
Sign up to save your podcasts
Or


Regelmäßige Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände. Die Folgen des Klimawandels sind deutlich spürbar und werden in den kommenden Jahren vermutlich noch zunehmen. Gerade im Sommer staut sich die Hitze dabei insbesondere in Städten, wo viele Flächen versiegelt sind und Grünflächen fehlen. Was können Kommunen und Städte tun, um dem entgegenzuwirken? Gibt es so etwas wie eine klimagerechte Stadt? Darüber spricht Carolin Emcke in dieser Folge von „In aller Ruhe“ mit der Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin Regine Keller.
Keller, 1962 in Pirmasens geboren, betreibt nicht nur ein eigenes Landschaftsarchitekturbüro in München, sondern leitet auch den Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum an der Technischen Universität München. Dabei hatte die Professorin ursprünglich etwas ganz anderes studiert, nämlich Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. Nach zwei Jahren Arbeit an Theatern in Salzburg und München begann Keller aber eine Lehre im Garten- und Landschaftsbau. Es folgten ein Studium der Landespflege an der Technischen Universität München und einige Jahre Arbeit an dem Lehrstuhl, den sie schließlich 2005 als Professorin übernahm. Keller hat mehrere Architekturpreise gewonnen und beschäftigt sich bei ihrer Arbeit unter anderem mit Fragen der klimagerechten Stadtplanung.
Paradigmenwechsel in der Stadtgestaltung
Im Gespräch mit Carolin Emcke erzählt Keller, dass die klimagerechte Landschaftsarchitektur in ihrer Ausbildung lange keine Rolle gespielt habe. Stattdessen sei es eher darum gegangen, Innenstädte schöner zu machen. Und das habe damals insbesondere geheißen, Flächen zu versiegeln. "Da ist dann rauf und runter, durch die ganze Republik, alles totgepflastert worden, und damals hat man überhaupt nicht berücksichtigt, dass wir Regenwasser versickern lassen müssen, dass wir Bäume pflanzen sollten. Dass es nicht damit getan ist, eine Fußgängerzone glatt und eben zu machen, damit sie Stöckelschuh-geeignet ist."
Das sei, so Keller, um die Jahrtausendwende ein blinder Fleck bei der Stadtplanung gewesen. Doch inzwischen achteten Planer mehr auf die Umweltverträglichkeit neuer Bauvorhaben. Die Ästhetik stehe nicht mehr ausschließlich im Vordergrund: "Ich sehe in meiner Berufszunft kaum mehr Projekte, die es sich erlauben, nur gestalterisch unterwegs zu sein, ohne einen ökologischen Anspruch zu verfolgen."
Katastrophen als Motor zum Umdenken?
Bei der klimagerechten Gestaltung von Städten und Landschaften wünscht sich Regine Keller insgesamt mehr Experimentierfreude und weniger Regularien. "Wir müssen ein Risiko eingehen, neue Dinge experimentell auszuprobieren, um Lösungen zu finden. Wenn wir diese Experimente nicht wagen, dann kommt einfach die nächste Hitzewelle, die nächste unbewohnbare Stadt." Kreativen Lösungen, um dem Klimawandel entgegenzutreten, stünden dabei häufig veraltete Baugesetze im Weg.
Regine Keller hofft, dass die jüngsten klimabedingten Katastrophen – so schrecklich sie auch sind – ein Motor für Veränderung sein können. Städte und Gemeinden müssten umdenken und den Menschen die Unausweichlichkeit von Klimaanpassungen besser vermitteln. Sie sei bei Projekten häufiger mit Ängsten konfrontiert als mit Zukunftswillen, erzählt die Landschaftsarchitektin. Dabei bestehe ihr Job gerade in der Vision für eine bessere Zukunft: "Wir haben als Planerinnen und Planer die Aufgabe, Utopien zu entwickeln, die nicht so utopistisch wirken, dass man ihnen nicht Glauben schenken mag."
Empfehlung von Regine Keller
Regine Keller hat gleich vier Kulturtipps mitgebracht. „Sehr beschäftigt“ habe sie das Buch "Der Pilz am Ende der Welt" von der Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing. "Ein Buch über das Leben in den Ruinen des Kapitalismus", bei dem man "unglaublich viel über Gesellschaft und über Zusammenhänge unseres Daseins auf diesem Planeten lernt", schwärmt die Professorin. Außerdem empfiehlt sie den Film "Perfect Days" von Wim Wenders, der einen "gleich ganz anders atmen" lasse, sowie Bachs Goldbergvariationen gespielt von Glenn Gould und – wenn etwas Schnelleres gewünscht sein sollte – die Band Earth, Wind and Fire.
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Redaktionelle Betreuung: Ann-Marlen Hoolt, Thisbe Westermann, Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
Bildcredit Cover: Thomas Dashuber/Bearbeitung SZ
Die Zustimmung für die AfD nimmt weiter zu. Das zeigen die Ergebnisse der Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Obwohl der Verfassungsschutz zumindest Teile der Partei in allen drei Bundesländern als rechtsextrem einstuft, ist die AfD bei den Wahlen stärkste oder zweitstärkste Kraft geworden. Gleichzeitig häufen sich in Deutschland islamistisch, rechtsextremistisch oder antisemitisch motivierte Übergriffe. Deshalb spricht Carolin Emcke in dieser Folge von „In aller Ruhe“ mit dem Historiker Jens-Christian Wagner, dem Leiter der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Wagner, geboren 1966, wuchs im Landkreis Göttingen auf, verbrachte als Kind aber auch einige Jahre in Chile. Schon während des Geschichtsstudiums und der Promotion beschäftigte sich der Historiker mit dem KZ-Mittelbau-Dora und übernahm anschließend von 2001 bis 2014 die Leitung der gleichnamigen Gedenkstätte. Nach einigen Jahren als Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten in Celle übernahm Wagner 2020 die Leitung der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Die Stelle ist gekoppelt an eine Professur an der Universität Jena. Wagner forscht zur Geschichte des Nationalsozialismus, insbesondere zur Geschichte der Zwangsarbeit und der Konzentrationslager. Zu diesen Themen hat er bereits zahlreiche Ausstellungen kuratiert.
Kein Blick in die Vergangenheit ohne Bezug zur Gegenwart
Carolin Emcke beschäftigt im Gespräch mit Jens-Christian Wagner speziell die Frage, inwieweit die Menschen in Deutschland die Gräueltaten des Nationalsozialismus billigten. Für den Historiker ist die Sache klar: „Die Leute haben sehr genau mitbekommen, was passiert, und sie waren tatsächlich einverstanden damit.“ Er erklärt dies mit der medialen Darstellung der Konzentrationslager und deren Insassen. „Die Häftlinge wurden der Gesellschaft als Gefahr präsentiert, vor denen die Bevölkerung geschützt werden muss.“ Das habe Angst geschürt. Und sei Ursprung für viele Gewalttaten gewesen, auch durch gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger.
Die Muster des damaligen Kriminalisierungsdiskurses erkennt der Historiker auch heute noch. Etwa in der medialen und politischen Darstellung von Migranten und Migrantinnen. Wagner sieht es als seine Aufgabe, dazu Stellung zu beziehen. „Gedenkstättenarbeit darf sich nicht ausschließlich darauf beschränken, den Blick auf die Vergangenheit zu lenken.“
Die AfD als Motor und Symptom einer gesellschaftlichen Entwicklung
Im Podcast spricht Wagner auch über eine Zunahme antidemokratischer Einstellungen und Gewalt in der Gesellschaft. Er berichtet von Hakenkreuzschmierereien und Drohbriefen. Seine Gedenkstätte müsse immer größere Anteile ihres Etats für Sicherheitsmaßnahmen ausgeben. Es komme immer häufiger vor, dass Besucherinnen und Besucher bewusst versuchen, Rundgänge zu stören.
Wagner führt das auf mehrere Gründe zurück. Zum einen, stellt er fest, haben junge Menschen heute keine Großeltern mehr, die den Nationalsozialismus selbst erlebt haben. Das führe dazu, dass sich geschichtsrevisionistische Legenden schneller verbreiten. Zum anderen zeigten sich da auch die Auswirkungen eines gesellschaftlichen und politischen Rechtsrucks. „Die AfD ist gewissermaßen sowohl Motor als auch Symptom einer Entwicklung, die ich als erinnerungskulturellen Klimawandel bezeichnen würde.“ Der Historiker ist überzeugt, dass Gedenkstätten, Medien und politische Institutionen noch aktiver gegen diese Entwicklung anarbeiten müssen. „Historisches Bewusstsein kommt ja nicht von selbst. Das muss ausgebildet werden.“
Kulturtipp von Jens-Christian Wagner
Statt ein Buch, eine Serie oder einen Film zu empfehlen, hat Jens-Christian Wagner eine Bitte an alle Zuhörerinnen und Zuhörer: „Besuchen Sie einfach eine Gedenkstätte.“ KZ-Außenlager habe es damals in so gut wie jeder deutschen Stadt gegeben. Und Wagner hat noch einen Tipp: „Forschen Sie vor Ort nach. Was hat es mit der Geschichte dieses Ortes auf sich?“
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Redaktionelle Betreuung: Ann-Marlen Hoolt, Thisbe Westermann, Johannes Korsche
Produktion: Imanuel Pedersen
Bildcredit Cover: Peter Hansen, Sammlung Gedenkstätte Buchenwald/Bearbeitung SZ
Spätestens seit dem Ausbruch der Coronapandemie ist klar, dass die Wissenschaft ein Glaubwürdigkeitsproblem hat. Zumindest in einigen Teilen der Bevölkerung. Forscherinnen und Forschern wurde lautstark vorgeworfen, eine politische Agenda zu verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die etwa für Impfungen oder Masken warben, wurden diffamiert und bedroht. Und der wissenschaftliche Prozess – das langsame Annähern an die Wahrheit, mitunter auch im Streit – galt plötzlich als unseriös.
Cramer, geboren 1969 in Stuttgart, ist Chemiker und Molekularbiologe. Er erhielt für seine Forschungsarbeiten zur Transkription von Genen eine Vielzahl renommierter Auszeichnungen. Er war geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für multidisziplinäre Naturwissenschaften. Seit 2023 bestimmt er als Präsident der Max-Planck-Gesellschaft die Leitlinien der Institution.
Risiken abwägen und Grenzen klar definieren
Dialog zwischen Forschung und Politik verbessern
Empfehlung von Patrick Cramer
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Ende Februar 2024 wurde die mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Daniela Klette in Berlin gefasst. Ihr wird unter anderem versuchter Mord und schwerer Raub vorgeworfen. Insgesamt geht es um 13 Überfälle auf Geldtransporter und Supermärkte. Dabei soll sie mit ihren mutmaßlichen Komplizen der dritten RAF-Generation, Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, fast 2,8 Millionen Euro erbeutet haben.
Trotz weltweiter Fahndung konnte sich Klette mehr als drei Jahrzehnte vor den Ermittlern verstecken. Wie war ihr Leben im Untergrund? Wie wurde sie entdeckt? Und was wissen wir über Komplizen? Darüber berichten im Recherechepodcast "Das Thema" Sebastian Erb vom SZ-Investigativ-Team und Christoph Koopmann, Experte für Innere Sicherheit der SZ-Politikredaktion. Sie haben gemeinsam Klettes Leben in Berlin mit Lena Kampf sowie Kollegen vom NDR und WDR recherchiert.
Ihre Recherchen zeigen, wie Klette unter falschem Namen ein unauffälliges Leben in Berlin führte, bis sie durch Fotos in sozialen Medien und einen Podcast-Beitrag schließlich von den Behörden identifiziert wurde. Erb und Koopmann beleuchten zudem die Taten, die Klette und ihren beiden flüchtigen Komplizen vorgeworfen werden: Dazu gehören neben den Raubüberfällen zur Finanzierung ihres Lebens im Untergrund auch mutmaßliche Morde und Anschläge in den 1980er und 1990er Jahren. Die beiden Redakteure geben einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Rote Armee Fraktion, das Leben Klettes im Untergrund und die aktuellen Ermittlungen gegen sie.
Die Reportage über Daniela Klettes Leben im Untergrund lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl, Clara Andersen
Produktion: Imanuel Pedersen
Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Die Vereinigten Staaten von Amerika scheinen zunehmend autokratischer zu werden. Schon nach zwei Monaten Trump Präsidentschaft hat sich derart viel in dem Land verändert, dass man hierzulande fast nicht mehr mitkommt. Tausende Menschen wurden in Abschiebehaft gesteckt, die Rechte von trans Menschen wurden beschränkt, viele Staatsbedienstete entlassen. Schritt für Schritt scheinen viele föderale Institutionen gerade abgebaut zu werden. Begeht Donald Trump hier einen Staatsstreich? Über diese Frage spricht Carolin Emcke mit Bernard Harcourt, US-amerikanischer Jurist und Politikwissenschaftler.
Bernard E. Harcourt, geboren 1963, studierte an den Elite-Universitäten Princeton und Harvard. Er ist sowohl Politik- als auch Rechtswissenschaftler, vertrat und vertritt als Rechtsanwalt zahlreiche Häftlinge, die zum Tode oder zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt wurden. Zurzeit lehrt er als Professor sowohl an der Columbia University als auch an der École hautes études en sciences sociales in Paris. Hier ist Harcourt auch wissenschaftlicher Direktor. Sein wissenschaftlicher Fokus liegt unter anderem auf Praktiken des Bestrafens, auf kritischer Theorie und politischem Protest. Er ist Autor von mehr als einem Dutzend Bücher.
Ist das ein Umsturz oder eine Gegenrevolution?
Die Trump-Regierung befinde sich gerade in der Abrissphase. „Das ist immer die einfachste Phase eines Bauprozesses“, sagt Harcourt im Podcast. „Es ist sehr einfach, eine Axt in die Hand zu nehmen und Wände einzubrechen.“ Schwerer werde es, auf den Trümmern dann wieder etwas aufzubauen, das lange und sicher hält.
Harcourt spricht im Podcast außerdem darüber, welche verheerenden Auswirkungen Trumps Politik auf marginalisierte Bevölkerungsgruppen – wie Einwanderer oder trans Menschen – hat. Er erzählt von einem ehemaligen Studenten, der ohne ordnungsgemäßes Verfahren abgeschoben wurde und den er als Strafverteidiger vertreten hat. „Er wurde aus seiner Gemeinschaft gerissen und nach Jamaika abgeschoben.“ Obwohl er die Todestrakte amerikanischer Gefängnisse kenne, sagt Harcourt, „schockiert es mich immer wieder, was im Bereich der Einwanderung möglich ist.“
Europa wird den Wert der Demokratie verteidigen müssen
Ursprünglich sollte es im Gespräch auch um die geplante Abschiebung von Mahmoud Khalil gehen. Einem Graduierten der Columbia University, der trotz Greencard abgeschoben werden sollte, weil er an pro-palästinensischen Protesten teilgenommen hat. Doch der Podcast wurde hier von aktuellen Ereignissen eingeholt. Auf Bitte von Bernard Harcourt wurde diese Passage deshalb nachträglich aus dem Gespräch herausgeschnitten. Gerne können Sie sich anhand von weitergehender Literatur zu dem Fall informieren.
Eine Einordnung von SZ-Korrespondent Boris Herrmann: Trump will an Mahmoud Khalil ein Exempel statuieren.
Empfehlung von Bernard Harcourt
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Seit vor fast sechs Jahren die ersten E-Roller auf deutschen Straßen fuhren, scheiden sich die Geister an den neuen Elektrofahrzeugen. Einerseits werden sie vor allem von jungen Männern als neue, flexible Mobilitätsform angenommen. Andererseits gibt es viel Kritik und Ablehnung: Die E-Scooter stehen oft im Weg und es kommt auch immer wieder zu Unfällen.
Laut einer Umfrage vom ADAC nutzt inzwischen jeder Zehnte in Deutschland Leihroller privat oder die der größten Verleiher Lime, Bolt, Voi oder Dott, in Großstädten sogar jeder vierte. E-Roller sind bis jetzt kein Gewinn für die Umwelt und leisten keinen nennenswerten Beitrag zu einer Verkehrswende - aber sie machen Spaß.
Inzwischen seien die Leihroller ein nicht mehr wegzudenkender Teil eines urbanen Mobilitätsmixes, sagt Lea Hampel, die für das Wirtschaftsressort der SZ arbeitet. Für sie sind E-Roller ein Lehrstück über eine kapitalistische Startup-Mentalität, die auf deutschen Föderalismus getroffen ist. Insgesamt zeigt sich, dass die Einführung der Roller ein Aushandlungsprozess war und ist, der die Veränderung der Mobilität in Städten widerspiegelt.
Zum Weiterlesen:
Lea Hampels Reportage über das Für und Wider von E-Rollern lesen Sie hier.
Einen Artikel von Lea Hampel über das Verschwinden des E-Roller- Anbieters “Tier” vom Markt lesen Sie hier.
Alle Folgen von "Das Thema" finden Sie hier.
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie hier an der Umfrage zur Zukunft des Recherchepodcast "Das Thema" teilnehmen.
Zusätzliches Audiomaterial über Pro7, BR, FAZ.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Lilli Braun, Laura Terberl
Produktion: Carolin Lenk, Aylin Sancak
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
Die AfD ist in einigen Regionen Deutschlands zur dominierenden politischen Kraft geworden. Obwohl die gesamte Partei als rechtsextremistische Verdachtsfall eingestuft ist und Teile bereits als gesichert rechtsextrem eingestuft sind. Im Podcast fragt Carolin Emcke den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz, wie sich diese Entwicklung zurückdrehen lässt, ob die AfD verboten werden sollte und ob seine Partei, die CDU, den Kern konservativer Politik aus den Augen verloren hat.
Weltoffene und vielfältige Räume werden angegriffen
Muss die CDU wieder mehr nach links rücken?
Empfehlung von Marco Wanderwitz
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Israels erster Ministerpräsident David Ben-Gurion verkündete in der Unabhängigkeitserklärung vom 14. Mai 1948 in Tel Aviv die Gründung des Staates Israel. Er sicherte zu, dass dieser Staat "all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung" gewährleisten werde. Nur wenige Monate danach entstand auch ein unabhängiger arabischer Staat, Palästina. Jerusalem wird geteilt.
Doch umgehend greifen Ägypten, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien den jungen Staat Israel an. Israel aber kann durch den Krieg sein Territorium um ein Drittel erweitern. Mindestens eine halbe Million Palästinenser flieht oder wird aus ihrer Heimat vertrieben. Bis heute ist die Nakba ein wirkmächtiges palästinensisches Trauma.
Es folgen viele weitere Kriege. Friedensprozesse scheitern. Und am 7. Oktober 2023 verüben Terroristen der Hamas ein schreckliches Massaker. Ein Massenmord, der alle Gewissheiten wie das Gefühl, endlich im eigenen Staat in Sicherheit zu sein, zunichtegemacht hat und die alte und zutiefst berechtigte jüdische Angst vor der Auslöschung wiederbelebt hat, sagt Peter Münch, scheidender SZ-Nahost-Korrespondent. Mit den bekannten, schrecklichen Folgen für so viele unbeteiligte Palästinenser.
Münch berichtet in dieser Folge von "Das Thema", wie klein Israel ist, wie vielseitig, wie schön: "Ich hatte Stapel mit Themen, Ideen und Sachen, die ich mir ausgeschnitten habe. Der ist nie kleiner geworden, sondern immer weiter angewachsen." Aber auch, wie belastend seine Tätigkeit war. Er schildert, wie er anfangs noch an eine mögliche Friedenslösung geglaubt habe, diese Hoffnung aber im Laufe der Zeit schwand, während der Konflikt immer komplexer und deprimierender wurde.
Als Korrespondent in einem Klima permanenter Gewalt beschreibt er eindrücklich, wie der Schock des Terroranschlags vom 7. Oktober 2023 die israelische Gesellschaft und das Vertrauen in Staat und Armee erschüttert hat. Und er geht auf persönliche Begegnungen mit Holocaustüberlebenden und den Umgang Israels mit der Shoah ein. Und er sagt: "Das Land, das ich gesucht habe, habe ich nicht gefunden."
Wir freuen uns sehr, wenn Sie an der Umfrage unter sz.de/thema-umfrage zur Zukunft des Recherchepodcasts “Das Thema” teilnehmen.
Zum Weiterlesen und -hören:
Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie hier an der Umfrage unter sz.de/thema-umfrage zur Zukunft des Recherchepodcasts "Das Thema" teilnehmen.
Einen aktuellen Text von Peter Münch über die Propagandashow der Hamas zur Freilassung israelischer Geiseln lesen Sie hier.
Seinen Text über den Deal zwischen Israel und der Hamas finden Sie hier.
Münchs Text über die Rückkehr von palästinensischen Flüchtlingen in Teile des Gazastreifen finden Sie hier.
Hier lesen Sie einen Kommentar über Netanjahus Machtinteressen.
Und hier einen Kommentar über den Rücktritt von Armeechef Herzi Halevi - und warum Netanjahu an seinem Amt festhält.
Eine Chronik des Nahostkonflikts finden Sie hier.
"Der Aufstieg der Autoritären": Einen Podcast zum Abschied der SZ-Österreich- und Osteuropa-Korrespondentin Cathrin Kahlweit hören Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lilli Braun
Produktion: Aylin Sancak
Zusätzliches Audiomaterial über Detroit Free Press, Official YouTube Channel of the State of Israel.
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
So können Sie unseren Recherchepodcast abonnieren:
"Das Thema" ist der Recherchepodcast der Süddeutschen Zeitung. Der Podcast erscheint in der Regel alle zwei Wochen. Sie finden alle Folgen bei sz.de/dasthema. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes, Spotify, Deezer, RTL+.
Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast. Wenn Ihnen "Das Thema" gefällt, wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns: [email protected]
Wenn Morde geschehen, benutzen wir häufig den Namen des Ortes des Geschehens als Chiffre. Wir sagen „Kassel“, „Hanau“, „Halle“ oder „Mannheim“ und meinen natürlich nicht die Städte, sondern das, was dort vorgefallen ist. Darüber, wie sich Spuren von Trauma und Gewalt in Orte einschreiben, etwa in Gebäude und Denkmäler, hat die Schriftstellerin Asal Dardan ein Buch geschrieben: "Traumaland". Darüber und über Möglichkeiten des Erinnerns spricht Carolin Emcke mit ihr in dieser Folge des Podcasts.
Die eigene Biografie prägt den Blick auf die Landkarte
Die Menschlichkeit der anderen verteidigen
Empfehlung von Asal Dardan
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
"Flo-Jo: Die Jagd nach der schnellsten Frau der Welt" ist ein neuer Podcat aus der SZ-Redaktion. Folge 1 können Sie jetzt hier in voller Länge hören, alle weiteren erscheinen auf www.sz.de/flojo. Sie benötigen für alle weiteren Folgen ein SZ-Digitalabo oder ein kostenloses Probeabo.
Kurz vor dem Mauerfall stellt die US-Amerikanerin Florence Griffith-Joyner, genannt Flo-Jo, gleich zwei Weltrekorde im Sprint auf, über 100 und 200 Meter, ihre Wunder-Zeiten sind bis heute unerreicht.
Flo-Jo ist eine Sensation: Eine schwarze Frau aus ärmsten Verhältnissen, die zum ersten Popstar der Sportgeschichte wird. Sie war ihrer Zeit in jeder Hinsicht voraus und hat nicht nur die Leichtathletik für immer verändert. Wer ist diese Frau, die so viel schneller als alle anderen war und deren Erfolg von Beginn an angezweifelt wurde? War sie gedopt? Hätten ihre Rekorde nie zählen dürfen?
Die bekannten Sportreporter Christof Gertsch und Mikael Krogerus machen sich auf die Suche nach der Wahrheit über Flo-Jo. Aber das ist schwieriger als gedacht – und die Recherche steckt voller Überraschungen.
Es geht auf dieser Reise zurück in eine einzigartige Ära, um eine große Liebe und einen großen Verrat. Um den amerikanischen Traum, der durch Flo-Jos mysteriösen Tod zum Albtraum wird. Um Rassismus, Sexismus, große Weltpolitik und die Frage, was das alles mit uns heute zu tun hat.
Und um Geheimnisse, die eigentlich verborgen bleiben sollen.
Klicken Sie hier, wenn Sie sich für ein Digitalabo der SZ interessieren, um unsere exklusiven Podcast-Serien zu hören: www.sz.de/mehr-podcasts
Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER
From the publisher's feed