BR24 Reportage

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By Bayerischer RundfunkNews
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BR24 Reportage episodes

  • Das Mitmach-Pflegeheim - ein neues Modell?
    Rund 850.000 pflegebedürftige Menschen leben in Deutschland in Seniorenheimen. Tendenz steigend. Seit Jahren kriselt es im Bereich der vollstationären Versorgung. Seit 2023 haben mehr als 1.500 Pflegeeinrichtungen geschlossen. Es fehlen Heimplätze, es mangelt an Personal, der monatliche Eigenbetrag der Bewohner steigt stetig - zurzeit liegt er im Bundesschnitt pro Monat bei rund 3.000 Euro im ersten Jahr. Der Ruf nach Reformen gehört dann auch zum Repertoire aller politischen Parteien. In einem kleinen Örtchen am Rhein in Baden-Württemberg wird seit Jahren erfolgreich ein neues Versorgungsmodell erprobt. Ernst-Ludwig von Aster über ein Seniorenheim, wo das Mitmachen Teil der Therapie ist. Wo Angehörige mithelfen dürfen. Und der Betreiber immer wieder an der Politik verzweifelt...
    Eine Reportage von Ernst-Ludwig von Aster
    24 min
  • Die Macht rechter Medienmogule in Frankreich
    Bei den in Frankreich am 15. und 22. März stattfindenden Kommunalwahlen könnten mehrere größere Städte in die Hände des Rassemblement national fallen. Denn die rechtsextreme Partei findet im Land immer mehr Anhänger. Erklärten sich laut einer Umfrage von 2022 insgesamt 29 Prozent der Befragten einverstanden mit den Ideen des Rassemblement national, ist deren Zahl heute auf 42 Prozent hochgeschnellt.
    Dass rechtsextremes Gedankengut immer salonfähiger erscheint, ist auch Vincent Bolloré zu verdanken. Respektive dem Imperium im Bereich Medien und Buchmarkt, dass der bretonische Milliardär im letzten Jahrzehnt aufgebaut hat - er will einer 'geeinten Rechten', von gemäßigt bis extrem, an die Macht verhelfen. Der TV-Infokanal CNews, die Sonntagszeitung Journal du dimanche und der ehemals renommierte Verlag Fayard dienen nun als rechtsextreme Echokammern.
    Dagegen regt sich in der Zivilgesellschaft zunehmend Widerstand, unter anderem mittels der Kampagne 'Bolloré entwaffnen'. Der Medienmogul spricht von einem angeblich in Frankreich tobenden 'Kulturkampf' - der Kultursektor, von kleinen Buchverlagen über kommunale Kinos bis zu unabhängigen Medien, ruft auf zur Gegenwehr. Die Reportage erhellt den Einfluss von Bollorés Imperium in Frankreich. Suzanne Krause berichtet.
    29 min
  • Warum Neuseeländer nach Australien auswandern
    Neuseeland und Australien gelten als klassische Auswanderer-Länder. Neu ist dagegen der Trend, dass Neuseeländer nach Australien auswandern - Tendenz stark steigend. Medien berichten von über 70 000 im Jahr 2025, ein Plus zum Vorjahr von acht Prozent.
    23 min
  • Morgen werde ich sterben - warum Femizide in Deutschland auch ein juristisches Problem sind

    Die Zahl der Femizide in Deutschland nimmt zu, und die Dunkelziffer nicht angezeigter Bedrohung und Gewalt ist enorm.

    Gleichzeitig ist die deutsche Rechtsprechung offenbar kein Schutz für Frauen - in anderen europäischen Ländern werden Frauen viel besser geschützt und Täter strenger bestraft. BR-Reporterin Kira-Sophie Lorenz hat die Familie einer getöteten jungen Frau begleitet und bei Juristen recherchiert, warum der Täter schließlich mit einer überraschend milden Strafe davonkam. Und was zu tun wäre, um Fälle wie diesen zu verhindern.

    31 min
  • 48 Stunden über Kriege, Krisen und Konflikte - MSC26

    Die Münchner Sicherheitskonferenz ist einzigartig: Was dort seit 1963 Jahr für Jahr passiert, ist unvorhersehbar, geschieht oft spontan, wird von hochkarätigen Akteuren getrieben und besitzt oft globale Tragweite, politisch wie wirtschaftlich.

    In diesem Jahr geht es vor allem darum, wie die Welt mit Supermächten und Autokraten umgeht, die Regeln immer weniger beachten. Dafür aber das Recht des Stärkeren durchsetzen wollen. BR-Reporter Stephan Lina schaut hinter die Kulissen im Bayerischen Hof in München und schildert uns - direkt dort produziert -, was er bei der Sicherheitskonferenz erlebt.

    27 min
  • Tunesien 15 Jahre nach dem arabischen Frühling

    Vor 15 Jahren verließ Tunesiens Diktator Zine el-Abidine Ben Ali nach 23 Jahren an der Macht sein Land. Das war die unmittelbare Folge anhaltender Proteste, die das Regime nicht mehr eindämmen konnte.

    Mit der Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid hatte all das im Dezember 2010 begonnen. Was folgte, war eine Reihe von anfänglich erfolgreichen Aufständen in der arabischen Welt. Der sogenannte Arabische Frühling hatte begonnen. Tunesien bescherte er eine der freiheitlichsten Verfassungen der arabischen Welt. Und heute? Was ist von all dem geblieben dort, wo alles begann, in Tunesien? Eine Spurensuche des ARD-Studios Rabat, von Sarah Mersch und Stefan Ehlert

    24 min
  • Südtirol - Autonomie und jetzt?
    Heute kaum vorstellbar, aber im Urlaubsziel Südtirol explodierten vor rund 50 Jahren immer wieder Bomben. Deutschsprachige Südtiroler, die sich selbst als Freiheitskämpfer sahen, wollten so die Unabhängigkeit von Italien erreichen. Über 30 Menschen sind damals gestorben, heute ist die Lage ruhig. Aber wer unter die Oberfläche schaut, merkt: Es gibt immer noch Differenzen zwischen den Sprachgruppen. Hat sich der Kompromiss, der damals im Friedensprozess gefunden wurde, mittlerweile überholt? Ein Besuch in Südtirol.
    24 min
  • Polens Zivilgesellschaft im Schatten des Ukraine-Krieges
    Ein Auto ist immer vollgetankt. Vorräte im Keller eingelagert. Die Katzen gechipt. Die ganze Familie weiß Bescheid. "Wenn die Situation eskaliert, fahren wir nach Deutschland", sagt Anna. Wir - das sind die drei Kinder, die Katzen und das Ehepaar. Anna lebt in einem kleinen Ort im Südosten-Polens. Sie arbeitet als Dozentin an der Uni, ihr Mann ist Psychologe. Beide sind linksliberal, bodenständig, gut informiert.
    Seit 2014 - nach dem russischen Überfall auf die Krim - gibt es den Fluchtplan, 2022 - mit dem Überfall auf die gesamte Ukraine - wurde er noch einmal aktualisiert. "Wir wollen einfach vorbereitet sein", sagt Anna. "Vorbereitet sein" - das gilt seit drei Jahren für viele Teile der polnischen Zivilgesellschaft. Berufstätige Männer und Frauen melden sich freiwillig bei der "Territorialarmee". Nach einer Schnell-Ausbildung können sie im Krisenfall einberufen werden. Andere buchen Kurse bei privaten Anbietern, lernen Schießen und Erste-Hilfe. Derweil versucht die Armee mit einem breitangelegten Kursangebot zu mobilisieren. Studenten bietet sie (bezahlte) "Ferien bei der Armee". Mit dem neuen Programm "In Bereitschaft" sollen nun 400.000 Zivilisten "Stressbewältigung, Erste Hilfe und Überleben" trainieren...
    23 min
  • Politisches Chaos in Bulgarien
    Bulgarien trat am 1.01. 2026 der Eurozone bei. Dennoch ist das Land im Moment ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und das zweitkorrupteste Land der EU und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften.
    Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, obwohl sie fast ein ganzes Jahr lang stabil war. Für bulgarische Verhältnisse ist das schon eine gewisse Zeit.
    Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürger sind gegen Korruption auf die Straße gegangen und gegen den Haushalt für das Jahr 2026, den ersten Haushalt in Euro. Die Bürger warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bürger mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. Jetzt ist die Regierung, die von der konservativen GERB-Partei angeführt wurde, also gestürzt. Doch das bulgarische System aus Machtverflechtungen und Korruption ist es noch lange nicht. In letzter Zeit hat Bulgariens mächtigster Oligarch, Deljan Peewski, zunehmend an Einfluss in der Politik gewonnen hat. Das hat die Wut der Demonstranten auf den Straßen besonders angefacht.
    24 min

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