BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • "Niemand kennt das Wort Porajmos“

    Mit der Anerkennung als österreichische Volksgruppe änderte sich die Stimmung zwischen Mehrheit und Minderheit. Der Völkermord der Nazis an den Roma war kein Tabu mehr. Teil zwei über die Situation der Roma im Burgenland.

    1993 anerkennt die Republik Österreich die Roma-Bevölkerung im Burgenland als nationale Minderheit. Einmalig im westlichen Europa. 1995 ermordete der rechtsradikale Franz Fuchs mit einer Rohrbombe vier Roma im burgenländischen Oberwart (Felsőőr, Borta, Erba). Der vierfache Mord löste eine Welle der Solidarität aus, politisierte die jungen Roma, die österreichische Regierung legte mehrere Hilfsprogramme auf. Und, das rassistische „Z“-Wort verschwand, wurde „ersetzt“ mit dem Begriff Roma, erzählte Andreas Lehner von der Roma-VHS im folgenden Podcast von Wolfgang Mayr.

    5 min
  • „30 Jahre anerkannt, na und?“

    Seit drei Jahrzehnten sind die Roma im österreichischen Bundesland eine amtlich anerkannte Volksgruppe. Ein großer Schritt, weitere aber fehlen, heißt es bei der Roma Volkshochschule Burgenland. Teil eins des Podcasts von Wolfgang Mayr.

    Seit 1999 ist die Roma Volkshochschule aktiv, für die Roma-Gemeinden im mittleren Burgenland. Aus- und Fortbildung, Schwerpunkte der Roma VHS, die damit auch die politische Arbeit des Roma Kulturvereins unterstützt. Für beide Organisationen ist auch die Vergangenheit ihrer Volksgruppe ein zentrales Arbeitsfeld, die Vernichtung der Roma in der Nazi-Ära. Ein Großteil der Bevölkerung der 140 Roma-Dörfer wurde 1941 in die KZ deportiert und ermordet, recherchierte der burgenländische Historiker Gerhard Baumgartner. Es geht der Roma VHS um das Erinnern des Gestern und um ein „normales“ Leben heute, ein Podcast von

    Wolfgang Mayr.

    11 min
  • „Hartnäckig verhandeln“

    Trotz widriger Umstände schaffte Silvius Magnago, SVP-Obmann und Landeshauptmann, in den 1960er Jahren eine Landesautonomie für Südtirol zu „erkämpfen“. Ein Podcast von Wolfgang Mayr zum 13. Todesjahr von Magnago.

    Silvius Magnago führte Land und Leute von ganz unten nach ziemlich weit oben. Armut, Auswanderung, Zuwanderung, Terror, Repression, ein toxischer Mix damals versprach keine Zukunfts-Perspektive. Ihm gelang es trotzdem, eine autonome Gemeinschaft zu schaffen, 1969 das Paket, 1972 dann als Folge das Zweite Autonomiestatut. Das war ein langes Ringen für ein stückweit Normalität. Politik für die Landsleute, würdigte der Rechtswissenschaftler Romano
    Ferrari Zumbini von der römischen Universität Luiss Silvius Magnago. Vor 13 Jahren, im Mai 2010, verstarb Magnago. Seine Stiftung erinnerte mit einer Diskussionsrunde an das Vermächtnis von Silvius Magnago.


    10 min
  • „Kann Südtirol Staat?“

    Ja, ist der Verein noiland Südtirol-Sudtirolo überzeugt. Seit Wochen touren zwei der Autoren, Harald Mair und Marco Manfrini, durch das Land. Sie kommen im Podcast von Wolfgang Mayr zu Wort.

    Der Verein Noiland Südtirol-Sudtirolo definiert sich überparteilich und sprachgruppenübergreifend, will mit dem Buch „Kann Südtirol Staat?“ eine breite Diskussion anstoßen: über die Zukunft Südtirols. Ausgelotet wurden Risiken und Chancen, das Vorhaben ist keineswegs ein Abenteuer, widersprechen Mair und Manfrini. Genau so wenig empfinden sie sich als „Zündler“ oder „ethnische Scharfmacher“.

    Noiland suchte nach Antworten für eine unabhängige Zukunft und ha sie gefunden, sagen Mair und Manfrini. Zu diesem Projekt laden sie alle Interessierten ein, egal welcher Sprachgruppe sie angehören und woher sie kommen.

    23 min
  • „Krieg ist anders, als man ihn sich vorstellt“

    Das sagt die gebürtige Olanger Journalistin Daniela Prugger über den russischen Eroberungskrieg in der Ukraine. Für ihre Berichterstattung aus dem

    überfallenen Land erhielt sie den Claus Gatterer-Preis 2023.

    Daniela Prugger berichtet für mehrere deutschsprachige Medien in Österreich und Deutschland nicht nur aus der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw. Die

    33-jährige Prugger studierte Kommunikations- und Politikwissenschaft in Wien und Sevilla und ist Absolventin der Reportagenschule Zeitenspiegel in Reutlingen. Schon vor dem Krieg berichtete Daniela Prugger aus einem Land im Umbruch, veröffentlichte Analysen und Hintergrundberichte auf der Plattform „Ukraine verstehen“, kommentiert seit dem 24. Februar 2022 die Lage in der Ukraine und produziert Podcasts und Videos. Daniela Prugger war mit ihren Eindrücken und Einschätzungen auch auf Rai-Südtirol zu hören. Für ihr journalistisches Engagement erhielt Daniela Prugger den Gatterer-Preis für
    herausragenden Journalismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr als Widmung:

    11 min
  • Die Dorfgemeinschaft, ihre Rolle und ihr Sein

    Gregor Amhof von der Technologischen Fachoberschule in Bruneck hat einen Audiobeitrag zum Thema „Die Dorfgemeinschaft, ihre Rolle und ihr Sein“ gestaltet. An seiner Heimatgemeinde Sexten zeigt er auf, wie sich das Zusammenleben in einer Dorfgemeinschaft verändert hat, wie und in welchen Bereichen der Zusammenhalt funktioniert oder auch nicht. 

    10 min
  • Adoption in Südtirol

    Sophie Gamper und Mara Raffl vom Sprachen- und Realgymnasium in Schlanders haben sich in ihrem Audiobeitrag mit dem Thema „Adoption in Südtirol“ beschäftigt und gehen darin der Frage nach, wie es wohl ist, seine Herkunft nicht zu kennen und wie es sich anfühlt, mit Eltern aufzuwachsen, mit denen man biologisch nicht verwandt ist. Der Beitrag ist im Rahmen des Schüler:innenpreises Claus 2023 entstanden.


     

    10 min
  • Du glabsch obo olles!

    Fabian Steinkasserer vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Bruneck nimmt die Hörer*innen in seinem Audiobeitrag „Du glabsch obo olles!“ mit auf eine akustische Reise durch die Facetten der Wahrheit. Für ihn gibt es in Südtirol, einer Region mit einer reichen kulturellen Vielfalt und Geschichte, auch viele unterschiedliche Perspektiven von Wahrheit, von der Wahrnehmung der Geschichte und Identität bis hin zu politischen und sozialen Fragestellungen. Der Beitrag ist im Rahmen des Schüler:innenpreises Claus 2023 entstanden.

    10 min
  • Claus Tandems 2023

    Mit ihrem Projekt bringt die slowenischsprachige ORF-Journalistin Sabina Zwitter Grilc Südtiroler „Claus“-Nachwuchsjournalistinnen und Journalisten mit Kärntner Oberschülerinnen und Oberschülern zusammen. (Teil 3)

     

    Diese ORF-gesponserten grenz- und sprachgruppenübergreifenden Tandems vernetzen Südtiroler und Kärntner Nachwuchs-Journalistinnen und Journalisten, mit dabei auch weitere junge Medien-Leute anderer österreichischer Volksgruppen. Die zwölf TeilnehmerInnen am Claus von 2022 nahmen Ende September

    mit sechs Kärntner Oberschüler*innen an einem dreitägigen Medienprojekt in Wien teil, wobei sie von sechs Jungjournalist*innen als Mentor*innen begleitet
    werden. Das Ergebnis ist überzeugend und überraschend.

    3 min
  • „Zwischen KI und Emotionen“

    Rojin Yazar und Alina Greta Bertolani setzten sich in ihrem „Claus 2023“-Projekt mit der künstlichen Intelligenz in der Medizin auseinander, Alex Putzer beschäftigte sich mit „Un-Glücksein“. Die drei Claus-Drittplatzierten im zweiten Teil der Podcast-Serie über den Schüler:innenpreis.

     

    Glücklich, unglücklich, wie geht es dir? Und mir? Antworten suchte Alex Putzer. Rojin Yazar und Alina Greta Bertolani, sie besuchen das Sprachen- und Realgymnasium in Bruneck, beteiligten sich am 5. Claus-Gatter-Schülerpreis mit einem gelungenen Video über die künstliche Intelligenz in der Medizin.

    4 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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