BARFUSS - Leute und Geschichten

BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • Enttäuschte Hoffnungen

    Die EU hat sich von ihren ursprünglichen föderalistischen Ideen verabschiedet. Eine demokratische Regionalisierung findet nicht statt, stellt Politikwissenschaftler Peter Kraus von der Universität Augsburg im BARFUSS-Podcast (1) fest.

    Die EU ist eine große Baustelle. Unfertig. Mancherorts wird nicht mehr gebaut. Staaten wie Polen und Ungarn, seit den Parlamentswahlen auch die Slowakei, verhindern die weitere europäische Integration. Sie lehnen einen Bundesstaat strikt

    ab. Ausgebremst wurde vor Jahren schon die Regionalisierung, die entsprechende Aufwertung der Regionen. Sie dürfen in der EU-Architektur umsetzen, was Brüssel und die Hauptstädte der
    Mitgliedsländer beschlossen haben. Die Regionen, Befehlsempfänger, keine gestaltenden Institutionen von unten, sagt Universitätsprofessor Kraus im Gespräch mit Wolfgang Mayr.

    7 min
  • Kein Ausweg aus der afghanischen Sackgasse

    Die islamistischen Taliban bauen mit ihrer totalitären Herrschaft

    Afghanistan in ein abgeschottetes Kalifat um. Der Arzt Reinhold Perkmann beschreibt im Podcast mit Wolfgang Mayr die Lage als äußerst prekär.

    Nachbar Pakistan, Pate der Taliban, will die afghanischen Flüchtlinge loswerden. Mehr als 4,4 Millionen Afghanen

    „leben“ in Pakistan. Sie sind vor den Taliban geflüchtet, die auch vom pakistanischen Geheimdienst aufgerüstet wurden. Hunderttausende sind bereits wieder nach Afghanistan der Taliban zurückgekehrt. An der pakistanisch-afghanischen Grenzen
    spielten sich Tragödien ab. Afghanistan ist ein Land, verwüstet von Erdbeben und dem Wüten der Taliban. Sie halten an ihrer Vision fest: Kalifat Afghanistan. Reinhold Perkmann war als Arzt mehrere Male für die italienische Hilfsorganisation Emergency in Afghanistan.

    9 min
  • Weder Paradies noch Hölle

    Matthias Schwering von der Universität Augsburg empfiehlt einen unaufgeregteren Umgang mit Zuwanderung und Eingliederung. Schwering und seine Thesen im Podcast von Wolfgang Mayr.

    Im Mietshaus regeln Vorgaben das Zusammenleben. Ähnliches gilt auch für das Mietshaus Südtirol und seine divers gewordenen Bewohner:innen.  Die „Haus“-Regeln helfen gegen Verunsicherung

    und Ängste, argumentiert Matthias Schwering, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität August. Sein Blick von außen auf die Migration in Südtirol.

    10 min
  • „Heikles Thema“

    Wie gehen Minderheiten-Regionen mit Migration um? Schottland, Katalonien und das Baskenland sind Einwanderungsländer. Und Südtirol? Ein Podcast von Wolfgang

    Mayr mit Matthias Schwering von der Universität Augsburg.

    Ausländer, besonders kriminelle Ausländer, sind ein Wähler-Magnet. Gleich drei Parteien operierten damit bei den Landtagswahlen, die Liste von Jürgen Wirth-Anderlan und die Südtiroler Freiheit.

    Sie legten kräftig zu. Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung sind „ausländisch“, aus Österreich und Deutschland, also EU-Bürger, aber auch aus Albanien und dem Kosovo, inzwischen auch aus Afrika und Asien. Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Augsburg, Matthias Schwering, beschäftigte intensiv mit der Migration in Südtirol. Seine Recherche ergab ein differenziertes Bild.

    9 min
  • Geschrumpfte Italiener

    Der befürchtete, aber auch erhoffte Siegeszug der postfaschistischen Fratelli d´Italia blieb aus, die italienische Vertretung im Landtag verringerte sich. Ausdruck für politischen Frust, kommentiert der ehemalige Meinungsforscher Gernot Gruber im folgenden Podcast.

    In einigen Tagen will die SVP mit allen Landtagsfraktionen über die Bildung der Landesregierung sprechen. Die heftig abgestrafte Volkspartei sucht italienische Partner, erstmals nach der ersten Landtagswahl 1948 muss eine weitere „deutsche“ Partei

    in die Landesregierung mit aufgenommen werden. Welche italienische Partei oder Parteien werden koalieren? Die postfaschistischen Fratelli von Alessandro Urzi´, die rechte Lega, die rechtsliberale Bürgerliste von Angelo Gennacaro oder der
    mittelinke PD? Diese Wahlen haben es deutlich gemacht, die italienische Parteien befinden sich in einen erbärmlichen Zustand.

    6 min
  • Orientierungslose SVP

    Die einst mit absoluter Mehrheit regierende Südtiroler Volkspartei ist auf einen historischen Tiefstand abgerutscht. Von fast 68 Prozent 1948 auf 34 Prozent 2023. Die SVP funktioniert so nicht mehr, analysiert Gernot Gruber.

    Erstmals in ihrer Geschichte ist die SVP unter die 100.000 Stimmen-Marke gerutscht. Die eigene Analyse fällt offiziell schmallippig aus. Selbstkritik scheint nicht eine Stärke der Volkspartei zu sein. Obmann Philipp Achammer spricht gar davon, das Wahlziel erreicht zu haben. Hat die einst äußerst pragmatische Partei völlig die Bodenhaftung verloren? Die ehemalige Bürgermeisterin Rosmarie Pamer, die mit einem guten Vorzugsstimmen-Polster in den Landtag gewählt wurde, fordert eine gründliche Reform der eigenen Partei. Was hat die SVP falsch gemacht? Antworten des ehemaligen Meinungsforschers Gernot Gruber im Podcast von Wolfgang Mayr:

    10 min
  • „Ein verrückter Landtag“

    Ein etwas anderer Blick auf die Landtagswahlen mit Gernot Gruber. Vor einigen Jahren betrieb Gruber mit seinem Team Dr. Gruber & Partner auch Meinungsforschung. Zahlen und Daten faszinieren ihm immer noch, nachzuhören in einer Podcast-Serie

    von Wolfgang Mayr

    Im neuen Landtag sind seit den Wahlen zwölf Parteien und Listen vertreten. Auf Rai-Südtirol beschrieb Politikwissenschaftler Hermann Atz diese Landtagswahl als eine Zeitenwende, die

    schmerzhaften Verluste der SVP stärkten laut dem Politikwissenschaftler Günther Pallaver die extremistischen rechten Ränder. Als einer der Ursachen für die Wahlschlappe der
    SVP benannte die gescheiterte Landesrätin Maria Hochgruber-Kuenzner das schrankenlose Lobbying. BARFUSS reicht weitere Analysen nach, mit Gernot Gruber.

    9 min
  • Handeln im Hinterzimmer

    Sechs Jahre nach dem vom Staat illegal erklärten Unabhängigkeitsreferendum gehen in Katalonien die Menschen wieder auf die Straße und Plätze. Für die Unabhängigkeit.

    Der andere Teil der Bevölkerung hingegen setzt auf den Zentralismus. Die beiden baskischen Parteien, auch sie spielen bei der Bildung der neuen spanische Regierung eine – wenn auch kleine – Rolle. Wie agieren „die Basken“?

     

    Die traditionsreiche baskische Nationalpartei PNV, mittrechts positioniert, stellt seit der Demokratisierung Spaniens die baskische Regionalregierung. Bei den letzten Parlamentswahlen setzte sich die linksnationalistische EH Bildu, hervorgegangen aus dem politischen Umfeld der ETA, gegen die PNV durch. Der spanische Staat ging in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verboten gegen die ETA-nahen Parteien vor. Die trotz der staatlichen Repression, ihre Kritik, nicht aufgaben. Beide Parteien, die PNV und EH Bildu, setzten trotz ihrer unterschiedlichen politischen Verankerung auf Dialog und Verhandlungen, kommentiert Politikwissenschaftler Matthias Santamburlo die Entwicklung im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

    15 min
  • Die baskischen Pläne

    Im Zuge der Bildung der neuen spanischen Regierung bringen sich auch die beiden baskischen Parteien PNV und Eh Bildu ein. Sie setzen auf einer Reform des Regionalstaates, erläutert

    Politikwissenschaftler Matthias Scantamburlo von der Universität Bilbao/Bilbo im Podcast (1) von Wolfgang Mayr:

    Jahrelang galt das autonome Baskenland als die „Unruheprovinz“

    Spaniens, als ein Hort des Terrorismus. Die ETA, für die einen
    Terroristen, für die anderen nationale Freiheitskämpfer, führte trotz der Demokratisierung langen ihren tödlichen „Untergrundkampf“ weiter. Die ETA löste sich inzwischen – zumindest offiziell – auf, seitdem gilt die baskische Region als ein Stabilitätsfaktor, die konservative baskischen Nationalpartei PNV trotzte den spanischen Sozialisten und der nationalkonservativen spanischen Volkspartei PP weitreichende Befugnisse ab. Katalonien löste das Baskenland als rebellische antistaatliche Hochburg ab. Als Reaktion darauf entstand die rechtsradikale Vox,
    politische Enkel des Diktators Franco.

    7 min
  • „Fratelli sudtirolesi“

    Die italienischen Wählenden halten sich an den gesamtstaatlichen – am sogenannten nationalen – Trend. Mal mittelinks, meist mitterecht und weit rechts. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit der Politikwissenschaftlerin Alice Engl.

    2018 siegte die Lega, am Sonntag werden es die fratelli sein. Auch in diesem Fall sind die zwei Wahl-Umfragen unmissverständlich. Die fratelli von Regierungschefin Giorgia Meloni werden stärkste italienische Kraft in Südtirol. Eine Renaissance des italienischen Faschismus? Meloni und ihre fratelli sind italienweit die erste Partei und sie kommt auch bei den Südtirolerinnen und Südtirolern gut an. Vor fünf Jahren konnte die Lega auch „deutsche Stimmen“ einsammeln, ob dies den fratelli ebenso gelingt?

    6 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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