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Der Rechtswissenschaftler Peter Hilpold geht davon aus,dass Minderheitenrechte in der EU „justiziabel“ sind. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Hilpold verweist auf den EU-Vertrag, genauer auf den Artikel2 des Vertrages über die Europäische Union. Die Rechte von Personen sind zu wahren, die Minderheiten angehörigen, heißt es auch in diesem Artikel. Diese unmissverständliche Vorgabe zählt Christoph Perathoner in seiner Habilitationsschrift „Grundlagen des völker-, europa- und verfassungsrechtlichenMinderheitenschutzes“ auf. Darin bündelt Perathoner den Stand des Minderheitenschutzes – der auch für andere minoritäre Bevölkerungsgruppen gilt – detailliert auf. Der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold analysiert im folgenden Podcast die europarechtlichen Grundlagen des Minderheitenschutzes.
Siehe auch:
Articolo 6 costituzione repubblicana
Minoranze linguistiche storiche
Warum Minderheitenschutz so stark triggert
LGBTI: Bedeutung, Rechte und Herausforderungen weltweit
Mit ihrem Film erinnert Ana Grilc an die slowenischenDeportierten in der NS-Zeit.
Es ist kein Zufall, dass Ana Grilc ihren Film „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“ in der Fraktion Zahomc-Achomitz vorstellte. Teil der Gemeinde Hohenthurn im Kärntner Gailtail, in dem noch slowenisch gesprochen wird. Aber nur mehr wenige Bewohner:innen das Gailtals sindslowenischsprachig, Grilc stammt aus diesem Gebiet. Ein Kulturverein stemmt sich gegen das Verschwinden. Das kleine Dorf ist im Sport eine Großmacht. Aus Zahomc-Achomitz kommen Olympiasieger, die Skispringer Karl Schnabel oder Europacupsieger Franz Wiegele und noch viele mehr. Zahomc war als Ort der Premiere des Films „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“. Die Erinnerung an die Deportierten.
Nachtrag: Der Film „Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift“ wurde vom Bundeskanzleramt Österreich, vom Nationalfond der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, vom Zukunftsfond der Republik Österreich, vom österreichischen Bildungsministerium und vom Land Kärnten gefördert.
Siehe auch:
Ko zori spomin/Wenn die Erinnerung reift
Andrej Kokot
Achomitz-Zahomc: Ein Dorf mit Sprungkraft - Daheim - das Volksgruppenmagazin - ORF ON
Minet - Die slowenische Minderheit in Kärnten: zu Gast in Achomitz-Zachomc
UNTERWEGS_DURCHS_GAILTAL-ZILJA_Leseprobe.pdf
Hermagor/Šmohor – Orte des (Nicht-) Erinnerns? – 2. Teil – Heim ins Reich – Deportation der slowenischsprachigen Bevölkerung | Rote Spuren
Christoph Pan, ein Diplomat in Minderheitenfragen.
Der ehemalige Universitätsprofessor und seine Mitstreitenden zählten zu den Mit-Autor:innen der Minderheiten-Dokumente des Europarates. Sie sind immer noch ein großer Wurf.
Der Nachfolger von Christoph Pan an der Spitze des SüdtirolerVolksgruppen-Instituts, Paul Videsott, agiert ähnlich leise effizient auf dem Brüsseler Parket. Im Auftrag des Europaparlaments arbeitete der Romanist-Professorein Memorandum zur Lage der sprachlichen und nationalen Minderheiten aus. Videosott führt die Arbeit von Pan weiter. Pan mischte in den 1990er Jahren über sein Institut in der Europapolitik mit, als Vorsitzender der Föderalistische UnionEuropäischer Nationalitäten Fuen war er an der Ausarbeitung der Minderheiten-Dokumente des Europarates beteiligt. Der Ursprung dieser „Minderheiten-Diplomatie“ reicht zurück in diefrühen 1960er Jahre. Ein Podcast (Pan 1) von Wolfgang Mayr.
Ein Film über die Deportation slowenischer Kärntner:innen in der NS-Zeit und die hinterlassenen tiefen Spuren.
Die in Österreich nur zu gern verdrängte Deportation vonmehr als 1.000 Slowen:innen aus Süd-Kärnten wirkt immer noch nach. Ein Rückzug aus der Erinnerung an die damalige Katastrophe ist nie möglich gewesen, schreibt AutorinAna Grilc. 80 Jahre danach versuchen kärntner-slowenischeKünstler:innen mit dieser Erinnerung zurechtzukommen. Die dritte Generation, die Enkel:innen der Opfer, der Partisanen und Überlebenden, wehrt sich mit diesem Film gegen die Auslöschung der eigenen Geschichte. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.
Siehe auch:
Germanisierung und Verfolgung – Kärntner Slowen:innen imNationalsozialismus
Verfolgung und Vertreibung der Kärntner Slowen:innen1938-1945
Denk Mal Deportation
Slowen:innen-Aussiedlung und Wiedergutmachung
Erinnern Villach
Verfolgt, ausgesiedelt, zu Tode gequält
Macht und Ungleichheit fördern Gewalt und Missbrauch, ist Franz Kössler überzeugt.
Der langjährige ORF-Journalist Franz Kössler würdigte in seiner Rolle als Juror des Claus Gatterer-Preises die Falter-Journalisten Matthias Winterer und Jürgen Klatzer. Mit ihrer Recherche deckten sie in österreichischen Kinderdörfern menschenverachtende Praktiken auf. Sie legten offen, wieMachtstrukturen wirken. Ein überzeugendes Beispiel für den traditionellen Journalismus, der Fakten recherchiert, abwägt, aber auch aufzeigt, was schiefläuft. Für Kössler sind Klatzer und Winterer würdige Nachfolger des ehemaligen ORF-Journalisten Claus Gatterer und seines Aufdecker-Journalismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
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Siehe auch:
Pavel, was ist los?
Viel mehr wäre möglich gewesen
Konsequenzen sind gute Nachricht in erster Linie für die Kinder
Über den Journalisten Claus Gatterer
Kärnten untersagt Aufnahme weiterer Kinder
Zwei Falter-Journalisten recherchierten über jahrlangen Missbrauch in österreichischen Kinderdörfern. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Unfassbar, aber wahr. In österreichischen Kinderdörfernwurden Kinder geschlagen und vergewaltigt. In den SOS-Kinderfördern herrschte eine Gewaltmuster. DieseKinderdörfer sollten den Schwächsten Schutz bieten, dasGegenteil war aber der Fall. 2021 wurde ein Verdacht auf Missbrauch zur Anzeige gebracht. Nichts ist passiert. Opfersuchten Schutz und fanden Gewalt. Erst die Recherchen der beiden Falter-Journalisten, die Gatterer-Preis-Träger JürgenKlatzer und Matthias Winterer, deckten Gewalt und Missbrauch auf. Seitdem wackeln die Grundmauern der Kinderdörfer.
Siehe auch:
Die tiefen Abgründe der SOS-Kinderdörfer
Neues vom Endlos-Skandal
War der erste SOS-Kinderdorf-Vater der Welt ein Missbrauchstäter?
SOS Kinderdorf – Aktuelles zum Thema
Neue Vorwürfe um Mitwissen der Führung
Bisher wurden 179 Personen entschädigt
Jurorin Teresa Indjein vom Forum Austriaco di Cultura in Rom über die Claus-Teilnehmenden.
Die Wienerin Teresa Indjein begleitet den Claus-Wettbewerb als Jury-Sprecherin. Die Direktorin des österreichischen Kulturforums in Rom sagt es bei der Preisverleihung in Sexten immer wieder: Sie ist begeistert von den mitmachenden Schülerinnen und Schülern. Indjein würdigte in ihrer Preis-Rede auch Südtirols Schule, die Lehrpersonen und den Macher des Claus-Preises, Hermann Rogger sowie sein Team Mareike Sölch und Jiri Gasperi, die den Wettbewerb erst ermöglichten. Lorbeeren, verpackt in einem Podcast von Wolfgang Mayr.
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Siehe auch:
Ö 1 gehört, Teresa Indjein
Who the hell is Claus?
Die Diversity-Show der Claus-Tandems
Auf den Spuren von Claus Gatterer
Maria Erhard aus La Pli hat mit ihrem klugen Video-Feature über die ladinische Sprache den Claus-Preis gewonnen.
Der Clip von Maria Erhard ist ein beherztes Statement für die kleinste Sprachgruppe im Land. Nicht rückwärtsgewandt, ganz im Gegenteil. Maria Erhard geht es nicht um Tradition und Trachten, nicht um das Gestern, sondern um einenladinisch geprägten Alltag. Der Clip ein Appell, mit dem die Landesregierung eine Ladinisch-Kampagne starten könnte. Maria Erhard erhielt damit den Claus-Preis 2026 in Gedenken an den Sexntner ORF-Journalisten Claus Gatterer. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Die Themen des diesjährigen Claus-Preises gingen tief, vom sexuellen Missbrauch bis zum Nahtod.
Zum 8. Mal wurde kürzlich in Sexten der Claus-Schüler:innen-Preis vergeben. Ein journalistischer Preis in Gedenken an Claus Gatterer, gebürtiger Sextner und gefürchteter ORF-Journalist. Die 12 Teilnehmenden kommen aus zwei Oberschulen des Pustertales. Die Schüler*innen haben für den Claus 2026 insgesamt neun Beiträge eingereicht, sechs Video- und drei Audiobeiträge. Barfuss stellt in den nächsten Tagen dieBeiträge online. Preisträgerin Maria Erhard folgt in einem weiteren Podcast.Hier die Gatterer-Erben, sie stellen sich und ihre Themen vor.
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Siehe auch:
Claus 2020
Claus 2022
Claus 2023
Claus 2024
Claus 2025
Junge Journalist:innen zeigen auf
Die Verhaftung von hohen Landesbeamten durch die Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft besorgt Hans Heiss.
Zeigt der Staat mit dieser Aktion dem Land seine Grenzenauf? Das befürchtet der Historiker Hans Heiss. Die Anti-Mafia-Staatsanwalt von Trient wirft den Verhaftetenmafiaähnliche Praktiken vor. Für den Herausgeber der „NeuenSüdtiroler Tageszeitung“, Arnold Tribus, ein schockierender Vorgang. Damit schadet sich die Justiz selbst, sagt Tribus. Und Heiss vermutet hinter den Ermittlungen gar einen Schlag gegen die Autonomie. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Siehe auch:
Operation „Carbone delle Alpi“
Illegaler Müllhandel in Südtirol
Schlag gegen internationalen Handel mit illegalen Abfällen
Der Ruffini-Schock
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