30 Jahre lang hat Christoph Schönborn die Wiener Kirche – skandalfrei – geleitet. Seit seinem 80. Geburtstag ist er in Pension, mittlerweile ist sein ehemaliger Sekretär Josef Grünwidl neuer Erzbischof. Schönborn zog sich in ein Kloster im 20. Wiener Bezirk zurück und gab dort "Heute"-Chefredakteur Clemens Oistric nun eines seiner seltenen Interviews. Bereitet dem Kardinal das Erstarken des Islam in Wiener Pflichtschulen Sorgen? "Wer die Kinder hat, hat die Zukunft", so der Dominikaner. Und: "Dass in Österreich jeder anständige Österreicher tritt der Kirche austritt, weil sich das so gehört, dann darf man sich nicht wundern, dass die Muslime die Mehrheit werden."
Schönborn sprach im "Backstage"-Podcast u.a. über:
- Sein neues Leben ("Eine neue Freiheit")
- Seinen Lieblingspapst ("Benedikt") und ob er selbst gerne Papst geworden wäre
- Seinen Nachfolger Josef Grünwidl ("Überwältigend positive Zustimmung für seine Menschlichkeit")
- Das Kreuz in öffentlichen Gebäuden
- "Glaube, Hoffnung, Liebe" ("Wenn eine Partei das ernst meint, ist sie auf einem guten Weg")
Über diese Themen und noch mehr spricht Kardinal Christoph Schönborn, der – vorerst für länger – Österreichs letzter Kardinal bleiben könnte. Dies dafür auf Lebenszeit.