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Die stärkste Minderheitengruppe sind die Burgenland-Kroaten. Auf diese Formulierung legen die Burgenland-Kroaten wert. Auch sie sind im Volksgruppenhaus (4) präsent.
Genaue Zahlen über sie gibt es nicht, laut dem bischöflichen Ordinariat wollen aber mehr als 30.000 Burgenländerinnen die Messe in kroatischer Sprache hören. Eine Richtschnur. Einst stellten die Kroatischsprachigen ein Drittel der burgenländischen Bevölkerung in mehr als 200 Dörfern. Inzwischen sind es nur mehr 30 Dörfer. Zu den aktiven kroatischen Vereinen zählt der Kroatischer Kulturverein, der auch politisch aktiv ist, sagt Dominic Tallian.
Siehe auch:
Burgenländische Kroaten
HAK Kroatischer Akademikerclub
Kroatischer Kulturverein
Burgenlandkroatischer Kulturverein Wien
Ein mehrsprachiges Radio in einem mehrsprachigen Haus (3).
„Radio Mora“ hat eine lange Tradition, Vorläufer war die viersprachige „Antenne 4“. Die Vier stand für die vier Sprachen im Burgenland. „Antenne 4“ wurde eingestellt, weil die öffentliche Förderung gekappt wurde. Das „mehrsprachige offen Radio wird auch öffentlich gesponsert sowie mit Spenden finanziert. „Radio Mora“ führt also das Erbe von „Antenne 4“ fort, Sendungen in Romanes sind Teil des Angebots, sagt Susanne Horwath.
Siehe auch:
Radio Mora – Romani Ora
Web-Blog zu Roma-Themen
Die Roma sind Volksgruppenhaus (2) in Oberwart stark vertreten.
Mit im Haus sind beiden Vereine Roma Service und die Roma-Volkshochschule sowie Radio Mora. Der Roma-Service betreut Roma-Schülerinnen und Schüler, bietet Sprachkurse an,organisiert Kulturveranstaltungen. Ja, es hat sich in den vergangenen 30 Jahren, nach der Anerkennung der Roma als Minderheit und nach dem tödlichen Anschlag 1995 in Oberwart viel getan, zieht Martin Horvath vom Roma-Service eine doch positive Bilanz.
Siehe auch:
Roma Dokumentations- und Informationszentrum
Kulturvereinösterreichischer Roma
HangoRoma
Volksgruppenbeirat derRoma
NationaleRoma Kontaktstelle
Aldo Mazza empfiehlt eine gezielte Sprachplanung
Aldo Mazza baute vor einem halben Jahrhundert die Sprachschule „alfa&beta“ auf. Mazza setzt sich seitdem mit der Zweisprachigkeit auseinander. Seine Empfehlungen über eine gelebte Zweisprachigkeit griffen Grüne und PartitoDemocratico auf und drängen auf eine Reform. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich, LandeshauptmannKompatscher ließ bereits wissen, dass es keine Aufweichung beim Nachweis der Zweisprachigkeit geben wird. Schade, findet Aldo Mazza. Seine Überlegungen im Podcast (2) von Wolfgang Mayr.
Siehe auch:
Sprachpolitik undSprachplanung in Katalonien
Ministerium für Sprachpolitik
Pacte nacional per la Llengua
DossierMehrsprachigkeit
Mehrsprachigkeit gestalten
Mehrsprachigkeit leben
Individuelle Zwei- undMehrsprachigkeit
Aldo Mazza, Gründer der Sprachschule alfa&beta, über die labile Zweisprachigkeit in Südtirol
Es gibt viele zweisprachige Personen im Land, sagt AldoMazza. Er engagiert sich seit einem halben Jahrhundert für das Erlernen der beiden Landessprachen. Trotzdem, eine gelebte Zweisprachigkeit ist das nicht, kommt Mazza von der Sprachschule alfa&beta zum Schluss. In einem ausführlichen Interview im Wochenmagazin FF zieht er Bilanz, das Ziel einer gelebten Zweisprachigkeit wurde nicht erreicht. Nach jeder Sprach-Studie und den „Patentino“-Fälschungenim Gesundheitswesen rauscht es im Blätterwald und wird in der Politik polemisiert, konkrete Folgen bleiben aber aus, bedauert Mazza (1) im Podcast von Wolfgang Mayr:
Siehe auch:
Aldo Mazza und Deutsch im Gesundheitswesen
Wo bleibt die gelebte Zweisprachigkeit?Entwaffnend ehrlich
Zweisprachigkeit – Mythos oder Realität?«Si convive con duelingue ma quei mondi non si parlano»
Alto Adige, la grandemenzogna del bilinguismo
Stirbt eine Sprache, befindet man sich auf dem Weg in die Diktatur, sagt Benedicte Keck im Podcast von Wolfgang Mayr.
Benedicte Keck (2) ist Schauspielern, Autorin und Moderatorin, meist auf elsässisch. Sie ist in drei Sprachen zuhause, imElsässischen, Französischen und Deutschen. Eine Europäerin, die sich deshalb auch bewusst für ihre „Regionalsprache“ engagiert. Keck sagt, dass das Multinationale und das Multikulturelle auch dem Elsässischen zugutekommt, auch aus der Nische zu entkommen.
Siehe auch:
Regionalsprachen in Frankreich
Zersplittern die Regionalsprachen die einheitliche Republik?
Frankreich, Immersion wird möglich
Für die Straßburger Schauspielerin Benedicte Keck (1) ist ihre elsässische Muttersprache ein „Mehrwert“.
Benedicte Keck ist wie Arthur Gander eine aktive Elsässischsprechende. Wie Gander auch steht sie auf der Bühne des Straßburger „Theatre de la Choucrouterie“, des „Sauerkraut-Theaters“ von Roger Siffer. Seit den 1980er-Jahren pflegte Siffer mit diesem Theater das Elsässische. Das Theater, eine Sprachnische? Gander und Keck grenzen sich bewusst von den Regionalisten ab, wie beispielsweise von der Rene´ Schickele-Gesellschaft. Ihre Ziele sind aber ähnlich, sie wollen ein zweisprachiges Elsass. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
Siehe auch:
ElsässischesTheater
TheatreAlsacien Strasbourg
Ocla-Strasbourg
Ocla-Sammlung
Seit mehr als 30 Jahren rockt das „Théâtre de la Choucrouterie“,„SürkrütTheat´r“ Strasbourg/Strassburg.
Elsässisch, Hochdeutsch und Französisch, die Sprache des„Sauerkraut-Theaters“, das seit den 1980er Jahren in Straßburg Akzente setzt. Gegründete wurde das Theater vom Musiker, Schauspieler und Autoren Roger Siffer, bewusst auf elsässisch singend, wie damals auch der bretonische Folk-Rocker Alan Stivell. Neben Siffer agierten noch Jean Dentinger, Rene´ Egles und viele andere. Diese elsässische Kulturszene gab sich politisch, aufmüpfig und kreativ. Das „Théâtre de laChoucrouterie“ oder „SürkrütTheat´r“ ist zu einem vitalenDenkmal des regionalistischen Aufbruchs geworden. Mitdabei – auch im Podcast von Wolfgang Mayr – ist Arthur Gander.
Siehe auch:
L’Alsace de Germain & Dinah - Hommage au Barabli
Elsässische Autoren | Espace ressources Sàmmle
Besuchen Sie Alsace Rhin Brisach | Spielt auf Elsässisch
Regionale Kultur und Berühmtheiten
Elsässisches Theater
Roger Siffer
German Muller und das elsässische Kabarett
Im burgenländischen Felsöör/Oberwart öffnet in wenigen Tagen das „Volksgruppenhaus“ (1).
Die drei Sprachgruppen des Burgenlandes sind nicht mehr zuübersehen. Zumindest nicht am Stadt-Eingang von Oberwart(ungarisch Felsöör, Erba Romani und Borta burgenlandkraotisch). Dort steht das „Volksgruppenhaus“ fürdie ungarischen, kroatischen und Roma-Vereine. Ein sichtbares Zeichen für gelebte Vielfalt, schwärmt LandeshauptmannDoskozil. Mit diesem Haus würdigt das Burgenland den Beitrag der drei Minderheiten „zur Identität, Geschichte und Gegenwart des Burgenlandes“, ergänzt der Landeshauptmann. Er beeilt sich aber auch zu sagen, dass das „Volksgruppenhaus“ öffentlich, also für alle zugänglich ist. Der Landeshauptmann will offensichtlich eine Neiddebatte vermeiden.
Siehe auch:
Dieses Haus ist einzigartig
Felsööor/Oberwart, einOrt, zwei Namen
Burgenländisch-ungarischerKulturverein
Marie-Christine Thiebaut (2) will das Elsässische retten. Vorbild dafür sind Korsika, Französisch-Katalonien und die Bretagne.
Wegen der Nazi-Verbrechen im Zweiten Weltkrieg wurden diedeutsche Sprache und Elsässisch vom Staat verboten. Beides war verpönt, bei den staatlichen Behörden, aber auch bei der Bevölkerung. Inzwischen gilt das Elsässische als Regionalsprache und kulturelles Erbe. Das inzwischen gefördertwird. Vom eigens dafür eingerichteten Amt für Sprache und Kultur, genauer vom Office public de la langue regionale d´ Alsace (Opla). Ähnliche Einrichtungen gibt es auch in der Bretagne, in Korsika und den baskischen und katalanischenDepartements in den französischen Pyrenäen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr mit Amtsdirektorin Marie-Christine Thiebaut.
Siehe auch:
Mehr Baskisch in Frankreich - Baskenland | BASKULTUR.INFO:
Office public de la Langue Basque
Office public de la Langue Bretonne
Lingua corsa | Cullettività di Corsica - Collectivité de Corse
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