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Durch den Iran-Krieg steigen die Preise, vor allem für Kraftstoffe. Die Spitzen von Union und SPD haben sich darum am Wochenende in der Berliner Villa Borsig getroffen und überlegt, wie sie die Bürger entlasten wollen. Herausgekommen ist eine Entlastung an der Zapfsäule: 17 Cent pro Liter, zumindest in den kommenden zwei Monaten. So lange will die Regierung die Mineralölsteuer senken. Und: Arbeitgeber können ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro zahlen. Was wird das bringen?Das erklärt Daniel Brössler aus dem Berliner SZ-Büro in dieser Folge von „Auf den Punkt“.
Außerdem gibt Jan Diesteldorf, SZ-Korrespondent in Brüssel, Einblicke, wie die Wahlniederlage von Viktor Orbán in der EU aufgenommen wurde. Dabei erklärt er auch, dass der designierte Ministerpräsident Péter Magyar zwar grundsätzlich pro-europäisch, aber deswegen nicht progressiv eingestellt ist.
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Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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An diesem Sonntag sind Wahlen in Ungarn – und die große Frage ist: Wird Viktor Orbán nach 16 Jahren Amtszeit diese Wahl verlieren? Die Trump-Regierung schickt den US-Vizepräsidenten JD Vance, um für den Amtsinhaber Wahlkampf zu machen. Ein Bruch mit bisherigen diplomatischen Gepflogenheiten, laut denen man sich in Wahlen anderer Länder nicht einmischt. Trotzdem hat der Oppositionskandidat Péter Magyar Chancen die Wahl zu gewinnen. Er hat angekündigt, dass Ungarn wieder ein verlässliches Mitglied der EU werden soll.
Über die Stimmung in Ungarn an diesem Wahlsonntag spricht in dieser Folge Verena Mayer. Sie ist SZ-Korrespondentin und sagt: Selbst wenn Magyar die Wahl gewinnt, könnte das nicht ausreichen, um den Demokratieabbau unter Orbán wieder rückgängig zu machen. Denn für viele relevante Gesetzesänderungen braucht Magyar eine Zweidrittelmehrheit. Aber Verena Mayer sagt in Budapest: „Hier liegt wirklich so etwas wie Umbruchsstimmung in der Luft.“
Weitere Nachrichten: Friedensverhandlungen zwischen USA und Iran enden ergebnislos; Artemis-2-Besatzung wieder sicher gelandet; Lufthansa-Piloten streiken Montag und Dienstag.
Zum Weiterlesen und -hören:
Die neue Folge von „Das Thema“ über KI und Kriege hören Sie hier.
Den Text von Ann-Kathrin Nezik über den OpenAI-Gründer Sam Altman lesen Sie hier.
Die „Auf den Punkt“-Folge zum Wahlkampf in Ungarn können Sie hier hören.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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In den vergangenen Monaten sind im Umgang mit den USA unter Donald Trump viele politische Gewissheiten verloren gegangen. Er sei „zutiefst bestürzt über die Art und Weise, wie 60, 70 Jahre gegenseitiges Vertrauen aufs Spiel gesetzt worden sind“, sagt Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz.
In dieser Podcastfolge spricht Ischinger über sein Leben als Diplomat, über Gespräche mit Michail Gorbatschow im Herbst 1989 – und über die aktuelle geopolitische Weltlage. Zu Trumps Umgang mit den europäischen Nato-Partnern sagt Ischinger: „Das ist für den Umgang unter Partnern in einer Allianz wirklich fast das schlimmste Gift – das ist der Gau – für die Art und Weise, wie wir vertrauensvoll miteinander umgehen sollten.“ Die Lösung sieht Ischinger vor allem in einem einigen Europa, „dann wären wir ein ebenbürtiger Verhandlungspartner für die USA.“
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat nach fast zehn Jahren erstmals wieder eine Parteichefin von Taiwans größter Oppositionspartei Kuomintang (KMT) getroffen. Egal, wie sich die internationale Lage entwickle, der große Strom der “Landsleute“ beider Seiten, die sich annäherten und zusammenfinden würden, werde sich nicht ändern, sagte Xi in Peking. Und KMT-Chefin Cheng Li-wun warb für mehr Dialog und Kooperation. Ist eine friedliche Lösung dieses Konfliktes möglich?
Warum sie skeptisch ist, erklärt in diesem Podcast SZ-China-Korrespondentin Lea Sahay. Denn noch immer betrachtet Peking Taiwan als Teil des chinesischen Staatsgebiets, obwohl in dem Inselstaat seit Jahrzehnten demokratisch gewählte und unabhängige Regierungen an der Macht sind.
Weitere Nachrichten: USA und Iran verhandeln in Pakistan; Misshandlung palästinensischer Kinder in israelischen Gefängnissen.
Zum Weiterlesen:
Das von Lea Sahay erwähnte Stadtgespräch im SZ-Magazin lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Johannes Korsche, Henk Ruigrok van der Werven, Kristina Höser
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Am Mittwoch hat die israelische Armee 100 Ziele in Libanon innerhalb von zehn Minuten angegriffen. Das verkündete Premierminister Benjamin Netanjahu am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Dabei sollen laut libanesischem Gesundheitsministerium knapp 250 Menschen umgekommen seien. Über Tausend Menschen sollen verletzt worden seien.
SZ-Redakteurin Sonja Zekri war bis vor kurzem in Israel und sieht in Netanjahus Angriffen den Versuch, sein Land auf der politischen Weltbühne wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Dessen großangelegten Pläne für den Nahen Osten und seine Versprechen an seine Wähler stehen hier in Konkurrenz zu den wichtigen Beziehungen Israels mit den USA.
Weitere Nachrichten: Das Bodenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag; Schauspieler Mario Adorf im Alter von 95 Jahren verstorben.
Zum Weiterlesen- und hören:
Moderation, Redaktion: Helen Krueger-Janson
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über AlJazeera
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Am Dienstag sah es noch so aus, als könnte US-Präsident Trump seine Drohungen gegenüber Iran tatsächlich wahr machen. Er hatte damit gedroht, die Energieinfrastruktur des Landes anzugreifen. Das wäre ein Kriegsverbrechen. Und Trump hat auch davon gesprochen, eine Zivilisation auslöschen zu können. Das wäre Völkermord gewesen.
Trump hatte Iran deshalb gedroht, weil er wollte, dass das Regime die Straße von Hormus freigibt. Bis spätestens Mittwoch, 2 Uhr deutscher Zeit.
Doch Trump hat seine Drohung nicht wahrgemacht. Stattdessen kam es in der Nacht auf Mittwoch zu einer ersten Einigung zwischen Iran und den USA. Die Kriegsparteien haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt, der zwei Wochen halten soll. In dieser Zeit wollen die USA und Iran über einen dauerhaften Frieden verhandeln. Und Iran sperrt die Straße von Hormus nicht mehr.
Wie geht es jetzt weiter – und wer darf zufriedener sein: Trump oder das iranische Regime? Darüber spricht in dieser Folge von „Auf den Punkt“ SZ-Krisenreporter Tomas Avenarius.
Weitere Nachrichten: 15 Millionen Menschen an Long Covid erkrankt; Nato-Generalsekretär Rutte vor Besuch im Weißen Haus.
Zum Weiterlesen:
Die Bilder der Mondumrundung sehen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
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Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren gibt es wieder eine bemannte Mondmission. Drei Astronauten und eine Astronautin sind über die Ostertage einmal um den Mond herumgeflogen. Dabei waren sie zeitweise so weit von der Erde entfernt wie noch kein Mensch vor ihnen. So weit, dass es bisher nicht mal möglich war, den Funkkontakt zur Erde aufrechtzuerhalten. Aber – die Mondumrundung hat nach Plan geklappt. Jetzt fliegt die Raumkapsel zurück zur Erde.
Was hat diese Mission nun gebracht? Lohnt es sich, für geschätzt vier Milliarden US-Dollar Astronauten ins All zu schicken, damit sie einmal um den Mond herumfliegen können?
Über den Sinn und Unsinn der Artemis-2-Mission spricht in dieser Podcastfolge Theresa Palm, Physikerin und Redakteurin im Wissensressort der SZ.
Weitere Nachrichten: Trump droht mit Auslöschung einer Zivilisation; Passus im Wehrdienstgesetz sorgt für Aufregung; J. D. Vance in Budapest.
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Nasa (Youtube, @nasa).
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US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede an die Nation am Mittwochabend gedroht, Iran “in die Steinzeit” zu bomben. Das ist eine völlig sinnfreie Aussage, sagt Thomas Kater, der Philosophie an der Universität Leipzig lehrt und sich viel mit Pazifismus beschäftigt hat. Pazifisten als “weltfremde Spinner” zu bezeichnen, hält er für “reine Denunziation”. Er wüsste nicht, was weltfremd daran sein solle, Kriege als sinnfrei abzulehnen: Es könne “keinen guten Krieg geben”, sagt Kater weiter: “Alle Kriege sind schlechte Kriege.”
Angesichts dieser kriegerischen, trumpschen Töne wirkt das diesjährige Motto der Ostermärsche, “Kriege verweigern – Frieden schaffen”, hilflos. Kater erläutert, dass Pazifismus noch nie eine einheitliche Bewegung gewesen sei, sondern immer verschiedene Strömungen umfasst habe. Zentral aber sei ihm die Ablehnung des Krieges als “sinnlos und zerstörerisch”. Im Gegensatz zum Bellizismus, der entmenschliche, folge der Pazifismus einer radikalen individuellen Ethik.
Zum Weiterlesen:
Hier finden Sie unseren Artikel zum Start der Mondumrundung.
Unseren Liveblog dazu hier.
Und hier den Livestream von der Nasa.
Zumindest einen Teil der im Gespräch erwähnten Literatur zum Pazifismus finden Sie hier:
Bertha von Suttner (1889), “Die Waffen nieder!”
Bruno Vogel (1924), “Es lebe der Krieg! Ein Brief”
Erasmus von Rotterdam (1517), “Die Klage des Friedens”
Ernst Friedrich (1924), “Krieg dem Kriege”
Hans Driesch (1928), “Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch”
Helene Stöcker (2015), hrsg. Reinhold Lütgemeier-Darvin und Kerstin Wolff, “Lebenserinnerungen. Die unvollendete Biographie einer frauenbewegten Pazifistin”
Immanuel Kant (1797), “Metaphysik der Sitten”
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Nadja Schlüter, Henk Ruigrok van der Werven, Kristina Marie Höser
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Nasa.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
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In Deutschland dürfen Tankstellenbetreiber nur noch ein Mal am Tag die Preise erhöhen. Die Idee dahinter ist, dass der Spritpreis so nicht mehr unkontrolliert steigen können soll. Polen begegnet dem Energiepreis-Schock mit einer Übergewinnsteuer und einem Preisdeckel. Spanien hat die Mehrwertsteuer auf Energieprodukte gesenkt. Jedes Land versucht also mit anderen Maßnahmen, die stark gestiegenen Energiepreise abzufedern.
Jan Diesteldorf, SZ-Korrespondent in Brüssel, hat den Überblick, wie die jeweiligen Länder das versuchen – und sagt: Nachhaltig helfen würde etwas anderes. Er erinnert dabei an die Lehren aus der Coronapandemie und dem Ukraine-Krieg.
Weitere Nachrichten: Verwirrung um Merz’ Aussage bei Staatsbesuch von al-Scharaa; Trump ändert per Dekret Wahlrecht in den USA.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Die “Auf den Punkt”-Sendung zum Staatsbesuch von al-Scharaa in Berlin hören Sie hier.
Einen Text über die Verwirrung, woher die “80 Prozent” in Merz’ Statement kommen, lesen Sie hier.
Einen Text zum Wahlrecht in den USA lese Sie hier.
Den Text darüber, warum wir so Mitleid mit einem gestrandeten Wal haben, finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Philipp Saul
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Reuters, msnow.
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Das israelische Parlament hat dafür gestimmt, die Todesstrafe bei terroristisch motiviertem Mord zu vollstrecken. Von dem neuen Gesetz sind aber de facto nur palästinensische Terroristen betroffen, keine israelischen.
Menschenrechtler sind entsetzt. Sie sagen, dass das Gesetz ein Angriff auf die demokratischen Grundlagen Israels sei. “Das ist glasklar rassistisch”, sagt der SZ-Rechtsexperte Ronen Steinke in dieser Folge von “Auf den Punkt”. Er spricht über die Einführung der Todesstrafe und wie sich Israel immer weiter von Menschenrechten verabschiedet.
Weitere Nachrichten: Merz will Syrer abschieben; schlechte Frühjahrsprognose für die deutsche Wirtschaft.
Zum Weiterlesen: Hier finden Sie Fragen und Antworten zur Rückkehr von Syrern.
Hier lesen Sie mehr darüber, dass die Bundesregierung die Todesstrafe in Israel „mit großer Sorge“ sieht.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Nadja Schlüter
Produktion: Immanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über @itamarbengvir (X)
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