Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften episodes

  • Wessam Abdelaziz Farag Alieldin | A Voyage to Egypt and the River Nile. From Humboldt (1798) to von Pückler (1837)
    Alexander von Humboldt und Napoleon Bonaparte hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie waren 1798 beide 30 Jahre und sie wollten beide in jenem Jahr eine Ägypten-Expedition starten - aus unterschiedlichen Gründen. Der französische Feldherr wollte Ägypten erobern, der preußische Forscher Ägypten erkunden. Napoleon führte seinen Feldzug durch, Humboldts Vorhaben scheiterte aus eben diesem Grund. Der Vortrag von Dr. Wessam Abdelaziz Farag Alieldin Mansoura University in Ägypten beleuchtet die geplante Ägypten-Expedition von Humboldts und spannt dabei den Bogen bis zum Fürsten von Pückler-Muskau, der 1837 über Algier nach Ägypten reiste, um ein Jahr später über den Sudan nach Europa zurückzukehren.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/wessam_abdelaziz_farag_alieldin_a_voyage_to_egypt_and_the_river_nile._from_humboldt_1798_to_von_pueckler_1837?nav_id=8456
    38 min
  • Vermessung der Wissenschaft?
    Die Anpassung der Wissenschaft an gesellschaftlichen Wandel, wie ihn zuletzt der Historiker Prof. Dr. Christof Dipper in einem Videovortrag beschrieben hat, hat auch zur Folge, dass sich die Parameter, nach denen wissenschaftliche Leistungen bzw. exzellente Wissenschaft bemessen wird, verändern. So ist zuletzt beispielsweise eine neue wissenschaftliche Disziplin entstanden, die sich nicht zuletzt mit dem Zählen von Zitaten beschäftigt: die Bibliometrie. Quantitative Indikatoren scheinen nicht nur in diesem Fall für die Vermessung von Wissenschaft entscheidend zu sein. Rankings sind dafür ein weiteres Beispiel, über die ermittelt werden soll, ob die Zuteilung von Ressourcen gerechtfertigt sind oder nicht. Doch wie aussagekräftig sind solche quantitativen Vermessungen von Wissenschaft? Gibt es vielleicht sogar gute Gründe für solche Messverfahren? Darüber und über anschließende Fragen diskutieren der Soziologe Peter Weingart, der Wissenschaftsforscher Stefan Hornborstel, der Mediziner Alkomiet Hasan, der Althistoriker Christoph Lundgreen, der Neurobiologe Martin Korte sowie der Chemiker Joachim Sauer.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessung_der_wissenschaft?nav_id=8251
    43 min
  • Alexander von Humboldt, Henriette Kohlrausch: Die Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie
    Alexander von Humboldts legendäre ›Kosmos-Vorträge‹ – gehalten 1827/28 in der Berliner Sing-Akademie, dem heutigen Sitz des Maxim Gorki Theaters – werden gern als Sternstunden in der Geschichte der Wissenschaftspopularisierung bezeichnet. Hunderte Berlinerinnen und Berliner zogen in den seinerzeit größten Vortragssaal der Stadt, um sie zu hören.
    Der 2019 im Insel Verlag erschienene Band Alexander von Humboldt, Henriette Kohlrausch: Die Kosmos-Vorlesung an der Berliner Sing-Akademie präsentiert den zuverlässigen, vollständigen, anhand der Handschrift korrigierten Text der sechzehn Vorträge. In einem ausführlichen Vorwort erläutern die Herausgeber Christian Kassung, Professor für Kulturtechniken und Wissensgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, und Christian Thomas, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der BBAW, den kulturellen Hintergrund und aktuellen Forschungsstand zu den Vorträgen sowie deren wissenshistorische Bedeutung. Ausgewählte Faksimiles aus der Handschrift selbst und aus Humboldts Nachlass vermitteln einen Eindruck der historischen Quellen.
    In ihrer Buchpräsentation diskutieren die beiden Herausgeber, welchen Anteil die erst kürzlich identifizierte Verfasserin der Nachschrift, Henriette Kohlrausch, an der Textgestalt der Vorlesung hat und welche Folgen sich daraus für die Frage der Autorschaft der ›Kosmos-Vorträge‹ ergeben.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/alexander_von_humboldt_henriette_kohlrausch_die_kosmos_vorlesung_an_der_berliner_sing_akademie?nav_id=8738
    49 min
  • Vermessung der Gesundheit
    Wer kennt es nicht, seine körperlichen Aktivitäten über das Smartphone zu dokumentieren? Kalorien und Schritte messen, Blutdruckwerte sammeln, Workouts und Schlafphasen analysieren, Fastenkuren starten und vieles mehr. Biodaten fließen ins Netz, Gesundheit scheint selbst für Laien inzwischen vermessbar zu sein. Aber auch in der professionellen Medizin sind digitale Messmethoden längst Teil der Routine. Fluch oder Segen? Über diese und anschließende Fragen diskutieren die Humanmedizinerin Annette Grüters-Kieslich, der Epidemiologe Tobias Pischon, die Kinderärztin Susanna Wiegand und der Humangenetiker Karl Sperling.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessung_der_gesundheit?nav_id=8252
    46 min
  • Vermessen? Computer in den Geisteswissenschaften
    Die Zahlen gehören den Naturwissenschaften, die Zeichen den Geisteswissenschaften. So lassen sich grob die üblichen Zuschreibungen zuspitzen. Doch so einfach ist das nicht. Was ist zum Beispiel mit den Römischen Zahlen, die Zeichen und Zahl zugleich sind? Und was ist mit Instrumenten, die auf Zahlen basieren, wie zum Beispiel der Computer, die aber nicht nur in den Naturwissenschaften zum Einsatz kommen, sondern - und nicht erst seit gestern - auch in Geisteswissenschaften? Daniel Althoff, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, beschäftigt mit diesen und ähnlichen Fragen. In seinem Salonvortrag konzentriert er sich im wesentlichen auf zwei: Was kann der Computer in den Geisteswissenschaften leisten? Was davon ist wirklich sinnvoll?
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vermessen_computer_in_den_geisteswissenschaften?nav_id=8322
    29 min
  • Störung als Lebensprinzip. Die Botschaft der Nofretete
    Die klassische Ästhetik seit der Antike orientiert sich an Normen, Maße und Proportionen. Das Erreichen von Symmetrie im künstlerischen Schaffensprozess gilt als die gelungene Spiegelung der Natur, des Kosmos, der gottgemachten Ordnung. In dieser ästhetischen Tradition werden Werke Polyklets, da Vincis, Michelangelos oder Dürers als Meisterwerke verehrt. Zurecht? Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Horst Bredekamp hat an dieser Überlieferung Zweifel. Schon Leonardo da Vinci habe diese Ineinssetzung von Symmetrie und Kunst mit Skepsis betrachtet. So sei beispielsweise sein Vitruvianischer Mensch als eine Art Karikatur des Ideals geometrisch wiedergegebener Körper zu verstehen. Erst die Störung, das disproportionale Moment in der Ästhetik, verschaffe dem Kunstwerk eine innere Dynamik, eine Verlebendigung des Gegenständlichen. Entlang dieser Überlegungen kommt Horst Bredekamp in der kunsthistorischen Einschätzung der Büste der Nofretete zu einer neuen Lesart, durch die die gängige eine bemerkenswerte Schieflage erhält.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/stoerung_als_lebensprinzip._die_botschaft_der_nofretete?nav_id=8324
    37 min
  • Chaos und Ordnung. Empirische Maße poetischer Sprache
    Lässt sich Lyrik messen? Gibt es empirische Maße, die die ästhetische Qualität poetischer Sprache adäquat wiedergeben? Und: Ist eine poetische Sprachmelodie ein Phantom oder Realität? Diesen Fragen, eingebunden zwischen geisteswissenschaftlichen und empirischen Traditionen der Ästhetikforschung, geht Prof. Dr. Winfried Menninghaus, Literaturwissenschaftler und Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Empirische Ästhetik in Frankfurt am Main, in seinem Vortrag nach.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/chaos_und_ordnung._empirische_masse_poetischer_sprache?nav_id=8325
    42 min
  • Kopf- und Gesichtsvermessung: Geschichte und Grenzen
    Eine uralte Menschheitsfrage ist die Frage nach der perfekten menschlichen Schönheit. Ab wann ist beispielsweise ein Gesicht perfekt? Neueren Studien zufolge hängt die Schönheit eines Gesichts vor allem von seiner Symmetrie ab. Weitere Kriterien sind der Abstand der Augen, die Gesichtsbreite sowie Form, Farbe und Gestaltung von allen anderen Gesichts- und Kopfattributen. So hat beispielsweise einer Mehrheit der Probanden zufolge die Schauspielerin Natalie Portman das perfekte weibliche Gesicht. Andere mögen das vielleicht in zehn Jahren anders sehen, so dass die Frage nach der perfekten Schönheit weiterhin unbeantwortet bleibt. Die Kunsthistorikerin Dr. Uta Kornmeier vom Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und der Informatiker Dr. Stefan Zachow vom Zuse Institut Berlin (ZIB) nähern sich in ihren Vorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven dieser uralten Frage an und werfen dabei vor allem einen Blick auf Theorien der Ästhetik, auf das Sammeln und Auswerten von Körperdaten, auf gegenwärtige Selbstoptimierungstechnicken und auf aktuelle kulturelle Praktiken wie Schönheitsoperationen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/kopf_und_gesichtsvermessung_geschichte_und_grenzen?nav_id=8326
    53 min
  • Bénédicte Savoy und David Blankenstein | Gemischtes Doppel. Die Brüder Humboldt mit Objekten erzählen
    In einem außergewöhnlichen Vortrag stellen Bénédicte Savoy und David Blankenstein ihre Forschung vor: Wie lässt sich die Biografie, das Werk, Wirken und Nachwirken sowie die Zeit von Gelehrten in Objekten darstellen? Inwiefern können diese Objekte kombiniert werden? Welchen Mehrwert haben sie und wie viel Kontextualisierung ist nötig, um differenzierte Aussagen treffen zu können? Die Wissenschaftler präsentieren in ihrem Vortrag verschiedene Objekte Alexander von Humboldts, die unter anderem von den zahlreichen Reisen des Gelehrten zeugen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/benedicte_savoy_und_david_blankenstein_gemischtes_doppel._die_brueder_humboldt_mit_objekten_erzaehlen?nav_id=8437
    34 min
  • Schöne neue Datenwelt? Chancen und Risiken der Quantifizierung des Sozialen
    Datenforscher haben ermittelt, dass inzwischen innerhalb von zwei Tagen so viele Daten erzeugt, übertragen und gespeichert werden wie seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte bis zum Jahr 2005 zusammen. Der Quantifizierunng des Lebens scheinen keine Grenzen mehr gesetzt zu sein - überall Rankings, Ratings, Scorings, Bewertungsplattformen oder das pausenlose Messen von Schritten, sportlichen Aktivitäten und Vitalitätsparametern. Die entsprechend aufbereiteten Daten prägen längst unseren Alltag, unser Denken und Handeln. Was aber bedeutet es, wenn eine Gesellschaft bis ins Unermessliche zählen und messen kann? Wo liegen dabei die Risiken, wo aber auch die Chancen? Über diese und anschließende Fragen diskutiert der Soziologe Steffen Mau mit der Politkwissenschaftlerin Gesine Schwan, der Informatikerin Constanze Kurz sowie mit dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Gert G. Wagner.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/schoene_neue_datenwelt_chancen_und_risiken_der_quantifizierung_des_sozialen?nav_id=8250
    52 min

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