem internationalen Wettkampf in einem Land mit einem anderen Alphabet - welches wird da verwendet? Das des Austragungslandes oder des Herkunftslandes. Also angenommen ein Chinesisches Team kommt zu uns - gehen wir automatisch davon aus, dass die Namen der Acteure in unseren Buchstaben formuliert sind oder wie geht es uns, wenn da Chinesisch auf den Trikots steht und wir nichts verstehen? So vieles nehmen wir für selbstverständlich - auch solche Kleinigkeiten. Aber eigentlich müssten wir uns doch viel häufiger fragen: für wen? wem dient es am meisten? und bin ich dann bereit selbst zurückzustehen mit meinen Ansprüchen und dafür ein besseres Ergebnis für alle zu fördern? Wie gut gelingt das Dir?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Asche


    In der Grillier-Saison wird so manches Kilo Holzkohle verbrannt - und was dabei übrig bleibt ist Asche. Auch bei anderen Verbrennungsvorgängen ist teilweise das, was übrig bleibt, Asche. Von Beerdigungen kennen wir auch die Redensart „Asche zu Asche“ - dies im Sinn: wir stammen von dieser Welt und kehren am Ende wieder als Lebewesen mit Ablaufdatum zu ihr als tote Materie zurück. Aber ist Asche alles, was von uns übrig bleibt? Ich denke nein. Ich finde folgenden Vergleich hilfreich: Wenn ich ein Buch verbrenne, so bleibt am Ende nur Asche. Aber mit dem Verbrennen ist nur das Materielle des Buches weg, die Geschichte, der Inhalt bleibt. Ich denke, dass dies auch auf unser Leben zutrifft: selbst wenn es zu Ende ist, bleiben wir. Wir haben diesen Ewigkeitscharakter in uns. Ewigkeit gehört als Geschöpfe, als bewusst geschaffene Wesen zu unser DNA. Macht Dir diese Perspektive Mut oder eher Angst? Und je nach Antwort: Weshalb?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Glücklich


    Wer von uns möchte schon nicht glücklich sein?! Aber was ist glücklich? Ist glücklich ein Zustand, der von Glück abgeleitet wird und damit meint, das Leben meint es eben gerade zufällig mit einem gut, also ohne eigenes Zutun und Verdienst? Oder ist glücklich sein Zufriedenheit? Glücklich scheint bei uns ein Zustand zu sein, der Entspannung und Wohlergehen beinhaltet. Ich persönlich positioniere glücklich näher an zufrieden als an der Zufälligkeit des Guten, das einem widerfährt. Mir kann nämlich auch Gutes widerfahren und ich bin dennoch nicht glücklich, weil ich die Tendenz habe, überall noch ein Haar in der Suppe zu sehen. Oder mir geht es nicht unbedingt gut oder besser als anderen und dennoch bin ich glücklich, weil ich dankbar und zufrieden mit dem Gegenwärtigen bin. In diesem Fall habe ich einen sehr hohen Anteil an meiner eigenen Glück-Fähigkeit, weil sie an meine Haltung und Einstellung geknüpft ist und nicht meine Erwartungen an meine Umwelt. Wie glücklich bist Du?

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Sternenhimmel


    Als Kind hatte ich mal in Griechenland einen grossartigen Sternenhimmel gesehen: da waren einzelne Sterne sehr klar und die Milchstrasse herrlich und eindrucksvoll sichtbar. Das ist wirklich sehr beeindruckend und gibt einem ein gewisses Gefühl der Demut im Wissen, dass da ein riesiges Universum sein muss und wir als Menschen einfach nur ein verschwindend kleiner Teil davon sind. Aber weil der Mensch in seiner modernen Welt so viel Erleuchtung auf der Erde erzeugt, ist der Sternenhimmel immer weniger gut sichtbar. Leider. Das kann man auch sinnbildlich verstehen: wenn wir Menschen unser eigenes Werk so im Fokus haben und vorantreiben, sehen wir die grösseren Zusammenhänge plötzlich nicht mehr, sondern sind von dem eigenen Werk so blind geworden, dass wir auch einen gewissen Realitätsbezug verlieren - und damit in der Gefahr stehen, überheblich zu werden. Ich wünsche Dir diesen freien Blick in allen Lebensbereichen auf die wahre Wirklichkeit.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!


    2 min
  • Gelassenheit


    Fällt es Dir leicht, unerwartete Situationen so zu nehmen, wie sie kommen oder sind? Manche nennen das Flexibilität oder Gelassenheit. Letztere wird definiert als eine Fähigkeit, in schwierigen oder aussergewöhnlichen Situationen ruhig und besonnen zu bleiben. Mit anderen Worten: Die Dinge oder Situationen so sein zu „lassen“ und zu akzeptieren, wie sie sind. Im Wort steckt ja auch das „lassen“ drin - wie in loslassen. Vieles haben wir ja eigentlich gar nicht unter Kontrolle und haben in manchen Lebensbereichen und -situationen auch keinen Zugriff auf den Verlauf der Dinge. Dennoch gehen wir irgendwo immer noch davon aus, dass wir bestimmen und die Kontrolle haben wollen; zumindest einige von uns. Gelassenheit ist da ein wahres Heilmittel. Es entspannt - aber es setzt auch ein gewisses Vertrauen voraus. Aber Vertrauen in was oder wen? Mir gefällt, was Jesus dazu sagt: vertraut Gott, denn er weiss genau was ihr braucht und er ist ein guter Vater. Wie entlastend!

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Zelt


    Es gibt angeblich Menschen, die sehr gerne in Zelten Ferien machen. Nun, damit wird schon klar, dass ich nicht zu diesen gehöre. Ein Zelt ist zwar eigentlich sehr praktisch: oft kann man es vom Volumen her stark komprimieren und moderne Wanderzelte sind auch verhältnismässig leicht. Damit sind sie schon sehr praktisch, wenn man unterwegs ist und draussen übernachten möchte. So hat man mit einer mobilen Unterkunft doch einen gewissen Schutz. Aber wenn ein starkes Unwetter kommt, starke Stürme, dann hilft auch ein Zelt nicht viel. Ein Zelt hat auch die Eigenschaft, dass es kaum schallisoliert ist - man hat also nur bedingt Intimsphäre oder kann sich nur beschränkt abgrenzen. Von Jesus sagt sein Freund Johannes: Jesus als Gottessohn wurde Mensch und wörtlich zeltete unter uns. Ein starker Vergleich. Für mich heisst das: Jesus kam, liess enorm viel Intimität zu und grenzte sich uns Menschen gegenüber nicht ab. Ich an seiner Stelle hätte vermutlich eher das Bungalow gewählt.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min
  • Erfrischung


    Wenn wir von etwas sagen, dass es frisch ist, meinen wir, dass es noch unverbraucht und noch nicht alt sei. Frische Früchte sind solche, die eben erst geerntet wurden oder frische Wäsche ist solche, die noch nicht getragen wurde und frisches Wasser ist solches, das gerade erst serviert wurde ohne abgestanden zu sein. Wenn etwas hingegen nicht mehr frisch ist, dann kann es oft nicht mehr frisch gemacht werden. Dennoch kennen wir den Begriff Erfrischung. Den verwenden wir, wenn wir aus etwas matten wieder etwas - eben - Frisches machen: wir selbst beispielsweise, wenn wir müde und matt sind, erfrischen uns durch Nahrung oder eine Dusche oder auch geistig. Frisch heisst oft auch voller Energie und Leben, agil, unverbraucht. Wie gut eine Erfrischung uns tut, wissen wir, wenn wir im Sommer an einem heissen Tag total verschwitzt eine kühle Dusche geniessen. Suche doch heute bewusst eine solche Erfrischung für Deinen Geist und schau, was dann geschieht.

    Ich wünsche Dir einen aussergewöhnlichen Tag!

    2 min

About Audiostretto 59/4/24

From the publisher's feed

Audiostretto 59/4/24 ist ein täglicher Podcast mit jeweils einem ermutigenden Impuls für den Tag. Weil vielen heute in einem Tag mit einer vollen Agenda wenig Zeit bleibt, ist dieser Input maximal 59 Sekunden lang. Also analog zu einem Ristretto: kurz, stark und belebend. 59 Sekunden für 24h!