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Noch eine Woche bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. MDR-Reporter Sebastian Hesse ist durch das Bundesland gereist und hat mit vielen Menschen gesprochen - was ist für ihre Wahlentscheidung wichtig?
Hesse traf auf viel Unsicherheit, aber auch auf überraschende Zuversicht bei jungen Leuten. Und er traf auf Lebenspartner, die in ihrem Alltag ein Gesprächsthema konsequent vermeiden - Politik.
Nach Serbien ist Albanien das zweite Land auf dem Balkan mit einer Dauer-Protestbewegung. Seit Ende Mai kommt es in der Hauptstadt Tirana fast täglich zu Massenprotesten mit Tausenden Teilnehmern.
Der Protest nennt sich „Flamingo-Revolution“, denn der Auslöser ist eine mögliche Zerstörung eines Natur- und Vogelschutzgebietes an der Narta-Lagune an der albanischen Küste. Und das Ganze zugunsten eines Luxus-Tourismusresorts, das ausgerechnet Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner bauen will. Doch es sind auch noch eine Reihe weiterer ähnlicher Projekte in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Journalisten haben recherchiert, dass es in Albanien ein bemerkenswertes Netzwerk gibt, mit Premier Edi Rama im Zentrum, mit internationalen Bauherren und kriminellen Geschäftemachern, z.T. aus der albanischen Drogenmafia.
Doch für die Demonstranten scheint es im Moment keine politische Alternative zu Edi Rama zu geben. Der mächtigste Oppositionsführer des Landes ist der Ex-Premier, dem auch Korruption vorgeworfen wird.
Die Protestbewegung kämpft dennoch für einen politischen Neuanfang und zeigt dabei einen großen Durchhaltewillen. ARD-Korrespondent Oliver Soos war in Albanien und hat sich die Flamingo-Revolution dort angesehen.
Am 6. September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Alle Umfragen prognostizieren bislang einen deutlichen Sieg der AfD. Die Frage ist: Wird es sogar zu einer Alleinregierung der AfD kommen?
Der vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte Landesverband der Partei hat in seinem Wahlprogramm etliche drastische Schritte angekündigt, die das Bundesland stark verändern würden. Wie gehen die Menschen in Sachsen-Anhalt mit der bevorstehenden Wahl um? Was beschäftigt sie? BR-Reporterin Jasmin Brock war in Wittenberg, Zerbst, Naumburg (Saale) und an anderen Orten in Sachsen-Anhalt, um mit den Menschen dort zu sprechen - mit potentiellen Wählerinnen und Wählern der AfD, aber auch mit Menschen, die gegen die Wahl dieser Partei kämpfen und mit Vertretern von Organisationen, die im Falle eines AfD-Sieges um ihre Existenz fürchten. Wie gut kann man vor Ort noch miteinander reden?
Im August 1936 eröffnet Adolf Hitler die Olympischen Spiele - eine riesige Propagandainszenierung für die Nationalsozialisten. Jahrzehntelang hat man in Deutschland nur die sportliche Seite dieser Spiele gesehen.
Medaillen wurden bejubelt, Olympiasieger gefeiert. Selten war dagegen Thema, dass die Olympiasieger von der NS-Führung instrumentalisiert wurden und sich haben benutzen lassen. Genauso wenig war Thema, dass deutsche Sportvereine ihre jüdischen Mitglieder systematisch ausschlossen, dass diese aus ihrer Heimat vertrieben und viele ermordet wurden. In diesem Licht stellt sich die Frage: Ist es eine gute Idee, wenn Deutschland sich für das Jahr 2036 – 100 Jahre danach – erneut für olympische Spiele bewirbt? Der Großvater von BR-Journalistin Astrid Freyeisen hat damals einen Rudervierer trainiert, der in Berlin Olympia-Gold gewann. In der BR24 Reportage arbeitet Astrid Freyeisen diese Geschichte auf – zusammen mit jungen Ruderinnen, die heute in dem Verein ihres Großvaters trainieren. Und gemeinsam mit einem Enkel der Ruderer von Olympia 1936.
Auf der Liste der Staaten, die auf Kernenergie setzen, hält Frankreich Platz 3, hinter den Vereinigten Staaten und China. Gut 65 Prozent des heute im Land erzeugten Stroms stammt aus Atomreaktoren.
Die schwere Havarie des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima, im März 2011, sorgte auch in der französischen Atomindustrie für Flaute und Krisenstimmung. Als ein Jahr später der Sozialist François Hollande Staatspräsident wurde, gab er an, bis 2050 den Anteil der Kernenergie am Strommix auf 50 Prozent reduzieren zu wollen. Das hätte das Aus für bis zu 20 der 58 Meiler des Atomstromparks bedeutet. Abgeschaltet wurden de facto lediglich die zwei Reaktoren im elsässischen Fessenheim. Und vor vier Jahren kündigte Hollandes Nachfolger, Emmanuel Macron, den Bau neuer Reaktoren an. Gefördert werden nun auch 'innovative' Anlagen, sogenannte SMR - small modular reactor. Ein Appell an Start-ups. Ein Bruch mit der bisherigen Politik im Bereich Kernenergie-Produktion, der bislang in der Hand staatlicher Unternehmen liegt. Das Programm läuft unter dem Titel 'le nouveau nucléaire' – 'die neue Kernkraft'. Suzanne Krause hat recherchiert, wie es um die Umsetzung bestellt ist und welche Fragen der potenzielle Einstieg privater Anbieter in die Atomstromproduktion aufwirft.
Sie ist eines der größten europäischen Infrastrukturprojekte und soll endlich die Zugfahrtzeiten auf der Strecke von Warschau durch das Baltikum bis nach Tallinn deutlich verkürzen.
Noch stärker in den Fokus gerät die Rail Baltica vor allem durch Putins Überfall auf die Ukraine. Die Bahntrasse wird laut NATO-Angaben eine wichtige Rolle bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen spielen. Bisher müssen Züge an der polnisch-litauischen Grenze umgesetzt werden, weil im Baltikum nach wie vor die alte sowjetische Spurbreite verbaut ist. Die würde es Russland auch erleichtern per Zug nach Kaliningrad durchzustoßen. Eigentlich sollte die Rail Baltica schon 2015 fertiggestellt sein. Inzwischen sind die Baukosten von ursprünglich geplanten sieben auf 24 Milliarden Euro angewachsen, 85 Prozent davon zahlt die EU. Angepeilt ist nun 2030 für die Inbetriebnahme. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, in Lettland etwa sind bis heute Eigentumsverhältnisse auf der Strecke ungeklärt. Viele Landbesitzer wissen bis heute nicht, ob und in welchem Umfang sie enteignet werden sollen. Und laut Informationen des estnischen Geheimdienstes unterstützt Russland NGO's und Aktivisten, die sich gegen das Mega-Projekt positionieren.
Georgien war einmal ein Muster-EU-Beitrittskandidat, doch inzwischen hat die Regierungspartei "Georgischer Traum" den Kurs Richtung Russland geändert.
Der autokratische Umbau des Landes läuft auf Hochtouren, Beobachter sprechen von einem Staatsstreich von oben. Teile der Zivilgesellschaft setzen sich dagegen massiv zur Wehr und versuchen, die europäische Perspektive für Georgien offen zu halten. Noch besteht Hoffnung. Christine Hamel über ein Land am politischen Scheideweg.
Vier Haiangriffe innerhalb von 48 Stunden, ein getöteter Junge, volle Strände: In Sydney und an der Westküste Australiens versucht ein deutscher Reporter und Surfer zu verstehen, wie die Menschen "down under" mit dem Risiko leben.
Er trifft einheimische Surfer, Rettungsschwimmer und Meeresbiologen, spricht über das Töten von Haien, Warn-Apps, den Einsatz von Drohnen - und die Frage, was tatsächlich schützt. Nach einer Häufung von Angriffen kommt in Australien immer wieder die Forderung auf, mehr Haie zu töten. Surfer, Forschende und Rettungskräfte widersprechen regelmäßig. Die Reportage von Jonathan Schulenburg führt an australische Traumstrände, erklärt, warum speziell Bullenhaie so nah an die Küste kommen, erzählt vom eigenen "mulmigen Gefühl" im Wasser und erkundet, welche Maßnahmen wirklich helfen, das Risiko zu mindern.
Die Grenzen des Schweizer Systems - nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana an Silvester: 41 junge Menschen sind tot, 115 schwer brandverletzt, viele werden noch immer in Krankenhäusern und Reha-Kliniken behandelt.
Für die Opfer, ihre Familien und Freunde bedeutet jeder Tag einen unfassbar schweren Kampf zurück in ein Leben, das für immer von dem verheerenden Brand in der Silvesternacht geprägt sein wird. Hinzu kommen Skepsis und auch Wut über den Verlauf der strafrechtlichen Ermittlungen. Italien hatte deshalb zwischenzeitlich sogar seinen Botschafter aus Bern nach Rom zurückberufen. Das Idealbild von der perfekt organisierten Schweiz hat Risse bekommen.
Am 16. Juni 1976 gehen in Soweto tausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße. Sie protestieren gegen eine Entscheidung der Apartheid-Regierung in Südafrika, wonach zentrale Schulfächer künftig auf Afrikaans unterrichtet werden müssen -
der Sprache der weißen Minderheit und der Unterdrücker. Die Sicherheitskräfte gehen mit äußerster Brutalität gegen den Schulstreik vor. Polizisten schießen mit scharfer Munition. Bilder wie das des sterbenden Schülers Hector Pieterson gehen um die Welt. Der Soweto-Aufstand markiert einen historischen Wendepunkt im Kampf der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gegen das rassistische Apartheid-System und wird zu einem der prägendsten Ereignisse der südafrikanischen Geschichte. Fünfzig Jahre später gilt der 16. Juni als der Moment, in dem aus lokalem Protest ein landesweiter Aufbruch wurde. Der Weg zur Überwindung der Apartheid war noch lang. Doch ohne die Schülerrevolte von Soweto wäre er kaum denkbar gewesen.
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