BARFUSS - Leute und Geschichten

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BARFUSS - Leute und Geschichten episodes

  • „Totaler Einbruch“ – Ein Amt gegen den Sprachverlust

    Marie-Christine Thiebaut (1)n vom Office public de la langue regionale d´ Alsace (Opla) über die Sprachpolitik im Elsass.

     

    Elsässische Aktivist:innen befürchten, dass es bereits fünfnach zwölf ist. Für das Elsässische. Denn nur mehr ein Bruchteil der Kinder versteht und redet den elsässischen Dialekt. Ein Grund mehr, kündigt Marie-Christine Thiebaut an, Direktorin des Amtes für die Regionalsprache Opla, jetzt durchzustarten. Seit April ist das Amt im Rahmen der neuen Europäischen Körperschaft Elsass aktiv, löst die 1994 gegründete Vorläufer-Institution Ocla ab. Es gibt viel zu tun, sagt Marie-Christine Thiebaut im Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    Siehe auch:

    Europäische Körperschaft Elsass

    Office public de la langue regionale d´Alsace Opla

    Aufgaben und Zielsetzungen | www.OLCAlsace.org

    Der Dialekt in Zahlen

    Aussichten und Erwartungen für die Zweisprachigkeit im Elsass

    Sozio-linguistische Studie Elsass

    Das „Molac“-Gesetz zu den Regionalsprachen

    Das Verfassungsgericht lehnt das „Molac“-Gesetz ab

    11 min
  • Autonomistischer Schrebergarten

    Französisch und die französischen Parteien dominieren das Elsass. Ein Podcast von Wolfgang Mayr über die Polit-Außenseiter.

    In elf der 15 Wahlkreise siegte bei den Parlamentswahlen2024 die rechtsradikale Le Pen-Partei Rassemblement National. Zwischen 32 und 45 Prozent stimmten für das RN. Nur in den drei Wahlkreisen in Straßburg konnte sich die Linke durchsetzen und in einem weiteren Wahlkreis eine konservativeListe. Das Elsass ist eine der Hochburgen des Rassemblement National. Elsässische Über-Identifikation mit den französischen Nationalisten? Die Autonomist:innen scheinen auf der Polit-Landkarte nicht auf.

     

    Siehe auch:

    Unser Land

    Elsässisch-LothringischerHeimatbund

    Elsässisch-LothringischerVolksbund

    Radio Dreyeckland

    20 min
  • Paris über alles

    Der Regionalist Pierre Klein (2) nennt im Podcast von Wolfgang Mayr Frankreich eine autoritäre Republik.

    Gemeinden, Departements, Regionen, die Untergliederungen des Zentralstaates. Sie sind aber nur Filialen, Befehlsempfänger von Paris, sagt Pierre Klein von der Federation Alsace bilingue. Dagegen wehren sich hartnäckig die Kors:innen, in der Bretagne sowie in den französischen Teilen des Baskenlandes und Kataloniens regt sich dagegen Widerstand. Die elsässischen Regionalisten drängen auf die Bildung einer Region Elsass.

    10 min
  • „Hoffen auf eine neue Generation“

    Wo bleibt der engagierte Nachwuchs für ein zweisprachiges Elsass?

    Jean-Marie Woehrling (2) von der Schickele-Gesellschaft wünscht sich einen neuen Sprach-Aktivismus

     

    Trotz bürgerrechtlichen Engagements ist es denRegionalisten nicht gelungen, Elsass zweisprachig umzubauen. Laut Umfragen wünschen sich die Elsässer:innen ein zweisprachiges Schulsystem. Die Realität ist davon noch weit entfernt. Viele Schulkinder sprechen kaum mehr deutsch, deshalb fordern Elterninitiativen ein flächendeckendes zweisprachiges Bildungssystem. Isthat sich was geändert, sagt Jean-Marie Woehrling von derSchickele-Gesellschaft, aber viel zu wenig. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

     

    Siehe auch:

    Collectivité-européenne-Alsace.pdf

    Opla - Office public de la langue régionale d'Alsace - Alsace

    Aktuelles | www.OLCAlsace.org

    Création de l'OPLA : "Nos langues ont besoin d'outils fédérateurs", estime le défenseur de l'Alsacien Victor Vogt - ICI

    An der Grenze der Nationen | Zeithistorische Forschungen

    Sichtweise: Region, Regionalismus: Elsass gegen Bretagne / Standpunkt: Region, Regionalismus: Elsass gegen Bretagne – Elsässische Bürgerinitiative

    16 min
  • „Ich gebe auf“. Ein Aktivist für ein zweisprachiges Elsass zieht sich zurück

    Jean-Marie Woehrling (1) von der „Schickele-Gesellschaft“ zieht eine negative Bilanz seines Engagements. Ein Podcast-Serie von Wolfgang Mayr.

     

    Im Zuge der damaligen grenzüberschreitenden Anti-AKW-Bewegung in Baden-Württemberg und im Elsass wurde „Heimat“ neu entdeckt. In der Folge, auch als eine Nachwirkung der 1968er-Proteste, entwickelte sich im französischen Elsass eine linksregionalistische Bewegung. Dazu gehörte auch die Rene´Schickele-Gesellschaft. Der Namensgeber war ein antinazistischer elsässischer Schriftsteller, ein bekennender französischer Staatsbürger elsässischer „Nationalität“. Seine Idee, ein zweisprachiges Elsass. Auch das Anliegen von Jean-Marie Woehrling im vergangenen halben Jahrhundert:

     

    Siehe auch:

    Für eine elsässische Doppelkultur

    Deutsch ist Hinterhof meiner eigenen Kultur

    Zweisprachige Elternvereinsschulen ABCM

    Eltern Alsace

    10 min
  • „Nieder mit den Jakobinern“

    Pierre Klein (1) von der Bürgerinitiative „Einheit in Vielfalt“ träumt von Südtirol.

     

    Der ehemalige Oberstudienrat Pierre Klein hält am altenZiel des elsässischen Aktivismus fest: Elsass muss zweisprachig werden. In mehr als 30 Büchern beschäftigt sich Klein mit derelsässischen Zukunft, mit der gebrochenen Vitalität desElsässischen. Seit Jahrzehnten ist Klein für diese Vision aktiv, in der Federation Alsace bilingue, dem 20 Einzelverbände angehören und in der ICA, der Initiative Citoyenne Alsacienne. Auch bei elsässischen Aktivist:innen dominiert die französische Sprache, elsässisch und deutsch folgen nachgereiht. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    9 min
  • „Öffnet das Siegesdenkmal“

    Das Bozner Siegesdenkmal polarisiert seit Jahrzehnten. Während die einen seinen Abriss fordern und andere es als politischen Symbolort nutzen, plädiert Nora Viehweider für einen dritten Weg: Das faschistische Relikt soll geöffnet und demokratisch angeeignet werden.

    Protzig, umzäunt, beleuchtet und videoüberwacht. Nicht nur deshalb ist das Siegesdenkmal nicht zu übersehen. Seine Botschaft, noch immer, … „von hier aus bildeten wir die Übrigen durch Sprache, Gesetze und Künste“. Italienische Rechtsradikale nutzen diesen Standort für ihre Emigrations-Demos, Südtirols Rechte fordern die Schleifung des „faschistischen Tempels“. Es gibt noch einen anderen Weg, einen demokratischen, sagt Nora Viehweider, Absolventin der Liberal Arts and Sciences der Universität Amsterdam.

    17 min
  • Verraten und vergessen?

    Wer spricht noch vom Völkermord an den Jesid:innen?

    Vor 12 Jahren fielen die IS-Killer über diese Menschen her. Sie sind sich seitdem selbst überlassen.

     

    Anfang August vor zwölf Jahren massakrierten undvergewaltigten IS-Terroristen im nordirakischen Sengal tausende Jesid:innen. Die von den Islamisten missbrauchten Mädchen und Frauen wurden auf Märkten als Sex-Sklavinnenverkauft. Daran erinnerten die jesidischen Exil-Gemeinden europaweit, abseits der Öffentlichkeit. Diese nahm davon kaum Notiz. Die deutsche Journalistin Düzen Tekkal gab den vergessenen Opfern des IS in ihrem Film „Hawar“ Gesicht und Stimme, mit ihrer Organisation „Hawar.help“ hilft sie vor Ort im Nord-Irak. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

     

    Siehe auch:

    Vor zwölf Jahren begann der Völkermord an den Jesiden

    Der vergessene Völkermord

    Kurdische Gemeinschaft in Österreich

    Kurd:innen und ihre Lebensrealitäten in Österreich

    Jesiden in der Türkei

    Gewalt gegen Frauen

    Verbrechen Jesidinnen

    22 min
  • Erinnern hat nicht nur mit der Vergangenheit zu tun

    Sinti und Roma erinnern an den Porajmos und Kali Trasch. Ein Podcast von Wolfgang Mayr

     

    Ende Juli fand auf einem kleinen Teil des jüdischen Friedhofs im burgenländischen Lackenbach (ungarisch Lakompak, kroatisch Lakimpuh) eine Gedenkfeier statt. In Erinnerung an die von den Nazis ermordeten Angehörigen der Sinti und Roma. 1940 errichteten die Nazis in Lackenbach das „Zigeuner-Anhaltelager“, in dem burgenländische Roma Zwangsarbeit verrichteten mussten. Viele wurden in das KZAuschwitz deportiert und dort ermordet. Aber auch im Lager selbst wurden Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizzeermordet.  Die Gedenkveranstaltung stand unter derSchirmherrschaft des Landes Burgenlandes und des österreichischen Innenministeriums.

     

    Siehe auch:

    Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma

    Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

    Völkermord an den Roma: So gedenken Mittel- und Südosteuropa

    Nationaler Roma-Gedenktag in Österreich eingeführt

    Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus

    Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma - Hintergrund

    Demokratiezentrum Wien

    21 min
  • Keine Siegesfeiern

    Der ehemalige Landeshauptmann Luis Durnwalder begrüßt die Autonomie-Reform, sie ist aber kein Anlass fürTriumphgefühle.

    Luis Durnwalder beginnt das Gespräch mit einer Frage: Wiebewerten Sie die von Alessandro Urzi´ von den Fratelli d´ Italia angestrebte Neueinteilung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland? Die Antwort lieferte er gleich mit, „ich stehe auf der Seite der Unterlandler“. Genauso skeptisch bis kritisch steht Durnwalder der Autonomie-Reform gegenüber, die seit mehr als einen Monat in Kraft ist. Er begrüßt zwar die Reform, betont Durnwalder, sie ist aber kein Grund für Siegesfeiern, sagt er im Podcast von Wolfgang Mayr.

     

    Siehe auch:

    Nach der Reform ist vor der Reform

    Eine vertane Chance

    Keine Zukunftsperspektive

    Gelungen, aber mit Abstrichen

    17 min

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Interessante Menschen, aktuelle Themen und Minderheiten: Das steht im Mittelpunkt dieses Podcasts von Journalist Wolfgang Mayr, produziert vom Onlinemagazin barfuss.it.

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