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Nach wie vor leben die etwa zwei Millionen Bewohner des Gazastreifens unter katastrophalen Bedingungen. Das beklagen Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen. Zudem setzt die israelische Armee nahezu täglich ihre tödlichen Angriffe fort, trotz der im Oktober vereinbarten Waffenruhe, sagt SZ-Redakteur Leonard Scharfenberg, der gerade aus Tel Aviv berichtet. Mehr als 830 Menschen seien seither getötet worden, darunter viele Zivilisten.
Zwar würden Vertreter der Hamas und Israels in Ägypten indirekt miteinander verhandeln, Fortschritte aber würden dort keine erzielt. Beiden Seiten würde der Status quo reichen, allerdings zulasten der Zivilbevölkerung. Von der zweiten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump sei man weit entfernt. So habe die Hamas keinerlei Interesse an ihrer eigenen Entwaffnung, da dies ihre politische Macht und Identität gefährde. Und Israels Premier Benjamin Netanyahu befindet sich bereits mitten im Wahlkampf für die von ihm ausgerufenen Neuwahlen im Oktober. Zudem ist Israel gleichzeitig in Konflikte mit Iran und Libanon verwickelt. Auch der Wiederaufbau im Gazastreifen sei praktisch noch gar nicht angelaufen. Weniger als ein Prozent der Trümmer seien bisher beseitigt und es mangele an Baumaschinen und Material.
Weitere Nachrichten: Merz fordert mehr Kompromisse vom Koalitionspartner SPD; US-Marine soll Frachtschiffe durch Straße von Hormus eskortieren.
Zum Weiterlesen und -hören:
Die TV-Kritik zum Kanzlerauftritt bei Caren Miosga lesen Sie hier.
Unseren Recherchepodcast zu dem Kenianer im Ukraine-Krieg finden Sie hier.
Die Reportage von Korrespondent Paul Munzinger dazu finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Kristina Hösel
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Vier US-Präsidenten sind seit Bestehen der Vereinigten Staaten von Amerika erschossen worden, auf mindestens zehn weitere wurden Anschläge verübt oder geplant. Gegen den amtierenden 47. Präsidenten Donald Trump gab es schon drei Attentatsversuche. Spätestens seit dem um Haaresbreite gescheiterten Mordanschlag am 13. Juli 2024 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania, fühlt sich Trump von Gott auserwählt. Gott habe ihn verschont, damit er “Amerika wieder groß” machen könne, behauptet er seither immer wieder.
Nach dem jüngsten Attentatsversuch am vergangenen Wochenende beim White House Correspondents’ Dinner in Washington hat er – ohne Indizien – behauptet, der mutmaßliche Attentäter hasse Christen. Trump zielt mit der Behauptung auf seine Anhänger, ein heterogenes Spektrum von konservativen Evangelikalen, Calvinisten bis hin zu Pfingstlern.
Der Publizist und evangelische Theologe Arnd Henze hat sich mit dieser Gemengelage in seinem aktuellen Buch “Mit Gott gegen die Demokratie“ LINK auseinandergesetzt. Über das Denken von Trumps Anhängern sagt er in der aktuellen Ausgabe des Podcasts, dass der US-Präsident für diese Evangelikalen eine Art “Perser-König Kyros” sei, ein “System-Sprenger” und “Berserker”. Als mächtigster Mann der Welt müsse er sich nicht an Regeln halten, sagt Henze: “Hauptsache er tut Gutes für die Frommen, auch wenn er selber nicht fromm ist.”
Henze glaubt, das Bündnis werde schnell auseinanderfallen , wenn Trumps Macht schwinde oder seine Integrationskraft nicht mehr da sei. Derzeit aber würden sich der opportunistische Trump und die christlichen Nationalisten noch kongenial ergänzen: Trump bekomme deren Wählerstimmen und finanzielle Unterstützung – und die Bewegung bekomme ihre Ziele politisch umgesetzt.
Lange habe die Bewegung der christlichen Nationalisten Niederlagen in ihren Kulturkämpfen erlitten, sagt Henze, das habe zu Wut und einem Rachebedürfnis geführt. Rache, die Trump, nun mit schier unbegrenzter Macht ausgestattet, exekutiert. Dabei würde diese extreme Spielart des Christentums heute nur noch etwa 15 Prozent der Wählerschaft in den USA ausmachen und schrumpfen. Liberale Lutheraner, Anglikaner und Presbyterianer hätten sich lange gelähmt zurückgezogen. Doch durch Trumps brutale Anti-Migrationspolitik würden sie sich – wie auch viele Säkulare – wieder engagieren und die Zivilgesellschaft hörbar ihr Wort erheben.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Warum Arnd Henze den christlichen Nationalismus für “eine der gefährlichsten Ideologien der Welt“ hält, erklärt er in diesem Interview.
Mehr über den gescheiterten mutmaßlichen Attentäter beim Abendessen der Korrespondenten in Washington erfahren Sie hier.
Unsere Folge über die religiöse Verklärung des ermordeten US-Podcaster Charlie Kirk mit Annika Brockschmidt können Sie hier nachhören.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Nadja Schlüter, Henk Ruigrok van der Werven
Produktion: Imanuel Pedersen
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über US Department of State, Defense Now, Fox 9, Fox News.
Redaktionsschluss war Donnerstag, 30. April, um 13:30 Uhr.
Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: [email protected].
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Friedrich Merz und Donald Trump hatten eigentlich mal ein ganz gutes Verhältnis. Als sich die beiden Anfang März im Weißen Haus getroffen haben, war die Stimmung geradezu harmonisch. Dass der Kanzler und der US-Präsident gut miteinander klarkommen, ist auch politisch wichtig für Deutschland und Europa. Zu den USA gibt es nicht nur wirtschaftlich enge Verbindungen, sondern auch bei der Verteidigung: Da sind Deutschland und Europa weitgehend abhängig von den USA.
Doch knapp zwei Monate nach dem Treffen im Weißen Haus hat das Verhältnis von Merz und Trump deutliche Risse bekommen. In dieser Woche hat der Bundeskanzler den US-Präsidenten deutlich kritisiert. Die USA hätten “offensichtlich keine Strategie”, um aus dem Iran-Krieg wieder rauszukommen, sagte Merz. Sie würden durch Iran “gedemütigt”. Trump hat daraufhin beleidigt reagiert und angekündigt, die USA würden einen Teilabzug ihrer Truppen aus Deutschland prüfen.
Kanzler-Beobachter Daniel Brössler aus dem Berliner Büro der Süddeutschen Zeitung spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” über das deutsch-amerikanische Verhältnis und wie es jetzt weitergeht.
Weitere Nachrichten: Mieterschutz beim Heizungsgesetz; deutsche Wirtschaftsleistung.
Zum Weiterlesen:
Und hier steht die Analyse zur deutschen Wirtschaft in der Krise.
Hier finden Sie alle Geschichten der SZ-Voloausgabe.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Nadja Schlüter, Antonia Franz
Produktion: Julius Zimmer
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über CNBC (Youtube).
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Für die Bundesregierung stand an diesem Mittwoch nicht weniger als die Frage auf dem Spiel: Hat sie wirklich die Kraft, die versprochenen Reformen umzusetzen? Am Vormittag hat sich die Regierung zur Kabinettssitzung getroffen und entschieden, welche Vorhaben sie in den Bundestag einbringen will. Wie angekündigt hat das Kabinett Eckpunkte für den Haushalt 2027 beschlossen und die Reform der Krankenversicherungen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich nach der Sitzung zufrieden: „Damit zeigt die Koalition heute, dass sie entscheidungswillig und entscheidungsfähig ist. Wir können Kompromisse.“
Worauf sich die schwarz-rote Koalition geeinigt hat – und ob Merz auch tatsächlich Grund zur Zufriedenheit hat, erklärt in dieser Folge von „Auf den Punkt“ Vivien Timmler aus dem Berliner SZ-Büro.
Weitere Nachrichten: EU droht Meta mit Milliardenstrafe; Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt.
Zum Weiterlesen:
Den Text dazu, wie König Charles III. im US-Kongress die Demokraten und die Republikaner begeistert hat, lesen Sie hier.
Den Text zur Verschärfung des Mietrechts lesen Sie hier.
Hier lesen Sie den Text zum Sparpaket bei den Krankenkassen.
In diesem Text kommentiert SZ-Redakteur Bastian Brinkmann, dass es bei dem Sparpaket vor allem einen Gewinner gebe: die Pharma-Lobby.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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Es ist die Nacht auf Dienstag, 4 Uhr morgens, als schwer bewaffnete und vermummte Spezialeinheiten der Polizei in Wohnungen und Geschäftsräume im Umfeld der Hells Angels eindringen. 1200 Beamte sind bei der Razzia im Einsatz gegen Rockerkriminalität. Sie durchsuchen mehr als 50 Objekte in 28 Städten in Nordrhein-Westfalen. Es geht um organisierte Kriminalität, Drogen und Waffen. Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) spricht von einem der größten Einsätze gegen Rockerkriminalität in der Geschichte des Bundeslandes.
Christoph Koopmann ist SZ-Korrespondent in Nordrhein-Westfalen und war davor für Sicherheitspolitik zuständig. Er spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” darüber, warum Rockerkriminalität so gefährlich ist.
Weitere Nachrichten: Bundeshaushalt und Zuckersteuer; Vereinigte Arabische Emirate treten aus Opec aus.
Zum Weiterlesen:
Und hier ist die Geschichte über Hudhaifa Al-Mashhadani, der wohl einen Mordanschlag auf sich erfunden hat.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Lars Langenau, Ann-Marlen Hoolt, Johannes Korsche
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über ntv
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Schon wieder sind in der Nähe von Donald Trump Schüsse gefallen. Ein schwer bewaffneter Mann betrat am Samstagabend (Ortszeit) ein Hotel in Washington, stürmte durch eine Sicherheitsschleuse und machte sich auf den Weg zum Festsaal, wo das Correspondents Dinner stattfand. Es wurde geschossen und Sicherheitskräfte überwältigten den mutmaßlichen Attentäter, bevor er sein Ziel erreichen konnte.
Drinnen, wo der US-Präsident, Regierungsmitglieder und Hunderte Journalisten saßen, hörte man die Schüsse. Die Gäste schreckten auf und duckten sich unter die Tische. Der Secret Service führte Trump und die anderen Spitzenpolitiker aus dem Saal. Bis auf einen leicht verletzten Sicherheitsmitarbeiter blieben alle unversehrt.
SZ-Politikchef Nicolas Richter spricht in dieser Folge von “Auf den Punkt” darüber, was wir über die Hintergründe wissen und wie Trump den Vorfall für sich nutzt.
Weitere Nachrichten: Merz kritisiert USA wegen Iran-Krieg; Klausur des Unionsfraktionsvorstands; Marathon-Rekord.
Zum Weiterlesen:
Warum beim Marathon-Weltrekord neben Bewunderung auch Zweifel mitschwingen, steht hier.
Marathon unter zwei Stunden: Wie solche Leistungen zustande kommen können – und was das Tempo limitiert, können Sie hier nachlesen.
Hier finden Sie zehn Lauf-Tipps für Einsteiger.
Moderation, Redaktion: Philipp Saul
Redaktion: Lars Langenau, Johannes Korsche
Produktion: Juno Graner
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über CNN
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Vor 40 Jahren explodierte der Reaktorblock des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl: Der folgenschwerste nukleare Unfall, den die Welt je erlebt hat. Massenweise radioaktives Material gelangte in die Atmosphäre. In Belarus, der Ukraine und Russland wurden ganze Landstriche verseucht. Regen und Wind haben die Schadstoffe damals außerdem in großen Teilen Europas verteilt.
Noch heute leiden Menschen an den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe. Und immer noch diskutieren wir über das Für und Wider von Atomkraft. Angesichts der gestiegenen Preise für Öl und Gas fragen sich viele Menschen, ob Deutschlands Abkehr von der Atomkraft nicht ein Fehler war. Brauchen wir nicht gerade jetzt Atomstrom, um die Energiekrise abzuschwächen?
Michael Bauchmüller, SZ-Experte für Energiepolitik, hält das für einen Fehlschluss. Er plädiert dafür, dass die Politik konsequent auf erneuerbare Energien setzt. Warum, erklärt er in dieser Podcastfolge von „Auf den Punkt“.
Weitere Nachrichten: Bewaffneter Zwischenfall bei Korrespondenten-Dinner mit Donald Trump; wieder keine direkten Gespräche zwischen USA und Iran in Islamabad; Bundespolitikerinnen von Phishing-Angriffen beim Messengerdienst Signal betroffen.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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Seit mehr als einem Monat bewegt das Schicksal eines gestrandeten Buckelwals in der Ostsee viele Deutsche. Es gab diverse Rettungsversuche, doch immer wieder blieb das Wildtier auf Sandbänken stecken. Experten empfehlen den Verzicht auf weitere Rettungsversuche, weil das Tier augenscheinlich schwer krank ist.
Was der “Palliativpatient in der Ostsee” für eine breite Projektionsfläche bietet, erklärt im Podcast der Medienpsychologe Frank Schwab von der Universität Würzburg. Laut Schwab haben viele, die an dem Einzelschicksal Anteil nehmen, inzwischen sogar eine “parasoziale Beziehung” zu dem Wildtier aufgebaut. Und Schwab erklärt, warum Tiere oft mehr Mitgefühl auslösen als menschliches Leid.
**Zum Weiterlesen: **
Buckelwale gehören zu den raren Erfolgsgeschichten des Artenschutzes. Hier lesen Sie einen Kommentar von Tanja Rest zum Wahnsinn um den Wal.
Eine Reportage unserer Nord-Korrespondentinnen zur Walrettungsaktion lesen Sie hier.
Hier finden Sie einen Bericht über die Aussichten diverser Rettungsversuche.
Und hier einen Text über den umstrittenen Wal-Retter und Influencer Robert Marc Lehmann.
Ein Portrait des Schweriner Umweltministers Till Backhaus steht hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über NDR.
Redaktionsschluss war Freitag, 24.4.2026, 15:30 Uhr.
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Diesen Freitag hat die schwarz-rote Koalition ihr Entlastungspaket durch den Bundestag gebracht. Der sogenannte Tankrabatt soll die Spritpreise kurzfristig um 17 Cent pro Liter senken. Dazu wird vom 1. Mai an für zwei Monate weniger Mineralölsteuer erhoben. Zudem können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro auszahlen.
Aber diese Entlastungen werden auch kritisiert. Zu viel Gießkanne, zu wenig gezielte Entlastungen. Gerade der Tankrabatt kostet viel – und entlastet auch diejenigen, die darauf vielleicht gar nicht angewiesen wären.
SZ-Redakteur Markus Balser berichtet exklusiv über ein internes Papier der Grünen, indem die Oppositionspartei Vorschläge gesammelt hat, wie sie der Öl- und Gaskrise begegnen würde. So schlagen die Grünen eine Rückkehr des 9-Euro-Tickets und eine Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen vor. Zudem fordern sie ein Tempolimit auf Autobahnen, um den Verbrauch von Benzin zu reduzieren.
In der Gesamtheit würden die Maßnahmen wohl zu einer Entlastung führen, sagt Balser im Podcast. Aber: “Wenn die Grünen demnächst noch mal regieren wollen, dann würden sie das ja mit der Union tun müssen.” Und mit der Union sei das alles nicht umsetzbar.
Weitere Nachrichten: EU-Kommission warnt vor Gießkannen-Subventionen als Antwort auf Energiekrise; Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert.
**Zum Weiterlesen und -hören: **
Eine “Auf den Punkt”-Folge über den Tankrabatt hören Sie hier.
Den Text von Markus Balser über die Pläne der Grünen lesen Sie hier.
Das Interview mit Collien Fernandes lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Juno Graner
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Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit einer Aussage beim Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken eine Diskussion über die Zukunft der Rente ausgelöst. In seiner Rede am Montagabend sagte er: “Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern. Es müssen kapitalgedeckte Elemente einer betrieblichen und privaten Altersvorsorge hinzutreten.”
Seitdem wird Merz von den einen kritisiert und von den anderen in Schutz genommen: Er habe das nicht so gemeint oder er habe ja nur das Offensichtliche ausgesprochen.
Was tatsächlich offensichtlich ist: Die gesetzliche Rente in Deutschland ist niedrig. 2024 haben Männer hierzulande im Schnitt 1400 Euro monatliche Rente erhalten, Frauen sogar nur 955 Euro. Unser Rentensystem ist zudem nicht mehr zukunftsfähig, weil immer weniger Erwerbstätige die Rente für immer mehr alte Menschen bezahlen müssen.
Deswegen hat die Regierung eine Rentenkommission eingesetzt. Diese soll Vorschläge machen, wie die gesetzliche Rente stabilisiert werden kann. Welche Standpunkte und Ideen es rund um die Rente gibt, erklärt in dieser Folge von “Auf den Punkt” Bastian Brinkmann aus dem SZ-Hauptstadtbüro.
Weitere Nachrichten: Reza Pahlavi besucht Berlin; Stiftung Warentest muss Schadenersatz zahlen.
Zum Weiterlesen und -hören:
Hier finden Sie den Text über die Idee, Teile des Donbass zu Ehren von Donald Trump in “Donnyland” umzubenennen.
Moderation, Redaktion: Nadja Schlüter
Redaktion: Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
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