Auf den Punkt - Der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung

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Auf den Punkt - Der Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung episodes

  • Digitale Gewalt: Es geht um Entwürdigung

    Von der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gibt es im Internet Porno-Videos, auf denen sie angeblich zu sehen ist. Und das seit Jahren. Die Videos sind gefälscht, viele davon sind Deepfakes, also mit KI generiert. Fernandes hat versucht, die Videos mit Hilfe von Anwälten löschen zu lassen, aber lange ohne Erfolg.

    Fernandes hat über die Deepfakes und über die Frage, wer die Täter sind, eine Doku im ZDF veröffentlicht. Das war im Jahr 2024.

    Collien Fernandes hat nun Anzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erstattet. Ulmen ist genau wie Fernandes aus dem Fernsehen bekannt, aus Serien wie “Jerks”. Der Spiegel berichtet, dass Ulmen Fernandes gegenüber gestanden haben soll, Fake-Profile von ihr im Netz erstellt zu haben. Er soll darüber Fake-Videos und gefälschte Nacktfotos von Fernandes verschickt haben. Einem Berliner Strafverteidiger soll Ulmen mitgeteilt haben, es habe sich um Inhalte gehandelt, die auf frei zugänglichen Pornoseiten vorhanden gewesen sein sollen.

    Das Ermittlungsverfahren befindet sich in einem frühen Stadium, für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

    Als Reaktion auf die Spiegel-Recherche teilt der Rechtsanwalt von Ulmen Christian Scherz mit: Es handle sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen würden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet.

    Deepfakes, so wie sie seit Jahren von Collien Fernandes im Netz existieren, sind eine Form von digitaler Gewalt. Und genau über dieses Thema spreche ich jetzt mit meiner Kollegin Marie Gundlach.

    Weitere Nachrichten: Merz kritisiert Orbán; Bundestag debattiert über Bluttest für Schwangere.

    Zum Weiterhören: Hören Sie hier die vierte Folge von Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder

    Moderation, Redaktion: Justin Patchett

    Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Johannes Korsche, Nadja Schlüter

    Rechtliche Beratung: Joris Großgerge

    Produktion: Jakob Arnu

    Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ZDF

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    12 min
  • Die Folgen der Angriffe auf das größte Gasvorkommen der Welt

    Es ist eine gefährliche Eskalation im Iran-Krieg: Israel hat iranische Erdgas-Förderanlagen auf dem Gasfeld South Pars angegriffen. Iran hat daraufhin benachbarte katarische Förderanlagen im Gasfeld North Dome angegriffen. Die Kämpfe im Iran-Krieg haben sich damit auf das Gebiet mit dem größten bekannten Erdgasvorkommen der Welt ausgeweitet. Das gesamte Gasfeld liegt auf einer Halbinsel im Persischen Golf, ist mit 9700 Quadratkilometern etwas größer als Zypern.

    Auf seiner Social Media-Platform Truth Social hat US-Präsident Donald Trump geschrieben, dass Israel dort nicht weiter angreifen werde – und auch Iran solle damit aufhören. Ansonsten, so seine Drohung, werde die USA das gesamte Gasfeld South Pars “massiv in die Luft jagen”.

    Was das bedeutet – für die Weltwirtschaft, die Verbraucherpreise in Deutschland und die Umwelt – erklärt Michael Bauchmüller, Energieexperte im Berliner Büro der SZ.

    Weitere Nachrichten: Nah- und Regionalverkehr könnte deutlich teurer werden.

    **Zum Weiterlesen und -hören: **

    Die “Auf den Punkt”-Folge mit Michael Bauchmüller zum Heizungsgesetz können Sie hier nachhören.

    Die “Auf den Punkt”-Folge mit Ronen Steinke zu Wolfram Weimer hören Sie hier nach.

    Den Text zu Weimers Auftritt bei der Leipziger Buchmesse lesen Sie hier.

    Den Text von Caspar Busse über das EuGH-Urteil, das den Nah- und Regionalverkehr künftig teurer machen könnte, lesen Sie hier.

    Moderation, Redaktion: Johannes Korsche

    Redaktion: Lars Langenau, Philipp Saul

    Produktion: Jakob Arnu

    Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters, dpa.

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    11 min
  • Sondervermögen: Der Taschenspielertrick der Bundesregierung

    Die neue Bundesregierung aus Union und SPD war noch gar nicht im Amt, da haben die beiden künftigen Koalitionspartner im März 2025 schon gemeinsame Sache im Bundestag gemacht. Mit Unterstützung der Grünen änderten Union und SPD damals das Grundgesetz und beschlossen ein Rekord-Schuldenpaket von 500 Milliarden Euro. Dieses Geld soll in die Infrastruktur und den Klimaschutz fließen, so steht es im Gesetz.

    Die Grünen haben damals durchgesetzt, dass diese Investitionen “zusätzlich” zu den Investitionen kommen müssen, die ohnehin schon im Haushalt geplant sind. Jetzt hat das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung aber nachgerechnet und erkannt: 95 Prozent der von der Bundesregierung aufgenommenen Schulden seien zweckentfremdet worden, um Löcher im Haushalt zu stopfen.

    Was das Problem dabei ist, erklärt in dieser Folge von “Auf den Punkt” Lisa Nienhaus, Wirtschaftsexpertin und stellvertretende Chefin des SZ-Meinungsressorts. Sie spricht von einem “ziemlichen Taschenspielertrick”.

    Weitere Nachrichten: Merz kritisiert Israel und die USA; Israel tötet iranischen Geheimdienstchef.

    Zum Weiterlesen:

    Hier finden Sie einen Kommentar von Lisa Nienhaus.

    Hier steht, was Friedrich Merz im Bundestag gesagt hat.

    Was für die SPD bei der Wahl in Rheinland-Pfalz auf dem Spiel steht, erfahren Sie hier.

    Moderation, Redaktion: Philipp Saul

    Redaktion: Nadja Schlüter, Ann-Marlen Hoolt

    Produktion: Jakob Arnu

    Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über tagesschau.de

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    14 min
  • Zieht Trump die Nato in den Iran-Krieg?

    Als Reaktion auf die amerikanischen und israelischen Angriffe hat Iran die Straße von Hormus blockiert. Jetzt fahren täglich nur noch zwei oder drei Frachter durch die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Indischen Ozean verbindet. Dadurch gelangt auch viel weniger Öl auf den Weltmarkt. Weil deshalb die Öl-Preise rasant gestiegen sind, will US-Präsident Donald Trump eingreifen und die Straße von Hormus militärisch sichern.

    Aber das will – oder besser – das kann er nicht allein machen. Und deshalb hat Trump andere Staaten aufgefordert, mitzuhelfen und Kriegsschiffe in die Region zu schicken. Er hat die europäischen Nato-Verbündeten angesprochen – und ihnen auch gedroht, sollten sie ablehnen. Doch die Europäer haben sehr schnell und klar reagiert: Ein Militäreinsatz in der Straße von Hormus? Jetzt, während des Krieges? Sicher nicht!

    In dieser Folge von “Auf den Punkt” spricht der SZ-Brüssel-Korrespondent und Nato-Experte Hubert Wetzel über die Frage, was Trumps Drohung für das Bündnis bedeutet und ob die Europäer nicht vielleicht doch einen Beitrag in der Straße von Hormus leisten könnten.

    Weitere Nachrichten: Israel tötet hochrangige iranische Funktionäre; Verwendung des Sondervermögens des Bundes.

    Zum Weiterlesen:

    Hier schreibt Hubert Wetzel über die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die europäische Ukraine-Politik.

    Claus Hulverscheidt berichtet über die Nutzung des Sondervermögens.

    Hier geht es zu einem Interview mit einem Notfallmediziner zur Lebensrettung.

    Moderation, Redaktion: Philipp Saul

    Redaktion: Nadja Schlüter, Ann-Marlen Hoolt

    Produktion: Imanuel Pedersen

    Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

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    14 min
  • EU-Parlament: Eine Affäre, die den Rechten hilft

    Es ist schon ein paar Mal vorgekommen, dass die Konservativen im Europäischen Parlament Mehrheiten mit rechten Fraktionen gebildet haben. Aber bisher hatte die Europäische Volkspartei EVP, zu denen auch CDU und CSU gehören, immer betont: Inhaltliche Absprachen mit den Rechten gibt es nicht.

    Doch jetzt hat am Wochenende die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass Mitarbeiter der EVP eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe mit Vertretern der rechten Fraktionen haben, auch mit der AfD. Und in diesem Chat soll es auch Absprachen über einen Gesetzentwurf zur Asylrechtsverschärfung gegeben haben. Mit anderen Worten: Es ging da sehr wohl um Inhalte.

    Wird es so etwas bald häufiger geben? Und welche Rolle spielt der deutsche EVP-Chef Manfred Weber bei der ganzen Geschichte? Darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Josef Kelnberger, er ist EU-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Brüssel.

    Weitere Nachrichten: Trump droht der Nato; Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr; Oscars verliehen.

    Zum Weiterhören und -lesen:

    Ein Mittelfinger Richtung Trump – der Überblick zur Oscar-Nacht

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/oscars-2026-hollywood-ueberblick-highlights-trump-kimmel-li.3396891

    Wo waren die politischen Statements bei den Oscars? Geht in Hollywood die Angst um?

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/oscars-oscar-verleihung-usa-politik-academy-awards-li.3396855

    Jessie Buckley gewinnt den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle und sagt den denkwürdigsten Satz des Abends

    https://www.sueddeutsche.de/meinung/jessie-buckley-oscars-gewinnerin-hamnet-portraet-li.3396856

    Moderation, Redaktion: Philipp Saul

    Redaktion: Ann-Marleen Hoolt

    Produktion: Julius Zimmer

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    12 min
  • Profitiert Russland vom Krieg in Iran?

    Seit Russland die Ukraine überfallen hat, haben viele Staaten russisches Öl mit Sanktionen belegt. Das ist zum einen eine Strafmaßnahme, zum anderen kann jeder Euro, den Russland nicht am Öl verdient, auch nicht in die Kriegskasse des Kremls fließen.

    Die USA allerdings haben am Freitag ihre Sanktionen gelockert. So wollen sie den wegen des Iran-Kriegs explodierenden Ölpreisen beikommen. Für die kommenden 30 Tage erlauben die USA den Kauf von russischem Öl, dass sich bereits auf Schiffen, also auf See, befindet.

    Dieses Vorgehen haben viele Staaten kritisiert. Sie alle fürchten, dass eine Lockerung der Sanktionen dazu führen wird, dass Russland im Krieg mit der Ukraine gestärkt wird.

    Schaut man sich an, wie US-Präsident Trump gerade über russisches Öl spricht, sieht es tatsächlich aus, als profitiere der Kreml massivst vom Krieg in Iran. In der Realität sieht es aber ein wenig anders aus, sagt die Moskau-Korrespondentin der SZ, Silke Bigalke. Sie spricht in dieser Podcastfolge darüber, wie Russland auf den Iran-Krieg blickt.

    Weitere Nachrichten: Trump will Kriegsschiffe in die Straße von Hormus schicken; interne Chats sollen Zusammenarbeit von EVP und Rechten belegen; Philosoph Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren gestorben.

    Zum Weiterlesen:

    Bericht über interne Chats der EVP: Lesen Sie hier mehr zur Kooperation mit rechten Parteien.
    Der Sturmvogel: Lesen Sie hier den Nachruf auf Jürgen Habermas.
    Eine bedeutende Stimme im Diskurs: Hier können Sie die jüngsten Gastbeiträge nachlesen, die Habermas für die Süddeutsche Zeitung geschrieben hat.

    Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt

    Redaktion: Philipp Saul
    Produktion: Imanuel Pedersen

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    12 min
  • Albrecht von Lucke: „Das Jahr beginnt für den Kanzler desaströs“

    Am vergangenen Sonntag hat Baden-Württemberg gewählt – und nächsten Sonntag wählt Rheinland-Pfalz. Es ist also ein sehr guter Moment, um Zwischenbilanz zu ziehen: Wie stehen Union und SPD, die beiden Regierungsparteien im Bund, gerade da? Und welche Auswirkungen hat die Wahl in Baden-Württemberg auf die Arbeit der Bundesregierung?

    Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke, Redakteur des politischen Fachmagazins „Blätter für deutsche und internationale Politik“, sieht ein Dilemma für die Regierungsparteien im Bund: Eigentlich müssten sowohl die CDU als auch die SPD in Rheinland-Pfalz die Wahl gewinnen. In der Folge könnten die beiden Parteien nicht die Kraft aufbringen, die nötigen Reformen anzugehen – aus Angst, weitere Wähler zu verschrecken.

    Zum Weiterlesen:

    Den Text von Albrecht von Lucke „Wahljahr 2026: Der Start entscheidet“ lesen Sie hier.

    Den Text zum Reiz des langsameren Podcasthörens, lesen Sie hier.

    Moderation, Redaktion: Johannes Korsche

    Redaktion: Justin Patchett, Nadja Schlüter
    Produktion: Jakob Arnu
    Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

    Redaktionsschluss war Freitag, 13.3.2026, um 16 Uhr.

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    25 min
  • Was führte zur Krise der Autobauer - und was hinaus?

    Autos von Mercedes, VW, BMW, Audi oder Porsche waren lange weltweit begehrt und bekannt für ihre Ingenieurskunst, Qualität und Innovation. Doch die Hiobsbotschaften aus der Branche häufen sich. Fast alle großen deutschen Autobauer haben schlechte Zahlen für 2025 veröffentlicht.

    Nur BMW scheint es besser zu machen. Die Münchner haben im Gegensatz zu anderen Herstellern eine breitere Strategie mit verschiedenen Antriebsarten verfolgt, sagt Auto-Expert Stephan Radomsky aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Vielfach sei man zu selbstgewiss gewesen und habe gedacht, “man kann so weitermachen, wie es war, nur ein bisschen anders mit Elektro.” Doch das “hat so offensichtlich nicht hingehauen.” Insgesamt seien in ganz Deutschland 100 000 Arbeitsplätze in dieser Branche gefährdet.

    Weitere Nachrichten: Maßnahmen gegen hohe Spritpreise; weitere Angriffe auf Libanon und Iran.

    **Zum Weiterhören und -lesen: **

    Hier lesen Sie Stephan Radomskys Kommentar über die Krise in der Autobranche, die womöglich bereits ein Strukturwandel ist.

    Eine Analyse der Zahlen von BMW lesen Sie hier.

    Hier lesen Sie das Interview mit BMW-Chef Oliver Zipse.

    Die Links zu unserer neuen Podcastserie "Aschau – Ein Dorf sucht einen Mörder" stehen hier und hier via Spotify.

    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

    Redaktion: Justin Patchett, Henk Ruigrok van der Werven

    Produktion: Imanuel Pedersen

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    11 min
  • Was führte zur Krise der Autobauer - und was hinaus?

    Autos von Mercedes, VW, BMW, Audi oder Porsche waren lange weltweit begehrt und bekannt für ihre Ingenieurskunst, Qualität und Innovation. Doch die Hiobsbotschaften aus der Branche häufen sich. Fast alle großen deutschen Autobauer haben schlechte Zahlen für 2025 veröffentlicht.

    Nur BMW scheint es besser zu machen. Die Münchner haben im Gegensatz zu anderen Herstellern eine breitere Strategie mit verschiedenen Antriebsarten verfolgt, sagt Auto-Expert Stephan Radomsky aus der SZ-Wirtschaftsredaktion. Vielfach sei man zu selbstgewiss gewesen und habe gedacht, “man kann so weitermachen, wie es war, nur ein bisschen anders mit Elektro.” Doch das “hat so offensichtlich nicht hingehauen.” Insgesamt seien in ganz Deutschland 100 000 Arbeitsplätze in dieser Branche gefährdet.

    Weitere Nachrichten: Maßnahmen gegen hohe Spritpreise; weitere Angriffe auf Libanon und Iran.

    **Zum Weiterhören und -lesen: **

    Hier lesen Sie Stephan Radomskys Kommentar über die Krise in der Autobranche, die womöglich bereits ein Strukturwandel ist.

    Eine Analyse der Zahlen von BMW lesen Sie hier.

    Hier lesen Sie das Interview mit BMW-Chef Oliver Zipse.

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    Moderation, Redaktion: Lars Langenau

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    11 min
  • Kulturstaatsminister Weimer: Auf seinem Posten überfordert

    Den Deutschen Buchhandlungspreis hat die damalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) 2015 ins Leben gerufen, um unabhängige Buchhandlungen zu würdigen. Und es soll dabei explizit nicht darum gehen, wie gut sie wirtschaften, sondern vor allem um den “kulturellen Auftrag und seine Ausgestaltung.”

    Das hat der aktuelle Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in seinem Grußwort zum Deutschen Buchhandlungspreis vergangenes Jahr gesagt.

    Aber dieses Jahr wird es diesen Preis nicht geben, Weimer hat ihn abgesagt. Er wird also nicht in der kommenden Woche auf der Leipziger Buchmesse verliehen werden. In einer Mitteilung dazu heißt es: Die Debatte um die Nicht-Berücksichtigung von drei Jury-Vorschlägen drohe den eigentlichen Sinn der Veranstaltung zu überlagern.

    Bei dieser “Debatte” geht es um drei Buchhandlungen, die für den Preis nominiert waren, die Weimer dann aber von der Liste der Jury gestrichen hat. Begründet hat der Staatsminister das damit, dass es zu diesen Buchhandlungen “verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse” gebe. Genauere Infos dazu gab es nicht.

    In dieser Podcastfolge geht es um die Frage, ob es überhaupt normal ist, den Verfassungsschutz gegen Buchhandlungen einzusetzen. Und darum, welchen Schaden Weimer durch sein Eingreifen verursacht hat. Auch für ihn selbst. Darüber spricht in SZ-Redakteur und Jurist Ronen Steinke.

    Weitere Nachrichten: Gewinneinbrüche bei Porsche; IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei; Modschtaba Chamenei leicht verletzt.

    **Zum Weiterhören und -lesen: **

    Hören Sie hier ab Freitag die neue Folge von “Ist das gerecht” über die Kunstfreiheit und alle Folgen des Podcasts mit SZ Plus.

    Lesen Sie hier die SZ-Analyse dazu, wo zurzeit Raketen in Iran und Israel einschlagen.

    Moderation, Redaktion: Justin Patchett

    Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Henk Ruigrok van der Werven

    Produktion: Laura Sagebiel

    Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Podcasts hieß es, Wolfram Weimer sei Mitglied der CDU. Das ist falsch. Weimer ist parteilos. Wir haben den Fehler korrigiert.

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    13 min

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