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Die FPÖ hat sich bei der Wien-Wahl im April zwar verdreifacht und ist nun zweitstärkste Kraft in der Stadt – in eine Koalition haben es die Blauen von Parteichef Dominik Nepp (43) dennoch wieder nicht geschafft. Sind die Blauen zu radikal? U.a. diese Frage beantwortet Nepp im "Backstage"-Podcast mit "Heute".
Bekommt er als nicht-amtsführender Stadtrat Steuergeld fürs Nichtstun? "Nein", sagt Nepp. "Mein Ressort ist das größte – nämlich diese gesamte rote Misswirtschaft zu kontrollieren. Fälle wie 4.600 Euro Mindestsicherung haben wir aufgedeckt. Man sieht, dass Kontrolle in Wien sehr wichtig ist. Diese Aufgabe nehmen wir ernst."
Auf 10 Jahre "Wir schaffen das" blickt er zornig zurück: "Wir Freiheitliche waren nie am Westbahnhof, im Gegenteil: Wir haben das bekrittelt, wurden dafür kritisiert und haben leider recht behalten. Versprochen wurden Wissenschafter der Raketen, es kamen aber Wissenschafter der Macheten. Ganz Wien ist leider zum Brennpunkt geworden."
Die Herbstlohnrunde startet am 22. September – und könnte heißer nicht sein. GPA-Vorsitzende Barbara Teiber macht klar, dass sie keine Zurufe über Nulllohnrunden hören will – die Beschäftigten hätten mit der Teuerung zu kämpfen und es gehe auch nicht allen Branchen schlecht. Zudem nimmt sie Stellung zur Situation am Arbeitsmarkt (Jobsuchende über 50 hätten es schwer), zur Teilzeit-Debatte, dem angekündigten Jobabbau bei der OMV sowie den von der Regierung beschlossenen Einschnitten bei den Pensionserhöhungen. Und sie sagt, dass ein größerer Beitrag der "breiten Schultern" die Stimmung gegenüber der Sparpolitik der Regierung verbessern würde.
"Heute Backstage SPEZIAL" – Folge zwei mit den Insights der Woche. Dieses Mal Thema:
Am Samstag, 20. September 2025, gibt Kärntens Langzeit-Landeshauptmann Peter Kaiser den Vorsitz der SPÖ-Kärnten an Landesrat Daniel Fellner ab. Im "Heute"-Podcast spricht der 66-jährige Familienvater über den Abschied auf Raten, einen emotionalen Moment als frischgebackener Landeschef und den Zustand der Bundes-SPÖ.
Er habe den Eindruck, dass bei seiner Partei "nur die Achillesferse im Bild ist. Konkret: Es wird nur auf das geschaut, was nicht passt – und nicht, wie wichtig es ist, dass die SPÖ in der Regierung ist". Dabei verweist Kaiser etwa auf die getroffene Regelung bei den Pensionen.
Auch in seinem Bundesland muss gespart werden. So werde es bis 2030 in den Kärntner Landesspitälern etwa zu einer Bettenreduzierung im "niedrigen dreistelligen Bereich" kommen. Die Standorte der Spitäler seien im Gegenzug abgesichert, betont der SP-Grande.
Sie ist eine der mächtigsten Sozialdemokratinnen des Landes, der Gewerkschaft richtet sie vor den anstehenden Lohnverhandlungen dennoch keine Zielsetzung aus: "Sie hat noch jede Verhandlung bravourös gemeistert", sagt Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl.
Einen Vorstoß gibt's dafür beim Thema Lohntransparenz – die AK-Chefin fordert Offenlegung der Gehälter in den Betrieben und kontert die Kritik der Freiheitlichen an der Pflichtmitgliedschaft in der Kammer. "Wir haben voriges Jahr 824 Millionen an barem Geld für unsere Mitglieder zurückgeholt", liefert die mächtige Sozialdemokratin eine Leistungsschau ab.
Nach der Pressekonferenz der Bundesregierung schäumt der steirische Sozial-Landesrat Hannes Amesbauer (FP) im "Heute Backstage"-Podcast. Viele inhaltliche Fragen und Details "bleiben im Dunkeln", das Modell von Ministerin Schumann, Plakolm und Co. müsse zudem noch durch den verfassungsrechtlichen Dienst, ein Entwurf soll es frühestens im kommenden Jahr vorliegen.
"Normalerweise sollte man sich das vorher ansehen, bevor man etwas groß verkündet, ob das verfassungskonform ist", wettert Amesbauer. Eine Einladung zum Gespräch in der kommenden Woche bei Sozialministerin Schumann wolle er dennoch wahrnehmen – vielleicht könne der Bund ja aus der Steiermark etwas Konstruktives mitnehmen.
"Was jetzt auf Bundesebene präsentiert wurde, ist aus meiner Sicht eine Nebelgranate", kritisiert der FP-Landesrat jedoch und ist sauer, dass die Länder vorab nicht eingebunden gewesen seien.
Sie kommt mit der Bim zum "Heute"-Podcast, trägt eine mintfarbene Bluse, darüber einen taubengrauen Blazer. Die Arbeit der Dreier-Koalition ist ihr jedoch gar nicht grün: Leonore Gewessler (48) prangert im Gespräch die bloße Ankündigungspolitik der Regierung an ("Macht das Leben der Menschen in diesem Land nicht besser") und kritisiert den "Kulturkampf beim Klima".
"Wir haben weiterhin eine sehr hohe Teuerung, ein unsoziales Sparpaket und einen Anti-Klima-Feldzug. Nichts davon macht das Leben der Menschen in diesem Land besser. Wir werden daher nicht lockerlassen", kündigt sie an. Die SPÖ hätte die Bevölkerung beim Thema günstige Öffis im Stich gelassen: "Wir Grüne werden weiter für günstige Öffis kämpfen."
Zu ihrem Kollegen in den Oppositionsreihen, Herbert Kickl, hat sie eine klare Meinung: "Uns trennen Welten. Die FPÖ steht für eine Oppositionspolitik, die immer alles kurz und klein schlagen will. Herbert Kickl nennt Viktor Orbán als Vorbild und ich habe den Eindruck, er hätte gerne, dass Moskau die österreichische Bundeshauptstadt ist und nicht Wien."
SP-Staatssekretär Jörg Leichtfried erläutert die Eckpunkte des verschärften Waffengesetzes, das die Regierung jetzt auf den Weg gebracht hat. Und er skizziert wachsende Bedrohungen aus dem Internet – zunehmend würden Jugendliche über Social Media radikalisiert: "Unsere Kinderzimmer sind nicht mehr sicher", warnt er. Die Regierung will deshalb eine gesetzliche Altersgrenze für TikTok & Co einführen, 15 Jahre kristallisieren sich als Limit heraus. Auf EU-Ebene laufen ebenfalls Bestrebungen eines Mindestalters für Social Media. Am besten wäre möglichst rasch eine EU-weite Regelung, sagt Leichtfried – aber Österreich müsse sich vorbereiten, das national einzuführen, falls Brüssel zu lange brauche.
Teuerung und Inflation machen auch vor der Stadt Wien nicht Halt. Noch heuer sollen 500 Millionen Euro eingespart werden, in allen Bereichen wird finanziell gekürzt – so auch im Kulturbereich, erklärt Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler im Podcast.
"Ich möchte vorausschicken, dass diese Einsparungsnotwendigkeiten auch Folge einer mangelnden Inflationsbekämpfung sind, die die letzte Regierung verabsäumt hat. Wir müssen das jetzt alle ausbaden", so Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. Es soll aber nicht einfach gekürzt, sondern intelligent umstrukturiert werden. "Wir müssen Synergien und passgenaue Lösungen finden", so Kaup-Hasler. Sie will auf Dialog mit den Kulturschaffenden setzen.
Außerdem: Wo Kürzungen geplant sind, wie der Stand der Dinge mit einer neuen Abgabe – dem "Kultureuro" – sind und wie es mit dem Gratis-Eintritt ins Wien Museum aussieht.
Sachleistungskarte, Meldepflicht für Asylwerber, Coronafonds – bloß blaue Symbolpolitik? Niederösterreichs Neo-Landesrat Martin Antauer spricht mit "Heute Backstage" über das freiheitliche Prestigeprojekt, die Sachleistungskarte für Asylwerber. Außerdem kontert er die Kritik, die neu eingeführte Meldepflicht sei eine Alibi-Maßnahme: "Nein, dagegen verwehre ich mich. Die bisherigen Kontrollen durch den Bund waren nur stichprobenartig. Hier geht es um Steuergeld, das in Form einer Grundversorgung ausbezahlt wird."
Antauer spricht Fälle von Zugewanderten an, die durch die Kontrollen geschlüpft wären ("Mein Mann ist einkaufen"), in der Zeit aber Urlaub in ihren Heimatländern gemacht hätten. Das will der Freiheitliche verhindern: "Wir können die Grundversorgung nicht an Menschen auszahlen, die gar nicht in Österreich leben oder auf Urlaub in ihre Heimat gefahren sind. Das ist grotesk – Menschen fahren dorthin auf Urlaub, von wo sie geflüchtet sind. Wer sich nicht meldet, fliegt aus der Grundversorgung."
Außerdem: Was Antauer über die Rechnungshofkritik am Corona-Wiedergutmachungsfonds sagt und wie er die Spitäler in seinem Heimatbundesland zukunftsfit aufstellen möchte.
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