BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • Resist

    Ein Leben zwischen Flucht, Widerstand und den Kulturen zweier Kontinente: Im Podcast spricht Kulturanthropologe Thomas Schmidinger über Robert Treuer, der vom jüdischen Wien zu den indigenen Anishinaabe in Nordamerika fand – und zeitlebens für Gerechtigkeit kämpfte.


    Anton Treuer erinnerte in einer Diskussion auf „NativeNews Online“ über die dunkeln Schattenseiten des 250. Geburtstages der USA. Die MAGA-USA zelebrierten das Jubiläum der weißen Eroberung, da war kein Platz für indigene Geschichte, keiner für das Verbrechen der Sklaverei, weil woke und unamerikanisch. Anton Treuer widersprach, ganz imSinne seines Vaters Robert Treuer. Ein Widerständiger. ThomasSchmidinger veröffentlichte die Biografie von Robert Treuer, „und ich lernte zu kämpfen“: Für die Sozialdemokratie in Wien und für die Anishinaabe im Bundesstaat Minnesota. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    Siehe auch:

    250 Jahre USA, Reflektionen aus dem Indian Country

    USA 250 Jahre, Happy Birthday?

    US-Geburtstag, ein Grund zum Feiern?

    13 min
  • Fröhliche Urstände

    Paul Gulda vom Verein „Refigius“über Erinnerungsarbeit und über die Rückkehr des Faschismus.

    Paul Gulda steht einem Verein vor, der im südlichenösterreichischen Burgenland eine Gedenkstätte betreut. Dort sollte 1945 ein Wall gegen die sowjetische Rote Armee entstehen, gebaut von jüdischen Zwangsarbeiter:innen. Die Erkrankten wurden erschossen, wie in Rechnitz, aufdem Gelände eines Großgrundbesitzers, im Kreuzstadl. „Refigius“ sucht nach den Überresten der mehr als 180 Ermordeten und pflegt das Erinnern gegen das Vergessen. In Zeiten wie diesen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit Paul Gulda.

     

    18 min
  • Weiter erzählen

    Der Wiener Lutz Elija Popper und sein Engagement für die Vergessenen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    Schnell werden Menschen vergessen. Besonders ermordeteMenschen. Wie im ukrainischen Butscha, in Süd-Israel, in Gaza, im Westjordanland, im Iran. Angehörige der Ermordeten im bosnischen Srebrenica suchen drei Jahrzehnte später noch immer nach den Überresten ihrer Lieben. Oder wie im österreichischen Burgenland, genauer in Rechnitz. Dorterschossenen 1945, kurz vor Kriegsende, die Nazis mehr als 180 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter. Sie wurden irgendwo verscharrt. Der Verein Refugius bemüht sich, nicht nur, die Massengräber ausfindig zu machen. Mit dabei der bald 89-jährige ehemalige Arzt Lutz Elija Popper:

     

    Siehe auch:

    Horst Horvarth und sein roter Schal

    „Tausendsassa“ der Kulturszene

    30 Jahre anerkannt, na und?

     

    21 min
  • Reel oder real?

    Reels begleiten unseren Alltag – doch wie stark prägen sie unseren Blick auf die Welt und auf uns selbst? In ihrem Podcast für den Schüler:innenpreis CLAUS 2026 gehen Hellen Großrubatscher und Annika Rainalter der Frage nach, ob wir digitales und reales Leben noch voneinander trennen können – und was passiert, wenn wir unser Leben zunehmend durch einen Filter betrachten.


    9 min
  • „Was Bienen und Bäume dürfen müssen“

    „Stadt Natur Rechte“ oder „Was Bienen und Bäume dürfenmüssen“ – das glatte Gegenstück zum verheerenden „Macht Euch die Erde untertan“. Über eine weltweite Diskussion, ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    Ein Gespenst geht um, die Bewegung für die Rechte der Natur. Mehr als 500 Initiativen weltweit drängen auf eine andere Umwelt, besser Mit-Welt-Politik. Indigene Organisationen drängen darauf, aber auch Rechtswissenschaftler:innen hantieren inzwischen mit diesem Instrumentarium, Staaten,das Europaparlament. Spannend dabei, es geht nicht nur um abgelegene Regionen, sondern um die Metropolen, um die Stadtlandschaften. Thema des Buches „Stadt Natur Rechte – Was Bienen und Bäumen dürfen müssen“ von Katja Schechtner, Alex Putzer und Wojciech Czaja.

    …

    Siehe auch:

    Hat die Loisach Recht?

    Vom Whanganui zur Loisach

    Die Maori und ihr bayerisches Bündnis

    Flüsse vor Gericht

    Wenn Flüsse sprechen

    Hat die Natur Rechte?

    Vom Kipp-Punkt zum Kollaps

    22 min
  • Kolonie Südtirol?

    Entkolonialisiert die Minderheiten, empfiehlt der britische Rechtswissenschaftler Mohammad Shahab. Der Jurist betrachtet Minderheiten aus einer postkolonialen und dekolonialen Perspektive.

     

    Minderheiten werden belagert, sagt Professor Shahab von der Universität von Birmingham. Sie müssen deshalb befreit und entkolonialisiert werden, die zweite Botschaft. Denn, die gängige Definition von Minderheiten und der Begriff des Minderheitenschutzes basiert auf kolonialen Grundlagen. Professor Shahab plädiert dafür, die Disziplin Minderheitenforschung gründlich zu „dekolonisieren“.

     

    Professor Mohammad Shahab stellte seine Thesen an der Europäischen Akademie in Bozen vor. “Minoritiesunder siege: postcolonial and decolonial perspectives“, Teil der der internationalen Konferenz „Minoritiesunder siege? Plural Societies Facing Plural Challenges“.

    Mohammad Shahabuddin, Professor für Internationales Recht und Menschenrechte, stellt klar, der Diskurs über Minderheitenrechte ist eng mit Machtverhältnissen und eingeschränkten Handlungsfähigkeiten verbunden. Eine etwas andere Art der Beschreibung von Kolonialismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

     

    Siehe auch:

    Minorities and the Making of Postcolonial States in International Law

    ShahabuddinM2023Decolonising.pdf

    (PDF) Diskurs über die Dekolonisierung von Minderheitenrechten

    Minderheitenrechte und ethnokulturelle Gerechtigkeit

    'Internationales Recht ist mehr als nur ein Werkzeug zurProblemlösung' |

    11 min
  • Es gibt solche und andere

    Christoph Perathoner über die Lage der rätoromanischen Sprachminderheiten. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    Christoph Perathoner, ehemaliger SVP-Funktionär und Anwalt,hat sich gründlich mit den völker-, europa- und verfassungsrechtlichen Grundlage des Minderheitenschutzesauseinandergesetzt. Seine Habilitationsschrift ist ein fundiertesNachschlagewerk, besonders für Aktivist:innen. Einen Teil seiner Schrift widmet Perathoner den rätoromanischen Ureinwohner:innen der Alpen.

    …

    Siehe auch:

    "Purté inant la scunanza dla mendranzes ie n'ublianza morala"

    Ein profundes Nachschlagewerk

    Informationen über die ladinische Realität

    Moviment Friul

    Rätoromanisch – ein Erbe der Räter und Römer

     

    11 min
  • Menschenrechte überall verteidigen

    Sie sind nicht teilbar, sagt der Sozialwissenschaftler Christoph Pan (Pan 3) im Podcast von Wolfgang Mayr.

    Damit kennt sich Pan aus. Der ehemalige Vorsitzende desDachverbandes der europäischen Minderheiten Fuen warb konsequent und beharrlich für die Anerkennung von Minderheitenrechten. Nur zögerlich gaben Institutionenwie die KSZE und der Europarat ihren Widerstand gegen Minderheitenrechte auf. Pan bedauert, dass das demokratische Europa die Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee in Gaza und im Westjordanland kaum kritisiert hat. UmMissverständnissen vorzubeugen: Pan unterstreicht das Recht Israels auf Verteidigung, diese dürfe aber zur massiven Verletzung von Menschenrechten führen.  

    …

    Siehe auch:

    Internationale Liga für Menschenrechte

    Human Rights Watch

    Deutsches Institut für Menschenrechte

    Forum für Menschenrechte

    Die Hamas und die islamistische Maske des Faschismus

    Mena-watch zum 7. Oktober 2023

     

    12 min
  • Südtiroler Einflüsterer

    Der Sozialwissenschaftler Christoph Pan und sein Wirken im Europarat. Ein Podcast (Pan 2) von Wolfgang Mayr.

    In den 1960er-Jahren „sammelte“ Pan mit dem Wirtschafts-und Sozialinstitut Zahlen und Daten über die missliche Lage inSüdtirol. Das Institut arbeitete in der Folge wirtschaftspolitische Empfehlungen für die Landesregierung aus, um die Abwanderung aus dem Land zu stoppen. Das Institut begleitete die Landesregierung bei der Umsetzung der Autonomie ab 1972. Mit dem Ausbau der Selbstverwaltung übernahmen Landesbehörden die Aufgaben des Wirtschafts- und Sozialinstituts, das sich auf die Minderheitenpolitik konzentrierte. Das neu entstandene Südtiroler Volksgruppen-Institut organisierte Informationsbesuche von Minderheiten-Delegationen in Südtirol und stellte seine Forschungstätigkeit Minderheitenorganisationen zur Verfügung.

    …

    Siehe auch:

    Kopenhagener KSZE-Konferenz

    Charta von Paris für ein neues Europa

    KSZE und Minderheiten

    Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten

    Charta der Regional- und Minderheitensprachen

    8 min
  • Wenig Substanz

    Der Rechtswissennschaftler Peter Hilpold und seine Kritik an der Reform der Südtirol-Autonomie.

    Der Innsbrucker Rechtswissenschaftler Peter Hilpold zitiertals Gegenstück die Territorial-Autonomie der Aland-Inseln. Das dortige Parlament sucht im Dialog mit der schwedischsprachigen Bevölkerung dieser zu Finnland gehörenden Inseln nach Autonomie-Perspektiven. Als eines der Ziele gilt die Finanzautonomie. Eine Expertenkommission, Hilpold gehört dazu, begleitet die Politik der Aland-Inseln. Eine völlig andere Herangehensweise an eine Reform derbestehenden Autonomie. Die Südtiroler Volkspartei verhandelte hinter verschlossenen Türen mit Spitzenvertretern der italienischen Regierung über dieReform. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

    …

    Höre auch:

    Nachder Reform ist vor der Reform

    Gelungen,aber mit Abstrichen

    BesorgniserregendeSignale

    „FürMeloni war das Ganze ein großer Wurf“

    5 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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