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Im September 2020 stand bei der Uniklinik Düsseldorf plötzlich alles still. Keine Anrufe. Keine Mails. Und teils auch: Keine Operationen mehr. Ursache war eine Cyberattacke, die das IT-System lahm legte. Sowas kann im Grunde jedem Unternehmen und jeder Privatperson passieren: Hacker verschlüsseln das Netzwerk und wollen so Geld erpressen. In NRW nehmen diese Cyberangriffe laut Landeskriminalamt zu. Und nun steht eine Landtagswahl vor der Tür.
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Es ist jetzt rund anderthalb Wochen her, dass NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Israel aufgebrochen ist. Ein Besuch, der vielversprechend begann – dann aber eine für Wüst eher unglückliche Wendung nahm: Der Ministerpräsident wurde kurz nach seiner Einreise positiv auf Corona getestet und musste sich isolieren. Nun stehen einige Fragen im Raum, die Wüst möglicherweise nicht so gut gefallen.
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Es geht um die belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange, die wirklich nah an der Grenze zu NRW stehen. Eigentlich sollten die 2025 vom Netz genommen werden, aber die belgische Regierung hat die Laufzeit jetzt verlängert – und zwar um 10 Jahre bis 2035. Antje Höning, Leiterin der Wirtschaftsredaktion bei der Rheinischen Post, erklärt im Aufwacher, warum sie das macht und wie die NRW-Politik darauf reagiert.
Und wir sprechen über Anne Bergmann aus Mayschoß. Sie hat bei der Flut im Sommer fast alles verloren und hilft jetzt in Polen Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten. Hier könnt ihr die Geschichte nachlesen (RP+)
Volle Stadien, kaum noch Maske tragen und Treffen mit so vielen Menschen wie man will, egal ob geimpft oder nicht - das gilt seit gestern mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz in ganz Deutschland. Aber die Corona-Zahlen sind nach wie vor hoch. Deshalb gehen die Bundesländer noch nicht den ganzen Weg bei den Lockerungen – auch NRW nicht. Bis zum 2. April bleiben einige Regeln bestehen. Den Blick auf NRW hat in diesem Aufwacher Claudia Hauser aus dem NRW-Ressort.
Und wir sprechen in dieser Folge auch übers Tanken - das ist bei den Preisen gerade echt kein schönes Unterfangen. Aber wir haben Tipps dabei, wie ihr ein bisschen was sparen könnt.
Die Polizei in NRW hatte diese Woche nicht wenig zu tun. Das ging am Samstag los.
Razzia gegen Clan-Kriminalität in NRW
Von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen führte sie eine riesige Aktion gegen Clankriminalität durch. Das Innenministerium spricht von einem “Clan-Marathon”. Es gab reichlich Durchsuchungen und Personenkontrollen im Umfeld krimineller Clans. Knapp 160 Objekte, zum Beispiel Shisha-Bars, Spielhallen, Wettbüros und Barber-Shops, wurden durchsucht. 18 Menschen wurden verhaftet, 27 vorläufig festgenommen. Und die Ermittler stellten einiges sicher: 100.000 Euro Bargeld, 35 illegale Spielgeräte, vier Messer und ca. 60 Kilo unversteuerten Tabak. Ein Finanzermittler sagte unserer Redaktion, mit einem manipulierten Spielautomaten könne man 10.000 Euro schwarz im Monat verdienen. Wenn die wegfallen, tut das natürlich ziemlich weh.
Razzia gegen Drogenproduzenten - Polizist im Visier
Weiter ging es dann unter anderem am Mittwoch mit einer großen Razzia in Mönchengladbach, Düsseldorf und im Kreis Viersen. Insgesamt wurden 28 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Polizei nahm sechs Männer fest. Sie sollen zu einem Drogenhändlerring gehören. 10.000 Cannabispflanzen wurden bei der Razzia sichergestellt. Drei Drogenplantagen wurden gefunden.
Pikant an der Sache ist noch, dass die Polizei auch gegen einen ihrer eigenen Leute ermittelt. Es handelt sich um einen 60 Jahre alten Kriminalbeamten. So richtig viele Details sind nicht bekannt. Der Mann arbeitet eigentlich bei der Kreispolizeibehörde Viersen, ist aber nun suspendiert. Er soll in Kontakt mit der Tätergruppe gestanden haben. Daraus habe sich, so die Polizei, der Anfangsverdacht eines „strafrechtlich relevanten Verhaltens“ ergeben. Auch sein Arbeitsplatz und seine Wohnung wurden durchsucht.
121 Straftaten mit Bezug zum russischen Krieg in der Ukraine
Eine Meldung aus dem Innenministerium: Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine haben die Sicherheitsbehörden in NRW 121 Straftaten registriert, die mit dem Krieg zu tun haben. Laut Innenminister Herbert Reul geht es um Taten wie „Beleidigungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen, aber auch Volksverhetzung - und zwar verübt von beiden Seiten“.
Zum Beispiel gab es in Essen und Düsseldorf Farbschmierereien an russisch-orthodoxen Kirchen. In Düsseldorf wurde ein Auto mit ukrainischem Kennzeichen beschädigt. Ein russischer Fernfahrer in Gelsenkirchen berichtete von vier Ukrainern, die seine Reifen zerstechen wollten.
Für besonderes Entsetzen sorgte die mutmaßliche Vergewaltigung einer geflüchteten jungen Frau. Die Tat soll sich am 6. März auf einem Hotelschiff ereignet haben, das in Düsseldorf am Rheinufer liegt und das die Stadt zur Unterbringung von Flüchtlingen nutzt. Zwei Verdächtige sind in Untersuchungshaft.
Leichenfund in Neuss - Ermittlungen wegen Totschlags
Im Rhein-Kreis Neuss wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Am Sonntag fanden Verwandte eine 48 Jahre alte Frau leblos in einer Wohnung in Neuss. Eine Ärztin stellte Verletzungen fest, die den Verdacht nahelegen, dass die Frau umgebracht wurde. Am Montagnachmittag wurde dann der 47 Jahre alte Ex-Partner der Frau festgenommen. Laut Haftbefehl geht es um Totschlag. Die Polizei geht von einem Beziehungsdelikt zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen aus. Mehr Informationen wollte die Staatsanwaltschaft nicht preisgeben.
In Krefeld hat die Polizei am Montag eine Leiche in einem Keller entdeckt. Eingemauert in eine Wand. Relativ schnell war klar, um wen es sich handelt: Anna S., zum Todeszeitpunkt 35 Jahre alt, aus Gelsenkirchen. Und es ist auch klar, wer sie umgebracht hat. Der Mörder sitzt nämlich bereits hinter Gittern. Die Details dieses aufsehenerregenden Falls kennt Jens Voss, Chef der Krefelder Lokalredaktion der Rheinischen Post, und erzählt sie in dieser Episode.
Zum Schluss noch eine Meldung aus der Kategorie "Euer Ernst!?"
In Kerpen sind ein Mann und eine Frau nach einem Streit zur Polizei gefahren - er am Steuer, sie auf der Motorhaube. Beide betrunken. Die beiden arbeiten der Polizei zufolge in einem Kerpener Nachtclub und gerieten dort am frühen Samstagmorgen in einen Streit. Er, 27, schnappte sich daraufhin ihren Autoschlüssel und fuhr mit ihrem Cabrio ein bisschen durch die Gegend. Was die Frau, 20 Jahre alt, bemerkte und daraufhin auf die Motorhaube sprang. Er soll dann in Schrittgeschwindigkeit die paar Meter bis zur Polizei gefahren sein. Wie sich dort herausstellte, standen beide unter Drogeneinfluss. Weitere Details hat die Polizei bislang nicht mitgeteilt, aber das Ganze wird vermutlich ein Nachspiel haben.
Feedback erwünscht
True-Crime-Podcasts gibt es viele - aber wenige bereiten aktuelle Fälle aus der Region auf. Eine gute Idee, denken wir. Wer uns dazu etwas sagen möchte, schreibt einfach kurz an [email protected]. Oder empfiehlt uns einfach auf Twitter, Instagram oder Facebook. Der Link https://podfollow.com/aufwacher führt direkt zum Aufwacher - je nach Gerät in der Podcast-App oder bei Spotify.
Bund und Länder hatten gestern in ihrer Schalte extrem viel zu besprechen. Es ging bei der MPK natürlich um Geflüchtete aus der Ukraine, besonders brisant war allerdings das Thema Corona-Politik. Dafür ist Antje Höning zu Gast, Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post.
Hier bekommt ihr mehr Infos dazu.
Tierschützer Ralf Seeger aus Kranenburg, vor allem bekannt durch seine Vox-Dokureihe „Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein“, hat sich auf eine echt harte Mission begeben: Er ist in die Ukraine gefahren, um dort nicht nur Menschen sondern vor allem auch Tieren zu helfen. Wie das abgelaufen ist, erzählt Maarten Oversteegen, freier Autor bei der Rheinischen Post.
Den Artikel zu diesem Thema findet ihr hier.
Die Kulturtipps zum Wochenende beschäftigen sich mit Musik: Der Schriftsteller Thomas Melle feiert in seinem neuen Buch die Beastie Boys. Und das amerikanische Duo Beach House macht die schönste Platte, die derzeit möglich ist. Mehr dazu hier.
Noch zwei Monate sind es bis zur Landtagswahl im Mai. Wie ist die Stimmung im Land, welche Themen beschäftigen die Menschen in NRW besonders und welche Partei liegt aktuell vorn? Das wollen wir uns jetzt mal genauer anschauen. Für den "NRW Check" hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa Anfang März über 2000 Wahlberechtigte in NRW befragt, Sina Zehrfeld berichtet, was dabei herausgekommen ist.
Es würde so gut passen. Am Sonntag ist Frühlingsanfang. der 20. März. Das Wetter wird voraussichtlich richtig gut. Also: Ein perfektes Wochenende, um einen Großteil der Corona-Maßnahmen hinter uns zu lassen. Doch ausgerechnet jetzt schießen die Corona-Zahlen wieder nach oben. Und morgen am, Donnerstag steht mal wieder eine richtungsweisende Bund-Länder-Konferenz an. Dafür ist Kerstin Münstermann zu Gast, Leiterin des Parlamentsbüros der Rheinischen Post in Berlin.
Mehr Infos bekommt ihr hier.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst regiert derzeit aus einem Hotelzimmer in Jerusalem – denn er hat sich auf seinem Israel-Besuch leider mit Corona angesteckt. Wir sprechen mit Martin Kessler, Leiter des Politik-Ressorts der Rheinischen Post, der Wüst und seine Delegation auf dieser Israel-Reise begleitet.
Hier geht es zu einem Artikel zu diesem Thema.
Der Krieg in der Ukraine hat die Spritpreise auf Rekordhöhe getrieben. Ein Liter Super-E10 kostet laut ADAC durchschnittlich knapp 2,20 Euro, ein Liter Diesel sogar 2,30 Euro. Vor allem für Pendler kann das zu einer finanziellen Belastung werden. Aktuell werden vor allem drei Vorschläge diskutiert, um für Entlastung zu sorgen: Ein Rabatt auf Sprit, Steuersenkungen und ein Tempolimit.
Wir besprechen mit Antje Höning, der Leiterin der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post, was diese Maßnahmen bewirken könnten und was die Reaktionen auf die Vorschläge sind.
Außerdem sprechen wir über etwas, das es in den letzten zwei Jahren doch eher selten gab: Ein Konzert. Die britische Rockband Genesis um Frontmann Phil Collins ist auf Abschiedstournee und tritt dabei gleich drei Mal in Köln auf. Philipp Holstein aus der RP-Kulturredaktion war beim zweiten Auftritt für uns mit im Publikum.
Sonne, blauer Himmel, dazu trocken. Dieses Wetter tagelang. Das freut nicht nur uns alle, sondern besonders diejenigen, die Motorrad fahren. Seit wir so schönes Wetter haben, sehen wir auch wieder viel mehr Motorräder auf den Straßen. Mit dem Start der Motorradsaison passieren aber auch leider viele Unfälle.
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Und jetzt zu einem Thema in eigener Sache. Hinter diesem Podcast hier steht ein großes Redaktionsteam - und das sucht Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Die Rheinische Post bildet jedes Jahr Journalistinnen und Journalisten aus, in der hauseigenen Journalistenschule. Für den Volontärsjahrgang 2022/23 kann man sich jetzt bewerben. Darüber spreche ich mit Julia Rathcke, Redakteurin und Chefin der RP-Journalistenschule.
Hier könnt ihr euch für die RP-Journalistenschule bewerben
Ann Mausberg ist immer im Dienst. Als Modelmanagerin hält sie Ausschau nach jungen Frauen und Männern, die vielleicht das Zeug dazu haben, international als Model erfolgreich zu werden. Jeden Tag läuft sie durch Städte, mal in Köln, mal in Düsseldorf, mal in Krefeld. Oft in Fußgängerzonen, manchmal bei Veranstaltungen. Immer da, wo viele Menschen sind. Immer auf der Suche nach großen, gut gebauten Menschen mit einem besonders attraktiven Gesicht und Charisma.
Wie wird man Model?Unternehmen wie AM Model Management beraten angehende Models zu ihrem Style, bringt ihnen Laufen und Posieren bei und schicken sie zu Castings. Die Hoffnung ist, dass die Models eines Tages sehr gefragt werden, Exklusivverträge bekommen und bei Fashion Weeks in Paris, New York oder Mailand über den Catwalk laufen.
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