Im Juni 2016 durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft das Büro des damaligen Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs. Für kurze Zeit kommt der einstige Hoffnungsträger der Bayern-SPD auch in Untersuchungshaft.
Was folgt, sucht bundesweit seinesgleichen: Mehrere Bauunternehmer werden verurteilt, teils, weil sie gestanden haben, sich mit Spenden für Wolbergs Wahlkampf dessen Wohlwollen sichern zu wollen. Und Joachim Wolbergs? Dem droht zehn Jahre nach Beginn der Korruptionsaffäre doch noch Gefängnis. Eine Reportage von Sebastian Grosser über die Regensburger Affäre, ihre zentrale Figur, und das grundsätzliche Problem der Finanzierung von Kommunalwahlkämpfen.