Episode 23: „Es ist ein bisschen schade, wenn man sich in eine Idee zwängen will und seine Bedürfnisse oder das eigentliche Wohlbefinden dem Funktionieren einer Sache oder einem Zweck unterordnet [...]“
Wie kann man sich das geben, was man braucht; zwischen dem sich selbst befeuern und selbst ausbrennen? Freizeitentwürfe unterliegen einer breiten Flexibilität, genauso erfordern Routinen eine ständige Anpassung an ihre äußeren Umstände. Aktivitäten pausieren oder Abwechslung wagen zeugt nicht von Unfähigkeit zur Beständigkeit.
Es gilt sich zu fragen, wann die Zeit für gewisse Gewohnheiten vorüber ist; Wann sich neue Bedürfnisse deutlich machen und eine Neuordnung der Prioritäten verlangen. Man darf erkennen, dass Pausen, Rückzüge und Ruhephasen als gleichwertige Komponente der Stärke existieren, die nicht nur die aktive zielstrebige Verbesserung ist, sondern ebenso das Aushalten und die Vertiefung stiller Momente.
Wir entwickeln uns nicht einheitlich und irgendwo schlummern Dinge, die umso mehr Ruhe, und überhaupt unsere Beachtung, brauchen; mehr Zeit erfordern oder ein häufigeres Angehen. Damit verbunden sind die Grenzen, die wir im Umgang mit uns selbst ergründen und setzen müssen. Wie kann man sich selbst näher kommen und eigene Bedürfnisse besser wahrnehmen? Wie kann man lernen wirklich für sich da zu sein und was bedeutet es, sich „aufzubauen“? Lernen, Dinge zu ihrer Zeit und Berechtigung genießen zu können.
Passend dazu:
E14 Symptome des Unbewussten / "Zweifel";
E16 Zwanghaftes Verhalten/ fehlende Abwechslung;
E21 Wenn man sich selbst im Weg steht/ Blockaden lösen