Alle Jahre wieder werden steigende Zahlen bejubelt, wenn der DFB seinen Saison-Report veröffentlicht. Natürlich sind größere Investitionen in den Fußball der Frauen zu begrüßen, aber wo bleibt die Einordnung? Die Abhängigkeit vom Fußball der Männer steigt, was ein Abstieg beispielsweise in Wolfsburg bedeuten würde, bleibt offen – und noch immer können zu wenige Fußballerinnen von ihrem Sport leben. Das hat die Gewerkschaft FIFPRO auch international erhoben.
Wir sprechen außerdem über Wolfgang Frank, der am 21. Februar 75 Jahre alt geworden wäre, schauen auf die internationalen Wettbewerbe der Frauen und podcasten just während der VfL Wolfsburg auch offiziell den Abschied von Ralf Kellermann am Ende der Saison bekanntgibt. Außerdem erfreuen wir uns an nun schon 99 (!) Folgen „Becker & Pfeiffer“ – wenn ihr Lust habt, erzählt uns gerne eure persönliche Geschichte mit unserem Podcast. Der Kackspecht fliegt dieses Mal nach Frankreich, wo die empörende Beleidigung einer Schiedsrichterin zumindest teilweise Konsequenzen hat. Wie immer fehlt aber der Blick aufs große Ganze, in diesem Fall eine offenbar problematische Kultur beim AS Saint-Étienne.
Wenn euch das möglich ist, freuen wir uns, wenn ihr unseren Podcast und die Bolztribüne einmalig oder regelmäßig per Dauerauftrag unterstützt. So können wir hoffentlich immer mehr Zeit in unsere Herzensprojekte stecken. Die Unterstützung ist jetzt einfacher als früher, denn wir sind nun eine Marke und eine GbR und haben ein Geschäftskonto:
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Becker & Pfeiffer
Shownotes/Links/Quellen
Wolfgang-Frank: Mehr als Klopps Lehrmeister
https://shop.delius-klasing.de/wolfgang-frank-p-2002543/DFB-Saisonreport für die Spielzeit 2024/25: Pressemeldung
https://www.dfb.de/news/saisonreport-2024/2025-google-pixel-frauen-bundesliga-setzt-positive-entwicklung-fort
Dokument:
https://www.dfb.de/ePaper/DFB-Saisonreport-Frauen-Bundesliga-20242025/FIFPRO Women’s National Team Player Survey https://www.fifpro.org/en/articles/2025/12/new-women-s-football-national-team-player-survey-highlights-advancements-across-confederations-but-players-feel-gaps-need-addressing
Kommentar dazu von Paula Myllyoja (ehemalige finnische Nationaltorhüterin)
https://www.fifpro.org/en/articles/2026/02/paula-myllyoja-from-sand-pitches-to-private-planes-women-s-football-has-come-a-long-way-but-players-still-need-change Ralf Kellerman verlässt den VfL Wolfsburg nach der Saison
https://www.vfl-wolfsburg.de/newsdetails/news-detail/detail/news/erfolgreiche-aera-endet-im-sommerDas Spitzenspiel zwischen Bayern und Wolfsburg erreichte trotz der zeitgleich laufenden Olympischen Spiele eine neue Rekordmarke
https://www.dfb.de/news/239-millionen-sehen-spitzenspiel-in-der-frauen-bundesliga Eintracht Frankfurt steht nach zwei Siegen gegen den FC Nordsjaelland im Halbfinale des Europa Cups
https://www.kicker.de/nordsjaelland-gegen-frankfurt-2026-uefa-women-s-europa-cup-5177589/spielbericht Ailien Poese hört nach der Saison als Cheftrainerin der Unionerinnen in der 1. Bundesliga auf und wird dann Cheftrainerin der Juniorinnen im NLZ
https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2026/02/fussball-union-frauen-ailien-poese-wechselt-ins-nlz.html Jess Fishlock ist Teil des walisischen Coaching Staffs als Technische Assistentin
https://www.bbc.com/sport/football/articles/cm2rje9mq23o FA Cup der Frauen wird nach Kritik an geplanten Schritten vorerst nicht verändert, wahrscheinlich werden sie jetzt 2027/28 kommen
https://www.theguardian.com/football/2026/feb/19/womens-fa-cup-plans-on-hold-pushback-from-clubs-players-and-fans Frankreich: Neuer Liga-Pokal namens Coupe de la LFFP ist in dieser Spielzeit erstmals gestartet, alle 24 Teams der 1. und 2. Liga nehmen teil
https://www.lequipe.fr/Medias/Actualites/La-finale-de-la-coupe-lffp-entre-ol-lyonnes-et-le-psg-diffusee-sur-la-chaine-l-equipe/1652325 AFC Women’s Asian Cup 2026 wird vom 1. bis 21. März in Sydney, Perth und an der Gold Coast ausgespielt
https://www.the-afc.com/en/more/content/afc_womens_asian_cup_-_home.html Vincent Kompany hat auf einer PK eine Rede gegen Rassismus gehalten, die um die Welt gegangen ist
https://www.bundesliga.com/de/bundesliga/videos/watch/kompany-mit-flammendem-appell-gegen-rassismus-xrkHtD39
Kommentar im Guardian
https://www.theguardian.com/football/2026/feb/18/vinicius-junior-jose-mourinho-and-treating-racism-as-reputational-risk-rather-than-a-lived-reality
Aus dem FdF hatte sich außerdem Manchester Uniteds amerikanische Torhüterin Phallon Tullis-Joyce geäußert
https://www.bbc.com/sport/football/articles/c80j7yevmr8o Lukas Kwasniok jammert trotz ernster medizinischer Situation über Fans, die den Support einstellen
https://koeln.t-online.de/region/koeln/id_101140478/1-fc-koeln-lukas-kwasniok-empoert-fans-nach-medizinischem-notfall.html Kommt die Regionalliga-Reform im FdM, damit der Aufstieg in die 3. Liga gerecht geregelt wird?
https://www.nrz.de/sport/lokalsport/essen/article411239867/regionalliga-reformplaene-das-bedeuten-sie-fuer-schalke-vfl-wattenscheid-co.html Empfehlungen: Ausstellung Black in the Game in Manchester über Erfolge und Ausschlüsse Schwarzer Personen im Fußball
https://www.theguardian.com/football/2026/feb/19/black-in-the-game-exhibition-womens-footballers-kerry-davis-khadija-shaw
Sam Lewis (they/them) im Guardian über das nordkoreanische Nationalteam der Frauen
https://www.theguardian.com/sport/2026/feb/23/north-korea-womens-national-football-team-asian-cup-2026Kackspecht: (Jetzt Ex-)Trainer von AS Saint-Étienne, Sébastien Joseph, der die Schiedsrichterin Cécile Bessière nach dem Derby gegen Lyon so heftig beleidigt hat, dass er suspendiert und gekündigt wurde
https://www.lequipe.fr/Football/Actualites/Suspendu-apres-des-propos-injurieux-sebastien-joseph-l-entraineur-de-l-equipe-feminine-de-saint-etienne-reagit-me-reduire-a-un-instant-de-debordement-emotionnel/1641419
https://www.lequipe.fr/Football/Actualites/L-entraineur-de-l-equipe-feminine-de-saint-etienne-sebastien-joseph-menace-de-licenciement-pour-propos-injurieux/1641289
Transkription der Episode anzeigen
0:00:20–0:00:25
Hallo und herzlich willkommen zu Becker und Pfeiffer Folge 99.
0:00:25–0:00:29
Ja, das ist richtig, Folge 99.
0:00:29–0:00:31
Hallo, liebe Mara.
0:00:31–0:00:33
Hallo liebe Annika.
0:00:33–0:00:44
Ich habe ja neulich festgestellt, wenn wir einmal weniger irgendwo Pause gemacht hätten,dann wäre die Folge 99 am neunten dritten erschienen.
0:00:44–0:00:51
Aber so wird es dann halt das famose Datum für unsere hundertste Folge.
0:00:52–0:00:56
Andere Leute feiern ja die hundertste Folge, das tun wir dann natürlich auch.
0:00:56–0:00:59
Aber wir feiern schon auch die 99 ein bisschen, oder?
0:00:59–0:01:05
So wie wir es jedes Mal feiern, wenn jemand uns einen Dauerauftrag nicht über 10 Euro,sondern über 9,99 Euro macht.
0:01:06–0:01:12
Ach ja, nein, sehr schön.
0:01:12–0:01:19
ja, wir haben uns vorgenommen, wir zählen jetzt 99 wunderbare Vögel auf in dieser Folge.
0:01:19–0:01:21
Genau.
0:01:21–0:01:28
Leider kann man ja nicht mehr singen 99 Luftballons, weil sich Nena auch irgendwo hinverabschiedet hat, wo wir nicht folgen möchten.
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Aber genau, 99 Vögel, ich fang an.
0:01:33–0:01:34
Kohlmeise.
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Nein, wir sind schon ein bisschen glücklich.
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Also 99 Folgen in drei Jahren, das ist schon nicht so schlecht.
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Ja, ich finde auch, da dürfen wir uns durchaus auch mal ein bisschen selbst auf dieSchulter klopfen, dass wir das so hinbekommen haben.
0:01:56–0:02:06
In der ganzen Zeit ist ja auch sehr, sehr viel passiert, also einmal in der Fußballwelt,aber dann auch irgendwie so in unserem jeweiligen Leben und der Podcast war dann so eine
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von den Konstanten, die es dann so in unserer Zweierkonstellation hier gab.
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Und ich habe
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ein paar Wochen tatsächlich irgendwie mir den Spaß gemacht, so in eine unserer erstenFolgen nochmal reinzuhören.
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ich glaube, man darf das sagen, wir sind dann so doch auch sehr gewachsen dann nochmalinnerhalb dieser Zeit.
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War das am Anfang nicht gut oder was?
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Ja, also ich finde es auch sehr schön und ich hoffe, dass wir noch viele, viele, vieleweitere Jahre Becker und Pfeiffer vor uns haben.
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Und wir hatten auch überlegt, eigentlich hätten wir gerne die 99.
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Folge ein bisschen größer begangen mit Schabernack und so weiter.
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Leider ist aktuell immer noch nicht die Zeit für Schabernack, weil
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zu viele andere Dinge passieren.
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Das Leben reißt ein paar Baustellen zu viel auf, noch Schabernack hinzuzufügen.
0:03:06–0:03:08
Aber wir werden das irgendwann nachholen.
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Wir überlegen uns das für eine Folge, die wir jetzt noch nicht verraten.
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Nicht, dass wir es am Ende so machen wie den Newsletter, den wir schon angekündigt haben,immer noch nicht umgesetzt haben, was ebenfalls mit den Baustellen zu tun hat und in einem
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in einer tiefer liegenden Schublade unseres Gehirns auch nach wie vor liegt.
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Also wir haben das weiterhin vor, es wird nur noch ein bisschen dauern.
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Genau, aber irgendwann, wenn ihr nicht damit rechnet, werdet ihr mit einer Jubiläumsfolgebeglückt.
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Und die nächste und hundertste Folge, auch das haben wir ja schon angekündigt, wird aucheine sehr, sehr, sehr, sehr coole mit zwei wundervollen Gäst*innen und die wird dann auch,
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bevor sie ausgestrahlt wird,
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live zu sehen und zu hören sein bei der Veranstaltung im Rahmen des famosen Ready SetCoach Programms, die am 7.
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März in Berlin steigt.
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Yes.
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Aber dann gehen wir doch vielleicht mal ohne weiteres Vorgeplänkel in unsere Fußballwoche,die ja auch immer so bisschen Vorgeplänkel vor den eigentlichen Themen ist.
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Und bei den Themen wollen wir dann mal ganz überraschend heute auf Wolfgang Frank schauenund warum, verraten wir euch gleich.
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Und außerdem auf den DFB Saisonrekord und darüber hinaus auch noch ein bisschen über dasEinkommen von Fußballerinnen.
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da gibt es Zahlen, die sind zwar schon zwei Monate etwa alt, aber da wollen wir euch auchnoch bisschen was dazu vorstellen.
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Aber Annika, verrate doch gerne erstmal, was du so über deine Fußballwoche erzählenmöchtest.
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Ja, ich hab jetzt so verteilt zuletzt ein bisschen mehr geguckt als so in den ganzenWochen davor, also Fußball der Frauen, aber durchaus auch ein bisschen was so im Fußball
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der Männer.
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Aber ja, also emotional am engsten mit dabei war ich natürlich wieder bei der SGS Essen.
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Da gab es am vorletzten Wochenende ja das Spiel gegen den VfL Wolfsburg, wo
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Ja, glaube ich, einfach alle damit gerechnet haben, dass das wieder so eine riesigeKlatsche wird, wie das zuletzt häufig der Fall war, wo man dann ja manchmal schon froh
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war, wenn es dann irgendwie so mal irgendwie nur ein 2 zu 1 war als Niederlage.
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Und jetzt haben sie überraschend 1 zu 1 unentschieden gegen Wolfsburg gespielt.
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Und ja, ein Tor von Ella Touon, die hat ja schon mal eine ganze Weile für die SGS Essengespielt und ist dann weggewechselt und inzwischen ist sie jetzt gerade eigentlich beim 1.
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FC Köln unter Vertrag und ist jetzt aber bis zum Ende der Saison ausgeliehen.
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Und ja, die hat halt in ihrer ersten Zeit hier häufig auf der
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Position als linke Außenverteidigerin gespielt jetzt gerade, ist sie rechts hinteneingesetzt und sie hatte vorher wirklich fast gar keine Spielpraxis, deswegen so, ich fand
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es damals sehr schade, dass sie gegangen ist und ich habe jetzt aber wegen der vielenSpielpraxis gedacht, ah, ob das jetzt irgendwie sofort dann so was ist, weiß ich gar
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nicht, aber die hat da also reingebuttert direkt in diesem Spiel gegen Wolfsburg.
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Das fand ich dann, also gemessen daran, gegen wen es da auch ging, schon ziemlich krass.
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Und ja, dann eben auch dieses entscheidende Tor gemacht, ein wunderschönes noch dazu, dasdann zu diesem Unentschieden geführt hat.
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Das hat sich dann ja in dem Moment erstmal so gefühlt wie wow, krass, das ist jetzt hierso voll der Icebreaker und es gibt denen bestimmt viel Selbstbewusstsein und das hilft in
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der Tabelle, weil man dann nämlich dadurch für den Moment vor dem HSV stand.
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Hmm.
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Das Blöde war nur aus Essener Sicht, dass der HSV dann am selben Tag, dann noch gegenHoffenheim gespielt hat und überraschend gegen Hoffenheim 4 zu 0 gewonnen hat, wo sich
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auch wirklich alle gefragt haben, was da eigentlich mit der TSG los war.
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Das war eine ganz merkwürdige Leistung.
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Für den HSV dann in der Situation natürlich auch sehr cool, weil sie dann auch das nochviel größere überraschende Erfolgserlebnis hatten und dann in der Tabelle sich natürlich
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wieder nach vorne geschoben haben.
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Ja.
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Und so war dann jetzt die Ausgangslage vor dem letzten Wochenende des Essen eigentlichgegen Leipzig schon ziemlich unter Druck stand, weil man eben drei Punkte Rückstand auf
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Hamburg hatte.
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Die haben jetzt nämlich am Wochenende im Nordderby
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gegen Bremen auch ein 1 zu 1 geholt, also wieder gepunktet.
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Jena ist für den Moment mal weg, haben 1 zu 5 gegen Nürnberg verloren.
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Und dann war jetzt eben dieses Spiel gegen Leipzig, da ist Essen erst mal ganz, ganz frühdurch Ramona Maier in der zweiten Minute mit 1 zu 0 in Führung gegangen.
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Dann haben die Leipzigerinnen das aber gedreht, das war ...
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Ja, es gab sehr viele Fouls in dem Spiel.
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Auch teilweise, also richtig harte Fouls auch fand ich, so gemessen an dem, was man sonstso sieht.
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Wo es auch irgendwie, meiner Meinung nach, ein paar Gelbe Karten mehr durchaus noch hättegeben können.
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Also klar, ich bin da biased, aber so wie die Leipzigerinnen teilweise da reingestiegensind, das fand ich nicht in Ordnung und ...
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Dass dann Trainer Jonas Stephan dann da auch in seiner Coachingzone oder außerhalb seinerCoachingzone, besser gesagt, jedes Mal dann immer noch so rumgemeckert hat, fand ich dann
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irgendwie auch nicht angemessen dessen, was da passiert ist.
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Ja, und dann ging das irgendwie so dahin.
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Eigentlich, also man hat gesehen so, die Essenerinnen, die bemühen sich halt irgendwienoch den Ausgleich, aber eigentlich hat sich das für mich nicht so angefühlt, als wenn da
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noch was passiert, weil das meiste nicht so super gefährlich war.
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Es gab dann
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Die Einwechslung von Laura Pucks, die eigentlich eine Innenverteidigerin ist und jetzt inden letzten Wochen aber schon vermehrt in so einer offensiven Rolle für die letzten
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Minuten eingewechselt wurde.
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Ja, also sie ist halt groß und Kopfballstark, sie ist aber nicht besonders schnell und sodie Pässe, sag ich mal, sind mal so, mal so.
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Ich, in meinem Kopf finde das immer so bisschen lustig, weil ich dann immer an dieseGeschichte mit Sarina Wiegman und Millie Bright bei der EM 2022 zurückdenken muss und wie
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viele Innenverteidigerinnen danach darunter gelitten haben, dass Trainer und Trainerinnendachten, das probiere ich jetzt auch mal mit Spielerinnen, die vielleicht gar nicht
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unbedingt in diese Rolle reinpassen.
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Ja, und dann…
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aber diese Nachspielzeit, die war sechs Minuten lang, es war Nieselregen, es gab einenFreistoß aus einer eigentlich absolut ungefährlichen Position und dieser Ball segelte dann
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halt irgendwie so in den Strafraum und...
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Ich konnte gar nicht so genau erkennen, ob jetzt dann am Ende Pucks wirklich dran war oderob Torhüterin Elvira Herzog sich den irgendwie so halb selbst reingefaustet hat.
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Aber auf jeden Fall war entscheidend, dass Pucks halt vorne mit in diesem Gewühl drin warund zu dem Ball hochgesprungen ist.
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Und es gab dann noch den Ausgleich.
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Das war schon ziemlich cool.
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Ja, so an der Tabellensituation, Abstiegsplatz ändert das jetzt erst mal nichts.
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Aber es sind jetzt drei Unentschieden hintereinander.
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Auf jeden Fall, ja, ist es jetzt erst mal eine bessere, bessere Serie als dieseNiederlagenserie die ganze Zeit.
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ja, wenn man sich jetzt so den Spielplan vom HSV und von Essen anguckt, dann wird es daWochen geben, wo Hamburg, wenn das passiert, womit man rechnet, wahrscheinlich mal ein
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bisschen wegzieht.
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Aber es wird auch Wochen geben, wo die Essenerinnen vielleicht dann auch wieder aufholenkönnen und
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Ja, also wenn da nicht eines von beiden Teams irgendwie einen komischen Einbruch hat odereine ganz krasse Serie startet, dann wird es, glaube ich, entgegen dem, was ich in der
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letzten Sendung noch gesagt habe, ziemlich spannend werden, bis zum Ende.
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Also ja, muss man echt mal abwarten, was da noch so kommt.
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Auf jeden Fall merkt man, finde ich, ja, dass jetzt so durch diese Punkte
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Also ein ganz anderes Selbstbewusstsein bei den Spielerinnen da ist, das sagt TrainerinHeleen Jaques ja auch.
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Und ich finde, so immer, wenn die beiden gezeigt werden, ich war jetzt diesmal nicht imStadion, sondern hab von zu Hause geguckt, Jessica Wissmann und Heleen Jaques, so das
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scheint so ganz gut zu harmonieren, wie die beiden miteinander umgehen und ja, dass dannJessica Wiesmann ...
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vielleicht auch so bisschen für die Diskussionen am Spielfeldrand zuständig ist, währenddie andere dann ihre taktischen Anweisungen gibt, so.
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Wir drücken auf jeden Fall alle die Daumen.
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Es ein bisschen schade, dass es gegen den HSV geht.
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Die HSV Frauen nach allem, was im Verein ja in der Vergangenheit da auch vergeigt wurde.
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Das läuft ja eigentlich auch nicht so schlecht und vor allen Dingen auch vomPublikumszuspruch.
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allein hier so podcastherzenmäßig sind wir natürlich alle Essenerinnen, ist ja klar.
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Ja, aber wie war es denn bei dir?
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Ach, relativ unspektakulär, ehrlich gesagt.
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Mainz hatte ja zuletzt das Spiel gegen Dortmund so super bitter und eindeutig verloren,weil sie offensichtlich das Standard-Verteidigen irgendwie komplett eingestellt haben.
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Und dann war jetzt am Freitag das Abendspiel gegen den HSV.
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Ich habe das ja neulich schon mal gesagt, dass ich momentan nicht so viel im Stadion binaus unterschiedlichen Gründen.
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Und das Spiel gegen den HSV hat für mich eine sehr hohe Emotionalität.
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Und ich hatte dann eigentlich vor, doch hinzugehen, aber es ging dann einfach irgendwienicht.
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Und ich hab ja oft die Kids im Wechsel von meiner besten Freundin dabei und die Kleene undich haben das dann zusammen im Bett geguckt mit einer Schüssel Pommes auf den
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Oberschenkeln.
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Das war ganz okay.
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Ja, auf jeden Fall.
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Ich habe ihr aber gesagt, dass es ganz wichtig ist, dass sie weiß, dass das eigentlichnicht in Ordnung ist, dass man Heimspiele nicht im Stadion guckt, dass das jetzt eine
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Ausnahmesituation ist.
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Und ich sie dann nächste Saison auch wieder bei schlechtem Wetter ins Stadion schreuchenwerde.
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Sie meint, ja, okay, alles klar.
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Nein, das war auf jeden Fall gut.
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Das Spiel hat mich total geärgert, ehrlicherweise, weil, ja, es ...
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Wir haben es ja so untereinander schon ein bisschen davon gehabt, dass es so lustig, dasssich immer so aufgeregt wird über die Schiri-Leistungen bei den Frauen, wenn man sich
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anguckt, was also für Schiri-Leistungen teilweise bei den Männern abgeliefert werden.
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Und in dem Spiel war es einfach also eine totale Katastrophe.
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Davon haben Wechselseite, also wechselseitig beide Teams in unterschiedlichen.
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Situationen profitiert, also weil Silas hätte man sicherlich sehr gut Gelb-Rot gebenkönnen, das hat er nicht bekommen.
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Bei Dominic Kohr weiß ich nicht, bin ich ehrlich gesagt bei Urs Fischer, also da gab eseinen Moment, wo man ihm theoretisch hätte Gelb-Rot geben können, also das wäre eine
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verdiente Gelbe Karte gewesen, aber die erste Gelbe war eigentlich so, naja.
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Von daher gesehen, also gehe ich da eigentlich nicht so mit.
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Eine Rote hätte es an einer Stelle auch noch theoretisch geben können und was aber dannalso wirklich
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einfach total wild war.
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Das, finde ich, sieht man in den Fernsehbildern ja gar nicht so, aber ich verstehe haltnicht, wie der Schiri auf dem Feld das nicht sehen kann, ist, dass es einen Freistoß gab
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für den HSV und in der Mauer der Mainzer stand halt einfach ein HSV-Spieler und der musshalt einen Meter Abstand zur Mauer halten.
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Das ist eine Szene, haben sie hinterher dann auch wieder wortreich erklärt, warum der VARnicht eingreift, wo ich mir so denke...
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Wie kann es sein, dass das festgelegt ist, dass der VAR da nicht eingreift?
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Also das ist halt ein Fehler, eine nicht korrekte Handlung bei der Torentstehung.
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Also alle anderen Sachen bei der Torentstehung werden ja auch durch den VAR geprüft.
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Also auch irgendwie drei Minuten vorher Handspiel, Foul oder weiß ich nicht was.
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Und also dieser Freistoß wäre nicht noch ein zweites Mal reingegangen.
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Aber okay, also man hätte sowieso durch die Ergebnisse vom letzten Wochenende schon nichtdie Gelegenheit gehabt, den HSV zu überholen mit einem Sieg, aber man wäre halt zumindest
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auf einen Punkt rangekommen.
0:15:44–0:15:53
Insgesamt ist es natürlich trotzdem so, dass sich die 05er in den letzten Wochen, alsoseit dem Trainerwechsel in der Tabelle und auch auf dem Feld, schon eine ganze Ecke
0:15:53–0:15:56
verbessert haben, aber das war nervig.
0:15:56–0:15:59
Also ich hätte das Spiel persönlich sehr gerne gewonnen.
0:15:59–0:16:03
Und es wäre auch gut gewesen für den Verein, wenn man es gewonnen hätte.
0:16:03–0:16:08
Und ja, also das mit der Schiri-Leistung, mit der nicht vorhandenen, das ist einfachärgerlich, finde ich.
0:16:08–0:16:15
Und ich habe auch einfach das Gefühl, je länger der VAR existiert, umso ...
0:16:15–0:16:25
ja, schon schlechter wird die Leistung der Schiris auf dem Feld, weil man immer das Gefühlhat, es gibt ja noch eine Instanz, die mich darauf hinweist, wenn irgendwas nicht okay
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ist.
0:16:25–0:16:26
ja...
0:16:26–0:16:33
Aber das gilt ja halt nicht für alle Situationen, das ist dann wiederum die Problematikund ja, also...
0:16:33–0:16:40
Ich empfinde das gerade als sehr, krass, weil ich ja jetzt wirklich auch nur so vereinzeltSpiele gucke.
0:16:40–0:16:49
Und natürlich ist dann auch immer die Frage, ob man dann ein Spiel erwischt, wo es dannausgerechnet, also das ausgerechnet besonders schlecht geleitet wird oder wo besonders
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viele Fehler passieren, was in dem Fall so war.
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Ich habe da nämlich auch mit reingeguckt.
0:16:54–0:17:00
Aber auch so, wenn ich jetzt zum Beispiel so von den Schalke-Männern Spiele mir anschaueoder…
0:17:00–0:17:09
manchmal einfach so was mitbekomme, was irgendwie so nebenher läuft und ich setze mich malein paar Minuten dazu oder dann sehe ich halt, was diskutiert wird an irgendwelchen
0:17:09–0:17:13
Elfmeterentscheidungen alleine in den letzten Wochen.
0:17:13–0:17:18
Das hat sich schon, finde ich, auch sehr, sehr verschärft und ist einfach sehr krassgeworden.
0:17:18–0:17:28
Und was ist ja vorhin schon angerissen, mich ärgert das dann auch, wenn dann halt so überdie Bundesliga der Frauen so gesagt wird.
0:17:28–0:17:34
Also, dass dann so herausgenommen wird, als wie schlecht da dieSchiedsrichterinnenleistungen sind.
0:17:34–0:17:39
Ich finde, es ist keine Frage, dass man über die diskutieren muss und dass da Sachen auchnicht gut laufen.
0:17:39–0:17:44
Aber es ist halt, finde ich, einfach ein Gesamtproblem von allen Schiedsrichter*innen dannso.
0:17:44–0:17:49
Also, dass da ja offenbar irgendwie Dinge nicht so gut laufen, wie sie irgendwie könnten.
0:17:50–0:17:53
Ja, das ist auf jeden Fall so.
0:17:53–0:18:02
Genau, und die 05 Frauen, haben dann am Sonntag ihr Spiel gewonnen.
0:18:02–0:18:03
Das war sehr schön.
0:18:03–0:18:07
Die hatten zuletzt ja ein bisschen eine schwierige Phase eigentlich.
0:18:07–0:18:13
Also seit das letzte Spiel vor Weihnachten war ja schon das erste Spiel der Rückrunde.
0:18:13–0:18:18
Haben auch vor allen Dingen einfach keine Tore mehr geschossen, was immer schwierig ist,wenn man punkten möchte.
0:18:18–0:18:20
Und haben sich jetzt aber
0:18:20–0:18:27
zurückgemeldet und das hat man ihnen auch angemerkt, also dass das dann auch so eineemotionale Last genommen hat.
0:18:27–0:18:29
Das war sehr schön wiederum.
0:18:29–0:18:30
Ja.
0:18:31–0:18:36
Genau, dann würde ich sagen, wir gehen mal in die Themen der Woche, oder?
0:18:36–0:18:37
Ja, das machen wir.
0:18:37–0:18:48
Und du hast es ja schon angerissen, dass wir nochmal über Wolfgang Frank sprechen und soein bisschen auch über das Buch, das du da geschrieben hast.
0:18:48–0:18:52
Und verrat uns doch mal, was der Anlass dafür ist.
0:18:53–0:18:56
Genau, wir haben am Wochenende uns ein bisschen darüber ausgetauscht.
0:18:56–0:18:59
Wolfgang Frank wäre am 21.
0:18:59–0:19:05
Februar 75 geworden, ist ja leider schon 2013 gestorben.
0:19:05–0:19:15
ja, ist bei der, also erstens mal ist es tatsächlich so, ich bin ja eh eine Person, dieeine sehr enge Verbindung mit so Jahrestagen hat und
0:19:16–0:19:28
Genau dadurch, dass ich bei der Entstehung des Buches ja viel zu tun hatte mit seinenSöhnen und wir uns natürlich eben viel über seinen beruflichen Werdegang, aber eben auch
0:19:28–0:19:39
so über dieses, wie das ist, den Vater zu verlieren, ausgetauscht haben, ist das einfachein Datum, ich dann, ja, womit es auch immer sehr bewusst ist, einfach.
0:19:39–0:19:44
Also ähnlich wie Todestage und Geburtstage von meinem eigenen Vater.
0:19:45–0:19:48
Genau, und der 75.
0:19:49–0:20:00
Geburtstag war jetzt dann auch wieder ein Anlass dafür, dass an der einen oder anderenStelle ein Text über ihn erscheint, wobei ich das Gefühl habe, das sind dann oft Texte,
0:20:00–0:20:07
die halt einfach zu jedem runden und halbrunden Geburtstag oder Todestag oder so wiederhochgezogen werden.
0:20:07–0:20:12
Und was mir da halt immer sehr stark auffällt,
0:20:12–0:20:20
Ja, ist, dass man ihn schon extrem verkürzt auf die Verbindung mit Jürgen Klopp.
0:20:20–0:20:26
Und das ist, glaub ich, erst mal ein total nachvollziehbares Phänomen.
0:20:26–0:20:33
Das ist was, was ich ganz sicher auch anfänglich getan habe.
0:20:33–0:20:42
Aber ich würde mir halt für ihn immer wünschen, also für Wolfgang Frank auch nach seinemTod über seinen Tod hinaus, dass ...
0:20:42–0:20:51
mehr als das von ihm bleibt und das war ja ehrlicherweise auch der Grund, warum ich dasBuch geschrieben habe.
0:20:51–0:21:01
Ich habe damals vorher für den ballesterer einen Artikel geschrieben, die Nicole Selmerhatte mich gefragt, ob ich das nicht mal machen könnte, weil er ja auch genau zwischen den
0:21:01–0:21:10
beiden Phasen, die er Mainz 05 hatte, eine Station in Österreich hatte, wo der ballestererja erscheint und genau.
0:21:11–0:21:23
Dafür habe ich damals das erste Mal mit dem Basti Frank, mit dem älteren Sohn, Und der hatnach dem Artikel, der sich dann eben genau mit diesen beiden Mainzer Phasen vor und nach
0:21:23–0:21:36
der Zeit in Österreich beschäftigt hat, auch genau das gesagt, dass halt der Blick aufseinen Vater immer total verengt ist auf diese Zeit mit Jürgen Klopp.
0:21:36–0:21:36
genau.
0:21:36–0:21:37
Und
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Was daran ja einerseits interessant ist, ist, dass Wolfgang Frank ein wahnsinnig guterFußballer war.
0:21:44–0:21:46
Und darüber wird irgendwie überhaupt nicht gesprochen.
0:21:46–0:21:52
ist so, als hätte der halt irgendwann angefangen, als Trainer zu arbeiten, aber gar nicht.
0:21:52–0:22:00
Ja, Geschichte eben, es wird gar nicht die Geschichte erzählt, die er als Fußballergeschrieben hat, obwohl das halt auch alles sehr spannend ist.
0:22:00–0:22:01
Und
0:22:02–0:22:11
Die Zeit als Fußballer und auch die Zeit dann als Spielertrainer in der Schweiz haben jasehr stark ihn wiederum geprägt.
0:22:11–0:22:20
er hat ja, er war ja total wissbegierig und hat sehr viel so aufgenommen und hatte großeVorbilder.
0:22:20–0:22:23
Und auch das fehlt dann irgendwie so.
0:22:23–0:22:29
Also es fehlen irgendwie so die Wurzeln in der Erzählung, aber es fehlt halt auch allesdas.
0:22:29–0:22:33
was nach der Mainzer Zeit kam und das ging halt noch eine ganze Zeit weiter.
0:22:33–0:22:46
Und ich hab da manchmal hier in Mainz richtig Diskussionen mit Leuten, weil die dannsagen, ja, aber für Mainz 05 hat Wolfgang Frank halt auch ganz besonders was bedeutet und
0:22:46–0:22:48
das war bei den anderen Vereinen nicht so.
0:22:48–0:22:50
Und das stimmt halt nicht.
0:22:50–0:22:53
Weil ich hab damals für das Buch ja mit
0:22:53–0:22:59
sehr, sehr vielen Leuten gesprochen, also tatsächlich mit über 80, was ich im Nachhineintotal will.
0:23:00–0:23:12
Ich habe also über 80 Gespräche geführt mit unterschiedlichen Personen, die entweder seineTrainer waren oder seine Mitspieler oder dann später seine Spieler.
0:23:13–0:23:22
Und es gibt keinen Verein und keinen Ort, den Wolfgang Franks so verlassen hat, wie er ihnvorgefunden hat.
0:23:22–0:23:34
Er hat wirklich einfach auch durch die Art und Weise, wie er als Mensch war und wie er mitseinen Spielern umgegangen ist, jeden Raum, in dem er sich länger aufgehalten hat,
0:23:34–0:23:36
verändert.
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Und ich finde das sehr bemerkenswert.
0:23:39–0:23:46
Und ich finde das schade, dass darauf nicht mehr geschaut wird, wenn an ihn erinnert wird,weil...
0:23:47–0:23:55
Der Fußball insgesamt wäre anders, wenn es mehr Menschen gäbe, die so wären.
0:23:55–0:24:02
Und das soll nicht heißen, dass es nicht auch Leute gab, die mit Wolfgang Frank nichtklargekommen sind und die gesagt haben, das ist mir irgendwie zu sehr ...
0:24:02–0:24:07
Also, der hatte ja schon auch viele Sachen, die er so gemacht hat.
0:24:07–0:24:08
Erzählen die Söhne auch immer.
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Bas, die hat ja auch länger mit ihm zusammengewohnt.
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in Mainz, wie er dann morgens vorm Spiegel stand und seine Sprachübungen gemacht hat undso und sich da irgendwie selber Mut zugesprochen.
0:24:17–0:24:20
Da musste man schon auch, das musste schon auch funktionieren.
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Es gab auch Spieler, die gesagt haben, lass mich in Ruhe mit dem Kram.
0:24:24–0:24:27
Aber ja, er hat halt eine ganze Generation geprägt.
0:24:27–0:24:32
Und natürlich ist Jürgen Klopp derjenige, der halt am erfolgreichsten geworden ist.
0:24:33–0:24:44
Aber auch in Sandro Schwarz oder in Thorsten Lieberknecht oder in Dino Topmöller, der jaauch bei Eintracht Frankfurt lange sehr gute Arbeit geleistet hat, oder, oder, Sind halt
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alles Leute, die unter ihm als Spieler waren.
0:24:50–0:25:00
genau, also auch in vielen, anderen Vereinen in unterschiedlichen Positionen, nicht nur inder Trainerposition, gibt es halt eben viele Menschen, ja, die
0:25:00–0:25:04
die sehr davon profitiert haben, dass sie Zeit mit ihm verbracht haben.
0:25:04–0:25:14
Und ich hab immer so bisschen dieses, wenn ich dann so einen 0815 Text über Wolfgang Frankwar ein cooler Trainer und hier ist Jürgen Klopp lese, dann hab ich, denk ich halt so,
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pff, okay.
0:25:16–0:25:17
Genau.
0:25:17–0:25:27
Und deswegen haben wir dann, als ich darüber mich mit dir so ausgetauscht habe,beschlossen, wir reden einfach ein paar Minuten im Podcast über Wolfgang Frank.
0:25:27–0:25:40
Ja, also weil ich das ja auch weiß, wie viel dir das bedeutet und wie umsichtig unddakribisch du sehr, lange an diesem Buch gearbeitet hast und ich das auch einfach sehr gut
0:25:40–0:25:45
nachempfinden kann, so dass es eben ja dieses Nachdenken darüber gibt.
0:25:45–0:25:48
Wie erinnern wir uns eigentlich an Personen?
0:25:48–0:25:58
Also einmal auf einer persönlichen Ebene, aber dann auch auf so einer Öffentlichkeitsebeneund eben genau das alles, was du jetzt beschrieben hast, dass es dann oft dieses Phänomen
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gibt von, ja, so Zuschreibungen auf das, was man sich rauspickt als das war irgendwie dergrößte Erfolgsmoment oder das ist halt irgendwie so…
0:26:09–0:26:17
ja, die Person, die gar nicht der Mensch selber ist, die dann am Ende irgendwie so dabeirausgekommen ist, sowie so eine Art Produkt und ja, deswegen,
0:26:17–0:26:26
Ja, und also was bei ihm ja auch noch sehr krass ist, finde ich, ist, dass es immer malwieder auch Texte über ihn gibt, wo Leute so reinschreiben, so er ist gescheitert, weil er
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es nie als Trainer in die 1.
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Liga geschafft hat.
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Und ich glaube, ehrlich gesagt, wenn man guckt, wie viele Menschen er stark beeinflussthat und wo die es hingeschafft haben, dann wäre er wahrscheinlich nach seinen eigenen
0:26:38–0:26:41
Maßstäben also überhaupt nicht gescheitert.
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Und ich würde auch niemals diesen Begriff in Bezug auf ihn benutzen.
0:26:46–0:26:58
Und ja, ich glaub generell, aber das führt dann natürlich weg von ihm, aber man sieht dasja auch mit den sozialen Medien und so dieses Ganze, wie umgegangen wird mit dem Tod von
0:26:58–0:27:01
Menschen, die eine gewisse Öffentlichkeit halt hatten.
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Ich denk mir dann oft, man sollte schon auch mal innehalten und sich überlegen, wasbedeutet der Umgang, den man wählt, für die Hinterbliebenen.
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Also ich hatte das beim Schreiben total ...
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dass ich eigentlich immer für mich so den Maßstab hatte.
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Ich versuche ...
0:27:21–0:27:31
die Akribie und den Respekt der Person entgegenzubringen, von der ich es mir wünschenwürde, dass jemand das machen würde, wenn es mein Vater wäre.
0:27:31–0:27:32
So ist das.
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Ja, danke nochmal für diese Einblicke.
0:27:39–0:27:44
Und, das ist unser Raum.
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ja, also falls ihr es noch nicht getan habt und uns zuhört, das Buch kann man natürlichnach wie vor erstehen und auch lesen.
0:27:52–0:27:55
Yes, yes.
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Dann würde ich sagen, gehen wir mal weiter.
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ich bin mir gar nicht sicher, ob es vorhin ein Versprecher war oder ein Wortspiel.
0:28:03–0:28:14
Du hast nicht gesagt DFB Saisonreport, sondern Saison-Rekord.
0:28:14–0:28:20
Ja, also der DFB Saisonreport, jetzt hätte ich es auch fast so gesagt, für die m
0:28:20–0:28:22
sorry, muss jetzt ganz kurz, ganz hart abwürgen.
0:28:22–0:28:26
Ich hab's schon beim letzten Mal gesagt, Annika und ich machen gerade einenTed-Lasso-Rewatch.
0:28:26–0:28:30
Und wir waren gestern bei der Folge mit dem "Shight in knining armour".
0:28:31–0:28:34
Daran muss ich jetzt gerade denken.
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Ja.
0:28:34–0:28:39
Der DFB-Saisonreport birgt den einen oder anderen Rekord.
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Und darüber spricht Annika jetzt mit euch oder für euch.
0:28:42–0:28:44
Die hat sich da nämlich reingebuddelt.
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Ja, also es geht die Spielzeit 24-25, also die letzte Saison der Bundesliga der Frauen mitzwölf Vereinen, so zur Einordnung auch noch ganz wichtig, finde ich.
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Und das ist dann ja immer unterteilt in so ganz verschiedene Bereiche.
0:29:02–0:29:10
Wir lassen jetzt das ganze Sportliche mal außen vor und gucken eher auf so diverseFinanzzahlen und Publikumsentwicklung.
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Bei den Erträgen ist es so, dass es da eben einen neuen Rekord gibt.
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Es sind nämlich erstmals überhaupt über 43 Millionen Euro, ja, Erträge reingekommen.
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Das ist eine Steigerung von 36 Prozent zur Vorsaison, da waren es noch 31 Millionen.
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Wenn ihr uns da schon in den letzten Jahren drüber reden oder schreiben hören oder sehenhabt, dann wisst ihr, dass das immer Durchschnittswerte sind in diesen Saisonreports, wenn
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es dann um die Vereine geht.
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Also, dass man nicht genau weiß, bei Wolfsburg oder Bayern war es so und so viel und beiJena oder so war es irgendwie so und so viel.
0:29:53–0:29:58
Also, der durchschnittliche Umsatz pro Club sind 3,6 Millionen Euro gewesen.
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kann man sich denken, wenn sich die Gesamterträge gesteigert haben, dass auch das imVorjahr durchschnittlich weniger war.
0:30:05–0:30:12
Und ja, man kann eben daraus jetzt nicht sehen, wie die Abstände zwischen den Vereinensind.
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Also es kann sein, dass es bei einzelnen Vereinen irgendwie eben diese Steigerung war,sehr viel mehr, und bei anderen vielleicht gar nicht so oder halt nicht so die genau
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gleich große Steigerung.
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Das so zur Erklärung noch mal.
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Die Gesamterträge haben sich in drei Jahren mehr als verdoppelt dadurch, also das gingimmer weiter nach oben.
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Und die Erträge aus den Spielen, Ticketing und so weiter, liegen durchschnittlichinzwischen bei 565.000 Euro pro Club, also etwas mehr über eine halbe Million, was auch
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ein neuer Rekord ist.
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Es waren in der Saison davor 370.000 Euro noch.
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So.
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In diese Zahlen fließen dann auch nochmal Reihen, Einnahmen aus der UEFA Women's ChampionsLeague und dem DFB-Pokal, das haben wir jetzt, also ist jetzt aber hier nicht so genau
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aufgeführt.
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Und ja, das, wenn ihr euch damit näher befasst habt, kennt ihr das auch schon, dass dieRekorde nicht nur auf der Positivseite sind, sondern oft auch auf der Ausgabenseite.
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Aufwendung und Ergebnis,
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Ja, der Verrechnung mit den Erträgen sehen dann nämlich so aus.
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Die Gesamtaufwendungen sind bei knapp 70 Millionen Euro insgesamt, das heißtdurchschnittlich 5,8 Millionen Euro pro Club.
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Das ist eine Steigerung der Ausgaben pro Club von rund um 28 Prozent gegenüber derVorsaison.
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Und ja, wenn ihr bei den Zahlen gut aufgepasst habt, dann wisst ihr, es gibt wieder eindurchschnittliches Saisondefizit pro Club, was da am Ende bei rauskommt, wenn man das mit
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den Einnahmen verrechnet.
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Und das liegt bei 2,2 Millionen Euro minus, die pro Club im Durchschnitt gemacht werden.
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muss ja sagen, ich muss mal ganz kurz reingrätschen, dieses pro Club, pro Club, pro Clubund dass man da keine tatsächliche Aufstellung über die Vereine bekommt, macht es
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ehrlicherweise fast ein bisschen witzlos mit diesem Saisonreport, weil du kannst haltjedes Jahr wieder sagen, das ist gewachsen und das ist gewachsen und hier ist irgendwie
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mehr, aber also man hat ja überhaupt keine Orientierung.
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wie irgendwie Erfolg und Investition korrelieren und wie Misserfolg und Investition und soweiter und so weiter es ist.
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Ehrlicherweise, ne, jedes Jahr sitzen wir vor diesem Ding und das wird irgendwie immerabsurder, ehrlich gesagt.
0:32:47–0:32:53
Also man kann dann natürlich wieder sagen, geil, größere Zahlen als letztes Jahr, aber wassoll man denn daraus bitte ablesen?
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Ist komplett für die Füße einfach.
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Entschuldigung an die Leute, die sich die Mühe mit der Auswertung gemacht haben, aberehrlich.
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Ja, also es ist ja auch jedes Jahr immer dieselbe Thematik so.
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Genau, aber, ne, also 2,2 Millionen Euro minus pro Verein, das waren im Jahr davor noch1,9 Millionen Euro minus pro Verein, also das wird dann, ja, in dem Report und auch so in
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vielen von den Medienbeiträgen, die man sieht,
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dann immer so geframed als so, die Investitionen steigen und das ist gut und das ist auchsicherlich so, aber man muss eben gleichzeitig auch einordnen, dass dadurch dann bei den,
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Männerlizenzvereinen dann ja auch die Abhängigkeit eben wächst von dem, was da so imGesamtverein rübergeschoben wird und
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Das ist ja auch das, was gerade halt da so groß diskutiert wird mit dem FBL e.V.
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und so, wie es weitergehen kann mit einer Eigenständigkeit, dass das eine unabhängigereFinanzierung sein kann in Zukunft vielleicht mal.
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Und da kommen wir nämlich später auch nochmal dazu, wenn wir über den VfL Wolfsburg undRalf Kellermann sprechen.
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Also, weil da ist nämlich ja jetzt gerade auch die Geschichte mit dem mal wieder drohendenAbstieg der Männer, wo man dann auch nicht weiß, Stichwort Abhängigkeit, was würde das für
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die Frauen und für die Investitionen, die Frauen bedeuten.
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Von daher gesehen, wie du sagst, die Investition an sich ist natürlich schon wichtig, aberdie hängt ja auch immer an bestimmten Faktoren.
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die Zweifelsfall die Frauen mit ihrem eigenen Erfolg auch überhaupt nicht beeinflussenkönnen und das ist halt schon eine Problematik.
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Ja, nur das einmal so gesagt zu haben, aber ich denke allen, uns zuhören, ist es auchbekannt, dass eben die SGS Essen der einzige verbliebene reine Frauenverein im Oberhaus
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ist, wobei ich dafür immer wichtig finde, anzumerken, Carl Zeiss Jena, Da sind die Männeraktuell ja auch in Anführungsstrichen nur in der Regionalliga und es gab Berichte, einen
0:35:02–0:35:04
Bericht aus dem letzten Jahr,
0:35:05–0:35:11
dass es eben da nicht so ist, dass die Männer die Frauen mitfinanzieren, sondern umgekehrtaus verschiedenen Gründen.
0:35:11–0:35:20
Also weil dann eben da die Erträge aus der Bundesliga der Frauen größer sind als das, dain der Regionalliga rausgesprungen ist so.
0:35:20–0:35:30
Und das ist dann also auch was, wo man, finde ich, immer diese Anmerkung oder dieseFußnote noch dahinter machen muss, weil man dann nicht sagen kann, ja, aber Jena ist jetzt
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irgendwie so viel.
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besser gestellt.
0:35:32–0:35:40
Also sicherlich gibt es da dann irgendwie nochmal andere infrastrukturelle Voraussetzungenals jetzt vielleicht bei der SGS, aber ja, muss man irgendwie immer so mit in die
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Bewertung reinziehen, finde ich.
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Kommen wir dann mal zu Personalkosten oder Gehältern.
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Das durchschnittliche, monatliche Grundgehalt einer Spielerin liegt bei ungefähr 4.500Euro.
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Das waren im Bericht davor noch rund um 4.000 Euro.
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Da haben wir es natürlich auch genauso wie das mit den Vereinen, dass es diese Scheregibt, aber eben nicht ...
0:36:06–0:36:12
Also von der man weiß, sie ist da, aber man kann sie nicht anhand von Zahlen festmachen,weil so transparent ist es dann nicht.
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Und da, sorry, wenn ich nochmal reingrätsche, finde ich es ehrlicherweise, geht es fastein bisschen in Richtung fahrlässig mit diesem Durchschnittswert, weil das dann teilweise
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nämlich so aufgegriffen wird ohne eine Einordnung.
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Ja, und dann liest du in Texten, im Schnitt verdient eine Fußballerin 4500 Euro im Monat.
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Und dann sagt nämlich irgendwie Theken-Günther wieder, ja, und wo ist das Problem, ey,also die verdient mehr als ich und das für das Gekicke.
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Und aber die Tatsache, wie viele Leute halt eben nach wie vor überhaupt nicht leben könnenvon dem, was sie bekommen, weil es halt eben so eine, also weil es so eine Spitze, aber
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eben auch einen Bodensatz gibt, das kommt aus den Zahlen halt überhaupt nicht raus.
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Ja, genau.
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Ja, wie ihr wisst, es gibt nach wie vor die Diskussion über die Einführung einesMindestgehaltes, die jetzt aber ja auch erst mal nicht weiter vorangekommen ist.
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Aber da sind es dann eben auch Vereine wie Essen oder Jena wo eben ja auch bekannt ist,ein Teil oder ein Großteil der Spielerinnen eher so einen Halbprofi-Status hat und
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nebenher arbeitet oder noch irgendwie andere Sachen macht.
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Und bei anderen Vereinen ist es dann ...
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häufig auch so bisschen nach der Altersstruktur gestaffelt.
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Also so, das ist dann vor allem die jungen Spielerinnen sind, bei denen das so ist.
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Wenn wir dann auf Zuschauer*innen und Medien gucken, da war es so, dass es einen leichtenRückgang gab bei der Zahl der Gesamtzuschauer*innen über die 22 Spieltage.
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Also weil
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In der Saison 23,/24 kamen knapp 380.000 Leute in die Stadien, ist jetzt so bisschenaufgerundet.
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Und in der Saison, um die es jetzt hier geht, 24/25, da waren es eben knapp 355.000.
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Also es ist jetzt kein riesiger Rückgang, aber schon einer, der sich dann bemerkbar macht,eben so ein paar Tausende.
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Zudem, wenn man denkt, dass die Highlightspiele weiter zunehmen.
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Wenn man sich den Spaß machen würde, die Highlightspiele rauszurechnen, zu gucken, was aneinem regulären Spieltag im Stadion passiert, dann wären das wieder traurige Zahlen.
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Ja, es gibt dann ja auch immer den Vergleich zu anderen europäischen Ligen.
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Der Schnitt pro Partie in Deutschland sind 2692 Menschen pro Spiel.
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England wird geführt mit 6658, Spanien mit 1658 und Frankreich mit 1478.
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Also England irgendwie klar an der Spitze und dann kommt mit relativ weitem Abstanddahinter Deutschland und dann nochmal nicht ganz so großer Abstand Spanien und Frankreich.
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Es gab 32 Free-TV-Spiele, die durchschnittlich 370.000 Zuschauerinnen angelockt haben.
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Das Spitzenspiel Wolfsburg gegen Bayern lag bei 1,87 Millionen, woran man dann auch sieht,dass es eben zwischen den Partien, die da ausgewählt werden, dann teilweise doch größere
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Unterschiede gibt.
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Insgesamt ist es aber wohl so, dass steigende Quoten bei DAZN und Magenta Sport gab in derSpielzeit.
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Ja, das ist jetzt erstmal so das, was wir an Zahlenwooster so für euch rausgesucht haben.
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Wir verlinken euch natürlich auch die Pressemitteilung und nochmal den Bericht insgesamt,also weil der ist öffentlich, das ist ein e-Paper, das kann sich jeder und jede von euch
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anschauen, wenn ihr das mögt.
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Mara hat die Einordnung vorhin schon so bisschen vorweggenommen, dass es eben so einbisschen so, ja, Täglich grüßt das Murmeltier ist.
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Also, das denke ich sicherlich gut, dass abgesehen von den ZuschauerInnen alles irgendwieso weiter nach oben geht und da jetzt nicht irgendwie so voll die Bremse getreten wurde.
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Da bin ich ehrlicherweise so ein bisschen gespannt, wie das dann jetzt für diese Saison imNachhinein aussehen wird, gerade mit den ganzen Diskussionen und im Liga-Verband und so
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was da gerade alles.
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passiert und läuft, weil ja, das ja unterschiedliche Dinge zur Folge haben kann.
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Also es kann ja zur Folge haben, dass manche sagen, okay, wir investieren jetzt erst rechtund es sind eben auch Vereine, die da ordentlich reinballern, in die Liga gekommen mit
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Union zum Beispiel.
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Aber es kann eben ja auch eine Vorsicht zur Folge haben, dass dann andere Vereine wiederumsagen, ah, wir wissen jetzt nicht, vielleicht kommt das Mindestgehalt und unser Budget ist
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aber so und so und deswegen ...
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gucken wir mal irgendwie lieber, dass wir uns darauf vorbereiten, falls das eingeführtwird, dass wir das dann auch mitgehen können.
0:41:03–0:41:07
So und jetzt nicht alles, was reinkommt, dann auch direkt woanders wieder verplanen.
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Also ja, da muss man mal sehen.
0:41:09–0:41:18
Gleichzeitig kann es natürlich sein, dass nach der EM in der Schweiz dann derZuschauer*innenschnitt wieder ein bisschen ansteigt.
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Das ist ja schon häufig so, dass nach dem Turnier wieder ein paar Leute extrarübergeschwemmt werden.
0:41:24–0:41:30
Aber weil, also das finde ich schon krass, das ist ja nicht trivial, was sich da anZuschauer*innen verändert hat.
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Ein Rückgang irgendwie knapp 25.000 bei den Zahlen, die man hat, ist schon nicht wenigeinfach.
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Ja, ich denke auch, das ist jetzt wahrscheinlich, also man muss dann natürlich sehr genauschauen, ne?
0:41:45–0:41:54
Es sind dann ja mehr Spieltage und zwei Vereine mehr und dann sind es eben ja auch zweiVereine mehr in der Liga, die jetzt eben dann auch in großen Stadien spielen und sich ja
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auch bemühen, da ihre Fanszenen zu aktivieren und so weiter.
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Aber bei denen, ja, dann müsste man wahrscheinlich eigentlich gucken, wie man dasauftrennt mit den bestehenden Vereinen, was dann da von der Durchschnitt wäre oder so.
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Ja, ich meine, es wird auf jeden Fall so sein, dass das zahlenmäßig dann mehr ist.
0:42:13–0:42:20
Allein eben dadurch, dass in Berlin und in Hamburg regelmäßig paar Tausend Leute imStadion sind.
0:42:20–0:42:21
Ja.
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Es ist schwierig, also wie gesagt, ich finde, von diesen Zahlen haben nur einen sehrgeringen Wert tatsächlich.
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Da bräuchte man halt irgendwie intensivere Vergleiche.
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Aber das wird ...
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Das wird sich nicht ändern tatsächlich.
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daher gesehen müssen wir mit dem arbeiten, was es gibt und dass es überhaupt Zahlen gibt.
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Also das soll ja auch nicht untergehen, ist ja schon mal gut.
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Ja, es ist trotzdem immer eine Veröffentlichung, auf die ich so Anfang jeden Jahres immerdrauf warte, wann die kommt, weil das immer ganz cool ist, finde ich dann nochmal so
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diesen Überblick zu haben auf jeden Fall.
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Auch wenn sie diesmal im Spam-Ordner gelandet ist.
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Weil der Absender irgendwie geklemmt hat.
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Ja.
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Aber genau,
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du hast dankenswerterweise dann noch was anderes zusammengetragen, was ich dann jetztvielleicht mal hier vortrage.
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Und zwar haben wir von Corine liebe Grüße an dieser Stelle noch mal einen Hinweis daraufbekommen.
0:43:23–0:43:25
Das ist uns in unserer
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sendungsfreien Zeit tatsächlich durchgeflutscht, dass es von der FIFPRO eine Women'sNational Team Player Survey gab, also eine Umfrage.
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dazu verlinken wir euch einen Kommentar, den die ehemalige finnische Nationaltorhüterin,jetzt scheitere ich wieder an dem Namen und die Annika grinst schon, also sie heißt Paula
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und ist bestimmt super nett und hat auch einen Nachnamen.
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Die hat jedenfalls was dazu geschrieben, möchtest du sagen?
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Also, weil ich kann...
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Okay, gut, vielen herzlichen Dank.
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Ich entschuldige mich also wirklich aufrichtig dafür, dass ich mit Namen so fürchterlichschlecht bin, aber ich kriege da vor lauter Flattern, ich könnte es falsch machen, kann
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ich es dann einfach gar nicht.
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Also, die hat jedenfalls auf der FIFPRO-Seite noch mal einen Kommentar dazu verfasst unddadurch ist das ganze Thema noch mal hochgeploppt und eigentlich ist es auch ein bisschen
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erstaunlich, der Veröffentlichungszeitpunkt, also weil...
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Ich habe es auch nirgendwo groß in den Medien irgendwie mitbekommen, dass das Themagewesen wäre.
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Und es ist ja eigentlich schon, also nicht eigentlich, es ist sehr, sehr wichtig, dieHauptkennzahl ist 49 Prozent der Nationalspielerinnen weltweit, die 2025 an großen
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internationalen Turnieren teilgenommen haben.
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Also das ist ja dann schon die absolute Spitze.
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Verdienen weniger als 10.000 Dollar pro Jahr mit Fußball.
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49 Prozent der Nationalspielerinnen, die 2025 an großen internationalen Turnierenteilgenommen haben, verdienen im Jahr weniger als 10.000 Dollar mit Fußball.
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Das sind aktuell umgerechnet keine 8.500 Euro.
0:44:59–0:45:03
Und das ist schon eine richtig krasse Zahl, finde ich.
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Die FIFPRO hat 2025 zwischen August und Oktober 407 Nationalspielerinnen aus 41 Ländern zuihren Gehältern und Arbeitsbedingungen befragt.
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Erstmal, also Chapeau an FIFPRO sehr wichtig ist, solche Zahlen zu erheben.
0:45:19–0:45:32
Zwei Drittel der Spielerinnen verdienen weniger als 20.000 Dollar pro Jahr, das sind17.000 Euro, wobei fast ein Drittel von ihnen Angaben zu Einkünften zwischen 0 und 4.999
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Dollar macht, also 4.250 Euro im Monat.
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Ein Drittel der Nationalspielerinnen verdienen zwischen 0 und 4.250 Euro.
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Nur eine kleine Minderheit erreicht überhaupt höhere Einkommensklassen.
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25%, also jede Vierte, haben einen Job außerhalb des Fußballs, was bei den Zahlen ja auchnicht weiter verwunderlich ist, weil von irgendwas müssen die ja leben.
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Zu der prekären Lage kommt noch dazu, dass ein Drittel der Spielerinnen einenVereinsvertrag von weniger als einem Jahr Laufzeit hatte und 22 % überhaupt keinen
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Vertrag.
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Also da gehst du jeden Morgen arbeiten und weißt eigentlich nicht, ob du am Ende desMonats auch Geld dafür bekommst.
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Andererseits ist es ja teilweise auch kein nennenswertes Geld.
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Obwohl das Einkommen einiger Spielerinnen gestiegen ist, zeigt die Umfrage, dass es fürdie meisten Spielerinnen an finanzieller Sicherheit mangelt.
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Und das ist halt eben genau das Thema, was wir gerade bei dem Saisonreport hatten.
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Das kann man daraus halt überhaupt nicht ablesen.
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Also wie ist da die Situation in Deutschland?
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steigt da der Durchschnitt, weil an der Spitze immer bessere Gehälter gezahlt werden.
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Bei den Spielerinnen, teilweise auch aus dem Ausland geholt wurden, muss man davon jaschon ausgehen.
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Aber was ist eigentlich mit der Masse der Spielerinnen?
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Können die irgendwie davon leben und wenn ja wie?
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Und Vereine bleiben die dominierende Einkommensquelle für Spielerinnen, gefolgt vonZahlungen der Nationalteams.
0:46:55–0:47:01
Aber eben jede vierte Spielerin ist auf zusätzliche Beschäftigung außerhalb des Fußballsangewiesen.
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Ja, also das sind schon
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Ehrlicherweise sind die Zahlen nicht verwunderlich, ich.
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Und trotzdem ist es erschreckend, auf die Art und Weise noch mal zu sehen.
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Und es ist schon sehr erstaunlich, dass das so überhaupt kein nennenswertes Medienechohervorgerufen hat.
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Ja, ich finde, es ist halt sehr viel immer so dieses, wenn es eine positive Entwicklunggibt oder etwas, man, das nicht nur rein positiv ist, aber man kann es positiv
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interpretieren, dann wird das, finde ich, so bei Instagram hauptsächlich, dann sieht manda immer sehr viele Kacheln, von ganz unterschiedlichen Stellen dazu, weil man halt so…
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Ja, glaube ich dann auch so ein bisschen diesen Stolz hat von wegen so, hier guck mal, esgeht voran und unser Sport der Frauen, unser Fußball der Frauen ist irgendwie so viel wert
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und es geht irgendwie nach vorne und da steckt halt immer so bisschen dieses dahinter, soauch das so beweisen zu wollen, dass es eben diese positive Entwicklung gibt, so entgegen
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aller sexistischen Kommentare und Nörgeleien, die es da so gibt und so und ich verstehe soein bisschen diese Grundhaltung.
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Aber es ist ja schon ein Fehler, wenn dann eben sehr, sehr eindeutige und klare eben jaeher negative Zahlen dann nicht auf die gleiche Art und Weise diese Aufmerksamkeit
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bekommen, weil das nun mal eben die Realität ist.
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Und es bringt ja auch niemandem was, wenn man jetzt dann halt immer nur auf die Spitzeschaut, egal ob das jetzt in die Spitzen einer Liga ist oder eines Kontinents oder wie
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hier jetzt eben weltweit betrachtet auf Nationalspielerinnen gesehen.
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weil man alle anderen ja auch mitdenken muss, so, wenn es halt eben eine nachhaltigeEntwicklung sein soll.
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Also da geht es ja letztendlich einfach um Fairness auch dann.
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Ja, auf jeden Fall.
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Und ich finde es auch ein bisschen problematisch, dass es teilweise fast so ist, dass wennman dann halt diese negativen Themen, so wie wir es ja hier regelmäßig machen, bespricht,
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dass es dann Leute gibt, die das so bisschen lesen, als da wird nicht genug irgendwiemitgefeiert, was es an Errungenschaften von Frauen im Sport gibt.
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Darum geht es gar nicht.
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Also ich glaube, es gibt niemanden hier, der sich nicht rund um um die OlympischenWinterspiele mega daran erfreut hat.
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was für grandiose Geschichtensportlerinnen da geschrieben haben.
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Also I'm all there for it, Annika genauso.
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Das war ganz, ganz, ganz, ganz, ganz, ganz toll.
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Aber auch da wäre eigentlich die journalistische Nachaufgabe, sich anzugucken, wie siehtes eigentlich in den Sportarten insgesamt aus, wenn man die Spitze halt verlässt.
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Und im Fußball ist das halt ein Thema, also das ist prinzipiell im Sport ein Thema und dasist natürlich auch ein Thema im
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der Männer, aber im Fußball der Männer ist halt die Spitze dermaßen wild, dass halt auchdie Leute am Bodensatz in der ersten und zweiten Liga halt ein super Auskommen haben.
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Und für die Frauen gilt es halt einfach nicht.
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Gut, kommen wir doch mal zu den Blitznews, liebe Annika.
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Möchtest du uns mal erzählen, was Ralf Kellermann mutmaßlich vorhat?
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Ja, genau.
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Wir fangen einfach erstmal ganz nüchtern mit dem an, was aktuell gemeldet ist.
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Laut übereinstimmenden Medienberichten ist es nämlich so, dass Ralf Kellermann den VfLWolfsburg wohl im Sommer verlassen soll.
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Zum Zeitpunkt, wo wir jetzt hier aufnehmen, gibt es noch keine offizielle Bestätigung.
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Die soll aber wohl im Laufe der Woche erfolgen.
0:50:33–0:50:34
uh
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Kellermann soll seinen Abschied als Direktor Frau und Fußball des VfL gegenüber denWolfsburgerinnen in der Kabine nach der 1 zu 4 Niederlage gegen Bayern München mitgeteilt
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haben.
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sehr wehler Zeitpunkt war, das irgendwie abhängig vom Ergebnis oder hatte er das so oderso vor?
0:50:51–0:50:52
Keine Ahnung.
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Also dadurch, dass es eine Niederlage ist, sieht es halt irgendwie auf jeden Fallunglücklich aus, wenn es so gewesen sein sollte.
0:51:00–0:51:07
Und ja, es wird berichtet, dass er eben wohl eine Herausforderung außerhalb Deutschlandssuchen könnte.
0:51:07–0:51:12
Also Chelsea wird da unter anderem an mehreren Stellen genannt.
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Und ja, es wäre ein Abschied nach sehr, sehr langer Zeit, 18 Jahre bei denWolfsburgerinnen angefangen.
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als Scout, dann war er zwischendurch Trainer, Manager und dann jetzt eben Direktor fürdiesen ganzen Bereich.
0:51:28–0:51:39
Und ist eigentlich, also finde ich, wenn man so über die Bundesliga der Frauen nachdenkt,ja, so jemand, nicht so wirklich wegzudenken ist aus der Liga und dann aber eben auch vom
0:51:39–0:51:40
VfL Wolfsburg.
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Und ja, es könnte, wenn es so kommen sollte, dann für die Nachfolgeregelung…
0:51:47–0:51:50
auch schwierig sein, diese Lücke zu füllen.
0:51:50–0:51:51
Ja, auf jeden Fall.
0:51:51–0:51:56
Also es ist jetzt nicht so, dass irgendwie auf der Hand liegt, wer das übernehmen könnte.
0:51:56–0:52:06
Es gibt auch einige Presseberichte, in denen zu Recht darauf hingewiesen wird, was bei derGesamtsituation im Verein erst mal überhaupt nicht klar ist, überhaupt diese Aufgabe
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innehat, eine Nachfolgeregelung zu treffen.
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Außerdem, das ist das, was wir vorhin schon kurz angerissen haben, ist natürlich inWolfsburg die große, große Frage, was passiert überhaupt mit den Frauen, was die Finanzen
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angeht.
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sollten die Männer diesmal tatsächlich absteigen.
0:52:22–0:52:33
Ja, und es ist, wie du sagst, also er hat natürlich jetzt fast zwei Jahrzehnte diesenVerein nicht nur geprägt, sondern auch den Fußball der Frauen.
0:52:33–0:52:39
Und man kann von Wolfsburg jetzt als Werksclub und so weiterhalten, was man möchte.
0:52:39–0:52:44
Aber natürlich ist es so, dass da im Bereich Fußball der Frauen
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viele, viele Dinge angegangen wurden, bevor sie irgendwo anders angegangen wurden.
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Also wenn man auch alleine mal auf das eigene Stadion schaut, beispielsweise was sie halthaben.
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Und ich finde es so krass, dass man an dieser Causa jetzt aber auch sieht, wiemittlerweile auch im Fußball der Frauen teilweise die Fans unterwegs sind.
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Also weil als die Meldung das erste Mal aufgeploppt ist.
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Gab es echt teilweise so Leute, die sich dann über die aktuelle Transferperiode aufgeregthaben und unter anderem gesagt, also von einem habe ich einen Kommentar gelesen, der hat
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geschrieben, der hat eine Spielerin gesucht, Quatsch, der hat eine Spielerin geholt, dieseit Monaten verletzt ist und eine, die im Topspiel patzt, wo ich mir so gedacht habe.
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Also darauf jetzt dann irgendwie Ralph Kedermann zu reduzieren nach knapp 20 Jahren istschon sehr interessant.
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meine, Last Time I Checked hat der beispielsweise auch eine Alexandra Popp.
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zum VfL Wolfsburg geholt, die nicht wenig dazu beigetragen hat, was der Verein also inseinen erfolgreichsten Zeiten gemacht hat und so weiter und so weiter internationale
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Transfers und so weiter.
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Also natürlich kann man und muss man immer die guten und die kritischen Themen bei einerPerson beleuchten.
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Aber also jemand, der jetzt auch die Idee kommt, Ralf Kellermann abzusprechen, dass ersehr viel für den Fußball der Frauen in diesem Land getan hat, das finde ich schon relativ
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steil.
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Ja, wird auf jeden Fall spannend, ob er tatsächlich eben im Vereinsfußball bleibt und dairgendwie international was macht oder ob er vielleicht irgendwas ganz anderes vorhat.
0:54:17–0:54:18
Keine Ahnung.
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Ich weiß nicht, ob er vielleicht am Ende sogar irgendwie rund um um die FBL auftauchenwird.
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Wer weiß?
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Ja, ich meine, da muss ja auch irgendwie weiter gedacht werden.
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Da braucht es auch Leute, tatsächlich dann Dinge
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und vorweggehen und eine Vision entwickeln können.
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Ja, und halt auch einfach schon sehr, sehr lange in diesem Bereich unterwegs sind undnicht einfach mal so von ihrem Hauptverein irgendwie kurz rüberrutschen auf den anderen
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Platz, jetzt irgendwie den Fußball der Frauen auch noch zu regeln.
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ja, mal sehen.
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Aber das ist interessanterweise, also zumindest in dem, ich gelesen habe, gar nirgendwoangeklungen.
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Wobei ich finde, das ist ja eigentlich, also man weiß es natürlich stand jetzt nicht, aberes ist nicht weniger eine Möglichkeit als irgendwie Ausland- Spielerberaterin.
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ich hier noch gelesen?
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Spielerberater, Entschuldigung.
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Auch Spielerinnenberater, so rum.
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Irgendwo, wo war jetzt was?
0:55:14–0:55:17
Spielerinnenberater, so rum.
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Wir verorten ihn jetzt einfach mal.
0:55:21–0:55:25
bei diesem neuen Konstrukt, was die Vereine da vorantreiben.
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Ich hab irgendwie so ein Gefühl.
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Vielleicht leg ich auch völlig falsch, aber man kann's ja einfach mal genauso in den Raumstellen wie die anderen Themen.
0:55:33–0:55:35
Genau, hier habt ihr's zuerst gehört.
0:55:35–0:55:36
Prost.
0:55:36–0:55:42
Ja, wir gehen mal weiter, bleiben aber noch kurz beim Spitzenspiel zwischen Bayern undWolfsburg.
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Das lief ja unter anderem im ZDF und ja, er lief im Stream und hat trotz krassemKonkurrenzprogramm von den Olympischen Winterspielen eine neue Rekordmarke bei den
0:55:58–0:56:00
Zuschauenden eingefahren, 2,39 Millionen.
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unklar, wie das passiert ist.
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Oder?
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Also wie kann das sein, dass an diesem, an so einem...
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Ja, Entschuldigung!
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Steht doch da!
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das jetzt einmal zu Ende.
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2,39 Millionen sahen das Spiel, das ist ein neuer Rekord.
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Das war ein Marktanteil von 15,4 Prozent und natürlich gab es auch noch Zuschauende beiMagenta und DAZN, das heißt die Gesamtzahl liegt insgesamt wahrscheinlich sogar noch
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einige Tausende höher, so.
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jetzt, wie ist es passiert?
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Ich habe keine Ahnung, vor allem weil ja die Ausgangssituation gerade eigentlich auchnicht so mega spannend war an der Tabelle.
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Es gab dann zwischendurch einen überraschenden Spielverlauf, also vielleicht hat das einbisschen dazu beigetragen.
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habe
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keine Ahnung, wie sowas dann gemessen wird im Detail, ob man das irgendwie erkennen kannso, oh, alle haben damit gerechnet, so das, was am Ende passiert ist, Bayern gewinnt das
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relativ deutlich, Hubsa, Wolfsburg führt, hm, vielleicht guck ich doch mal rein oder so,aber ich hab jetzt zum Beispiel auch nicht wahrgenommen, dass irgendwie super viel Werbung
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dafür gemacht wurde, dass es diese Übertragung gibt oder so, also ja, I don't know.
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Aber vielleicht ist es dann tatsächlich ja auch einfach mal, das ja.
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positive und irgendwie natürliche Wachstum, was man sich so wünscht.
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Ja, aber du hast auch hier vorhin, jetzt muss ich mal ganz kurz gucken, vorgelesen, imSaisonreport stand drin, dass das Spitzenspiel Wolfsburg gegen die Bayern letzte Saison
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1,87 Millionen Zuschauer im Free TV angelockt hat.
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Und also das ist jetzt einfach mehr als eine Million mehr für ein Spiel, wo man jaeigentlich, ich mein gut, die, vielleicht haben die Bayern-Fans gedacht, sie können
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dann...
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2,39 nicht 93, aber trotzdem okay, dann sind es halt irgendwie paar Hunderttausend mehr.
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Aber ich finde es schon erstaunlich, weil es jetzt nicht ein Spiel ist, man vorher sodachte, heute geht es um die Wurst.
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Ja, können wir jetzt hier nicht auflösen, ist aber auf jeden Fall interessant.
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Wo kommen wir denn dahin, wenn wir hier Dinge nicht mehr auflösen können?
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Ich mache mal weiter mit dem Europa Cup und bin gespannt, wann jetzt dann irgendwann Maras"Ich grätsche noch mal kurz rein"-Moment kommt.
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Eintracht Frankfurt steht nach zwei Siegen gegen den FC Nordsjaelland im Halbfinale desEuropa Cups und ja, das ist erstmal an sich schon irgendwie ein ziemlich cooler Erfolg und
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sie sind damit jetzt in einer sehr guten Ausgangslage.
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Am 24.
0:58:39–0:58:40
oder 25.
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März wird gespielt gegen BK Häcken und das Rückspiel gegen die schwedischen Meisterinnenist dann am 1.
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oder 2.
0:58:49–0:58:50
April.
0:58:50–0:59:00
Das andere Halbfinale, das auch mal zu erwähnen, spielen Sparta Prag und Hammarby IF, dasheißt Schweden ist gleich zweimal vertreten.
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Und das Finale, das haben wir hier ja auch, glaube ich, schon ein paar Mal besprochen, dagibt es keinen Finalspielort.
0:59:06–0:59:15
Das wird auch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen bei den jeweiligen Vereinen, wo sichjetzt auch schon mehrere Spielerinnen so im Verlaufe der Saison kritisch zu geäußert
0:59:15–0:59:18
haben, dass das ja ziemlicher Quark ist.
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Und die Gewinnerinnen aus dem Halbfinale zwischen Prag und Hammarby haben zuerstHeimrecht.
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Das heißt, sollte die SGE weiterkommen,
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ja, hätten sie da eigentlich eine ganz gute Ausgangslage.
0:59:33–0:59:40
Das wäre dann so, dass die Hinspiele vom Finale, wer sich das schon mal eintragen möchte,am 25.
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oder 26.
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April wären und die Rückspiele des Finales am 2.
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oder 3.
0:59:46–0:59:46
Mai.
0:59:46–0:59:50
Und ja, das wäre dann eben im Fall der Fälle in Frankfurt.
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finde ein Finale mit Hin und Rückspiel komplett beknackt.
0:59:55–1:00:01
Es ist ein Finale und nicht Double Trouble, irgendwas, irgendwas.
1:00:01–1:00:04
Das ist irgendwie so Fußball der Frauen in den 80er-Jahren.
1:00:04–1:00:06
So irgendwie so ungefähr.
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Lass es uns auspressen und noch ein Spiel fürs Fernsehen aufbereiten.
1:00:13–1:00:14
Welches Fernsehen?
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Es gibt ja gar kein Fernsehen.
1:00:17–1:00:19
Es wäre ja noch schön, wenn es Fernsehen gäbe.
1:00:19–1:00:20
Es gibt kein Fernsehen.
1:00:20–1:00:24
Also das ist auch was, wo ich wirklich drauf, drauf gespannt bin.
1:00:24–1:00:34
Es hat, ich, rein einfach was damit zu tun, irgendwie, dass man, also um Kosten zu sparen,halt, also aus UEFA Sicht, dass man halt eben nicht sagt, es gibt jetzt hier den einen
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Austragungsort und das Stadion und so und dass man das irgendwie schön hermachen muss,sondern dass es halt alles den Verein überlassen und…
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Ich bin wirklich über, also gespannt.
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Es gibt keine, wie gesagt, TV-Übertragungspartner*innen, ob jetzt dann wenigstens fürdiese Halbfinalspiele, bisher war das bei Frankfurt ja so, man konnte die Spiele da bei
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denen im Vereins-TV gucken, wo es dann auch was kostet.
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Ob jetzt wenigstens ein Lokalsender oder so ein drittes Programm irgendwie mal so sagt, sohallo, cool, das zeigen wir jetzt mal.
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Also, weil wenn nicht, fände ich es schon extrem absurd, die
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sind in so einer Ausgangslage vielleicht irgendwie mal wieder einen internationalen Titelzu gewinnen.
1:01:13–1:01:18
Also was heißt mal wieder, für die Eintracht wärst du der Erste, aber du weißt, was ichmeine.
1:01:18–1:01:20
Also ja, Rant over.
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schön hermachen klingt, als würde auf jeden Sitz eine Blume gelegt worden spielen.
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Ja, nein, aber das ist natürlich dann ja noch absurder.
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Aber wahrscheinlich hast du genau recht, dass es der Faktor mit den Kosten ist.
1:01:37–1:01:41
Was auch sonst natürlich, wir sind ja beim Fußball der Frauen.
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Ja, möchte ja dann, wäre die Frage, wie wird es denn dann geklärt?
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könnte jetzt der HR sagen, wir möchten gerne diese Spiele übertragen.
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Ich denke schon, soweit ich das verstanden hab, als ich mich vor der Saison damitauseinandergesetzt hab, liegen die Vermarktungsrechte bei den einzelnen Vereinen.
1:02:03–1:02:16
Und wenn sich jetzt die Eintracht dann für ihre Heimspiele einigen würde, mit irgendeinemSender oder so, kurzfristig genug, dann könnte das umgesetzt werden.
1:02:18–1:02:19
Wir sind gespannt.
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Wir gehen vom Europa Cup weiter in die Champions League.
1:02:22–1:02:29
Da ist es so, dass der VfL Wolfsburg gegen Juventus Turin 2-0 gewonnen hat.
1:02:29–1:02:31
Das Hinspiel ging ja 2 zu 2 aus.
1:02:31–1:02:39
Die Tore machten Vivien Endemann und kurz vor Schluss in der Nachspielzeit schon noch CoraZicai.
1:02:39–1:02:46
Damit sind die Wolfsburgerinnen im Viertelfinale der Champions League gelandet und treffenda auf OL Lyonnes.
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Das Hinspiel ist am 24.3.
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zu Hause und das Rückspiel auswärts am 1.
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April.
1:02:53–1:03:03
Und Bayern München hatte sich ja direkt qualifiziert und hat jetzt im Grunde genommendarauf gewartet, aus den Playoffs, wer sich durchsetzt, als nächste Gegnerin.
1:03:03–1:03:09
Das ist Manchester United geworden, die ja gerade auch einen ziemlich guten Run haben.
1:03:10–1:03:18
Bayern spielt zuerst auswärts in Manchester im Old Trafford und dann im Rückspiel in dergroßen Arena in München.
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Genau.
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Und dann gibt es noch eine Meldung aus dem Fußball der Frauen, nämlich dass Aileen Poesenach der Saison als Cheftrainerin der Unionerin in der ersten Bundesliga aufhört und
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stattdessen Cheftrainerin der Juniorinnen im Nachwuchsleistungszentrum wird.
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In der Pressemeldung vom FC Union Berlin wird sie damit zitiert, dass das ein Schritt ist,den sie sehr, sehr bewusst gegangen ist.
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Also sich da zu konzentrieren auf
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den Nachwuchs.
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Es gibt allerdings bisher noch keine Info darüber, wer dann ihre Nachfolge antreten wird.
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Und Jess Fishlock, die ja als Nationalspielerin von Wales bekanntlich aufgehört hat, aberfür Seattle Rain noch in der NWSL spielt, ist Teil des valisischen Coaching-Staffs als
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technische Assistentin.
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Sie kann wegen der Saisonvorbereitung mit Seattle nicht bei den beiden Märzländerspielendabei sein, soll aber eben langsam an die Aufgabe rangeführt werden, damit sie für ihre
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Zukunft dann entscheiden kann.
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ob sie beispielsweise Trainerin werden möchte.
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Sie war ja in Australien vor einigen Jahren schon mal gezwungenermaßen spielendeTrainerin.
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Genau, und sie ist jetzt bei einem der März-Länderspiele dabei, aber eben nicht beibeiden.
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Und ja, ich finde das irgendwie erst mal so einen ganz coolen Schritt.
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Also, Rhianne Wilkinson sind die Cheftrainerin der Walisierinnen, hat auch sehr betont,wie wichtig ihr das war, sie eben dafür zu gewinnen, so, weil sie eben nach wie vor auch
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einfach einen großen Einfluss natürlich auf das Team hat, mit ihrer ganzen Erfahrung, diesie da weitergeben kann.
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so mal sehr gespannt, wie die Karriere so weitergeht.
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Ja, dann gab es aus England in den letzten Wochen immer mal so Nachrichten zum FA Cup derFrauen, dass der irgendwie umgebaut werden soll oder auch doch nicht.
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Und jetzt ist es wohl so, dass diese geplanten Schritte nach deutlicher Kritik vonverschiedenen Seiten, also wirklich Vereine, Fans und auch Spielerinnen,
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haben da Kritik Richtung FA geäußert und deswegen soll das, was ursprünglich geplant war,jetzt erstmal nicht umgesetzt werden.
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Aber der Guardian schreibt, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass diese Änderungentrotzdem mit einiger Verspätung kommen, was auch irgendwie ein bisschen absurd ist, weil
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letztendlich bedeutet das jetzt, dass die FA im Grunde genommen sagt, ja, wir hören euchjetzt erstmal alle an und was ihr daran nicht gut findet und dann machen wir es am Ende
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aber wahrscheinlich irgendwie trotzdem.
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Also so ist es jetzt bei mir rübergekommen.
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Es geht darum, dass die ersten vier Teams in der WSL gesetzt sein sollen, so dass sie danninnerhalb des FA Cups erst im Halbfinale aufeinander treffen können und dass nach den
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letzten 32 oder Sechzehntel Finale es eben keine Auslosung mehr geben soll, sondernfestgelegten Turnierbaum, also dass irgendwie klar ist, Siegerin aus der Partie spielt
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gegen die Siegerin aus der Partie.
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Und außerdem auch Änderungen an den Einstiegsstufen von den Teams aus unteren Ligen.
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Und das zusammengenommen hat eben ja für sehr große Diskussionen gesorgt, weil jaeigentlich alle sich einig waren, das ist dann einfach nicht mehr der FA-Cup, sondern
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irgendwie was anderes.
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Und ja, deswegen, das hat man hier in Deutschland, ich, nicht so mitbekommen, aber inEngland hat es schon ziemlich hohe Wellen geschlagen jetzt so über die letzten Wochen und
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Monate.
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Und ja, also ist jetzt eben erstmal ausgesetzt, dass es passiert, aber ja, der Guardian,die Leute da, die sind ja oft sehr gut informiert, gehen eigentlich davon aus, dass die FA
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es trotzdem durchdrücken möchte, nur zu einem späteren Zeitpunkt.
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Schon irgendwie alles auch sehr weird.
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Allein ein Pokal ohne Auslosung.
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Hallo?
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Habt eine gewissen Runde, ja, ja,
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Ich mach mal weiter mit einem anderen Pokal, Frankreich.
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Da gibt es ja einen, also seit dieser Saison einen neuen Liga-Pokal, der heißt Coupe de laLFFP.
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Und da nehmen alle 24 Teams der ersten und zweiten Liga Frankreichs dran teil.
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Die Vereine aus der ersten Liga, international spielen, erst ab dem Viertelfinale.
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Und das Finale soll jetzt eben in diesem Jahr, am 14.
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März stattfinden.
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Sportlich haben das erreicht, OL Lyonnes und PSG, also das, womit man irgendwie jameistens sowieso schon rechnen kann.
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Das, was jetzt aber gerade so viel diskutiert wird, ist, dass dieses Finale nicht irgendwoin Frankreich gespielt wird, sondern in der Elfenbeinküste, in Abidjan.
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Begründet wird es damit, dass man für mehr Sichtbarkeit sorgen möchte des französischenFußballs.
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Aber natürlich, ja, wehren sich Fans vehement dagegen, die das nicht in Ordnung finden,weil man kann halt nicht einfach mal eben so an die Elfenbeinküste reisen, so.
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Was ich dann aber auf der Positivseite wiederum ganz interessant fand, war, warum dieserPokal eigentlich geschaffen wurde.
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Der Hintergedanke da ist nämlich so, dass
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die Vereine aus den ersten beiden Ligen, die eben nicht diese internationalen Top-Clubssind, mehr Spiele haben sollen gegen ungefähr gleichwertige Konkurrenz.
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Weil man hatte ursprünglich darüber nachgedacht, die beiden Ligen in Frankreich auch von12 auf 14 zu vergrößern und hat dann festgestellt, das Leistungsgefälle ist eigentlich zu
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groß und wahrscheinlich würde das irgendwie aus sportlicher Sicht nicht so gutfunktionieren, aber trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass was ja häufig
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auch von der FIFPRO angemerkt wird, dass halt die Spielerinnen, so aus dieserNationalspielerinnen-Schiene rausfallen, dass die halt oft trotzdem eigentlich zu wenig
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Spiele haben, während die anderen zu viele haben.
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Und jetzt irgendwie einen Weg zu finden, das auszubalancieren, hat man dann diesenLiga-Pokal geschaffen, wo dann in den unteren Runden ja diese Vereine eben gegeneinander
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antreten können und auch einfach mal gegen andere Gegnerinnen spielen können.
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die aber dann trotzdem ja regional aus dem eigenen Land sind.
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Also das finde ich ist halt schon eine gute Idee, aber das mit dem Finale, ja, nicht socool.
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Ja, nicht, nee.
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In Australien wird vom 1.
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bis zum 21.
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März der AFC Women's Asian Cup 2026 gespielt und zwar in Sydney, Perth und an der GoldCoast.
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Titelverteidigerinnen und Rekordsiegerinnen mit neuen Titeln sind oder ist China.
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Es ist das letzte Mal, dass über den Cup auch die WM-Teilnahme für die Region ausgespieltwird.
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Wir erinnern uns, Australien ist ja seit 2006 Teil der asiatischen statt der ozeanischenKonföderation.
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Die vier Halbfinalistinnen des Cups dürfen direkt zur WM.
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Die vier Verlierenden aus den Viertelfinals gehen in zusätzliche Playoffs für zwei weiteredirekte Plätze.
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Und die Verliererinnen haben dann nochmal die Möglichkeit über Playoffs.
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Erstmals wird über den Asia Cup ausgespielt.
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an der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 teilnehmen darf, das ist also eineNeuerung.
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Wer ins Viertelfinale des Cups kommt, nimmt an der Quali teil und es gibt zwei Plätze.
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Yes.
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Dann, ja, haben wir ihn in der Causa Jérôme Boateng kritisiert, also wollen wir ihn dannjetzt an der Stelle loben.
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Vincent Kompany, ihr habt es wahrscheinlich alle mitbekommen, hat auf einerPressekonferenz eine Rede über und gegen Rassismus gehalten, die ohne Übertreibung die
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Welt gegangen ist und sehr, eindrücklich ist.
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Der Anlass dazu, dass es dazu gekommen ist, war der Rassismus, der wiederholte gegenVinicius Junior, in dem Fall jetzt durch Gianluca Prestianni, der sich dann noch laut
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Medienberichten versucht hat, damit herauszureden, es war doch gar keine rassistischeÄußerung, sondern eine homofeindliche, was ich persönlich dann auch nochmal unter aller
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Kanone fand.
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Und es ging dann im Nachhinein aber auch viel die Aussagen von José Mourinho, die sowiesounter aller Kanone waren.
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Wir haben die Rede von Vincent Kompany hier für euch nochmal im Video verlinkt undaußerdem auch einen Kommentar zu der ganzen Angelegenheit mit Mourinho im Guardian und
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auch noch einen kurzen Bericht dazu, weil sich aus dem Fußball der Frauen zum Beispielauch Manchester Uniteds
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amerikanische Torhüterin Phallon Tullis-Joyce dazu geäußert hat und eben gesagt hat, unteranderem, "Ich bin die Tochter einer Schwarzen Frau und habe dadurch dann eben auch sehr
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viel über meine Mutter mitbekommen an strukturellem und gegen sie persönlich gerichtetenRassismus" und hat eben auch sehr, deutlich gesagt.
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dass es jetzt nicht an irgendwelchen Spielern oder Spielerinnen liegt, Vorschläge zumachen, wie man die Situation löst, sondern dass die Verantwortung ganz klar bei den
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Vereinen und Liga-Verantwortlichen liegt.
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Und wer im Übrigen auch eine Verantwortung hat, ganz deutlich die Medien, weil so sehr wiejetzt auf der einen Seite, äh, Kompany zu Recht gefeiert wird für seine Aussagen oder
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gefeiert ist eigentlich auch ein blödes Wort gelobt und
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So wie eben diese Rede jetzt tatsächlich über die Medien sehr stark aufgegriffen wird, istes aber dennoch so gewesen, dass bei der Übertragung des Spiels an unterschiedlichen
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Stellen dann wieder die Rede davon war, ja, wir wissen nicht genau, was da geradeirgendwie so passiert, aber was wir schon mal festhalten können, ist, dass Junior das
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durch seine provokanten Gesten und sein Verhalten auch irgendwie vielleicht am Ende mitausgelöst hat.
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Und also, das ist wirklich eine Sichtweise.
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mit der man mal absolut aufräumen muss, weil wenn sich jemand benimmt wie ein Arschloch,dann kann man darauf so reagieren, wie man halt darauf reagiert, dass sich jemand benimmt
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wie ein Arschloch, aber auf gar keinen Fall mit Rassismus.
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Also schlechtes Verhalten ist keine Begründung dafür, dass es anschließend Rassismushagelt, ohne jetzt zu sagen, dass er das an der Stelle gemacht hat.
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Aber diese Verknüpfung überhaupt jedes Mal wieder aufzumachen, ist ein komplettes Unding.
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Unter anderem ist das auf DAZN wirklich
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auf eine absolut schreckliche Art und Weise passiert.
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Und apropos schreckliche Art und Weise, da sind wir direkt bei Lukas Kwasniok.
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Während des Spiels in der Männerbundesliga zwischen Köln und Hoffenheim ist ein90-jähriger Fan gestürzt.
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Das Publikum hat daraufhin den Support eingestellt, wie man das ja auch kennt, ausRespekt.
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und damit das medizinische Personal seinen Job machen kann.
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Es war auch eine ganze Zeit lang überhaupt nicht klar, auch noch nach dem Spiel, ob derMann überlebt hat tatsächlich.
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Kölns Trainer Lukas Kwasniok, wir kennen ihn ja alle für seine empathische undsympathische Art und Weise, hatte danach nichts Besseres zu tun, als sich über den
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fehlenden Support
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beschweren.
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Wie ernst aber die Situation rund um den Fan war, war zu dem Zeitpunkt also absolut schonbekannt.
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Er hat das zuerst im Interview direkt nach dem Spiel gemacht, aber dann auch noch mal inder Pressekonferenz.
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Und als wäre das alles nicht wirklich schlimm genug, hat er dann auch noch zwischen sichund Kompany eine Verbindung hergestellt und gesagt.
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"Wir hatten die letzten Tage eine Grundsatzrede von Vincent Kompany zum Thema Rassismusund jetzt könnte ich auch eine Grundsatzrede halten zum Thema der eingestellten
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Fanunterstützung."
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Gegenvorschlag, er könnte vielleicht auch einfach den Schnabel halten und sich womöglichauch entschuldigen für das, was er da vom Stapel gelassen hat, weil es nämlich wirklich
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einfach unterirdisch ist.
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Der Fan ist inzwischen, das war an dem Tag selbst nicht klar, Krankenhaus an seinenVerletzungen verstorben.
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Also das sollte halt an der Stelle auch nicht unerwähnt bleiben, während sich LukasKwasniok über mangelnde Fanunterstützung aufregt.
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Und deswegen an der Stelle von uns auch noch ein herzliches Beileid an dieHinterbliebenen.
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Ja, mit Nachdruck.
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Und wirklich, also, bedauern darüber, dass sie sich auch noch so einen Bullshit anhörenmüssen.
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Kommen wir mal zur möglichen Regionalliga-Reform im Fußball der Männer.
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Da geht es ja darum, dass der Aufstieg in die dritte Liga gerecht geregelt werden soll.
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Eben das Motto Meister müssen aufsteigen.
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Und ja, da ging es jetzt sehr viel hin und her.
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Es wurde das sogenannte Kompass-Modell erarbeitet.
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Kompass deswegen, weil es die vier
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Himmelsrichtungen geht, also vier regional liegen an Stadt 5, die dann danach ausgerichtetsind.
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Und Vereine im Grauzonenbereich von diesen geografischen Gebieten, die sollen dann je nachEntfernung von einer KI eingeteilt werden, sodass die Reisewege immer für alle möglichst
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kurz sind, wobei Derbys immer erhalten bleiben sollen.
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Ja.
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alle vier Meister würden dann eben in die dritte Liga direkt aufsteigen und unabhängig vomLandesverband soll es dann auch gleiche Zulässungsvoraussetzungen für alle Vereine geben,
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die sind nämlich im Moment auch noch unterschiedlich, aber dass man da dann eben eineVergleichbarkeit geschaffen hat.
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Klar, wenn ein Verein vielleicht mal in der Staffel ist und dann mal in der Staffel, dannmuss das auch so sein.
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Ja, das wurde jetzt von der DFB-Arbeitsgruppe über mehrere Monate erarbeitet.
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Die darf allerdings selbst keine Beschlüsse fassen und nur Empfehlungen aussprechen.
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Und es ist wohl so, laut der Sportschau, dass die beiden Regionalverbände aus dem Westenund Südwesten versuchen, das zu blockieren, weil für sie persönlich in dem neuen Modell ja
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Vorteile wegfallen würden, eben bei dieser Aufstiegsregelung.
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Deswegen ja, es gibt irgendwie die nächste Sitzung von dieser DFB-Arbeitsgruppe Ende März,wo man ja davon ausgeht, dass es dann eigentlich zur Aussprache dieser Empfehlung kommen
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soll.
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Es ist wohl auch so, dass der DFB in Person von Bernd Neuendorf irgendwie pro dieserVeränderung wäre.
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Aber ja, es ist jetzt eben die Frage, was machen dann die Regional- und Landesverbände da,wie stehen die dazu?
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und kann man da eine Mehrheit finden.
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Kommen wir zu den Leseempfehlungen, die in diesem Fall auch Annika zusammengetragen hat,aber ich werde sie mal kurz vorstellen, damit sie sich den Mund nicht vor sich redet,
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bevor sie nämlich gleich noch unsere Lieblingskategorie vorstellen darf.
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Die Ausstellung Black in the Game in Manchester über Erfolge und Ausschlüsse schwarzerPersonen im Fußball wird im Guardian besprochen, zielt darauf ab, sportliche Erfolge und
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auch den kulturellen Einfluss wichtiger Persönlichkeiten aus dem Fußballbereich ausafrikanischen und karibischen Gemeinschaften zu zeigen.
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Und darunter sind Spieler*innen in Verwaltungsangestellte, auch Funktionär*innen undandere nicht spielende Mitarbeiter*innen.
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Wir verlinken euch den Text.
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aus dem Guardian.
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Und auch aus dem Guardian, Annika hat vorhin ja richtigerweise schon gesagt, dass dieimmer sehr gut informiert sind und sie haben tatsächlich auch sehr viele, sehr coole Texte
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aus und über den Fußball, unter anderem diesen von Sam Lewis (they/them) im Guardian überdas nordkoreanische Nationalteam der Frauen.
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Wir haben hier in der Vergangenheit schon häufiger mal erzählt, wie die beiJugendwettbewerben abräumen regelmäßig.
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Aber darüber hinaus nehmen sie eben
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oder haben sie beim Asia Cup erstmals wieder bei einem großen Turnier mitgemacht.
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Es gab nach der WM 2011 eine lange Dopingsperre und darüber hinaus auch eine langeAbwesenheit.
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Die FIFA hat aber das Top 10 Weltranglisten-Ranking unangetastet gelassen und um diesesTeam geht es in dem Artikel, den wir euch da verlinken.
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Genau, weil das ja auch so eine Frage ist, die immer wieder kommt, dass Leute sagen, warumist denn Nordkorea in der Weltrangliste eigentlich so weit oben?
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Und komisch, warum sind die denn im Jugendfußball eigentlich so erfolgreich?
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Das sind Sachen, die man von außen oft gar nicht so gut aufklären kann, aber der Artikel,der macht noch mal sehr kompakt auf, was es da alles an Problematiken gibt, auch wenn es
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dann da so die Staatsführung geht und wie sich das dann da…
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ja, einfach auf Sportlerinnen und Sportler auswirkt, dass sie das Land nicht verlassenkönnen und woanders spielen zum Beispiel.
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Aber ja, wir kommen damit mal zum
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es gab sehr, sehr viele Kandidaten, wie ihr ja auch im Sendungsverlauf euch wahrscheinlichschon gedacht habt bei dem, was wir hier so thematisiert haben.
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Letztendlich landet der Kackspecht aber dieses Mal in Frankreich.
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Und zwar geht es darum, dass der jetzt inzwischen Ex-Trainer von AS Saint-Étienne, von demFrauenteam da, der heißt Sébastien Joseph, ja eine ziemlich krasse Beleidigung geäußert
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hat gegenüber der Schiedsrichterin Cécile Bessière nach dem Derby gegen Lyon.
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Er hat sie so heftig beleidigt, dass er suspendiert und gekündigt wurde.
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Und hat aber nicht so wirklich so ein richtiges Einsehen gehabt danach, sondern hat dannein Instagram-Posting mit so einem Statement auf so einer Kachel gemacht, wie man das
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heutzutage ja kennt, und da unter anderem geschrieben, "ein Menschen auf einen Momentemotionaler Überforderung zu reduzieren bedeutet, mein beständiges Engagement und meine
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Werte zu ignorieren."
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was schon mal a mouthful ist, wie man so auf Englisch sagen würde.
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vor allen Dingen, wenn ihr gleich hört, also, weil wir würden es an dieser Stelletatsächlich ausnahmsweise mal zitieren, was er gesagt hat, und dann im Nachhinein über die
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eigenen Werte zu sprechen, ist wirklich rich.
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Ja, es gibt den Bericht der Schiedsrichterin und den Bericht eines Spielbeauftragten undder Spielbeauftragte ist eben der, der dieses Zitat gehört hat als Zeuge.
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Zitiert wird es in der L'Équipe, die wir euch hier verlinken und es lautet, "Sie hat unsgef*ckt, diese dreckige Schlampe, sie f*cken uns jedes Wochenende!"
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Ich bewundere mich, also ich wüsste gerne mal, welche Werte so einer Aussage, äh,Emotionalität hin oder her zugrunde liegen.
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Ja, wie gesagt, verbrieft einerseits durch den Bericht der Schiedsrichterin und dann gibtes aber eben auch einen Spielbeauftragten, Philipp Vital heißt der, Zeuge davon geworden
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ist.
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Die haben halt normalerweise die Aufgabe, eigentlich so zu gucken, ob das Spiel sodurchgeführt wird, wie es soll, aber wenn ihnen andere Sachen auffallen, dann kommt es
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halt auch mit in den Bericht.
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Das sind häufig Leute vom Verband.
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So, das ist jetzt so das eine.
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Und dann fand ich aber in einem dieser Artikel von der L'Équipe auch wirklich nochmal dannso krass als Hintergrundinformation, das ist schon ein paar Tage vorher, gegen dieselbe
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Schiedsrichterin bei einer anderen Partie von Saint-Étienne ebenfalls eine Beleidigunggab, die zwar nicht so vulgär war, aber die kam vom Präsidenten von Saint-Étienne der
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heißt Jean-Marc Barsotti.
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der sie als Versagerin beschimpft haben soll.
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Und das war wieder derselbe Spielbeauftragte, der auch das dann in seinen Berichtaufgenommen hat, das eben zu bezeugen.
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Das heißt, man hat eben eigentlich ein ziemlich gutes Bild davon, dass es diese Kultur,ja, also wir beziehen es jetzt erstmal nur auf den Verein, innerhalb dieses Vereins gibt,
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vorgelebt durch den Präsidenten.
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wo sich dann der Trainer von den Frauen denkt, so, ja, da kann ich jetzt aber mal nochirgendwie hier zehn Schippen draufhauen, so zugespitzt formuliert.
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Das Insta-Statement des Trainers, was ja, geht noch wunderbar fantastisch weiter.
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"In der Hitze eines Spielkorridors nach einer schweren Niederlage liegen die Nerven blank.
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Das ist keine Entschuldigung, das ist menschlich.
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Ich übernehme die Verantwortung für die Emotionen, die in einem Kontext starkenWettbewerbsdrucks aufgekommen sind.
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Ich verstehe und schätze die Emotionen, die meine Äußerungen ausgelöst haben.
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Der Respekt vor den Schiedsrichtern, dem Fußball und seinen Werten bleibt unverhandelbar.
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Genau aus diesem Grund habe ich mich unverzüglich entschuldigt." Ja, also ich…
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Ja, ich glaube, man muss da eigentlich gar nicht mehr so viel krass dazu sagen.
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Es ist halt einfach unter aller Kanone.
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Er ist vollkommen zurecht suspendiert worden und dann eben zu einem Kündigungsgesprächeingeladen worden.
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Ich habe es hier aber eben noch mal aufgeführt, also weil es einerseits ein krasserEinzelfall ist, aber es geht eben ja nicht nur um den Einzelfall, sondern es geht eben
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speziell um Sexismus und Misogynie gegen Schiedsrichterinnen und Anfeindungen gegenSchiedsrichterinnen.
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Und wenn das dann halt so das ist, was an der Spitze des Eisbergs ja dann eben mal sorauskommt, an die Öffentlichkeit kommt, dann kann man sich, glaube ich, ungefähr eine
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Vorstellung davon machen, was da manchmal so passiert, was halt eben nicht öffentlichwird, weil vielleicht es nicht bemerkt wird, wenn das irgendwie Rufe sind, die
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ja von den Rängen kommen oder vielleicht auch so mal so von so einer Bank und ja, einfachsehr, sehr krass.
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Und ich finde halt auch, man sieht wohin dieses Ganze, und ich sage es bewusst, Gelaberüber, das ist aber eine emotionale Situation, führt, ja.
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auch in einer emotionalen, dass Menschen, dass Fußball ein emotionaler Sport ist und dassMenschen in emotionalen Situationen auch mal über die Strenge schlagen, das ist wirklich
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das eine.
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Aber sowas ist halt also das komplett andere, das kann einfach nicht sein und man muss daviel
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ein Stoppschild einfach einrahmen finde ich.
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Also so weit kann es nun wirklich nicht kommen, dass du bei der Ausübung deines Jobs,Ehrenamts, irgendwie Zweit-Hobbies dir sowas also sagen lassen musst, weil sich
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irgendjemand nicht im Griff hat.
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Das geht einfach gar nicht.
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Mit dieser wunderschönen Episode aus dem Fußball der Frauen verabschieden wir uns fürdiese Woche.
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Danke erstmal an Annika, dass sie das ausgebuddelt hat.
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Es ist wirklich wichtig, auf so was hinzuweisen.
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Und wie mehrfach angekündigt, worauf wir uns sehr freuen, hört ihr uns nächste Woche mitzwei famosen Gäst*innen
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zum Thema geschlechtliche Vielfalt im Fußball.
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Ein Gespräch aus unserem Quartett heraus, auf das wir uns schon sehr freuen.
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Ja, ich glaube, damit bleibt uns dann nur noch diese Sendung zuzumachen.
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Wenn ihr uns mögt, wenn ihr uns vielleicht sogar schon alle 99 Folgen lang begleitet, ja.
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Wir wollen es hören.
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Kommentiert.
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Meldet euch, zeigt euch.
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Wir freuen uns über sowas immer riesig und ja, ich mein, den Rest, ihr kennt das ja, ne,Bewertungen helfen uns, Rezensionen helfen uns, Spenden auf unser Konto helfen uns auch
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sehr und auch Mundpropaganda, wenn ihr uns weiter empfehlt.
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Also, ja.
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Da freuen wir uns sehr, sehr, Ihr könnt uns auch gerne erzählen, was vielleicht so eureGeschichte mit unserem Podcast ist.
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Sowas finde ich auch immer ganz schön.
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Wo hört ihr uns?
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Wann hört ihr uns?
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Mit wem hört ihr uns?
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Ja, habt ihr irgendwie Lieblingsmomente gehabt oder so?
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Und ja, damit erstmal euch eine gute Zeit.
1:28:28–1:28:30
Bis zum nächsten Mal.
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Vielen Dank fürs Zuhören, wie immer.
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Ich haue hier auf mein Mikrofon.
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Und ja, macht's gut.
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Ciao!
Der Beitrag #99: Rekord-Wert? Von der Notwendigkeit, einzuordnen erschien zuerst auf Becker & Pfeiffer.