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Der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner plädiert für die Abschaffung des österreichischen Volksgruppengesetzes. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.
Im Juni wird das Volksgruppengesetz ein halbes Jahrhundert alt. Der Nationalrat, das Parlament in Wien, feierte bereitsdas Jubiläum. Da gibt es aber nichts zu feiern, findet Baumgartner, dieses Minderheitenschutzgesetz war schon bei seiner Genehmigung hoffnungslos „überholt“. Baumgartner ist auch überzeugt, dass eine Überarbeitung des Gesetzes an der Inhaltslosigkeit wenig ändern wird. Er empfiehlt ein grundsätzlich neues Gesetz.
Siehe auch:
50 Jahre Volksgruppengesetz
Minderheiten in Österreich
Was steht im Volksgruppengesetz?
Dialogplattformautochthone Minderheiten
Fuen-Präsidentin Olivia Schubert und ihre Tour nach Südtirol. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Die Fuen braucht Geld, beispielsweise für ihre Kampagnenfür Minderheitenrechte. Geld, um die politische Teilhabe in der EU zu finanzieren. Die FöderalistischeUnion Europäischer Nationalitäten (Fuen) hofft auf eineinstitutionelle EU-Förderung, um unabhängig die Interessen der Minderheiten vertreten zu können. Fuen-Präsidentin Olivia Schubert, leise aber hartnäckig, suchte letzthin auch Unterstützung im autonomen Südtirol in Italien. Beim Volksgruppen-Institut SVI und bei der Eurac.
Siehe auch:
Die Fuen im deutschen Bundestag
„Minderheitenrechte dürfen nicht vom politischen Klima abhängen“
Die Fuen im Europarat
Vor einem halben Jahrhundert trat das Minderheitengesetz in Kraft. Es ist „überholt“ und äußerst „dünn“. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:
Das österreichische Parlament feierte bereits das Ereignis. Die Minderheiten, so der Grundtenor, leisten einen wertvollen Beitrag zur Geschichte, Identität und Demokratie. Das Bildungsnetzwerk Erinnern.at erinnerte an den antinazistischen Widerstand der Slowen:innen in Kärnten/Korsoka und an den langen Weg der Anerkennung, der „Rat der KärntnerSlowen:innen“ nutzt das Jubiläum, um auf eine dringendnotwendige Novellierung des Volksgruppengesetzes zu drängen. Und nicht nur der Rat.
Siehe auch:
Einst verfolgt, aber nicht anerkannt
Unbekannte Nachbarn
Von den Fahrenden
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Österreichischer Eiertanz
Wütend und laut
Unzufrieden und enttäuscht
Persman und keine Folgen
Eine treffende Beschreibung der Filmemacherin Ulrike Ottinger. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Ulrike Ottinger kann auch als radikal kohärent beschrieben werden, die seit mehreren Jahrzehnten unbeirrt ihren filmischen Weg geht. „Gegen die Diktatur der Mittelmäßigkeit“, Zitat Ottinger. Dafür wurde sie vom Bozner Filmfestival BFFB mitdem Ehrenpreis für das Lebenswerk ausgezeichnet. Ottingerskünstlerisches Wirken ist beeindruckend, ihre 28 Filme, ihre Bücher, die Hörspiele, ihre Ausstellungen, eigensinnig allemal. Die 84-jährige Ottinger ist noch immer aktiv, ihr neuer Film – dieBlutgräfin – ist in diesem Jahr erschienen. Ottinger, eineFilmemacherin der alten Schule, die sich vom mainstream nicht stressen lässt.
…
Siehe auch:
Da Parigi alla Mongolia
Linvenzione di mondi queer e feministi
Ulrike Ottinger über ihre „Blutgräfin“
Film ist Teamarbeit
Ottinger-Chronologie
Die oberschlesische Region in Polen war multinational, multireligiös und eigenwillig. Reste davon konnten sich bis heute behaupten. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Nur ein Bruchteil der polnischen Bevölkerung zählt zu den nationalen Minderheiten. Überschaubare fünf Prozent. Überschaubar sind auch deren Rechte. Die Überreste der einstigen deutschen Mehrheitsbevölkerung im ehemaligen Ostpreußen, Pommern und Schlesien organisieren sich in densozial-kulturellen Gesellschaften, koalieren mit den liberalen Kräften und arbeiten grenzüberschreitend mit deutschen Behörden zusammen. Beispielsweise mit Bernd Fabritius, dem Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationalen Minderheiten.
Siehe auch:
VdG in der Fuen
Deutsche Minderheit in Polen
Deutschsprachige Medien in Polen
Silesia News
„Nasi Niemcy“ (Unsere Deutschen) von Maciej Falkowski
Südtirol trifft Katalonien, ein Schwerpunkt des heurigen Bozner Filmfestivals. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Noch bis zum 19. April „läuft“ das Bozner Filmfestival, miteinem dichten Programm. Seit 1987 bietet der Filmclub dieses Festival an, damals von einigen Film-Begeisterten initiiert. Heuer traf die Film-Landschaft Südtirol, mehr als 460 Unternehmen sind in dieser Branche inzwischen divers vertreten, auf die Filmlandschaft Kataloniens. Einer derSchwerpunkte des Festivals. Begeistert davon ist Luigi Loddi, Präsident des Filmclubs.
Siehe auch:
Die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur
Film ab in Südtirol
Filmwirtschaft als Wachstumsmotor der Kreativindustrie
Tardes de Soledad
Wie die slawischsprechenden Sorben in Ost-Deutschland sind die Friesen in Nord-Deutschland in ihrem sprachlichen Bestand gefährdet. Deutschland ist nicht minderheitenfreundlich. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:
Die Studie ist zwar alt, am Inhalt wird sich aber wenig geändert haben. Laut der Euromosaic-Studie der EU-Kommission ausdem Jahr 1996 sind die Minderheitensprachen in Deutschland „auf dem Rückzug“. Die Sprachen der Sorben, Dänen, Friesen und auch das Niederdeutsche schrumpfen. GefährdeteSprachen, kam Euromosaic zum Schluss. Trotz der doch düsteren Perspektive wehren sich in den überschaubaren minderheitlichen Sprachgebieten einigen Aktivist:innen gegen das Plattmachen.
…
Siehe auch:
Was heißt hierMinderheit?
Interfriesischer Rat
Seelter Buund
Die Diskussion um die Aufnahme von Minderheiten in das deutsche Grundgesetz „verkommt“ zu einer intellektuellen Rechtsdebatte. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Deutschland mimt den Klassenbesten, agiert wie ein Lehrmeister. Minderheiten- und Menschenrechte zählen zum Arsenal deutscher Außenpolitik. So sponsert Deutschland die Dachorganisation Föderation Europäischer Nationalitäten, ratifizierte auch die Minderheiten-Dokumente desEuroparates. Und trotzdem, Anspruch und Wirklichkeit klaffen aber öfters bedenklich auseinander. Der Schutz und die Rechte der Minderheiten sind im Grundgesetz nicht verankert. Zwar forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf, die Rechte der Minderheiten in das Grundgesetz aufzunehmen, die Bedenkendarüber scheinen groß zu sein.
Siehe auch:
Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten
Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen
Minderheiten ins Grundgesetz
Warum Minderheitenschutz so stark triggert
Basis Vinschgau-Venosta wollte so viel wie möglich erhalten, die Gemeinde Schlanders will den Totalabriss der Drusus-Kaserne. Ist die Basis gescheitert?
Ende März entschied der Gemeinderat von Schlanders, alleKasernen-Gebäude abzureißen. Außer den Standort der Basis. Der Gemeinderat will die Empfehlungen umsetzen, die eine Machbarkeitsstudie vor zehn Jahren formuliert hatte. Wird damit nicht eine „städtebauliche Entwicklung“ kaputt gemacht? Immerhin würdigte das Land vor vier Jahren die Basis-Ideenals innovativ im ländlichen Raum, es gilt anderen gar als Vorzeigeprojekt für Standortaktivierungs- und Gemeinschaftsprojekte. Ist also der kommunale Abriss Beschluss das Ende der Basis-Träume? Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Siehe:
Kein Überschreiben, sondern Prozess
Der bescheidene „Social Activation Hub“
„In einem desolaten Zustand“
Die überschaubare ladinische Minderheit und die Gefahr ihres Schrumpfens. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Die Lage der ladinischen Bevölkerung in den Dolomiten bewegt Paul Videsott vom Südtiroler Volksgruppen-Institut. Videsott ist Ladiner, deren Sprachregion dreigeteilt ist: Auf drei Provinzen, auf zwei Regionen, mit unterschiedlichen Minderheiten-Politiken. Aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen empfiehlt Videsott zugunsten der ladinischenMinderheit neue Schutzmaßnahmen.
Siehe auch:
Die Lia macht Druck
La „rivolta“ dei ladini
Die ladinische Gemeinde in Cortina
Cortina zeigt Flagge
Artikel 6 der italienischen Verfassung
Legislazione a tutela delle minoranze linguistiche
Höchster Schutz und höchste Förderung?
Ladiner, Minderheit in der Minderheit
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