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Verspätete Züge, Baustellenchaos, schlechte Kommunikation - die Probleme bei der Deutschen Bahn sind riesig. Daran hat sich auch nicht viel geändert, seit die Südtirolerin Evelyn Palla vor rund einem Jahr neue Vorstandsvorsitzende wurde.
Ganz im Gegenteil, es wurde vieles noch schlimmer. Allerdings hat die Politik zwischenzeitlich erkannt: Die Bahn ist Daseinsvorsorge, die Bahn ist wichtig, auch für die Zukunft Deutschlands. Entsprechend viel Geld wird in den Konzern gepumpt.
Wolfram Schrag hat sich mit dem Zug auf eine Reise begeben und diese führte ihn auch nach Österreich. Das Nachbarland hatte dieselben Probleme wie Deutschland und gilt heute als Vorbild: Von Österreich lernen? – Wie die Deutsche Bahn wieder auf die Spur kommt.
Die jüngsten Unruhen in Paris dominieren derzeit die Berichterstattung. Dabei droht in Vergessenheit zu geraten, dass zu "normalen" Zeiten Paris buchstäblich ein Rummelplatz für Touristen ist. Es gibt allerdings Ausnahmen...
Manches Viertel liegt abseits der Trampelpfade. Zum Beispiel die Butte aux Cailles, mitten im 13. Arrondissement, am südlichen Rand der Seine-Metropole gelegen. Dabei ist die Gegend überaus pittoresk. Die Butte aux Cailles hat ihren sehr dörflichen Charakter bewahrt, dank der niedrigen Häuschen, der wie aus der Zeit gefallenen Gassen und zahlreichen Kneipen mit Terrasse auf dem Trottoir. Ein Attribut der Neuzeit: die Street-Art-Werke, die viele Mauern im Viertel übersäen. Als Herzstück gilt 'Le Temps des Cerises' – eine Arbeitergenossenschaftskneipe, die vor genau 50 Jahren in der Rue de la Butte aux Cailles in dem damals sehr verrufenen Viertel eröffnete. Und die sich bis heute für ein von Solidarität statt von Konsum bestimmtes Leben einsetzt. Ganz im Geist des Kneipennamens: 'Le Temps des Cerises' war eine Hymne der Kommune von 1871. Ein Aufstand des kleinen Volks, das in Paris die Regierung übernahm, um die Vision von direkter Demokratie umzusetzen. Eine Utopie, die nach 72 Tagen in einem Blutbad endete – die Butte aux Cailles fiel mit als letztes Viertel.
'Traditionell anarchistisch' sei die Gegend, meint Suzanne Krause und führt bei einem Bummel durch dieses Pariser Stadtviertel.
In den vier Jahren seit der letzten Parlamentswahl war Israel ein Land im Ausnahmezustand. Anteil daran hatten zuerst die Pläne der in Teilen rechtsextremen Regierung unter Benjamin Netanjahu für eine Justizreform.
, gegen die Hunderttausende auf die Straße gegangen sind. Dann kam der 7. Oktober 2023, der Terrorangriff aus dem Gazastreifen, der das Sicherheitsgefühl vieler Menschen in Israel nachhaltig zerstört hat. Und es kamen die anschließenden Kriege im Gazastreifen, im Libanon gegen den Iran. Wegen seiner Kriegführung und wegen der Gewalt im besetzten Westjordanland durch Siedlerterroristen und Sicherheitskräfte gegen Palästinenser gilt Israel international inzwischen als weitgehend isoliert.
Und nun wird wieder gewählt: Wie steht Israel da, nach den vier Jahren? Was beschäftigt die Menschen, was wird ihre Wahlentscheidungen beeinflussen? Gibt es Hoffnung, vielleicht sogar die Chance auf Heilung und Frieden?
Eine Reportage von Julio Segador, Bettina Meier und Jan-Christoph Kitzler
In Serbien kommt es bei der Parlamentswahl am 25. Oktober laut Umfragen zu einem einzigartigen Duell um die Macht, zwischen der SNS-Partei des autoritären Noch-Präsidenten Aleksandar Vucic und der Studentenprotestwelle.
Die Studenten treten zwar selbst nicht an bei der Wahl, doch sie haben eine unabhängige studentische Liste aufgestellt, mit Professoren, Kulturschaffenden, Gewerkschaftern und Akteuren aus der Zivilgesellschaft. Aleksandar Vucic ist zum ersten Mal seit 2012 in Gefahr, seine Macht zu verlieren. Er hat die vorgezogene Parlamentswahl ausgerufen und plant selbst Premierminister zu werden und seine Macht zu behalten. Denn bei der Präsidentschaftswahl, die turnusmäßig im Frühjahr 2027 stattfindet, darf Vucic nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. Vucic war früher schon mal Premier und egal, ob er Präsident oder Premier war, er war immer der mächtigste Mann des Landes. Nun könnte sich das ändern. Wie ist die Stimmung in Serbien vor dieser spannenden Wahl und was sind die Herausforderungen einer Studentenbewegung, die politisch ziemlich heterogen ist und keinen klaren Anführer hat?
Sonne, Strand, Gastfreundschaft - so kennen die meisten Griechenlands größte Insel Kreta. Mehr als eineinhalb Millionen Deutsche verbringen hier jedes Jahr ihren Urlaub. Doch die wenigsten ahnen, dass Kreta neben seiner hellen eine sehr dunkle Seite hat.
Waffengewalt, Blutrache, organisiertes Verbrechen. Auf rund 620.000 Einwohner sollen eine Million Schusswaffen kommen, viele davon illegal.
Korrespondent Moritz Pompl fährt an die Schauplätze von Blutrache und Gewalt und trifft Menschen, die ihr Schweigen brechen wollen. Er begleitet eine junge Lehrerin und ihre Schüler, die mit selbstproduzierten Videos gegen die Waffentradition kämpfen. Und er steigt auf den höchsten Gipfel Kretas, um der Frage nachzugehen: Wie kann es gelingen, dass Kreta seine brutale Schattenseite überwindet?
Sie war Drehort von Hollywood-Filmen, Inspiration für Songs und Schauplatz unzähliger Geschichten. Sinnbild der US-Autokultur und des Versprechens, dass es woanders vielleicht besser sein könnte. Sie bleibt der Inbegriff des Roadtrips durch die USA.
Unsere Korrespondenten Samuel Jackisch, Nina Barth, Reinhard Spiegelhauer und Antje Sieb waren auf der Route 66 unterwegs - an historischen Orten, bei Feiern und mit Menschen, deren Leben eng mit der “Mother Road” verknüpft ist. Dabei schauen sie auch hinter die glitzernde Fassade.
16 Jahre lang herrschte Viktor Orbán ununterbrochen in Ungarn. Auch Dank der Kontrolle über den Medienmarkt. 500 Medien (Nachrichtenagentur MTI, Zeitungen, ÖRR, Fernsehen, Onlineportale, Influencer) sangen sein Lied...
zusammengefasst unter dem Dach einer Stiftung (KESMA), der Anzeigenmarkt funktionierte nicht nach den Regeln des Marktes, sondern nach dem Prinzip der Loyalität. Ein Regierungskommissar bestimmte die inhaltlichen Leitlinien im ÖRR, ohne offizielles Amt. Nur wenige unabhängige Medien widersetzten sich dem - entgegen aller Widrigkeiten. Mit dem Regierungswechsel im April 2026 findet ein dramatischer Umbruch in den Medien statt. Der ÖRR wird neu organisiert. Orbáns Medienimperium bricht in atemberaubender Geschwindigkeit zusammen - denn die staatlichen Gelder bleiben aus. Das hat dramatische Folgen. Werden die unabhängigen Medien, die 16 Jahre durchgehalten haben, jetzt zum Opfer der Wende? Ungarn hat derzeit keine einzige gedruckte Tageszeitung mehr, allenthalben finden Entlassungen statt, kleine Portale wie Debreciner stehen vor der Pleite. Und wer stellt frühere Orban-Propagandisten ein? Und auch die Neuordnung des ÖRR bleibt nicht ohne Pannen. Stephan Ozsváth über eine Medienlandschaft im Umbruch.
Die Stadt Berlin hat so einige Erfahrungen mit Wahlen.
In den vergangenen fünf Jahren mussten Berlinerinnen und Berliner ganze fünf Mal wählen gehen, auch deshalb, weil einige Wahlen für ungültig erklärt worden waren und wiederholt werden mussten. Dass sie in Berlin nun aber wahlkampfmüde wären, kann man nicht sagen. Es geht schließlich um die Hauptstadt, die so illustre Figuren wie Willy Brandt, Hans-Jochen Vogel oder auch Klaus Wowereit hervorgebracht hat.
Das Rennen ist eng, und DAS zentrale Thema ist die Entwicklung der Stadt: Bauen, Wohnen. Egal wo, in Mitte oder in den Außenbezirken Berlins. Barbara Kostolnik hat sich die Parteien, ihre Positionen und Spitzenkandidaten im Wahlkampf genauer angeschaut.
Die Terroranschläge vom 11. September 2001 waren eine Zäsur in der Geschichte der USA. Für die Bürger von New York City war der Einsturz des World Trade Center ein Trauma, das auch 25 Jahre danach für viele nicht überwunden ist.
Das gilt für die Angehörigen der fast 3000 Opfer, die unter den Spätfolgen leidenden Feuerwehrleute aber auch für die muslimischen Bürger, die sich viele Jahre gegen Vorurteile wehren mussten. Wie sehr prägt 9/11 auch ein Vierteljahrhundert danach noch New York City? Giselle Ucar und Martin Ganslmeier gehen auf Spurensuche.
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