BR24 Reportage

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By Bayerischer RundfunkNews
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BR24 Reportage episodes

  • Frankreich setzt auf Ausbau der Kernenergie

    Auf der Liste der Staaten, die auf Kernenergie setzen, hält Frankreich Platz 3, hinter den Vereinigten Staaten und China. Gut 65 Prozent des heute im Land erzeugten Stroms stammt aus Atomreaktoren.

    Die schwere Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima, im März 2011, sorgte auch in der französischen Atomindustrie für Flaute und Krisenstimmung. Als ein Jahr später der Sozialist François Hollande Staatspräsident wurde, gab er an, bis 2050 den Anteil der Kernenergie am Strommix auf 50 Prozent reduzieren zu wollen. Das hätte das Aus für bis zu 20 der 58 Meiler des Atomstromparks bedeutet. Abgeschaltet wurden de facto lediglich die zwei Reaktoren im elsässischen Fessenheim. Und vor vier Jahren kündigte Hollandes Nachfolger, Emmanuel Macron, den Bau neuer Reaktoren an. Gefördert werden nun auch 'innovative' Anlagen, sogenannte SMR - small modular reactor. Ein Appell an Start-ups. Ein Bruch mit der bisherigen Politik im Bereich Kernenergie-Produktion, der bislang in der Hand staatlicher Unternehmen liegt. Das Programm läuft unter dem Titel 'le nouveau nucléaire' – 'die neue Kernkraft'. Suzanne Krause hat recherchiert, wie es um die Umsetzung bestellt ist und welche Fragen der potenzielle Einstieg privater Anbieter in die Atomstromproduktion aufwirft.

    25 min
  • Ein Zug soll kommen: Mega-Bahn-Projekt Rail Baltica

    Sie ist eines der größten europäischen Infrastrukturprojekte und soll endlich die Zugfahrtzeiten auf der Strecke von Warschau durch das Baltikum bis nach Tallinn deutlich verkürzen.

    Noch stärker in den Fokus gerät die Rail Baltica vor allem durch Putins Überfall auf die Ukraine. Die Bahntrasse wird laut NATO-Angaben eine wichtige Rolle bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen spielen. Bisher müssen Züge an der polnisch-litauischen Grenze umgesetzt werden, weil im Baltikum nach wie vor die alte sowjetische Spurbreite verbaut ist. Die würde es Russland auch erleichtern per Zug nach Kaliningrad durchzustoßen. Eigentlich sollte die Rail Baltica schon 2015 fertiggestellt sein. Inzwischen sind die Baukosten von ursprünglich geplanten sieben auf 24 Milliarden Euro angewachsen, 85 Prozent davon zahlt die EU. Angepeilt ist nun 2030 für die Inbetriebnahme. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, in Lettland etwa sind bis heute Eigentumsverhältnisse auf der Strecke ungeklärt. Viele Landbesitzer wissen bis heute nicht, ob und in welchem Umfang sie enteignet werden sollen. Und laut Informationen des estnischen Geheimdienstes unterstützt Russland NGO's und Aktivisten, die sich gegen das Mega-Projekt positionieren.

    23 min
  • Der georgische Traum - ein Land am Scheideweg

    Georgien war einmal ein Muster-EU-Beitrittskandidat, doch inzwischen hat die Regierungspartei "Georgischer Traum" den Kurs Richtung Russland geändert.

    Der autokratische Umbau des Landes läuft auf Hochtouren, Beobachter sprechen von einem Staatsstreich von oben. Teile der Zivilgesellschaft setzen sich dagegen massiv zur Wehr und versuchen, die europäische Perspektive für Georgien offen zu halten. Noch besteht Hoffnung. Christine Hamel über ein Land am politischen Scheideweg.

    26 min
  • Australien: Leben und Surfen mit dem Hai

    Vier Haiangriffe innerhalb von 48 Stunden, ein getöteter Junge, volle Strände: In Sydney und an der Westküste Australiens versucht ein deutscher Reporter und Surfer zu verstehen, wie die Menschen "down under" mit dem Risiko leben.

    Er trifft einheimische Surfer, Rettungsschwimmer und Meeresbiologen, spricht über das Töten von Haien, Warn-Apps, den Einsatz von Drohnen - und die Frage, was tatsächlich schützt. Nach einer Häufung von Angriffen kommt in Australien immer wieder die Forderung auf, mehr Haie zu töten. Surfer, Forschende und Rettungskräfte widersprechen regelmäßig. Die Reportage von Jonathan Schulenburg führt an australische Traumstrände, erklärt, warum speziell Bullenhaie so nah an die Küste kommen, erzählt vom eigenen "mulmigen Gefühl" im Wasser und erkundet, welche Maßnahmen wirklich helfen, das Risiko zu mindern.

    24 min
  • Sechs Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana

    Die Grenzen des Schweizer Systems - nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana an Silvester: 41 junge Menschen sind tot, 115 schwer brandverletzt, viele werden noch immer in Krankenhäusern und Reha-Kliniken behandelt.

    Für die Opfer, ihre Familien und Freunde bedeutet jeder Tag einen unfassbar schweren Kampf zurück in ein Leben, das für immer von dem verheerenden Brand in der Silvesternacht geprägt sein wird. Hinzu kommen Skepsis und auch Wut über den Verlauf der strafrechtlichen Ermittlungen. Italien hatte deshalb zwischenzeitlich sogar seinen Botschafter aus Bern nach Rom zurückberufen. Das Idealbild von der perfekt organisierten Schweiz hat Risse bekommen.

    25 min
  • 50 Jahre Soweto Aufstand- Anfang vom Ende der Apartheid

    Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Sie protestieren gegen eine Entscheidung der Apartheid-Regierung in Südafrika, wonach zentrale Schulfächer künftig auf Afrikaans unterrichtet werden müssen -

    der Sprache der weißen Minderheit und der Unterdrücker. Die Sicherheitskräfte gehen mit äußerster Brutalität gegen den Schulstreik vor. Polizisten schießen mit scharfer Munition. Bilder wie das des sterbenden Schülers Hector Pieterson gehen um die Welt. Der Soweto-Aufstand markiert einen historischen Wendepunkt im Kampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gegen das rassistische Apartheid-System und wird zu einem der prägendsten Ereignisse der südafrikanischen Geschichte. Fünfzig Jahre später gilt der 16. Juni als der Moment, in dem aus lokalem Protest ein landesweiter Aufbruch wurde. Der Weg zur Überwindung der Apartheid war noch lang. Doch ohne die Schülerrevolte von Soweto wäre er kaum denkbar gewesen.

    24 min
  • Eine Stadt und ihr Skandal - Zehn Jahre Regensburger Korruptionsaffäre

    Im Juni 2016 durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft das Büro des damaligen Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs. Für kurze Zeit kommt der einstige Hoffnungsträger der Bayern-SPD auch in Untersuchungshaft.

    Was folgt, sucht bundesweit seinesgleichen: Mehrere Bauunternehmer werden verurteilt, teils, weil sie gestanden haben, sich mit Spenden für Wolbergs Wahlkampf dessen Wohlwollen sichern zu wollen. Und Joachim Wolbergs? Dem droht zehn Jahre nach Beginn der Korruptionsaffäre doch noch Gefängnis. Eine Reportage von Sebastian Grosser über die Regensburger Affäre, ihre zentrale Figur, und das grundsätzliche Problem der Finanzierung von Kommunalwahlkämpfen.

    25 min
  • Stillgestanden, Frau Hauptfeldwebel! 25 Jahre Frauen in allen Bereichen der Bundeswehr

    Erst im Jahr 2001 bekamen Frauen Zugang zu allen Bereichen und Laufbahnen der Bundeswehr. Zuvor stand ihnen neben dem Militärmusikdienst nur der Sanitätsdienst offen.

    25 Jahre später dienen Frauen nun überall in den deutschen Streitkräften. Wer sind diese Frauen in Tarnuniform? Fühlen sie sich angekommen in der Truppe? Wie haben sie die Bundeswehr verändert? Und wie muss sich die Bundeswehr noch verändern, um den Frauen in ihren Reihen gerecht zu werden?

    Eine BR24 Reportage von Kilian Neuwert.

    25 min
  • Späte Gerechtigkeit: Südafrika rollt Apartheid-Verbrechen neu auf

    Mehr als 30 Jahre nach dem Ende der Rassentrennung hat in Südafrika ein neuer Versuch der Aufarbeitung begonnen.

    Eine Untersuchungskommission unter Leitung einer ehemaligen Verfassungsrichterin soll klären, warum tausende schwere, politisch motivierte Verbrechen aus der Apartheidzeit bis zum heutigen Tag nicht vor Gericht gelandet sind, obwohl die Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) von Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu genau das empfohlen hatte.

    25 min

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