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Die Trump-Organisation hat in den vergangenen Monaten und Jahren hunderte Millionen Dollar mit Kryptogeschäften verdient. Dabei war Donald Trump lange Gegner der digitalen Währungen. Lange war seine Position: Das würde den Dollar schwächen und ein schwacher Dollar sei schlecht für die USA. Dann aber fangen seine Söhne an, sich für Kryptowährungen zu begeistern und überzeugen ihren Vater mit ihren Gewinnen.
Seither lobt Donald Trump die Kryptobranche überschwänglich. Er wurde mit Millionen Dollar an Wahlkampfspenden belohnt und seit er Präsident ist, handelt er in ihrem Sinne. Das kommt auch ihm selbst und seine Familie zugute.
Zum Weiterhören und -lesen:
Unseren neuen Podcast “Der Papageienkönig” können Sie mit einem SZ-Plus-Abo unter anderem auf Spotify hören.
Den Text von Max Muth zu Trumps Kryptogeschäften lesen Sie hier.
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Der 47. US-Präsident Donald Trump macht auf allen Ebenen die Politik seines Vorgängers Joe Biden rückgängig. Insbesondere in Bereichen wie Klimawandel, Impfungen und Gesundheitsforschung. Einen Feldzug führt er gegen die Wissenschaft. Immer gezielter geht seine Regierung gegen viele Wissenschaftsbereiche und Gesundheitsbehörden vor: Mitarbeiter werden entlassen, Gelder eingefroren, Forschungsergebnisse beeinflusst und zensiert, Datenbanken gelöscht.
Seither hat sich das Klima an den Universitäten und in den Regierungsbehörden radikal verändert. Denn wenn sich die Institutionen nicht beugen, werden Gelder eingefroren und der Druck auf Professoren erhöht. Ausländische Studenten, die gegen den Krieg in Gaza protestiert haben, werden die Visa entzogen, sie werden festgenommen und sollen ausgewiesen werden. Die Furcht, seine Meinung frei zu äußern oder gar zu publizieren, die wächst - und führt zu vorauseilendem Gehorsam, zu Selbstzensur.
Aber warum? Dahinter steckt ein systematischer Angriff: Denn wenn die Universitäten schwach sind, bekommen die rechtsextremen Ideologen die Deutungshoheit über die Wahrheit, sagt Christina Berndt aus dem SZ-Wissenschaftsressort. All das schade nicht nur der Attraktivität des US-Wissenschaftsstandorts, sondern habe auch international gravierende Auswirkungen.
Zum Weiterhören und -lesen:
Die Reportage über die Demontage der Wissenschaften und Gesundheitsbehörden von Christina Berndt und Boris Herrmann lesen Sie hier.
Unseren Podcast "Deutsch-amerikanische Freundschaft" von Boris Herrmann mit Christian Zaschke hören Sie hier.
Den Artikel über Fische auf dem Mond lesen Sie hier.
Das Interview mit dem Historiker Timothy Snyder können Sie hier lesen.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Timo Nicolas, Clara Dzemla
Produktion: Imanuel Pedersen
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Der Mord an der chinesischen Austauschstudentin Yangjie Li in Dessau ist ein verstörender Fall – nicht zuletzt wegen der Uneinsichtigkeit des Täters und der Arroganz seiner Eltern.
Die Demokratisierung der Bundesrepublik nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird häufig verklärt. Gerade die Unterdrückungserfahrungen von Minderheiten werden im Rückblick ausgeblendet. Darüber spricht Carolin Emcke im Podcast mit der Historikerin Stefanie Schüler-Springorum. Sie erzählt, wie auch lange nach dem Ende des Krieges Kontinuitäten aus der Zeit des Nationalsozialismus bestanden haben.
Ein Hinweis: Ab der nächsten Folge hören Sie diesen Podcast nur noch mit einem SZ Plus-Abo. Sollten Sie noch kein SZ Plus-Abo haben, so finden Sie unter sz.de/ruheplus ein exklusives Probeabo zum Testen und Weiterhören. Mit einem Abo unterstützen Sie die Arbeit der SZ-Redaktion und damit den unabhängigen Journalismus.
Stefanie Schüler-Springorum, geboren 1962 in Hamburg, leitet seit 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Zuvor hat sie das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg geleitet. In ihrem neuesten Buch „Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes“ schildert die Historikerin die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus Sicht der Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden.
„Man muss demokratisch stabil bleiben.“
Diskussionen über Opfer- und Täterschaft seien zu lange verkürzt geführt worden, betont die Historikerin. Im Gespräch mit Carolin Emcke legt Schüler-Springorum die Gründe dafür dar. Unter anderem nennt sie ein „deutsches Überlegenheitsgefühl“, das die Gesellschaft auch nach dem Ende des Nationalsozialismus und im Übergang zur Demokratie zusammengehalten habe.
Schließlich geht es im Podcast noch darum, wie die Erinnerung an die vergangene Geschichte auch nach vielen Jahren noch aufrecht gehalten werden kann. Schüler-Springorum beklagt, dass vielen Menschen heute das Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Geschichte fehle. Gleichzeitig plädiert sie bei dem Thema für mehr Gelassenheit. Auch ohne intensive Geschichtsstudien sei es möglich, „demokratisch stabil“ zu bleiben. „Man muss einfach hoffen, dass genug Spuren gelegt sind, auf die man sich beziehen kann.“
Empfehlung von Stefanie Schüler-Springorum
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Mehr als 18 000 Kinder und Jugendliche sollen laut Bundeskriminalamt 2023 von sexuellem Missbrauch betroffen gewesen sein. Die Dunkelziffer ist vermutlich viel höher. Viele Taten werden verschwiegen, auch weil sie ganz überwiegend in der Familie, im Bekannten- oder Freundeskreis geschehen.
Wird ein Verdacht tatsächlich angezeigt und Ermittlungen beginnen, dann fehlt es häufig an Beweisen. Und wie kann überhaupt ermittelt werden, wenn die Aussagen von einem Kind stammen? Ein Kind, das Realität und Fantasie vielleicht nicht auseinanderhalten kann und dessen Erinnerungen beeinflussbar sind?
Über einen Verdacht in einer KiTa, in einer Kleinstadt im Südwesten von Deutschland, haben die SZ-Redakteurinnen Elisa Britzelmeier und Lea Weinmann mit SZ-Redakteur Leonard Scharfenberg aufwändig recherchiert. Dort wurde zwei Erzieherinnen vorgeworfen, schutzbefohlene Kleinkinder sexuell missbraucht zu haben.
Insgesamt wurden 45 Personen von der Polizei vernommen. Am Ende ist die Ermittlungsakte knapp 1900 Seiten lang, doch aus Sicht der Behörden wurden keine eindeutigen Belege für den Tatvorwurf gefunden. Es bleiben aber Unsicherheit und tiefe Wunden bei allen Beteiligten.
Den Text zu der komplexen Recherche lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Lili Braun, Laura Terberl, Timo Nicolas; Lena Weinmann
Produktion: Carolin Lenk
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Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat Russland auch Kiews Unterstützern den Krieg erklärt. Auch die Bundesrepublik ist verstärkt im Visier russischer Geheimoperationen. Der hybride Krieg verstärkt sich. Neuerdings verzeichnen deutsche Sicherheitsbehörden vermehrt Anschläge.
Gesteuert wird das geheime Netzwerk von Agenten über Messengerdienste wie Telegram. Die Leute, die von Moskau angeheuert werden, um das ausführen, sind nicht einmal ausgebildete Geheimdienstler. Sie sind sogenannte "Wegwerf-", "Taschengeld-", "Low-Level-" oder "Billig-Agenten".
Wer sind diese Leute? Wie arbeiten sie? Wer bezahlt sie, was sind ihre Ziele - und was will Moskau damit bezwecken? Reporter der SZ, von WDR und NDR haben sich auf die Suche nach diesen Agenten, ihren Motiven und Zielen gemacht. Sie konnten nachvollziehen, wie diese Menschen arbeiten, das Vorgehen dieser Netzwerke sehr genau rekonstruieren und zeigen, wie knapp Deutschland einem möglicherweise verheerenden Anschlag auf ein DHL-Frachtflugzeug entgangen ist.
Darüber sprechen Lina Verschwele und Jörg Schmitt aus dem Investigativ-Team der Süddeutschen Zeitung im SZ-Recherchepodcast "Das Thema". Ihre Recherche zeigt zudem, dass Deutschland auf die neue Bedrohung nicht ausreichend vorbereitet ist – und dass die Gefahr einer weiteren Eskalation besteht.
Die ausführliche Reportage über die russischen Sabotageakte lesen Sie hier.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Nadja Schlüter
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audiomaterial über ARD.
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Wochenlang greift die Trump-Regierung nun schon die Universitäten an, streicht ihnen Gelder und zwingt sie dazu, Programme für Vielfalt und Inklusion einzustellen. In dieser Woche hat sie der angesehenen Harvard-Universität Gelder in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar entzogen, weil diese sich den Forderungen der Regierung widersetzt hatte.
Saar, geboren 1970 in Tübingen, ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er forscht zur politischen Theorie der Gegenwart und zur politischen Ideengeschichte, zu Macht, Ideologie und Demokratie. Saar ist gut in den USA vernetzt, unter anderem forschte und lehrte er an der New School of Social Research in New York. Kürzlich erschien sein Buch „Was ist Sozialphilosophie?“.
In diesem Sinne analysiert Martin Saar auch die Budgetkürzungen bei Hochschulen und Universitäten: als generellen Angriff auf die Wissenschaft, die gemeinhin für Pluralismus und liberale Werte stehe. Dabei sei es egal, ob Krebs- oder Genderforschung betroffen sind. Das gesamte universitäre System werde „als Teil einer nicht volksmäßigen, abgehobenen, isolierten Schicht“ angesehen.
Keine Disruption, sondern ein Ausnutzen der Schwächen des Systems
Der Sozialphilosoph plädiert dafür, in der Analyse die bereits in westlichen Demokratien angelegten Ambivalenzen kritisch zu reflektieren, statt eine idealisierte Vorstellung von Demokratie zu verteidigen. „Die demokratischen Verfahren und Legitimierungsformen, hatten immer auch eine Gewaltseite.“ In diesem Kontext müsse auch die Politik der Trump-Regierung betrachtet werden. Nicht als groß angelegte Disruption des Systems, sondern als autokratisch-demokratische Mischstruktur.
Empfehlung von Martin Saar
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Seit dem 1. April 2024 ist der Konsum, Besitz und Anbau von Cannabis in Deutschland mit Einschränkungen erlaubt. Nur in Bayern gelten viel strengere Regeln. Während der geschäftsführende Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Legalisierung grundsätzlich “für richtig” hält, wollen Union und Ärzteverbände sie wieder verbieten. Auch BKA-Chef Holger Münch sieht bislang weder eine positive Wirkung auf den Schwarzmarkt, noch eine Entlastung von Justiz und Polizei.
Christina Berndt aus dem SZ-Wissenschaftsressort und Thomas Kirchner aus der SZ-Politikredaktionschland sprechen in dieser Folge des Recherchepodcast "Das Thema" über die Herausforderungen und Risiken, insbesondere für Jugendliche. Aber auch um mögliche Vorteile einer kontrollierten Legalisierung. Denn laut Experten würden bereits etwa 17 Prozent der Deutschen zwischen 15 und 34 Jahren Cannabis konsumieren.
Berndt formuliert ihre Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen vor allem auf Jugendliche und mahnt eine intensive Aufklärung über die Risiken an. Insgesamt aber sehen sie und Kirchner die Teillegalisierung aber als ein Schritt in die richtige Richtung, das aber durchaus noch Verbesserungspotenzial hat.
Zum Weiterlesen:
Zwischen Rausch und Ernüchterung - die Reportage über die Legalisierung von Cannabis lesen Sie hier.
Wenn Ihnen "Das Thema" gefällt, wenn Sie Anregungen, Ideen oder Kritik für uns haben, dann schreiben Sie uns: [email protected]
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Aylin Sancak
Zusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk und ntv.
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Es ist der 29. Januar. Am Vormittag findet im Bundestag eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus statt. Am selben Tag bringt die CDU einen Entschließungsantrag zur Verschärfung der Migrationspolitik in den Bundestag ein, der mithilfe von Stimmen der AfD beschlossen wird. Die Aufregung über diesen Tabubruch ist groß. So groß, dass fast untergeht, dass in derselben Bundestagssitzung später auch noch eine Resolution gegen Antisemitismus beschlossen wird.
Transparenzhinweis: Carolin Emcke ist Mitglied im Verein des Moses Mendelsohn Zentrums.
Miriam Rürup, geboren 1973 in Karlsruhe, ist Professorin für Geschichte. Sie wuchs in einer jüdischen, säkular lebenden Familie auf und forscht als Historikerin unter anderem zur deutsch-jüdischen Geschichte sowie zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus. Seit 2020 leitet Rürup das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien.
Die Universitäten sollen sich zu einer umstrittenen Definition bekennen
Es braucht breite gesellschaftliche Bündnisse gegen Antisemitismus, keine eng gefassten Resolutionen
Empfehlung von Miriam Rürup
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
Schon bevor Donald Trump am Montag offiziell zum Präsident der Vereinigten Staaten ernannt wurde, war klar, dass er das Land erheblich verändern werden wird. Schon wieder, muss man sagen. Und kaum ist die offizielle Amtseinführung vorbei, beginnt der neue alte Präsident damit, seine Pläne umzusetzen. Was bedeutet das für die USA? Und welche Folgen hat die zweite Trump-Amtszeit für die internationale Staatengemeinschaft? Dazu und über die jüngsten Machtverschiebungen im Nahen Osten spricht Carolin Emcke in dieser Folge des Podcasts mit dem Politikwissenschaftler Volker Perthes.
Perthes (geb. 1958 in Duisburg) war Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit und geschäftsführender Vorsitzender der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Immer wieder war er auch in verschiedenen Positionen für die Vereinten Nationen (UN) im Einsatz.
Die EU muss sich auf ihre Machtpotenziale besinnen
Stabilität braucht gegenseitige Anerkennung
Empfehlung von Volker Perthes
Moderation, Redaktion: Carolin Emcke
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