Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften episodes

  • Ulrich Päßler | "Im Angesichte der Objekte". Beobachtungen, Aufzeichnungen und Entwurf in Humboldts Schriften zur Pflanzengeographie
    1807 erschienen Alexander von Humboldts Schriften zur Pflanzengeographie. Ein Vorhaben, das der junge von Humboldt bereits verfolgte. Georg Forster ließ er wissen, dass er einst dieses Werk im Angesichte der Objekte verfassen wolle. Dazu musste er erst dort sein - in den tropischen Regionen Amerikas. Tatsächlich schrieb Alexander von Humboldt seine Pflanzengeorgraphie am Fuße des Chimborazo in Ecuador. Der Historiker Dr. Ulrich Päßler von der Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften geht in seinem Vortrag drei Fragen nach: Wie prüft Alexander von Humboldts auf der Reise die im Vorfeld gemachten Konzepte zur Geographie der Pflanzen? Wie gehen seine Beobachtungen in das Werk ein? Und welche Praktiken der Aufzeichnung und des Entwurfs am Schreibtisch lassen sich rekonstruieren?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/ulrich_paessler_im_angesichte_der_objekte._beobachtungen_aufzeichnungen_und_entwurf_in_humboldts_schriften_zur_pflanzengeographie?nav_id=8436
    34 min
  • Vera M. Kutzinski | Übersetzen oder nicht? Alexander von Humboldts Mehrsprachigkeit
    Alexander von Humboldt war überzeugter Mehrsprachler. Als er am 24. Mai 1804 in den Vereinigten Staaten eintraf, beeindruckte er mit seiner Vielsprachigkeit: Englisch, Französisch, Spanisch - oft auch gemischt, gehörte in Konversationen zu seinem Repertoire. Schriftlich beherrschte er darüber hinaus Latein, Alt-Griechisch, Portugiesisch, aber auch für Europäer fremdere Sprachen wie beispielsweise Quechua. Angesichts dieser Sprachendiversität war die Frage: Wie übersetzt man und vor allem was übersetzt man? Sind Übersetzungen im konventionellen Sinne das richtige Mittel, um andere Kulturen verstehen zu können? Alexander vor Humboldt war davon überzeugt, dass Mehrsprachigkeit der Schlüssel zum Verständnis des Anderen war. Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Vera M. Kutzinski von der Vanderbilt University in Nashville bespricht am Beispiel von Humboldts Amerika-Werk, wie er die Herausforderung der Multilingualität angegangen ist.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vera_m._kutzinski_uebersetzen_oder_nicht_alexander_von_humboldts_mehrsprachigkeit?nav_id=8435
    31 min
  • Der Mensch ist das Maß aller Dinge
    Spricht man über das Maß und Messen, muss auch dem Messenden Beachtung geschenkt werden: dem Menschen. Schon der antike griechische Philosoph Protagoras nannte den Menschen, das "Maß aller Dinge". Im gleichnamigen Gespräch diskutieren die Gräzistin Gyburg Uhlmann (Freie Universität Berlin) und der Philosoph Volker Gerhardt (Humboldt-Universität Berlin, Akademiemitglied) die Thematik.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/der_mensch_ist_das_mass_aller_dinge?nav_id=8249
    47 min
  • Jürgen Trabant | Linguistischer Reichtum und die vielen Stimmen der Natur
    Alexander von Humboldt und Sprache ist ein Thema, das zu den Spezialgebieten des Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. Jürgen Trabant gehört. Seine Arbeiten zeigen, wie sprachbegabt Alexander von Humboldt war, welche Freude er an Sprache hatte und wie leicht es ihm viel, neue Sprachen zu erlernen, beispielswiese Quechua oder Persisch. Im vorliegenden Vortrag konzentriert sich Jürgen Trabant aber weniger auf das Sprachvermögen Alexander von Humboldts, sondern vielmehr auf ein Kapitel in dessen berühmten Buch Ansichten der Natur, das 1808 erschienen ist und 1849 in der dritten Auflage um ein neues Kapitel ergänzt wurde. Diesem nachgereichten Kapitel mit dem Titel Das nächtliche Thierleben im Urwalde, einem besonders geheimnisvollen Kapitel, geht Jürgen Trabant in seinem Vortrag nach.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/konferenz_avhumboldt_trabant
    28 min
  • Ästhetik und der Mensch als Maß in der arabischen und deutschen Architektur
    Lässt sich Schönheit messen? Die klassische Ästhetik geht von Normen, Maßen, Symmetrie und Proportionen aus. Gilt das universell und auch für die Moderne? Wo sind die Grenzen des Maßes und Messens in den Künsten? Welche Rolle spielen Störung und Abweichung von Regel und Richtmaß? In einem englischsprachigen Gespräch sprechen die renommierten Architekten Bernhard Khoury (Beirut) und Friedrich von Borries (Berlin) mit den Moderatoren Bilal Orfali (Arabist, Beirut, Libanon, AGYA-Mitglied) und Kirill Dmitriev (Arabist, St. Andrews, UK, AGYA-Mitglied), über diese und vor allem die Frage, welche Rolle Ästhetik und der Mensch in der arabischen und deutschen Architektur spielen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/aesthetik_und_der_mensch_als_mass_in_der_arabischen_und_deutschen_architektur?nav_id=8329
    53 min
  • Podiumsdiskussion | Planetarischer Klimawandel und anthropologische Naturgeschichte
    Aus Anlass seines 250. Geburtstags richtet die Konferenz ihren Blick auf die zahlreichen Perspektiven, die sich in der Auseinandersetzung mit Alexander von Humboldts Werk und Wirken ergeben. Die globale Reichweite seines Schaffens erzeugt bis heute ein breites und vielstimmiges Echo, dem man nur mit inter- und transdisziplinären Fragestellungen gerecht werden kann. Bei Humboldt ging es ums Ganze: die ganze Welt, der ganze Mensch. Die „Geschichte der Erkenntnis des Weltganzen“, wie es im Kosmos heißt, ist eine Geschichte von der Kultur des Menschen und seinem Zusammenleben mit der Natur in einer Welt, die der Mensch als Ganzes erst mit dem Eintritt in die Moderne erschließt, erobert und zu beherrschen lernt. Zum Auftakt der Konferenz diskutiert Moderator Harald Asel (rbb Inforadio) mit dem Physiker Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und mit dem Romanisten Prof. Dr. Ottmar Ette von der Universität Potsdam über die den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel. Zuvor legen Hans Joachim Schellnhuber und Ottmar Ette jeweils in einem Impulsvortrag ihre Position dar.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/konferenz_avhumboldt_podiumsdiskussion
    44 min
  • Naturgemälde, Kulturforschung, Kolonialprogramm: die Reisen der Brüder Schlagintweit in Indien und dem Himalaya
    Die Forschungsreisen der drei Gebrüder Schlagintweit nach Indien und Hochasien während der 1850er Jahre im Dienste des preußischen Königs und der britischen Ostindienkompanie gehören zu den wichtigsten und zugleich kontroversesten Explorationsvorhaben Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihre Expedition war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich. Sie führte zu einer einzigartigen Sammlung von schriftlichen sowie bildlichen Aufzeichnungen und Artefakten aus Süd- und Zentralasien – insgesamt über 40.000 Objekte der Natur- und Kulturgeschichte aus den durchreisten Gebieten. Die Brüder gründeten mit den Sammlungen ein heutzutage vergessenes „Indisches Museum“ im Schloss Monbijou in Berlin, das nach ihrer Rückkehr 1857 für einige Jahre fortbestand. Der Vortrag untersucht neben der Rolle deutscher Forscher im kolonialen Indien insbesondere das soziale und wissenschaftliche ‚Innenleben’ der heterogenen Expeditionsgruppe und arbeitet die eminente Bedeutung indischer Partner, Wegführer und Übersetzer für die Realisierung der Mission heraus. Er schließt mit Reflexionen über das enge Verhältnis der Schlagintweits zu A. v. Humboldt, ihrem wichtigsten Förderer, und zum Konzept des Humboldt Forums.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/naturgemaelde_kulturforschung_kolonialprogramm_die_reisen_der_brueder_schlagintweit_in_indien_und_dem_himalaya?nav_id=8409
    59 min
  • Experimente am absoluten Temperatur-Nullpunkt
    Der Physiker und Nobelpreisträger Prof. Dr. Wolfgang Ketterle hat bei seinen Experimenten Materie soweit heruntergekühlt, dass mit herkömmlichen Methoden eine Messung der Temperatur nicht mehr möglich war. Er erreichte dabei Temperaturen, die eine Milliarde mal kälter waren als der interstellare Raum, also eine Abkühlung von Atomen auf Nano-Kelvin-Temperaturen. Für Laien schließen sich da gleich mehrere Frage an: Warum macht man sowas? Welchen Erkenntniswert haben solche Experimente? Und wie macht man das? Wolfgang Ketterle berichtet in seinem Vortrag von einer bislang ungekannten Welt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/experimente_am_absoluten_temperatur_nullpunkt?nav_id=8207
    53 min
  • Vermessung der Gesellschaft: Sozialer Wandel und soziale Ungleichheit
    In Zeiten, in denen dem Begriff "Kultur" eine allumfassende Aura zukommt beziehungsweise "Kultur" das Prä- und Suffix von allem zu sein scheint, klingen Begrifflichkeiten wie "sozialer Wandel" und "soziale Ungleichheit" wie ein verhallendes Echo aus einer längst vergangenen Epoche. Von der Soziologie inspiriert, beschäftigten sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts Historiker und Historikerinnen - ausgestattet mit soziologischen Apparaten und Kenntnissen - mit der historischen Analyse von sozialem Wandel, der zum Dreh- und Angelpunkt der Geschichtswissenschaft wurde. In den 1980er Jahren verschob sich mit dem sogenannten "cultural turn" der Schwerpunkt - seither scheint alles menschliche Denken und Tun sich aus Kultur abzuleiten. Im Einstein-Saal des Salons Sophie Charlotte 2019 haben Karl Ulrich Mayer (Soziologe, MPI für Bildungsforschung, Berlin, Akademiemitglied) mit Axel Börsch-Supan (Wirtschaftswissenschaftler, MPI für Sozialrecht und Sozialpolitik, München, Akademiemitglied), Heike Solga (Soziologin, WZB für Sozialforschung und FU Berlin, Akademiemitglied) und Katharina Spieß (Wirtschaftswissenschaftlerin, DIW und FU Berlin) Relevanz, Messverfahren und Ergebnisse der Forschung zum sozialen Wandel und zu sozialer Ungleichheit vorgestellt.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessung_der_gesellschaft_sozialer_wandel_und_soziale_ungleichheit?nav_id=8229
    57 min
  • The Hieroglyphics Initiative: an open source digital platform for Egyptology
    Can we train a machine to translate Egyptian hieroglyphs? This is the question the independent production company Psycle explored in a Ubisoft research project. Taking the facsimiles created by Egyptologists as our starting point, we created a processing pipeline that begins with photographs of hieroglyphs in situ, and ends with possible translations in a modern language. The pipeline uses computer vision techniques to find candidate glyphs and glyph groups in an automatically generated facsimile. Next, neural nets are used to recognise the candidate glyphs and, finally, sequences of glyphs are compared to dictionaries of glyph words in order to find possible translations.
    The lecture discusses not only the technical challenges of the project, but also highlights the limitations of machine learning, and the critical importance of the amount and consistency of data for enterprises of this type. The engagement and support of the academic community, which was crucial in giving direction and substance to the project, is also discussed. The project has generated a research and teaching tool for Egyptologists, an open-source repository of code, and several avenues for further research and collaboration.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/the_hieroglyphics_initiative_an_open_source_digital_platform_for_egyptology?nav_id=8238
    53 min

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