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dann macht es meine negative Sprache noch schlimmer. Die Atmosphäre im Team wird dadurch auch nicht besser und das Bild der Pflege in der Öffentlichkeit… Well, es bleibt bescheiden. Stattdessen spricht Tobias Plonka, Altenpfleger, passionierter Filmer und youtuber lieber von der „Erlebniswelt Pflege". Im ambulanten Pflegedienst, in dem er arbeitet, aber und gerade auch in Videos wie „Nähe", mit dem er schon einen Preis gewonnen hat. Er liebt die Lebensgeschichten, die er auf seinen Touren hört, die Abwechslung. Auch, wenn ambulant bloggt mittlerweile viel Raum einnimmt: Tobias Plonka möchte seinen Beruf als Altenpfleger nicht aufgeben und als Nur-Filmer leben. Lieber fährt er auch selbst eine Spätschicht, nimmt er Schüler mit, vermittelt ihnen die Komplexität des Berufes. Und natürlich möchte er immer wieder die schönen Momente teilen, auch und gerade in der Öffentlichkeit. Er sagt: Ehrenpflegas braucht keiner, aber starke und authentische Bilder, Worte und Taten. Zum Beispiel, dass das Sterben und der Tod dazu gehören – in allen Pflegeberufen – und dass das doch mehr sein kein als „oh je" und wieder mal „durchkämpfen". Nämlich ein guter Abschluss für die Angehörigen, für den Betreuten und für das Pflegeteam selbst.
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Meist stehen Pflegekräfte alleine am Bett. Mit der Teilakademisierung der Pflege, dem neuen Studium, stellt sich natürlich die Frage: Was ist denn mit diesen Studierenden und denen, die den Abschluss dann haben? Gehen die dann mit und stehen halt neben der Pflegefachkraft oder dem Pflegehelfer rum? Nein, sagt Professor Patrick Fehling in der zweiten Folge unserer zweiteiligen Serie. Studierte haben genau dieselben Aufgaben, erlernen die Grundpflege ebenso wie jeder Auszubildende. Auch der Theorieteil ist nahezu identisch. Es geht schlicht darum, dass sie in der hochkomplexen Pflege eine Schnittstelle bilden, zum Beispiel, indem sie recherchieren oder – je nach Einrichtung – sich mit Ärzten oder dem MDK im Rahmen eines case managements austauschen und Vorschläge für das Pflegeteam erarbeiten. Dabei ist das Studium explizit nicht auf Abiturienten ohne Berufserfahrung ausgerichtet, sondern kann auch von erfahrenen Pflegefachkräften in rund der Hälfte der Zeit absolviert werden. Sie sollen nämlich ebenfalls die Chance erhalten, sich fachlich verstärkt einzubringen.
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Heute ist Professor Patrick Fehling zu Gast, der uns einen Einblick in die so genannte Teilakademisierung der Pflege gibt. Denn mit der Generalistik wurde nicht nur die Ausbildung reformiert, sondern es wurde auch ein komplett neuer Studiengang eingeführt. Im ersten Teil unserer zweiteiligen Folge hierzu geht es darum, was für generelle Ziele die Politik damit verfolgt. Zum Beispiel, dass mehr Wissen zwischen Forschung, Akutpflege und Langzeitpflege ausgetauscht wird. Aber auch, dass der Beruf für Abiturienten interessanter wird – auch auf lange Sicht gesehen. Wichtigste Botschaft unseres Gastes ist hier: Durch den Studiengang wird keine neue Managementfunktion, keine neue Hierarchie geschaffen, sondern ein gewünscht interdisziplinäres Team geschaffen. Pflegefachkräfte mit Ausbildung oder Studium sammeln direkte Fallkompetenz am Bett und sprechen gemeinsam darüber, wie neue Erkenntnisse aus anderen Einrichtungen oder aus der Wissenschaft in den Pflegealltag der eigenen Einrichtung eingebracht werden können.
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An 365 Tagen im Jahr sind Pflegeheime und Krankenhäuser 24 Stunden am Tag für Patienten und Heimbewohner offen, sind Pflegekräfte, Rettungssanitäter und Ärzte auch ambulant vor Ort im Einsatz. Unser heutiger Gast Margret Förstner kennt Kollegen, die durch diesen Dauerdienst bitter geworden sind, die innerlich verhärten oder die nur noch erschöpft sind und mit Burn-Out krankgeschrieben werden. Sie sagt nach 28 Jahren trotzdem: Es geht. Wenn man sich darauf einlassen kann und seine Nischen, seine eigene Planung findet. Bei unserem Moderator Tobias Gross spricht sie über ihren persönlichen Weg und schildert einfache Tipps für jeden Tag. Wie die 1-Liter-Flasche, die sie mitnimmt und die sie im Laufe des Dienstes als Hebamme trinkt. Als Pragmatikerin sieht sie den Schichtdienst deshalb am Ende auch weder als gut noch als schlecht. Doch sie sieht auch ganz klar die Grenzen von solch individuellen Lösungen. Denn Nischen und Chancen im Schichtdienst sind zu finden, aber wir brauchen dafür auf jeden Fall eine gute Besetzung und ein gutes Kollegium. Deshalb ist es ihr wichtig, dass das ganze Sozial- und Gesundheitswesen den Mund aufmacht und sich die Mitarbeiter in der Gesellschaft Gehör verschaffen!
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Heute ist Martin von Berswordt-Wallrabe bei Born to Pflege zu Gast. Er hat jahrelang selbst als Journalist gearbeitet und begleitet nun Pflegeheime durch die Corona-Pandemie und auch generell bei deren Pressearbeit. Erlebt hat er dabei schon viel: Vom Drohschreiben vor der Türe von einzelnen Pflegekräften über Übertragungswagen mehrere Fernsehanstalten direkt vor der Heimtür bis hin zu gedruckten Pauschalvorwürfen, die sich als haltlos erwiesen. Zusammen mit Tobias Gross spricht er deshalb über die neue Kurzatmigkeit bei der Berichterstattung und wie Führungskräfte hier am besten reagieren können. Er bezieht aber auch Stellung, weshalb es der Presse leicht fällt, Pflegeeinrichtungen und ihre Mitarbeiter negativ darzustellen. Gerade die hohe Identifikation vieler Pflegekräfte und die damit verbundene Selbst-Reflexion machen sie im Zweifelsfall zur willkommenen Zielscheibe – in der Berichtserstattung, aber auch beim Bäcker ums Eck. Martin von Berswordt-Wallrabe rät deshalb: Ihr Pflegekräfte, fragt doch einfach mal zurück!
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Was Pulp Fiction allen Pflegekräften mitgeben kann? Das Unvorhergesehene geschieht, immer wieder neu, immer wieder (vermeintlich) unerklärlich... Unser Gast Sven Kemmer, Pflegefachkraft und Stellvertretender Schulleiter einer Pflegeakademie, nutzt den Kultfilm, um zu erklären, weshalb wir in der Pflege alle Sinne nutzen sollten. Gerade auf den Demenzstationen ergeben Handlungen dann durchaus auch wieder Sinn. Wir sagen nur: Was Türkis so alles auslösen kann!
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Heute geht es mit unserem Gast Marc Pletzer bei Born to Pflege um DAS Wort in der Corona-Krise: Wertschätzung. Dabei nutzt er eine NLP-Technik aus seinem Repertoire als Kommunikationscoach. Tobias Gross soll erklären, wann er sich wertgeschätzt fühlen würde. Seine provokante These lautet nämlich: Ist es denn wahr, dass Lob dir wirklich Wertschätzung gibt? Dabei geht Marc Pletzer noch einen Schritt weiter. Wie oft versuchen Eltern schon in unserer Kindheit, uns mit Lob in die vermeintlich richtige Richtung zu schieben. Deshalb ist es für ihn kein Wunder, dass die Balkonklatscher zum Teil ziemlich schlecht ankamen. Denn wer kann ihnen in einer Welt Glauben schenken, in der Steve Jobs wichtiger ist als die, die sich um das Leben und die Lebensqualität anderer wahrhaft kümmern.
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Unser Gast Sven Kemmer hält es wie der ehemalige US-Präsident Eisenhower: Was ist wichtig? Was ist dringend? Was kann ich delegieren? Hat doch nichts mit Pflege zu tun? Doch! Sagt er als Pflegefachkraft und bringt seinen Pflegeschülern diese Priorisierung bei. Denn ohne Organisation steht man im Pflegeheim oder Ambulanten Dienst schnell ständig unter Strom. Tatsächlich geht er sogar noch ein Stück weiter und empfiehlt dokumentationsgeplagten Kolleginnen und Kollegen, auch noch mehr zu verschriftlichen. Unerhört, oder?
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Mein Haus, mein Auto, mein Boot… Für unseren Gast Marc Pletzer ist diese Art sich zu vergleichen, typisch für unsere Gesellschaft – und eine der Hauptursachen, weshalb Menschen unglücklich sind und dann bei ihm sitzen. Neben den rein finanziellen Aspekten zeige sich unsere vom Wettbewerb durchzogene Denkweise jedoch auch in vielen anderen Dingen: Der andere hat die Belobigung von der Pflegeschule bekommen, die andere wurde vor allen von der Heimleitung gelobt… Als Coach spricht Marc Pletzer viel über seine sehr eigene Welt, in der sich das Haben-Wollen und Haben-Müssen-Wollen auflöst. Denn schließlich gäbe es ja immer jemanden, der höher, weiter und schneller fliegt. Die viel wichtiger Frage für ihn (und dich?) ist doch: Wo bist du als Pflegekraft gestartet? Und wo stehst du heute?
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Ein persönliches und verstörendes Erlebnis während seiner eigenen Pflegeausbildung hat Sven Kemmer dazu veranlasst, sich verstärkt mit Gewalt und speziell sexueller Gewalt gegen Heimbewohner zu beschäftigen. Born to Pflege-Moderator Tobias Gross hat ihn nun eingeladen, um über den Umgang mit sexuellen Bedürfnissen von Bewohnern zu sprechen. Als Stellvertretender Schulleiter einer Pflegeakademie liegt Sven die Ausbildung und Professionalisierung der Pflege sehr am Herzen. Deshalb sein Appell an alle Pflegenden: Lasst hier keine blinden Flecken zu – auch nicht bei euch selbst!
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