BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • „Energie-Autarkie ist nicht zielführend“

    „Energie-Autarkie ist nicht zielführend“, sagen Alexandra Troi und Wolfram Sparber vom Institut für erneuerbare Energie der Eurac im Podcast von Wolfgang Mayr. Aber ein guter Mix aus erneuerbarer Energie und Energiesparen.

    Hohe Energiepreise plagen auch die Verbrauchenden im stromreichen Südtirol. Südtirol kann nicht abgekoppelt vom restlichen Europa betrachtet werden, sagt Instituts-Leiter Sparber, Südtirol ist Teil eines europaweiten Stromverbundes. Das drückt sich auch und besonders in den Preisen aus. Wegen des russischen Krieges in der Ukraine und den folgenden Sanktionen kletterten die Strompreise massiv nach oben, inzwischen sinken sie wieder spürbar ab. Laut Sparber entspannt sich die Lage. Soll sich Südtirol deshalb abkoppeln, autark werden? Vor einigen Monaten warb Alperia-Vorstand Helmuth Moroder für den großzügigen Ausbau der Fernwärme in den größeren Zentren des Landes. Die Landesregierung fördert erneuerbare Energien, es gibt es Zuschüsse

    für Fotovoltaik, für Wärmepumpen, Speicherbatterien, für die energetische Sanierung von Gebäuden. Ist noch mehr notwendig? Antworten von Professor
    Troi und Institutsleiter Sparber:

    20 min
  • Ethical Banking statt Zocken

    Immer öfter stoßen Banken mit ihren traditionellen und weniger traditionellen Geschäften an ihre Grenzen, scheitern, wie die Credit Suisse. Es gibt auch ein anderes Bankenmodell, sagen Roland Furggler und Erich Innerbichler im Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    Der „Spiegel“ wirft in seiner Analyse einer „Riege überschätzter Manager“ vor, die Credit Suisse zugrunde gerichtet zu haben. Sie sollen Geschäfte in großem Stil mit dubiosen Kunden betrieben haben. Zocken als Geschäftsmodell. Kein Einzelfall, die Zocker im Doppelreiher haben 2007 die Welt in einer Finanz-

    und anschließend in eine Wirtschaftskrise gestürzt. Das geht auch anders, sind Roland Furggler und Erich Innerbichler von Ethical Banking überzeugt. Furggler leitet das Ethical Banking der Raiffenkasse Bozen, Innerbichler ist der neue Vorsitzende des Fördervereins. Sie werben für eine selbstbestimmte, ethisch und sozial orientierte Finanzwelt. Mit ihren Kleinkrediten für die „alternative“ Wirtschaft will Ethical Banking Kunden am Wirtschaftsleben beteiligen und neue Formen des wirtschaftlichen Handelns fördern.

    22 min
  • „Die neuen Indianer von Wounded Knee“

    Vor 50 Jahren stießen die Mitglieder des American Indian Movements mit einer spektakulären Aktion eine indigene Renaissance an. Ein Podcast von Wolfgang

    Mayr.

    Der National Congress of American Indians, die älteste indianische Organisation in den USA, fordert mehr. NCAI-Präsidentin Fawn Sharp von der Quinault

    Nation verlangte in ihrem Bericht „zur Lage der indigenen Nationen“, mehr für die Alten, für die Frauen, die Jungen, für die Zukunft. Auch 50 Jahre nach der
    Besetzung von Wounded Knee sind viele Forderungen unerfüllt geblieben: Wie die Selbstverwaltung der Reservate, die entsprechende Ausstattung der Stammesbudgets, die flächendeckende Sprachförderung. Die Besetzung von Wounded Knee im Februar 1973 sorgte für ein indianisches Revival.

    15 min
  • “Remember Wounded Knee”

    Mit der Besetzung des Handelspostens am Wounded Knee in Süd-Dakota 1973 stießen die AIM-Militanten den weltweiten indigenen Protest an.

    Vor 50 Jahren, am 27. Februar 1973, waren in den TV-Nachrichten Bilder bewaffneter Indianerinnen und Indianer zu sehen. Mit Federn im Haar, Fransen an der Kleidung, bemalte Gesichter. Sie nannten sich American Indian Movement und bedienten für ihren militanten Protest die gängigen Indianerklischees. Das AIM und die Lakota am Wounded Knee forderten eine neue Politik der Selbstbestimmung und das Ende der kolonialistischen Bevormundung. Ein Fanal, das immer noch nachwirkt, ein Protest, der auf eine unglaubliche Politik der Assimilierung und der Plünderung aufmerksam machte. Sie zeigten aller Welt, sagt Claus Biegert im folgenden Podcast, dass die Ureinwohner seit 200 Jahren rechtlos waren.

    22 min
  • „Free Leonard“

    Seit 48 Jahren sitzt der ehemalige Aktivist des American Indian Movements, Leonard Peltier, im Gefängnis. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    1977 wurde Leonard Peltier zu zwei Mal lebenslänglich für einen Mord an zwei FBI-Beamten verurteilt. Morde, die er nicht begangen hat, ist Journalist Claus

    Biegert von der Gesellschaft für bedrohte Völker überzeugt. In sechs Folgen zeichnete Biegert auf Voices die Geschichte Peltiers nach. Peltier war vor 50 Jahren im American Indian Movement engagiert, das damals den Handelsposten und die Gedenkstätte Wounded Knee besetzt hatte. Die Lebensgeschichte von Leonard Peltier ist die indianische Geschichte, sagt Claus Biegert.


    Weitere Informationen: Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte erinnerte zum 50. Jahrestag von Wounded Knee an die vielen nicht eingehaltenen Versprechen, an die verweigerte Gerechtigkeit für Leonard Peltier.

    Claus Biegert widmete Leonard Peltier den Film „I´m the indian voice“, seit 1977 organisiert das Peltier-Komitee die internationale Solidarität.

    Leonard Peltier schrieb im Gefängnis seine Autobiografie „Mein Leben ist mein Sonnentanz“. Ein beeindruckendes Zeitdokument.

    Michael Koch und Michael Schiffmann widmeten dem politischen Häftling das Buch "Ein Leben für die Freiheit - Leonarde Peltier und der indianische Widerstand" (bestellbar unter [email protected]).

    In einer zehnminütigen Slideshow zeigt die Kampagne „Europe for Leonard Peltier“ Aktionen für die Freilassung von Peltier. Die nächste europaweite

    Aktionskampagne für Leonard Peltier wird voraussichtlich anlässlich des Oglala Commemoration Days stattfinden (26.6.).

    Und noch der GfbV-Appell zur Freilassung von Leonard Peltier und die GfbV-Aktion Leonard Peltier der Künstler.

     


    10 min
  • „Slowenisierung Kärntens stoppen“

    „Slowenisierung Kärntens stoppen“ forderte im Landtagswahlkampf die freiheitliche Jugend. Ganz im Sinne Jörg Haiders. Die Realität ist aber das glatte Gegenstück, mehr im Podcast von Wolfgang Mayr

    Die freiheitliche Hetzegegen die slowenische Volksgruppe wirkte. Bei den Landtagswahlen am 5. März rutschten die Sozialdemokraten unter die 40 Prozent-Marke, die „deutsch-nationalen“ Freiheitlichen wurden zur zweitstärksten Kraft Die antislowenische Kampagne wurde auch von der freiheitlichen „Mutterpartei“ mitgetragen. Doch von einer angeblichen Slowenisierung Kärntenskann nicht die Rede sein. Vor 100 Jahren sprachen mehr als 100.000 Kärntner:innen slowenisch, heute wird die Zahl auf knapp 15.000 geschätzt. Tendenz fallend, heißt es in der OGM-Studie zur slowenischen Volksgruppe:

    17 min
  • „Wir müssen uns entkolonialisieren“

    Der Haudenosaunee Tom Porter (Sakokwenionkwas), ehemaliges Ratsmitglied und politischer Aktivist der Mohawk Nation, engagiert sich für die Wiedergeburt der amerikanischen Indianer, der first nations, native americans. Ein langwieriges und schwieriges Unterfangen, sagt Porter in der zweiten Folge des Podcasts mit Wolfgang Mayr.

    Akwesasne, die Mohawk-Bezeichnung für das St. Regis-Reservat am St. Lorenz-Strom an der US-amerikanischen-kanadischen Grenze, wurde ab 1968 zu einer der Hochburgen des indianischen Widerstandes. Junge Radikale publizierten die Akwesasne-Notes, blockierten aus Protest gegen bürokratische Schikanen die Reservats-Brücke, gründeten eigene politische Strukturen und protestierten 1980 bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid vor ihrer Haustür gegen die Indianer-Politik der US-Regierung. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Mohawks und dem FBI vermittelte der italienische Europaparlamentarier Mario Capanna (siehe Foto) von der linken Democrazia Proletaria. Akwesasne spielt in der indianischen Politik noch immer eine kräftige Rolle:

    14 min
  • „Wir sagen danke“

    Tom Porter oder Sakokwenionkwas („Derjenige, der gewinnt“) über die Solidaritätsarbeit europäischer Menschenrechtsorganisationen für die first nations in Nordamerika. Porter ist ehemaliges Ratsmitglied und politischer Aktivist der Mohawk Nation. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    In den späten 1960er Jahren engagierte sich Porter erstmals für seine „Leute des Langhauses“, für die Mohawks im Reservat Akwesasne – US-amerikanische St. Regis - im US-Bundesstaat New York. Dort erschien mehrere Jahre lang die pan-indianische Zeitung Akwesasne Notes, Sprachrohr von Basisbewegungen und militanten Gruppierungen, gründeten Eltern die alternative Akwesasne Freedom School und wurden die Traditionalisten politisch. Tom Porter war mehr als zwei Jahrzehnte einer der neun Mohawk-Vertreter im traditionellen Rat der Haudenosaunee-Konföderation. 1993 gründete Porter mit Mitstreitern die Mohawk-Community von Kanatsiohareke. In der ersten Folge schaut Porter zurück auf die vielen indigenen Kämpfe:

    12 min
  • „Anerkannte Existenz“

    Ortsnamen in Minderheitensprachen sind Zeugnisse für das Vorhandensein von Anderen, sagt der Kärntner Geograph Peter Jordan.

    Sprachliche Monokultur grenzt aus, besonders überschaubare kleine Minderheiten. Ein Beispiel dafür ist das österreichische Bundesland Kärnten. Nur ein Bruchteil der Gemeinden im südlichen Kärnten haben zweisprachige Ortstafeln, tragen ihre ursprünglichen Namen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es mehr als 800 slowenische Gemeindenamen, heute sind es nur mehr ein paar mehr als 100. Es ist Zeit, die Existenz der slowenischen Sprachgruppe auch mit amtlichen Ortsnamen anzuerkennen, sagt Geograph Jordan im Podcast von Wolfgang Mayr.

    14 min
  • Vergessene Geschichten erzählen

    Der Iyu Ernest Webb und seine Ehefrau Catherine Bainbridge von Rezolution Pictures richten ihre Kameras auf die natives, auf die Menschen des indian country. Sie erzählen Geschichten, die bisher nicht erzählt wurden.

    Webb nahm als Co-Regisseur in Reel Injun die Klischee-Indianer von Hollywood ins Visier, in der Dokumentation Rumble: The Indians Who Rocked the World erzählt er vom Einfluss indigener Musiker im US-Blues und Rock, in Down the Mighty River setzt sich Webb mit der umweltzerstörenden Erschließung seiner Iyu-Heimat im Norden der kanadischen Provinz Quebec auseinander. In der Comedy-Serie Mohawk Girls wird mit viel Ironie und Spott das Leben moderner Mohawk-Mädchen auseinandergenommen. Webb überzeugt mit seinen Geschichten, zu sehen in der von ihm betreuten und moderierten Dokumentarserie Indians and Aliens Ernest Webb stellte einige seiner Filme in München und in Bozen vor, im Filmclub und an der Freien Universität Bozen. Die nicht erzählten Geschichten seiner Iyu, Innu, Algonkin und Anishinabe sind sein Thema, sagt er im Podcast von Wolfgang Mayr.

    7 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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