Episode 4: Wenn die Probleme und Traumata eines anderen die Beziehung zu dieser Person überschatten, ist es nicht einfach zu ihr zu halten, vor allem wenn man von ihr in einer gewissen Weise abgelehnt wird. Uns bleibt oftmals nicht mehr als die Möglichkeit, diese Person loszulassen, denn wir können nichts erzwingen und sind in erster Linie auch nicht für ihr Leben verantwortlich.
Heute spreche ich darüber, wie man sich damit arrangieren kann, besonders wenn dies dem Gegenteil dessen, das wir insgeheim wollen, entspricht.
Dass wir für jemanden Raum lassen und an ihr Potenzial glauben können aber es für uns besser sein kann, die Distanz zu bewahren und uns ihrer Nähe zu entziehen. Dass wir nicht darauf warten sollten, dass sich jemand dazu entschließt, sich Hilfe zu suchen oder sich zu verändern; Sondern dass wir uns stattdessen auf uns selbst konzentrieren und unsere Energie und Aufmerksamkeit wieder auf uns selbst richten sollten.
Dass wir Mitgefühl und Liebe für die Person, von der wir uns wegdrehen, empfinden können aber nicht an unseren unbewussten Erwartungen oder Wünschen festhalten.
Dass solche Situationen uns nichts darüber sagen, wie wir wirklich zueinander stehen, sondern welche persönlichen Muster dazu führen; Dass jeder Mensch seine eigenen Probleme und Trauma in seinen Beziehungen widerspiegelt; Dass wir selbst uns von den Teilen in uns, die ungesunde Glaubenssätze über uns selbst durch die Beziehung bestätigen, lösen müssen.
Dass wir diesen Personen Platz in uns gewähren aber gleichzeitig Raum für uns und anderes, Neues schaffen.
Dass wir nur so weitermachen können und uns für das, was wirklich für uns bestimmt ist, öffnen können.