
Sign up to save your podcasts
Or


Charlotte Wiedemann (@charlottewiedemann) ist Death Doula, Journalistin, Buchautorin, Direktorin für Innovation & Kommunikation bei @mein.ahorn und betreibt den Channel @dertod_undwir. Und nebenbei lässt sie sich lebendig begraben - warte was? Ja, Ihr habt richtig gelesen.
Komfortzonen, Grenzen und wortwörtlich kaltes Wasser. Während Patrick ein richtiger Warmduscher ist, schwört Christian auf die Abkühlung - selbst im Winter. Herausforderung annehmen und raus aus der Komfortzone ist angesagt!
Wir unterhalten uns darüber, wieso Komfortzonen eigentlich so gemütlich sind und es aber trotzdem so wichtig ist, sie regelmäßig zu verlassen. Ist es leicht? Nein, das hat keiner gesagt.
Zwischendurch geht es noch um eine Band, die Patrick noch nie gehört hat und trotzdem happyg ist. Doch was ist happyg eigentlich?
Ein Wochenende, auf das Christian lange gewartet hat: Ein Trauerseminar für verwaiste Väter im Kloster Jakobsberg in Mainz. Doch sind wir ehrlich, kann man sich wirklich auf drei Tage mit 13 teils fremden Vätern freuen, mit denen man nichts außer einem der schwersten Schicksale teilt? Und das alles auch noch in einem altehrwürdigen Kloster, oben auf einem vernebelten Berg, inmitten von Weinreben?
Man(n) kann - und wie. Sogar in einem ganz besonders heilsamen Maße. Denn da oben wurde nicht nur geredet, es wurde getragen und getröstet, gegraben und geweint - und manchmal auch einfach nur geschwiegen, weil Worte eh nicht reichen. Alles durfte sein. Alles durfte passieren. Magische Tage an einem magischen Ort mit starken Vätern, die alle eines eint: den Wunsch, zu (über)leben!
Am Ende dieser Folge öffnet Christian einen Brief, den er sich vor drei Jahren in einer Trauergruppe geschrieben hat. Ein Brief an sich selbst. Eine Zeitkapsel voller Schmerz, Hoffnung und verdammt viel Leben. Ein Moment, der zeigt, worum es hier wirklich geht: den Mut, weiterzumachen.
Männer und Trauer - passt das überhaupt zusammen? Und wenn ja: wie zum Teufel?
Wir reden darüber, warum Männer oft anders trauern und warum manche Klischees dann eben doch stimmen. Manchmal braucht’s kein großes Gespräch, sondern einfach nur ein kühles Bier - plump, aber ehrlich. Aber gelegentlich braucht es dann eben doch dieses große Gespräch - doch mit wem, wenn Männer doch so schwer mit dem Thema umgehen können?
Warum fällt es Männern so schwer, Gefühle zu zeigen? Und was wollen wir eigentlich unseren Kindern vorleben, vor allem hinsichtlich "klassischer" Geschlechterrollen?
Kurz gesagt: Es wird emotional, ehrlich und an manchen Stellen herrlich simpel.
Ach ja, und irgendwo zwischen Männlichkeit, Emotionen und „wir reden mal drüber“ landeten wir plötzlich bei einer kaputten Spülmaschine. Klassiker.
Veränderungen tun manchmal weh - doch wem eigentlich? Seit dem Tod unserer Herzensmenschen sind wir unangenehm geworden. Wir hinterfragen mehr, sind weniger kompromissbereit und sagen auch mal Nein. "Du hast Dich verändert" ist unser größtes Kompliment.
Der Weg dahin? Nicht nur steinig, sondern brutal ehrlich - vor allem zu uns selbst. Harmonie heißt für uns heute nicht mehr, Konflikte kleinzureden oder unter den Teppich zu kehren, sondern sie zu klären. Das ist anstrengend, aber es lohnt sich.
Und zwischendurch? Christian brennt etwas auf der Zunge und irgendjemand hat einen Besen im Hintern.
Insta: @bisschen_leben
Wir hatten unseren ersten Schulausflug, genauer gesagt Christian. Er hat die Freiburger Messe @_lebenundtod besucht und mehr über die neuesten Sterbetrends (kann man das so sagen?) erfahren: Asche in Tattootinte, Särge aus Korg und Urnen, in die man Pflanzen setzt.
Jenny ist 28, Doktorin der Medizin, Preisträgerin des @dmk_dumusstkaempfen -Preises, Jubiläumspatin des Vereins @kinderkrebs.frankfurt, Paralympic-Sportlerin. Achja, und sie hatte Krebs - vier Mal.
Redewendungen und Sprichwörter können manchmal ganz schön nerven. Eine völlig neue Bedeutung bekommen sie, wenn man sie durchgespielt und ge- und erlebt hat. Wir sitzen zwar nicht im Glashaus, aber "Die Hoffnung stirbt zuletzt" haben wir mit Abzeichen und Zerfitikat gemeistert.
Hoffnung wandelt sich und wir haben gelernt, sie anders zu beurteilen und zu definieren. Denn Hoffnung ist kein Ziel mehr, das erreicht werden kann. Hoffnung ist eine Haltung, ein dauerhafter Zustand und der Glaube an Sushi & Datteln mit Speck als Henkersmahlzeit.
Redewendungen und Sprichwörter können manchmal ganz schön nerven. Eine völlig neue Bedeutung bekommen sie, wenn man sie durchgespielt und ge- und erlebt hat. Wir sitzen zwar nicht im Glashaus, aber "Die Hoffnung stirbt zuletzt" haben wir mit Abzeichen und Zerfitikat gemeistert.
Hoffnung wandelt sich und wir haben gelernt, sie anders zu beurteilen und zu definieren. Denn Hoffnung ist kein Ziel mehr, das erreicht werden kann. Hoffnung ist eine Haltung, ein dauerhafter Zustand und der Glaube an Sushi & Datteln mit Speck als Henkersmahlzeit.
Diese Folge haben wir am 30. September 2025 aufgenommen, Jannas 11. Todestag. Wir beschäftigen uns mit unserer Lebenszeit. Wie nutzen wir sie? Nutzen wir nur die gegenwärtige oder kümmern wir uns auch gut um die Vergangenheit und Zukunft?
Es geht darum, wie wichtig Momente sind, warum Streiche einfach dazugehören und mal wieder um eine Erkenntnis; Jannas Erkenntnis: Unsere Zeit ist endlich.
From the publisher's feed