Obwohl der Bund die Sozialhilfe bundeseinheitlich regeln will, präsentiert Steirer-Landeshauptmann Mario Kunasek (FP) Ende September ein eigenes Gesetz. "Wir gehen in Vorleistung und werden im Herbst das neue Gesetz präsentieren und das wird – das kann ich versprechen – das strengste Gesetz in Österreich sein." Es soll "eine Möglichkeit für andere Bundesländer" sein, "sich die Steiermark als Vorbild zu nehmen".
Wo er nach dem Machtwechsel in der Steiermark freiheitliche Handschrift wahrnimmt? "Ich glaube, wir haben sehr rasch begonnen, die wahren Probleme der Menschen wahrzunehmen und auch Lösungen umzusetzen", so Kunasek. Mit dem Start der Ampel-Koalition auf Bundesebene ist er hingegen höchst unzufrieden – seine Beurteilung der bisherigen Leistungen: "4 bis 5."
Klimaschutz-Ministerin Gewessler weint er keine Träne nach: Es sei gut, "dass es jetzt wieder einmal Klimapolitik mit Hausverstand gibt, damit man die Industrie nicht noch weiter unter Druck setzt", so der Landeschef. Lobende Worte bekommt die Neo-Klubobfrau der Grünen für die Koralmbahn, die im Dezember in Betrieb gehen soll: "Der Ausbau von Verkehrsadern ist natürlich grundsätzlich etwas Positives. Wir haben nicht nur Straßen, wir haben natürlich auch Bahn."