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Die Verwandtenaffäre in der AfD betrifft immer mehr Teile der Partei. Nicht nur im Landesverband Sachsen-Anhalt: Auch in Baden-Württemberg und Niedersachsen häufen sich die Fälle und auch in der Bundestagsfraktion und bei AfD-Chef Tino Chrupalla steht der Verdacht der Vetternwirtschaft im Raum. In der Affäre geht es um sogenannte Überkreuzanstellungen: AfD-Politiker beschäftigen in ihren Büros Familienangehörige von Parteikollegen. Das ist zwar nicht verboten, politisch aber heikel – besonders für die AfD.
Die verkauft sich selbst als sogenannte “Anti-Establishment-Partei”, die der Konkurrenz vorwirft, nur am eigenen Machterhalt und der persönlichen Bereicherung interessiert zu sein. Tim Frehler, Redakteur im SZ-Parlamentsbüro, sagt, die Verwandtenaffäre könnte der AfD weitaus mehr schaden als andere Skandale in der Vergangenheit. Denn die Vorwürfe der Vetternwirtschaft treffen die AfD in ihrem politischen Kern.
Weitere Nachrichten: Mehr tote Zivilisten in der Ukraine; SPD fordert Social-Media-Verbot für Jugendliche; Innenminister Dobrindt verlängert Grenzkontrollen
Zum Weiterlesen: Hier lesen Sie die Recherche zur Debatte in den Sicherheitsbehörden über ein AfD-Verbot.
Moderation, Redaktion: Leopold Zaak
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Vor einem Jahr hatte Vizepräsident J. D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit seiner Rede für viel Aufsehen gesorgt. Vance warf Europa vor, es zensiere Meinungen und unterdrücke die politische Opposition. Bezogen auf Deutschland sagte er: Es gebe keinen Platz für Brandmauern. Die Botschaft vor einem Jahr lautete: Dieses Europa wollen die USA nicht mehr verteidigen.
In diesem Jahr ist Außenminister Marco Rubio für die USA nach München gereist. Auch Rubio blieb in Teilen seiner Rede dem Maga-Weltbild treu. Aber er bezeichnete die Europäer durchaus überraschend als Freunde und sagte, es sei weder der Wunsch noch das Ziel der USA, das transatlantische Verhältnis zu beenden. Das solle allen klar sein.
Nach der Rede haben die Politikerinnen, Diplomaten und Offiziere im Saal lange geklatscht, viele sind dabei sogar aufgestanden. Aber: Was bedeutet diese Rede für das transatlantische Verhältnis? Darüber spricht in dieser Folge des Podcasts SZ-Politik-Chef Nicolas Richter.
Weitere Nachrichten: Alexej Nawalny mit Frosch-Gift getötet; 250 000 demonstrieren in München gegen Mullah-Regime; Israel greift Ziele in Gaza und Libanon an.
Zum Weiterhören und -lesen: Lesen Sie hier den Text von Emily Neumann und Bernd Kastner über die Iran-Demo auf der Theresienwiese in München.
Hören Sie hier das Interview mit Tobias Bunde von der Münchner Sicherheitskonferenz.
Und hier das Gespräch mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich unter anderem über eine europäische Armee ausspricht.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Philipp Saul
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über U.S. Department of State.
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Marie-Agnes Strack-Zimmermann nimmt dieses Wochenende an der Münchner Sicherheitskonferenz teil. Im SZ-Podcast “Auf den Punkt” plädiert sie angesichts der veränderten Rolle der USA unter Präsident Donald Trump für den Aufbau einer europäischen Armee. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des EU-Parlaments würde persönlich “anfangen mit Deutschland und Polen, mit den baltischen Staaten, den nordischen Staaten und mit Großbritannien”. Und dann könne man “immer mehr einladen”, Länder wie Frankreich, Spanien und Italien.
Deutschland traue sie wegen der Größe und wirtschaftlichen Potenzials dabei eine Führungsrolle bei einer europäischen Armee zu, sagt die 67-jährige FDP-Politikerin. Strack-Zimmermann fügte hinzu: “Ich bin sehr optimistisch, dass sich dem viele Staaten anschließen würden.”
Zum Weiterlesen:
Das Gespräch mit Frankreichs Ex-Präsident François Hollande lesen Sie hier.
Alle Berichte der SZ zur Münchner Sicherheitskonferenz finden Sie hier
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Johannes Korsche, Justin Patchett
Produktion: Jakob Arnu
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Der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch ist bei den Olympischen Spielen disqualifiziert worden. Der Skeleton-Athlet wollte einen Helm tragen, der an durch den russischen Angriff getötete Sportler erinnert. Das Internationalen Olympischen Komitee wertet das als unzulässige, politische Aussage.
SZ-Sportpolitik-Experte Johannes Aumüller sagt zur Haltung des IOC, wonach Sport unpolitisch zu sein habe: „Das IOC braucht das als Rechtfertigung, um eben immer alles so zu gestalten, wie es das gerade gerne machen möchte.“ Es sei der immer dehnbare und nutzbare Hebel, den das IOC habe, und den es nach Lust und Laune einsetzen könne. Für Aumüller entsteht vor allem dadurch ein Widerspruch, dass die eigentlich ausgeschlossenen russischen Sportler und Funktionäre bei den Spielen durchaus präsent seien.
Weitere Nachrichten: Bundestagspräsidentin Klöckner besucht Gazastreifen; Gewinneinbruch bei Mercedes.
Zum Weiterlesen:
Den Kommentar von Johannes Aumüller „Die Disqualifikation von Heraskewytsch ist ein Kniefall vor dem Kreml“ lesen Sie hier.
Den Text von Holger Gertz zu den US-amerikanischen Athleten bei den Olympischen Spielen finden Sie hier.
Moderation, Redaktion: Johannes Korsche
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Sportschau.
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Zu Beginn der Woche sah es so aus, als würde der britische Premierminister Keir Starmer bald zurücktreten. Es gab Rücktrittsforderungen, nicht nur aus der Opposition, sondern auch aus seiner eigenen Partei. Doch Starmer hat sich geweigert, zurückzutreten und die Krise vorerst überstanden. Aber weiterhin gibt es Zweifel, ob er wirklich im Amt bleiben kann.
Über die Regierungskrise in Downing Street und ihre Folgen spricht in diesem Podcasts SZ-Korrespondent Michael Neudecker.
Weitere Nachrichten: VW findet sechs Milliarden Euro; Medienbericht über Präsidentschaftswahlen in der Ukraine; Amoklauf an Schule in Kanada.
Zum Weiterhören und -lesen:
Und lesen Sie hier die Recherche von Michael Neudecker über Rechtspopulismus in UK.
Moderation, Redaktion: Justin Patchett
Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Produktion: Laura Sagebiel
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Zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren versucht eine Studie, das wahre Ausmaß von Partnerschaftsgewalt in Deutschland zu erfassen. Denn häufig wird Gewalt in Partnerschaften nicht angezeigt. Das führt dazu, dass die Fälle, die in der polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführt sind, ein unvollständiges Bild zeigen. Das Ergebnis der Dunkelfeldstudie, die das Bundeskriminalamt, das Bundesfamilienministerium und das Bundesinnenministerium in Auftrag gegeben haben, ist erschreckend: Weniger als fünf Prozent aller Fälle werden angezeigt. Also nur eine von 20 Taten. Jede sechste Person erlebt in ihrem Leben Gewalt in Partnerschaften. Vor allem Frauen sind betroffen. Aber auch 14 Prozent der Männer.
Über das Dunkelfeld bei Partnerschaftsgewalt spricht in dieser Podcastfolge Katharina Riehl, die Leiterin des SZ-Politikressorts. Sie erklärt, inwiefern die Studienergebnisse der Politik helfen können. Und was getan werden muss, um Betroffenen zu helfen.
Weitere Nachrichten: Rücktrittsforderungen für Keir Starmer; Diskussion um Social Media-Verbot.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über Phoenix.
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Mitte Januar hat die US-Regierung den Beginn der zweiten Phase im Gaza-Friedensplan ausgerufen. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht alle Bedingungen der ersten Phase erfüllt waren.
Der Gaza-Friedensplan ist das Dokument, auf dessen Grundlage im Oktober der Gaza-Krieg zwischen Israel und der Hamas beendet wurde. Beide Kriegsparteien haben sich damit auf eine Waffenruhe geeinigt – und auf einen Fahrplan zum Wiederaufbau des Gazastreifens.
Die erste Phase des Plans sollte ursprünglich schon nach wenigen Tagen abgeschlossen sein. Aber in der Realität war dann alles viel komplizierter. Unter anderem auch deswegen, weil es Monate gedauert hat, die sterblichen Überreste aller von der Hamas entführen Geiseln zu bergen und nach Israel zu überführen. Die letzte ermordete Geisel wurde erst Ende Januar geborgen.
In dieser Podcastfolge spricht Kristiana Ludwig, SZ-Korrespondentin in Israel, darüber, was der Beginn der zweiten Phase des Friedensplans für die Menschen im Gazastreifen bedeutet. Und sie erklärt auch, warum die größte Herausforderung auf dem Weg zum Frieden noch bevorsteht.
Weitere Nachrichten: Musk verschiebt Marsmission; USA verschärfen Einreiseregeln für Touristen.
Zum Weiterlesen:
Moderation, Redaktion: Ann-Marlen Hoolt
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“Democracy dies in darkness.“ Das ist der Slogan der renommierten Washington Post. Über Jahrzehnte war die 150 Jahre alte US-Hauptstadtzeitung ein Bollwerk der Demokratie. Doch unter ihrem Besitzer, dem Multimilliardär Jeff Bezos, kommt es dort jetzt zu Massenentlassungen. Vergangene Woche war bekannt geworden, dass von 800 Redakteuren 300 gehen müssen. Und jetzt verlässt auch Verleger und Vorstandschef, Will Lewis, die Zeitung.
Unter Bezos' Führung hat sich die Washington Post zunächst positiv entwickelt, mit mehr Digitalisierung und investigativer Berichterstattung, sagt Andrian Kreye, Leitender Redakteur des SZ-Feuilletons. Aber unter US-Präsident Donald Trump gehe es um “Fragen wie Angst und Feigheit”. Die Millionenverluste der Zeitung seien für Bezos “eigentlich keine Summen”, aber Trump drohe unverhohlen, sich in den Online-Versandhandel und andere Geschäftsfelder des Amazon-Gründers einzumischen.
Schließlich wolle es sich Bezos nicht mit einem " Diktator verscherzen, der bekannt rachsüchtig ist”. Dies zeige sich etwa bei der Verleumdungsklage in Höhe von 15 Milliarden Dollar gegen die New York Times, der Milliardenklage gegen CBS News oder der Klage gegen das Wall Street Journal wegen eines Artikels über seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein. Inzwischen würden durch Trumps Medienpolitik Desinformation, Halbwahrheiten und emotionale Aufladung die US-Medienlandschaft dominieren.
Weitere Nachrichten: Schwere Überschwemmungen in Spanien. Portugal und Marokko; Vonn stürzt schwer, Emma Aicher holt erste deutsche Medaille.
Zum Weiterlesen:
Hier lesen Sie einen Artikel über den Kahlschlag bei der Washington Post.
Und hier Kreyes Kommentar zu den Vorgängen in Washington.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Katja Guttmann, Aylin Sancak
Produktion: Aylin Sancak
Zitiertes und zusätzliches Audiomaterial über TrailerTracker und ZDF.
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